Altina A800 PNA Altina A800 PNA
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  1. Altina A800Das Altina A800 ist ein PNA aus Taiwan von dem mehr oder weniger bekannten Hersteller Altina, an den hier nochmal herzlicher Dank geht für die Unterstützung bei dieser Review.

    Das Gerät besticht auf den ersten Blick mit seinem grossen, schwarz gerahmten Display, das eine 11 cm Diagonale und 480 x 272 pixel aufweist. Mit den schlanken Ausmassen von 8 cm x 12.3 cm x 2 cm und wiegt nur knapp 160 Gramm. Darin werkelt ein Samsung 2440 auf 400 MHz und bearbeitet die Daten der 20 GPS-Kanäle des eingebauten Star III GPS-Emfpängers. Als Betriebssystem läuft natürlich ein WindowsCE Core, weswegen ich auch über das Altina A800 hier berichte.

    Die Navigationssoftware auf dem Gerät ist, was es für uns noch viel interessanter macht, eine auf das Gerät zugeschnittene Version von iGo der ungarischen Firma NavNGo, vielen Besser bekannt durch die Spieleschmiede PDAmill. Doch nun zuerst zur Gerätehardware und Ausstattung.

    Hardware
    Fotogallerie
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    Über dem Bildschirm auf der Vorderseite des A800 ist eine LED angebracht, die den Ladeprozess des 1600 mAh Lithium-lonen-Akkus anzeigt: Rot für ladend, Grün für voll. Auf der linken Seite sind zwei Tasten für die Lautstärkenregelung angebracht sowie der SD/MMC-Karten Slot, auf dem die Kartendaten sowie die Navigationssoftware installiert sind. Die Oberseite des Geräts weisst nur eine Kerbe für die Halterung auf. Auf der rechten Seite sind der USB-Anschluss, der zum Aufladen und als optionale Verbindung zu einem PC verwendet werden kann, zu finden, ein Standard-Kopfhöreranschluss, ein Reset-Taster sowie ein Stromsparknopf zu finden. Mit letzterem schaltet man, wie wir das von WindowsCE betriebenen Geräten kennen, das A800 nicht aus, sondern nur in einen Schlafmodus, aus dem es natürlich viel schneller wieder betriebsbereit sein kann, da das Betriebsystem nur beim Kaltstart neu geladen werden muss. Diesen Kaltstart vollführt man eben durch die Verwendung des Ein-Aus-Schalters auf der Unterseite des Geräts. Ist dieser auf off verbraucht das A800 keinerlei Strom mehr. Dies ist insbesondere dann praktisch, wenn man das Navi nicht in einem Fahrzeug benutzen will. Ausserdem ist hier noch die Schraube für den Akkudeckel zu finden. Des Weiteren ist das Gerät mit einem Lautsprecher auf der Rückseite ausgestattet, wo auch der Akkudeckel zu finden ist sowie ein, mit einer Gummikappe geschützter, MMCX-Anschluss für eine optionale, und leider nicht mitgelieferte, externe GPS-Antenne.

    Das Zubehör zum Navi ist angemessen reichhaltig. Ein USB-Kabel, eine DVD mit der Software und den Karten, für den Fall dass man die ebenfalls mitgelieferte 2 GB SD-Karte gelöscht oder verloren hat. Damit das Gerät auch aufgeladen beziehungsweise mit Strom versorgt werden kann ist ein 12-V-Zigarettenanzünder- sowie ein 110/220V Wechselstrom-Netzgerät - beide mit miniUSB Kabeln ausgestattet. Leider ist keine Hülle oder Schutztasche mit dabei, wohl aber, weil das A800 für AutomobilistInnen gedacht ist.

    Die Autohalterung ist mit einem extrastarken, mechanischen Saugnapf und einem, mit etwa 20 cm doch recht kurzen, flexiblen Arm ausgesattet. Der Rahmen, in den das A800 eingeclickt wird, ist ebenfalls schwarz und kann von der Halterung entfernt werden. Tatächlich findet hier ein Standard-Arretierungsverfahren Verwendung, so dass das A800 in dem mitgelieferten Rahmen kompatibel ist zu den Halterungssystemen einer Vielzahl verschiedener Hersteller.

    Der Schirm des PNA wird mit einer bei der Auslieferung schon aufgebrachten Schutzfolie geliefert, was ich sehr lobenswert finde. Ausserdem sind zwei kleine PDA-Stifte mitgeliefert, die aber, dank der ausgeklügelten UI von NagNGo, wie wir später noch sehen werden, nicht wirklich notwendig sind. Deswegen fällt ein kleines Manko des Geräts, die fehlende Stifthalterung, auch nicht so ins Gewicht. Wie schon erwähnt ist es etwas schade, dass keine externe GPS-Antenne gleich mitgeliefert wird und man somit gegebenenfalls eine dazukaufen muss.

    Das Gerät ist äusserst angenehm zu halten und gestaltet. Der schwarze Rahmen des Displays ist aus Hochglanzkunststoff, die Gehäuseseite matt silbern und die Rückseite matt schwarz. Auch ist das Gerät insgesamt sehr gut Verarbeitet. Die Kunststoffteile des Gehäuses passen so gut ineinander dass keinerlei Quietschgeräusche zu hören sind oder irgendetwas wackelt.

    Der laut Hersteller verbaute Samsung S3C2440 Prozessor auf 400MHz werkelt gehörig schnell für ein PNA und die 64 MB SDRAM und 64 MB ROM scheinen genügend Speicherplatz zu bieten für die installierten Anwendungen. Was der SiRF Star III GPS-Chipsatz leisten kann, ist allgemein bekannt, weswegen ich darauf hier nicht eingehe.

    Software
    Kiosk-Startmenü

    Im ROM des Geräts sind neben der Systemsoftware und dem Grundinterface, mit dem nur die vier Anwendungen gestartet und die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung sowie die Touchscreendimension konfiguriert werden kann, auch drei Mediaplayerprogramme eingebaut. Eines davon spielt Musikdateien im WAV- und MP3-Format ab und bietet grundlegende Playlistenfunktionen, der Photo Player bietet grundlegende Funktionen wie Zoom und rotieren zeigt JPEG-Bilder einzeln oder in einer Slideshow an und der Video Player kann WMV-, ASF- und MPEG-Dateien abspielen und verfügt ebenfalls über eine Playlistenfunktion.

    Natürlich sind die Dateien für all diese Mediaplayer auf einer SD-Karte und nicht im RAM abzulegen, so dass sie vor Datenverlust durch Stromausfall genau so geschützt sind, wie die Navigationssoftware und die Karten.

    Mediaplayer-Auswahl
    MP3 Player
    Foto-Browser

    All diese Programme sind durch die ausgeklügelte FireFly Kiosksoftware von PDAmill eingebunden und somit ist vom Bestriebssytem selbst äusserst selten etwas zu sehen. Eigenlich nur die Fehlermeldung, wenn man etwa die Speicherkarte bei laufenden Navigationsprogramm entfernt.

    Die iGo Navigator Software ist mit elektronischen Karten von Tele Atlas und anderen, nahmhaften Anbietern ausgestattet und bietet so eine hohe Qualität und Aktualität an Strassendaten für 41 Länder. Auch die POI-Datenbank ist umfrangreich gestaltet und natürlich persönlich erweiterbar. Auch kann man eigene Radarwarnungs-POI setzen und in den Optionen die Überwachung der Höchstgeschwindigkeit aktivieren.

    Foto in Editor
    Video-Player

    Leider ist es mir nicht möglich, eigene Screenshots der Navigationssoftware aus Copyrightgründen zu veröffentlichen, weswegen hier diejenigen der offiziellen NavNGo Produktseite herhalten müssen. Es ist jedoch auch so leicht zu sehen dass das Programm sehr gut mit der Kokurrenz mithalten kann. Die einfache, adaptive Adresseneingabe, dynamische 3D Karten- und Cockpitansicht mit geschwindigkeitsabhängigem SmartZoom, personalisierbare Tag- und Nachtfarbenprofile sowie eine angemessene Anzahl an nützlichen Einstellungen in einem einfach zu bedienenden Menü runden die iGo Navigator Software ab. Natürlich kann ausgewählt werden, wieviel Zeit in das Suchen welcher Art von Route gesteckt werden soll und welche Strassen- und Wegtypen genutzt beziehungsweise vermieden werden sollen. Auch können Routen mit mehreren Wegpunkten eingeben werden und die hervorragende Sprachausgabe des in 41 Sprachen verfügbaren Programmes ist in insgesamt 77 Varianten verfügbar. So ist allein für Deutsch sechs verschiedene, davon jeweils drei Männer- und Frauenstimmen, zu wählen. Toll ist hierbei natürlich die bei Navigationslösungen auf diesem Niveau schon zum fast zum Standard gehörende Lautstärkenanpassung an die Fahrtgeschwindigkeit.


    Adresseingabe
    3D-Cockpitansicht
    Routeneinstellungen
    Wegbeschreibung
    Routeninformationen
    Nachtmodus

    Die meisten weiteren Features der Software wie Navigationshistory und Simulieren von Routenfahrten, Kartenausrichtung, POI- und Geschwindigkeitslimitenwarner etc. sind bei den Spitzenprodukten unter den Navigationslösungen so relativ ähnlich auch zu finden. Hervorzuheben ist jedoch die visuelle Unterstützung bei der Navigation, die einem mittles einer kleinen Animation in der oberen, linken Ecke das bevorstehende geplante Manöver sehr gut veranschaulicht. Das nahezu stuffenlose Zoomen und Neigen der Kartenansicht geschieht auch in sehr komplexen Ansichten beeindruckend rasant. Genauso ist die Routenberechnung, selbst bei mehreren hundert Kilometern Strecke und mehreren möglichen Routen enorm schnell. Kaum muss man mehr als zwanzig Sekunden auf die Fertigstellung warten.

    Die Option Suchen&Los ist genau das, was sie verspricht: Nach der Zielpunkteingabe erfolgt die rasante und dennoch sehr gute Routenplanung und das Altina A800 weist einem den Weg. Wirklich toll! sicher gibt es das auch bei anderen Navigationslösungen, aber dank der rasanten Berechnung von iGo Navigator und der 400Mhz CPU, macht das wirklich Spass. Toll ist auch, dass die benutzerdefinierten Einstellungen inklusive POI-Einträgen und Stecknadeln per Menüeintrag einfach auf die Speicherkarte gesichert und von dort bei Bedarf wieder werden geladen werden können. Leider gibt es jedoch keine Möglichkeit, von Haus aus mehrere solcher speicherdateien zu verwalten. Man muss also die Datei selber am (Pocket) PC umbenennen um sie nicht beim nächsten Speichern zu überschreiben respketive um die gewünschte Datei wiederherstellbar zu machen.

    wie schon erwähnt ist die Benutzung eines Stylus zur Eingabe gar nicht notwendig, obschon zwei Stück mitgeliefert werden. Sämtliche Schaltflächen, Regler und Bedienelemente des Geräts und der iGo Software sind bequem und Mühelos mit einem Finger anzusteuern. Das empfindliche Touchpad ist, nachdem es ensprechend ausgerichtet wurde durch das Settings-Menü des Kiosks, sehrwohl in der Lage, die Mitte des Fingerdruckpunktes zu erkennen und so eine genaue Auswahl zu ermöglichen.

    Soweit zu den Vorzügen. Dass das Einfangen von GPS-Signalen unwahrscheinlich lange dauert, wenn dem Gerät keine ungefähre Position gegeben wird, ist zwar auch von anderen Navigationslösungen bekannt, aber dennoch könnte dies softwareseitig behoben werden. Schade, dass dies hier nicht gemacht wurde. Auch etwas negativ aufgefallen ist mir die Akkulaufzeit. Mit nur knapp 4 Stunden unter Volllast ist nicht viel anzufangen bei einem ausgedehnten Campingausflug oder Ähnlichem, aber das das Altina A800 für den Gebrauch in Automobilen gedacht ist, wurde wohl zu Gunsten des niedrigen Gewichts und der Herstellungskosten auf eine grössere Akkukapazität verzichtet. Der verwendete SiRF Star III Chipsatz sollte eigentlich sehr wenig Stromverbrauch produzieren, so dass Hintergrundlicht, Datenzugriff auf der Speicherkarte und natürlich die eigentlichen Rechenoperationen den Löwenanteil ausmachen werden.
    Übrigens ist mit dem Ein-Aus-Schalter überlegt umzugehen. Ist dieser auf off kann der Akku nicht aufgeladen werden, da dieser vom dadurch vom System abgetrennt wurde. Wenn also die LED über dem Display nicht aufleuchtet, immer auch die Position dieses Schalters überprüfen.

    Die Rückseite als Platz für den Lautspecher hat mir bei der ersten Begutachtung doch etwas schlecht geplant zugemutet, doch da der Rahmen für die Haltung den Lautsprecher nicht verdeckt, ist genügend abstrahlfläche Richtung Windschutzscheibe vorhanden und die Lautstärke des Geräts ist ausreichend selbst für laute Fahrtumgebungen (geschlossenes Softtop-Cabrio auf der Autobahn).
    Schade ist aber, dass der USB-Anschluss keine serielle Schnittstelle auf den GPS-Empfänger im NMEA-Protokoll bereitstellt, sondern das A800 als PocketPC2003-Gerät mit ActiveSync oder dem Windows Mobile Device Center verbindet. Eine Umschaltfunktion, vielleicht per Menüeintrag, wäre ein Plus gewesen. Da Speicherkartenleser heute nahezu überall eingebaut beziehungsweise so kostengünstig sind, ist es nicht wirklich zu empfehlen, Dateien oder Videos über die langsae USB 1.1 Verbindung auf die Speicherkarte zu übertragen. Dafür kann man aber seine Adressen in Form von Outlook-Kontakten auf das Gerät synchronisieren.

    Dass der Schirm nicht drehbar ist, also statt in Breitbild- in Portraitdarstellung arbeiten kann, finde ich auch schade. Aber die Halterung ist auch nur für den Breitbildmodus ausgelegt und da die eingebaute Antenne anscheinend in Richtung der Geräteoberkannte zeigt, ist es auch nicht zu empfehlen, das Gerät anders auszurichten. Auch, dass der Kiosk im ROM vorkonfiguriert ist und es somit nicht möglich ist, eigene Programme auf dem A800 auszuführen finde ich schade. Dies ist jedoch sicherlich aus Sicherheitsüberlegungen so eingerichtet worden und da das Gerät ein PNA ist, welches schon mit einigen Mediaplayer-funktionen aufwartet, sollte man es eigentlich auch nicht erweitern wollen.

    Fazit

    Das Altina A800 PNA ist ein hervorragendes Navigationsgerät für Autos und, mit der entsprechenden Halterung und Stromversorgung nachgerüstet, auch für Fahr- und Motorräder. Die iGo Navigationssoftware von PDAmill respektive NavNGo sucht Ihresgleichen und kann mit den Marktführern auf dem PocketPC auf jeden Fall mithalten. Es ist sicherlich zu beachten, wenn man sich ein persönliches Navigationsgerät anschaffen will. iGo My Way 2006 ist übrigens auch in den Vergleich mit Destinator und Tomtom in Betracht zu ziehen. Sie würde sogar das Dekodieren von TMC-Meldungen unterstützen, was aber wegen der fehlenden Hardware im Altina A800 nicht möglich ist. Schade. Das Nachfolgegerät soll dies jedoch besitzen, kommt aber erst im Verlauf des ersten Quartals 2008 auf den Markt.

    Bewertung & Erwerb
    Verarbeitung
    Ausstattung
    Leistung
    Nutzen
    Gesamteindruck


    Hersteller:Altina
    Produktseite:Produktseite
    Preis:circa CHF 240.-
    Vielleicht lässt sich wieder wie damals schon beim Bluetoothempfänger eine Möglichkeit für unsere User finden, eine Sammelbestellung zu arrangieren. Bitte meldet euch hier wenn Interesse besteht.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Altina A800 PNA-a800_hinten.png   Altina A800 PNA-a800_linksvorn.png   Altina A800 PNA-a800_mediaplayer.png   Altina A800 PNA-a800_mit_halterung.png   Altina A800 PNA-a800_mp3.png  

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    Altina A800 PNA-a800_video.png  
    Geändert von yjeanrenaud (08.01.2008 um 15:42 Uhr)
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