Mit Hytale erscheint nun irgendwann ein richtig heiss ersehnter “Minecraft Nachfolger” wenn man so will. Natürlich handelt es sich hierbei um ein eigenständiges Spiel und Hytale macht auch eine ganze Menge anders als das meistverkaufte Spiel der Welt. Dennoch freuen sich viele auf den Titel, der nun erstmals in eine Early Access Phase zur Verfügung steht und sogar auf Linux installiert werden kann.
Hytale auf dem Steam Deck: 60 FPS sind kein Problem, meistens …
Keine Frage: Dem Steam Deck merkt man sein Alter an. Im Inneren ist eine Ryzen APU mit einer GPU auf RDNA2-Basis verbaut. Mittlerweile sind wir hier zwei Grafik-Generationen weiter und der PC-Gaming-Handheld von Valve hat bereits ein paar Jahre auf dem Buckel. Das stört aber nicht! Denn installiert ihr Hytale auf dem Steam Deck, so werden direkt mittlere Grafikeinstellungen nach dem Start vorgenommen. Und diese funktionieren erstaunlich gut!
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Im ersten Test schafft Hytale auf dem Steam Deck im mittleren Grafik-Preset durchaus sehr gute 60 FPS mit ein paar kleineren Einbrüchen, die aber eher nicht der Rede wert sind. Etwas heftiger fallen diese allerdings aus, sobald mehr im Hintergrund geladen werden muss. Gerade das “Hereinladen” der Welt am Start oder auch neuer, grösserer Chunks, stellt die kleine Steam Deck CPU vor Herausforderungen, die die Performance dann doch ins Wanken bringen. Sie sind aber jetzt in erster Linie nicht gamebreaking und wirken sich auch nicht all zu stark aufs Gameplay aus.
- Hier geht eszur Hytale Webseite (wo ihr das Spiel auch kaufen müsst)
Ich rate an dieser Stelle auch ein paar Grafikeinstellungen weiter zu reduzieren, auch um Akku zu sparen, damit die Laufzeit zu verbessern und die Spielbarkeit noch flüssiger zu machen. Unter anderem solltet ihr die Schatten ein wenig nach unten schrauben und auch die Sichtweite. Ein guter Richtwert liegt hier zwischen 260 und 300 Chunks. Ich würde hier persönlich einen Wert um die 280 nehmen, der zwar knapp unter der mittleren Grenzen steht, aber deutlich über den niedrigen Einstellungen.
Kleinere Probleme überschatten aber das Gameplay-Vergnügen
Aktuell wird Hytale noch nicht mit dem Steam Deck im Hinterkopf entwickelt, auch wenn das Studio den heissersehnten TItel für einen möglichen Einsatz auf PC-Handhelds im Auge hat. Es gibt aber weder eine Ansage zum Thema, noch können wir nach aktuellem Stand auf eine echte Portierung hoffen. Das merkt man beim Spielen auf dem 7.4 Zoll grossem OLED-Display dann doch recht schnell, denn Item-Texte sind nicht nur klein, sie sind teilweise unlerserlich winzig.
Zudem gibt es keine native Controller-Unterstützung, was beim Zocken im Bett oder auf der Couch dann doch schwierig wird, sofern ihr das Steam Deck nicht per Maus und Tastatur an einem anderen Monitor betreibt. Allerdings ist dieses Problem dank der Steam-Community recht schnell in den Griff zu kriegen. Ihr könnt nämlich ein Controller-Layout für Hytale für das Steam Deck aus den Optionen herunterladen und sogar das Trackpad als Maus für das fummelige Menü benutzen sowie R3 und L3 als Maustasten.
Ob wir in Zukunft eine echte, auf das Steam Deck angepasste Version vor allem in Bezug auf die sehr kleine Schrift bekommen, müssen wir erst einmal noch abwarten. Noch befindet sich Hytale im Early Access und ist weit entfernt von “fertig”. Da aber in Zukunft grossflächiger Mod-Support geplant ist, dürfte sich die Community hier einiges einfallen lassen.
