Wer immer wieder Sachen verlegt, ist seit einigen Jahren froh um Bluetooth Tracker. Nachdem Tile diese einführte, sind sie von verschiedensten Herstellern, darunter auch Samsung und am bekanntesten Apple, kopiert worden. Die Apple AirTags setzen dabei wie viele BT Tracker auf ein Netz aus Smartphones, das im Hintergrund anonym die Tracker sucht, wenn sie als verloren gemeldet werden und so die Position gesichert und die Privatsphäre schützend zurückmelden kann. Doch einen Nachteil haben die meisten Tracker: Sie funktionieren entweder unter Apple iOS Wo ist? oder mit Android-Geräten und Googles Finden. Wir habens und darum den roam Smart Tracker für iOS und Android angeschaut.
Inhaltsverzeichnis
Lieferumfang des Roam Smart Trackers für Android und iOS
Im Karton mit eins, zwei oder vier Trackern ist lediglich eine englischsprachige Kurzanleitung und der Tracker selbst. Dieser kommt von Haus aus mit einer handelsüblichen Knopfzelle im Format CR2032. Mehr ist nicht dabei.
Hardware und Eigenschaften
Der roam Smart Tracker selbst misst 33 mm im Durchmesser und ist 15.3 mm hoch. Er wiegt 13 Gramm. Damit ist er deutlich grösser als etwa ein Apple AirTag, ist aber dafür auch gleich mit einer Befestigung ausgestattt. Nach Schutzklasse IP67 ist der Roam tracker vor Wasser und Staub geschützt und sendet ein Bluetooth LE Signal zur Kommunikation mit dem Smartphone und zum Auffinden im FindMe Netz von Apple oder Google aus. Denn der roam Smart Tracker kann beim erstmaligen Einrichten für das eine oder das andere Netz konfiguriert werden. Ein Wechsel ist nur durch ein Zurücksetzen möglich. Dafür ist unter der Abdeckung eine Taste angebracht. Ein lauter Piezo-Speaker ist ebenfalls verbaut.
Weiter ist auf dem Gehäuse eines jeden Roam Smart Trackers ein eineindeutiger QR-Code aufgedruckt. Dieser öffnet eine Webseite unter app.roamsmartracker.com und zeigt eine personalisierbare Nachricht an, wenn jemand diesen QR-Code einscannt. Um den Tracker wieder zu finden werden sodann präzise GPS-Koordinaten via E-mail verschickt, die auf what3words basieren. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus drei Wörtern, die zur genauen Positionsbestimmung ohne viel Zahlenwirrwarr dienen.
Der Clou am Gehäuse, dass in sechs verschiedenen Farben erhältlich ist und aus Recyling-Plastik besteht, ist jedoch das Design made in UK. Die Scheibe kommt im oberen Drittel mit einem Halbkreis daher, der mittels Gummizug befestigt ist. Dieses Gummiband kann gleichzeitig zum Befestigten des Trackers benutzt werden. Oder aber der Tracker wird mittels Halbkreis-Teil festgeklemmt. Zudem verdeckt dieser Halbkreis die unsichtbare Taste darunter, so dass diese nicht versehentlich gedrückt werden kann.
Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud
Der untere Teil des Roam Smart Trackers kann aufgeschraubt werden und erlaubt es so, die Knopfzellenbatterie auszutauschen. Laut Hersteller reicht jedoch eine der handelsüblichen CR2032 Batterien für zwölf Monate Laufzeit aus.
Testeindruck
Die Roam Smart Tracker machen einen guten ersten Eindruck. Ja, sie sind nicht in hochwertigem Aluminium eingefasst wie Apple AirTags etwa, aber sie sind dennoch ohne Grate oder unnötige Spaltmasse sowie robust und solide gebaut. Mit wenigen Handgriffen kann der Bluetooth Tracker an allen möglichen Gegenständen befestigt werden. Egal ob Handtasche oder Koffer, Kamera oder Rucksack, ja selbst am Lieblingsplüschtier ist schnell eine Schlaufe befestigt.
Das Gummiband lässt sich bei Bedarf übrigens auch austauschen. Dazu ist unter dem Deckel eine kleine Schraube verbaut.
Einrichtung und Benutzung
Die Inbetriebnahme erfolgt problemlos und einfach. Nachdem das Gerät durch den Druck auf die Taste unter dem Gehäusedeckel aktiviert wurde, nimmt man das Handy seiner Wahl und navigiert durch die hauseigene Finden-App zur Einrichtung. Hier kann man also zwischen Apple Wo ist? und Google Finden Hub wählen. Egal welche App bzw. welches Betriebssystem man benutzt, darauf wir der Tracker sodann eingestellt.
Ein Wechsel ist nur durch einen Reset möglich. Das liegt jedoch nicht an Roam, sondern an Apple bzw. Google, die kein Operieren in beiden Suchen-Netzen gleichzeitig erlauben.
Anschliessend kann der Tracker über den QR-Code noch für das Finden ohne Verloren-Mesh konfiguriert werden.
Screenshots: PocketPC.ch / Jeanrenaud
Dazu liest man einfach den QR-Code ein, erstellt ein kostenloses Konto und aktiviert den jeweiligen QR-Code auf dem Roam Tracker unter app.roamsmarttracker.com. Hier können auch kurze Nachrichten eingegeben werden, die den Personen, die den Tracker finden und den QR-Code scannen, angezeigt werden.
Sie bekommen dabei die Aufforderung angezeigt, die GPS-Position im Handy-Browser zu teilen und diese an roamsmartracker.com zu übermitteln. Niemand bekommt also unsere hinterlegt E-Mailadresse angezeigt, sondern das System schickt uns die what3words-Position, die aus den GPS-Daten abgeleitet wurde.
Video: Roam
Das alles klappt einwandfrei und auch das Piep-Signal des Roam Smart Trackers für Android und iOS ist gut hörbar im Fall der Fälle. Soweit gibt es nichts auszusetzen an den Trackern. Auch werden sie von den eingebauten Sicherheitsmechanismen von iOS gemeldet, wenn sie sich nicht mehr im Umfeld des zugehörigen Smartphones befinden. So wie bei jedem Wo ist?-Tracker also. Einzig dass die QR-Code Auf dem Gehäuse leicht unscharf aufgedruckt sind, stört etwas. Der Nutzbarkeit tut das aber keinerlei Abbruch.
Preis und Fazit
Die Roam Smart Tracker für iOS und Android gibt es für 29,99 Euro bzw. SFr. zu kaufen. Erhältlich sind dabei die Farben Schwarz, Grau, Grün, Pink, Blau und Geld. Wer mehrere Bluetooth Tracker auf einmal kauft, kann mit Bundles nochmal etwas sparen.
Insgesamt sind die Roam Smart Tracker eine tolle Alternative zu Apple AirTags und anderen BLE Trackern. Sie sind nachhaltig gebaut, langlebig und kommen mit einer austauschbaren Knopfzellenbatterie daher. Der aufgedruckte QR-Code erlaubt auch das Benachrichtigen über einen Fund, ohne dass man Teil des FindMe-Netzes sein muss. Und dadurch, dass sie sowohl unter iOS als auch wahlweise unter Android funktionieren, sind die Roam Smart Tracker deutlich vielseitiger als Mitbewerbsprodukte. Und ein Abo ist auch nicht erforderlich.