Hallöchen,

iIch möchte einfach mal kurz meine Erfahrung mit beiden Geräten beschreiben.

Ich habe ca. 1 Jahr ein Android-Smartphone besessen (wobei ich auch schon sicher mehrere verschiedener Hersteller ausprobiert habe) und seit ca. 1 Monat ein iPhone 5S.

Das Outdoor-Smartphone (Panzerglas, angeblich wasserdicht) hatte nur eine sehr gute Silikonhülle.

Das iPhone hat zum Schutz eine Panzerglasfolie sowie eine Kevlar-Carbon-Hülle von einem der führenden Hersteller.

Bei dem Android-Smartphone hatte ich Probleme mit dem Touchscreen, sobald ich feuchte Hände (Sommer, nach dem Duschen) hatte. Es wurden unkontrolliert beim "Swypen" irgendwelche Buchstaben willkürlich geschrieben. Egal ob ich auf dem Display war oder nicht mehr. Das ließ sich nicht kontrollieren, daher half dann nur abwischen und abwarten.

Das Problem habe ich nicht, evtl. auch aufgrund der Panzerglasschutzfolie. Die einmal schon das Display vor Schaden bewahrt hat. Folie austauschen und weiter geht es!

Der Fingerprint des Scanners des iPhone hat Probleme und erkennt meinen Finger oftmals nicht, sodass die Codeeingabe erforderlich ist. Schade, aber ich bin die Eingabe beim Android gewohnt, daher wäre das Schmankerl nett gewesen aber es soll wohl nicht sein.

Die Akkulaufzeit (beides gebrauchte Geräte) sind bei Auslastung rein durch Telegram mal ein wenig mehr, mal ein wenig weniger als einen Tag. Nach 24 Stunden ist also Laden angesagt. Weniger sollte es wirklich nicht sein!

Nachteil beim iPhone ist eindeutig der nicht selbst auswechselbare Akku. Bei meinem Android war der Akku austauschbar - problemlos.

Die Bedienung empfinde ich beim iPhone als lästig. Gerade auch das Koppeln mit iTunes, sofern man sich nur einen einfachen Klingelton aufs iPhone spielen möchte - wirklich schöne oder praktische gibt es nicht - finde ich relativ ätzend. Viele kitschige und klimbim-Töne. Dieses Binden an den Hersteller der sich das in meinen Augen auch sehr gut bezahlen muss ist eine Firmenmentalität, die man nicht gut heißen muss. Wobei es wohl auch Herstellerabhängig ist, beim Android eines Bekannten von Mobistel blicke ich gar nicht durch.

Die Notizfunktion des Android-Smartphones fand ich besser, kann aber auch nicht mehr genau sagen, was besser war und wodran ich es festmache. Für mich intuitiver zu bedienen. Schade, dass ich nicht mehr weiß, was die App genau alles konnte und machte bzw. anders hatte vom Menü her.

Was das Handling angeht (ich nutze ja nur Telegram) fand ich das Chatten deutlich angenehmer mit Swype, das auf dem Android-Smartphone bereits von Haus aus vorinstalliert war. Inzwischen habe ich Swype auch auf dem iPhone, muss aber sagen, dass mir überhaupt nicht gefällt, wie es integriert wurde. Nicht, dass es wichtig ist, aber ab und an nutze ich dann auch mal ein Icon (Emoji?) und bei Nutzung der Swype-Tastatur werden die Emojis ausgeblendet bzw. man muss die Smilie-Tastatur manuell jedes Mal neu anwählen. Die Darstellung ist auch anders und einige Smilies fehlen schlichtweg. Ich kann mir aber nicht erklären, warum das so ist, weil ich ja im Grunde nur eine weitere Tastatur hinzugefügt habe.

Beim Registrieren von iTunes (ID) wurde mir übrigens keine Option ohne Kreditkarte angeboten - ich habe ohnehin keine. Es gibt aber wenn man ein bissel sucht eine Möglichkeit. Warum das so ist habe ich auch nicht verstanden.

Die iCloud ist mir so suspekt wie alle anderen Cloud-Dienste (Gibt es eigentlich einen nach deutschem Datenschutzrecht?), einmal in der Cloud, für immer in der Cloud! Gilt denke ich mal für jeden Dienst, oder?

Super finde ich iMessage. Aber wie viele von meinen Bekannten haben ein iPhone? Der Hype ist am abflachen, ich kenne zwei, die sich jetzt von ihren iPhones zugunsten von Samsung wieder verabschiedet haben. Von den Macs sind sie aber nach wie vor noch begeistert und überzeugt. iMessage ist ein (wenn man Datenvolumen frei hat) kostenloser Nachrichtendienst - wie SMS. Wahlweise kann man, falls man keine Datenverbindung hat, auch eine SMS im gleichen Chatfenster versenden. Facetime ist ein Videochat, der angeblich flüssig laufen soll, ich mag nicht unbedingt meinen Gegenüber beim Kochen, Backen oder iPhone halten sehen. Ich ziehe das klassische Telefon vor.

Der für mich wichtigste Grund, warum ich Android besser finde, ist jedoch die kleine LED in der Vorderseite der Android-Geräte. Dieses blinkt (so man das denn haben möchte) und man kann die Farbe einstellen - das ist aber eher unwichtig. Beim iPhone muss ich immer erst den Bildschirm aktivieren oder das Gerät ständig im Auge behalten. Beides ist überaus lästig und keinesfalls praktisch, wie ich finde. Ich möchte nicht jedes Mal auf den Bildschirm tippen und danach wieder den Knopf zum deaktivieren betätigen müssen, wenn ich auf eine kurze Nachricht warte. Wenn ich eine zeitlang nicht auf das Smartphone schaue - auch das soll es geben - dann möchte ich auf einen Blick erkennen, ob Nachrichten da sind und nicht erst das Gerät in die Hand nehmen.

Zweiter Punkt ist, dass ich Nachrichten zwar auf dem Sperrbildschirm anzeigen lassen kann, diese jedoch erst in die App - beispielsweise Telegram - heruntergeladen werden, sobald ich diese aktiviere. Beim App-Symbol wird eine Zahl angezeigt, im Sperrbildschirm war der komplette Text zu sehen, aber wenn ich die App aktiviere, dann sind die Nachrichten noch nicht dort und ich muss je nach Datenverbindung warten, bis ich die Nachrichten lesen oder anschauen kann. Auch dies ist beim Android-Smartphone nicht so. Sobald ich über den Eingang neuer Nachrichten informiert werde kann ich die App öffnen und finde die Nachrichten direkt dort vor.

Für zu hoch halte ich den SAR-Wert, der mit 0,98 W/kg absolut nicht mehr im grünen Bereich liegt, gut wäre alles, was unter 0,60 W/kg liegt. Ich weiß, dass es noch keine 100 % sichere Aussage gibt, ob die SAR-Strahlung eine Schädigung hervorruft, denke jedoch, dass ich das Risiko zu erkranken für mich soweit es geht im Hinterkopf behalte und wo es geht darauf achte, keine zu hohen Strahlungswerte am Körper und insbesondere am Kopf zu haben. Wenn man ohne viel Aufwand eine evtl. Quelle ausschalten kann, dann sollte mans tun. Und vor allem immer überlegen, wer Geldgeber der Studie ist.

Neutral hingegen ist für mich die Option einer Speicherkartenerweiterung. Beim iPhone bekanntermaßen nicht möglich, wobei ich aktuell (durch die Backups der Fotos) 8,5 GB an Speicherplatz belegt habe, der mir zur Verfügung steht. Die Fotos werden erst zwischengespeichert und nach einer gewissen Zeit gelöscht. Für mich ist das absolut kein Problem, da ich weder Massen an Daten speichern noch Musik hören möchte, sondern das Smartphone lediglich zum besseren Koordinieren verschiedener Tätigkeiten nutze.

Ich hoffe es ist ein interessanter kleiner Bericht & ich bedanke mich fürs Lesen!

Gruß