Bisher musstet ihr für Diablo 2 und einige andere Blizzard-Spiele auf Linux immer eine Extra-Meile laufen. Durch Apps wie Faugus Launcher oder Lutris konntet ihr Battle.net installieren um dann die Spiele herunterladen und installieren zu können. Nun ist Diablo 2 Resurrected Infernal Edition aber auch auf Steam erschienen, was die genannten Schritte überflüssig macht. Und was noch viel cooler ist: “D2R” ist damit auch offiziell Steam-Deck-verifiziert!
Wie gut läuft Diablo 2 Resurrected Infernal Edition auf dem Steam Deck?
Und da der Titel auch vor einigen Jahren auf Konsole erschienen ist, wurde auch eine systemweite Unterstützung für Controller hinzugefügt. Das macht das Game perfekt für das Steam Deck, zumindest wenn es dort auch noch gut läuft. Die von Valve ausgeschriebene Zertifizierung sollte das zumindest belegen, aber stimmt das auch? Schliesslich sind die Systemanforderungen für das Game durchaus moderat und dank Upscaling dürfte hier auch einiges möglich sein.
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Stellt ihr Diablo 2 Resurrected Infernal Edition auf dem Steam Deck erst einmal auf mittlere Einstellungen, lassen sich ohne Probleme 90 Bilder pro Sekunde erreichen. Das ist perfekt für die 90 Hertz des OLED-Displays! Das dürfte auch der beste Kompromiss aus Leistung und Grafik darstellen. Wollt ihr Batterieleistung für Unterwegs sparen, empfehlen wir allerdings die niedrigsten Einstellungen mit einem Limit auf 60 oder sogar 45 Hertz. Damit kommt ihr dann zumindest schon einmal ein paar Stunden weit. Denn was auffällt: Diablo 2 Resurrected zieht dann doch schon ordentlich am Akku.
Es geht aber auch noch besser: Mit hohen Settings lassen sich immer noch teils deutlich über 60 FPS erreichen. Seid ihr also doch mehr der Fan von hohen Details, dann sind diese Einstellungen mit einem soliden Limit auf 45 Hertz schon ein absoluter Sweetspot. Allerdings reduziert sich dann die Akkulaufzeit schon enorm. Auf dem Steam Deck LCD wäre unsere Empfehlung zudem das Frame-Limit dann auf 40 Hertz zu setzen, um den optimalen Punkt aus Grafik und flüssigem Gameplay zu treffen. Allerdings fallen die FPS-Drops in stressigen Situationen deutlich grösser aus, wenn ihr in hohen Einstellungen spielt, was zu Rucklern führt. Da kann im Sanktum oder im Arreat Gebirge schon einmal das Gameplay deutlich unter 40 Bilder pro Sekunde fallen.
Aus meiner persönlichen Sicht empfehle ich daher die mittleren Settings zu wählen und das Limit auf die 60 oder 45 Hertz zu begrenzen. Das ermöglicht fast durchgängig ein gutes Gameplay-Gefühl und richtig starke Einbrüche halten sich dann eher in Grenzen, sodass ihr euch da keine Sorgen machen müsst. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Leistung erhaltet ihr übrigens beim YouTuber “Deck Wizard”. Dieser hat ein gutes Video zum Thema hochgeladen und zeigt Diablo 2 Resurrected Infernal Edition auf dem Steam Deck in unterschiedlichen Einstellungen. Allerdings nur am Anfang des ersten Aktes. Stresstests, wie im Sanktum, sind nicht zu sehen.