Online-Navigationslösungen – Meinungen und Erfahrungen? Online-Navigationslösungen – Meinungen und Erfahrungen?
Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. „Diese Software-Lösungen sind nett, aber kauf dir lieber ein richtiges Navi, dann weißt du was du hast.“ Ja, so oder so ähnlich könnte der Satz auch heute lauten. Das komische daran ist, dass dieser Satz ursprünglich über die heute doch deutlich etablierteren Offline-Software-Lösungen von Navigon & Co gesagt wurde. Reine Software-Lösungen waren verpönt. Wer ein Navi wollte, der kaufte sich ein richtiges, also dediziertes Gerät.

    Heute sind es die Online-Lösungen, die als „nicht richtig“ (im Sinne von unvollständig) angesehen werden. Dabei frage ich mich, ob diese Skepsis eigentlich immer noch angebracht ist? Nicht nur die Netzabdeckung, auch die Netztechnik nebst Kartenstreaming hat entscheidende Fortschritte gemacht und die Gefahr plötzlich ohne Routenführung da zustehen, scheint mir nur noch in der Theorie zu existieren.

    Selbst die gefürchtete Kostenexplosion wurde weitestgehend eingedämmt. National steht meist ohnehin eine Flatrate zur Verfügung und EU-Bürger (wie es für die Schweizer aussieht, weiß ich jetzt nicht) profitieren immer deutlicher von der Kostendeckelung, welche den Telefongesellschaften aufoktroyiert wurde, so dass zumindest im EU-Ausland keine Horror-Rechnung mehr gefürchtet werden muss.

    Auch der magere Funktionsumfang ist so nicht mehr gegeben. Hier gab es ebenfalls deutliche Fortschritte, zumal viele Funktionen eines Navis vom Kunden oftmals ohnehin nicht genutzt werden. Dies muss oder soll ja nicht als Ende von Navigon&Co verstanden werden. Auch diesen Anbietern steht es gleichfalls jederzeit frei, ihre Karten nur noch online zu streamen.

    Es ist mehr die Frage, ob Online-Lösungen wirklich noch so „unpraktisch“ und „für Vielfahrer wenig geeignet“ sind oder ob die drängendsten Probleme und Nachteile mittlerweile weitestgehend ausgeräumt wurden und per se nichts mehr gegen eine Online-Lösung spräche.
    Was sind aktuell noch die größten Bedenken?
    0
     

  2. Vorweg: Ich habe 3 verschiedene Navis mehr oder weniger oft im Einsatz: einen Festeinbau von Audi, ein TomTom und einen Androiden mit Google Maps.

    Kartenmaterial:
    Der Festeinbau bezieht seine Karten von einer DVD, Updates gibt es also nur wenn man eine neue DVD kauft. Bis die neuen Karten veröffentlicht sind vergehen oft ein paar Monate, die Karten sind also mehr oder weniger alt.
    Besser ist da das TomTom. Einen entsprechenden Vertrag vorausgesetzt hat man laufende Aktualisierungen. Auch G-Maps wird laufend aktualisiert und ist nach meiner Erfahrung auf vergleichbar aktuellem Stand.

    Routenführung:
    Sind alle 3 sehr gut und schlagen oft die gleiche Route vor.
    ABER! Nur der Festeinbau und das TomTom bieten im Moment eine dynamische Routenführung während G-Maps einen stumpf in den dicksten Stau führt.

    Verkehrsinfos:
    Sofern das Navi seine Stauinfos über das radio (TMC) bezieht sind diese mehr oder weniger verzögert verfügbar. Es kann also durchaus sein, dass der Stau, den man umfahren soll, längst nicht mehr existiert oder man fährt eben doch rein weil er noch nicht gemeldet ist. Hier ist G-Maps deutlich besser! Da gibt es ein Update so ca. alle 5 Minuten.
    Daher schaue ich oft erst mal bei G-Maps nach dem Stau bevor ich der Empfehlung des anderen Navis folge. Der Trend geht also zum Zweitnavi
    Die TomToms der neuesten Generation bekommen Verkehrsinfo über Mobilfunk und sind damit wohl auf dem Aktualitätsniveau von GMaps, hab ich mir zumindest erzählen lassen.

    Was ich hier zu Staumeldungen gesagt habe kehrt sich bei Gefahrenmeldungen übrigens um: Der Festeinbau meldet Geisterfahrer, Steineschmeißer etc. oft noch bevor die Meldung im Radio angesagt wird und auch dann wenn die Navigation nicht aktiv ist (dann nur wenn die Gefahr im Umkreis von ca 50km ist)

    Fazit:
    Ich denke für den, der ab und zu mal ein Navi braucht ist GMaps ok und zumindest im Inland die günstigste Lösung. Und die Staus hört man ja im Zweifel im Radio.
    Wer öfters oder gar täglich unterwegs ist sollte ein System mit automatischer dynamischer Routenführung haben. Das spart im Zweifel die eine oder andere Stunde Fahrtzeit.
    1
     

  3. Nun gut, TMC (incl. Pro) haben technische und teilweise grundsätzliche Unzulänglichkeiten, daher werden sie nicht mit den neuen Modellen von Tomtom und G-Maps mithalten können. Zumindest was den Verkehrsfluss betrifft. Sie sind aber, wie du schon sagtest, noch recht nützlich bei alternativen Meldungen.

    Was mich aber vor allem interessiert: Gab es mal Probleme bei der Nutzung von G-Maps? Zum Beispiel wegen fehlender Netzabdeckung oder weil man zu schnell unterwegs war (Handover klappt womöglich nicht mehr)? Aussetzer in Tunneln? Probleme nach Drosselung der Daten-Flat? etc.
    Wie gesagt interessiert mich vor allem der technische Aspekt. Fehlende Features sind ja an sich kein wirkliches Problem der Online-Karten, es sei denn das entsprechende Feature wäre nur mit offline gespeicherten Karten möglich. Man kann sich ja im Hinterkopf einfach vorstellen, als würden TomTom oder Navigon ihre Karten streamen, anstatt sie offline anzubieten.
    0
     

Ähnliche Themen

  1. Meinungen/Erfahrungen mit vau Edge Bumper?
    Von User86398 im Forum Apple iPhone 4/S
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 31.01.2012, 20:23
  2. Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 26.10.2010, 22:18
  3. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 26.10.2010, 21:24
  4. Dell Axim X30i: Meine Erfahrungen beim Online-Kauf
    Von Kingpin im Forum Plauderecke
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 23.12.2004, 08:11

Besucher haben diese Seite mit folgenden Suchbegriffen gefunden:

tomtom erfahrungsberichte

navigon gefahrenmeldung app

Stichworte