Navigon Mobile Navigator für Android onboard
Navigon Mobile Navigator ist ein Programm der Firma Navigon, mit Hauptsitz in Hamburg. Die Firma wurde 1991 gegründet und beschäftigt heute über 400 Mitarbeiter.
Einigen von euch ist vielleicht das Programm noch von den Windows Mobile Geräten her bekannt, andere wiederum kennen die Hardware Navigator Geräte, die eigentlich das Kerngeschäft von Navigon darstellen.
Da Android sich immer grösserer Beliebtheit erfreut, schreiben viele Firmen die Dienstleistungen für Windows Mobile bereitgestellt hatten, nun auch ihre Programme für Android um. Navigationssoftware gibt's inzwischen einige für Android. Es gibt gute und schlechte, die eine Software hat dieses unverkennbare Merkmal die andere was anderes, genau so ist es auch bei Navigon.
Ich konnte den neuen Navigon Mobile Navigator bereits vor der Veröffentlichung ein paar Tage lang testen und möchte euch nun meine ersten Eindrücke dazu schildern.
Der erste Eindruck
Beim Programmstart wird eine Verbindung zum Internet aufgebaut (WLAN/3G). Vermutlich wird diese benötigt um den Lizenzstatus abzufragen, obwohl viele User heutzutage eine Datenflatrate haben, wünschen doch nicht alle, sich für eine kleine Navigation mit dem Internet verbinden zu müssen. Gerade im Roaming-Betrieb (also bei der Navigation im Ausland) können dadurch erhebliche Kosten verursacht werden. Es bleibt zu hoffen, dasss dies in der fertigen Version nicht mehr nötig ist.
Links ein Bild des „Homescreens“ von Navigon. Schlicht, einfach, übersichtlich; das waren sicherlich die Eckpunkte bei der Entwicklung.
Navigon im allgemeinen macht in der von uns getesteten Version einen recht fertigen Eindruck. Designtechnisch gehört es sicher zu den fortgeschritteneren Apps unter Android. Man sieht auch, dass das Programm wirklich nur auf Navigation ausgelegt ist, kleine Gadgets/Tools, welche bei weiteren Navigationsgeräten verbaut sind, sucht man hier vergebens.
Wer andere Software wie CoPilot getestet hat, stimmt mir sicher zu wenn ich sage das der Homescreen ziemlich einladend wirkt und auch eher „offen“.
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Einstellungen
Vom Hauptmenu aus, wie auch während der Navigation, gibt es die Möglichkeit einige Einstellungen vorzunehmen. Ich möchte euch diese hier auflisten:
- Allgemein
- Entfernungseinheit
- Automatisch
- Kilometer
- Meilen
- Darstellung der Karte
- 3D-Navigationskarte
- 2D
- 2D Genordet
- Tempolimits
- Warnen innerorts
- 5km/h
- 10km/h
- 15km/h
- 20km/h
- 25km/h
- 30km/h
- 35km/h
- Nie
- Warnen ausserorts
- 5km/h
- 10km/h
- 15km/h
- 20km/h
- 25km/h
- 30km/h
- 35km/h
- Nie
- Akustische Warnung
- nicht bei bedingten Tempolimits
- bei allen Tempolimits
Route konfigurieren
"Adresse eingeben"
Der Zielort lässt sich ganz leicht übers Hauptmenu einstellen. Dazu kann auf den Button „Adresse eingeben“ geklickt werden und man kommt zu folgenden „Eingabeaufforderungen“:
Als erstes muss angegeben werden, in welches Land navigiert werden soll. In der von uns getesteten Version war nur Schweizer Kartenmaterial vorhanden.
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Die zweite Aufforderung dient zur Eingabe des Zielortes. Das Navigationsziel kann entweder als Postleitzahl oder als Ortsnamen eingegeben werden. Eine gute Funktion, wenn man die Postleitzahl eines bestimmten Ortes kennt und nicht den langen Ortsnahmen eingeben möchte.
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Zum Schluss muss man noch die Strassen und Hausnummer eintragen, wobei die Hausnummer freiwillig ist.
Anschliessend wird einem eine Karte angezeigt, in der man sieht, wo sich das Ziel ungefähr befindet. In diesem Stadium sind euch kleine Zieljustierungen noch möglich.
"Sonderziele suchen"
Bei den Sonderzielen handelt es sich um Destinationen wie zum Beispiel ein Parkhaus in der Stadt. Es gibt hier drei Möglichkeiten mit denen man nach solchen Zielen suchen kann.
Ich erläutere kurz, was sich hinter den grossen Buttons versteckt:
In einem Ort: Zeigt ein Sonderziel in der Nähe eines bestimmten Orts an, man wird dazu aufgefordert, einen Zielort einzugeben.
Im ganzen Land: Zeigt Sonderziele im ganzen Land an, ist nicht überall sinnvoll, da man beispielsweise nicht täglich wissen möchte, wie viele Banken sich in einem bestimmten Land befinden.
In der Nähe: Zeigt Sonderziele direkt in der Umgebung an. Eine sehr nützliche Funktion, wenn der Tank sich dem Ende neigt und der Motor bereits zu stottern beginnt.
Folgende Sonderzielkategorien stehen zur Auswahl:
- Alle Kategorien (zeigt alle Folgenden Kategorien an)
- Tankstelle
- Parken
- Restaurant
- Übernachtung
- Geldautomat
- Bank
- Einkauf
- Bahnhof
- Autohändler
- Tourismus / Natur
- Kultur
- Sport & Erholung
- Schule & Bildung
- Behörde & Polizei
- Gesundheitswesen
- Post
- Religiöse Stätte
- Grenzübergang
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Die „Sonderziele-Shortcuts“ (am unteren Bildschirmrand zusehen) können manuell verändert werden. (Siehe die drei Buttons ganz unten im Bild)
Diese Shortcuts sind sehr nützlich, sie zeigen mit einem Klick Sonderziele in der Umgebung an.
Anpassen der Shortcuts
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Im ersten Konfigurationsschritt wählt man aus, welchen der drei Buttons man konfigurieren will.Danach, welcher Kategorie er angehören soll. In einem letzten Schritt definiert man, von welchem Hersteller/Firma man die POI-Ergebnisse (Points of Interest) sehen will.
"Nach Hause"
Der dritte Homescreen Button "nach Hause" ist eine ebenfalls sehr nützliche Funktion und von weiteren Navigationsprogrammen her bekannt. Beim ersten Klick darauf kann die eigene Adresse definiert werden, dies geschieht nach dem gleichen Schema wie bei der Routenwahl. Nach dem ersten definieren reicht ein Klick, um die Route nach Hause anzuwählen.
Wenn man dies getan hat, hat man noch die möglichkeit einen Namen für die Route einzugeben damit man diese unter Favoriten leichter wieder findet, jedoch werden unter Favoriten die Home Adressen zusätzlich mit einem Häuschen versehen.
"Karte anzeigen"
Der vierte und letzte Button auf dem Homescreen ist "Karte anzeigen". Nach dem Klick darauf sieht man mit einer normalen Kartendarstellung, wo man sich gearde befindet.
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Die Navigation
Ich bin einiges an Testkilometern abgefahren mit der Software und muss sagen ich bin erstaunt wie gut es funktioniert. Ich hab auch einige Screenshots während der Fahrt gemacht, verzeiht wenn die Einen ein bisschen verzerrt sind. Dies liegt daran, dass das Screenshot Programm auf „Schütteln“ reagiert und das Phone das Schütteln teilweise als Aufforderung für den Landscape Modus auffasst. Immerhin ist zu sehen, dass MobileNavigator auch im Quermodus hervorrangend funktioniert und eine schöne Navigationsansicht bietet.
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Der Navigationsbildschirm ist übersichtlich und schlicht gestaltet. Oben rechts sieht man die auf dem Streckenabschnitt geltende Geschwindigkeitslimite, am oberen Rand unter der Jalousie die aktuelle Geschwindigkeit. Diese weicht der Strassenbezeichnung, wenn man sich auf einer Autobahn befindet.
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Unten links sieht man die aktuelle Strasse auf der man fährt und wann das nächste Mal abgebogen werden muss.
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Wenn man auf eine Autobahn oder allgemein auf eine Ausfahrt zufährt, wird einem ein Bild mit einem Richtungspfeil angezeigt, damit man sieht, wo man genau abbiegen muss. In unserer Testversion ist dieses Bild leider erst wieder verschwunden, wenn der Touchscreen berührt wurde. Wir hoffen, dass dieses Problem in der finalen Version nicht mehr auftritt. Im dritten, vierten und fünften Bild sieht man unten rechts den Spurassistenten, der einem anzeigt, in welche Spur man sich einreihen soll. Die Funktion an sich gefällt mir sehr gut, leider empfinde ich die Platzierung ein wenig suboptimal
Beim Klicken auf den Balken am oberen Bildschirmrand, kann man durch die Navigationsinformationen wechseln. Aktuelle Geschwindigkeit, verbleibende Kilometerzahl und die Ankunftszeit sind Informationen, die dadurch abgerufen werden können.
Die Ankunftszeit ist relativ genau angegeben, sie wird in kurzen Abständen anhand der aktuellen Geschwindigkeit und des Wegfortschritts neu berechnet.
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Während der Fahrt lassen sich auch Zwischenziele (siehe Fähnchen auf dem ersten Bild) konfigurieren, um zum Beispiel kurz eine Sehenswürdigkeit anzuschauen, Geld an einem Bankomaten abzuheben oder eine Tankstelle aufzusuchen.
Sobald man sein Fahrtziel erreicht hat verschwinden jegliche Informationen bezüglich Route. Die Ansicht wechselt vom Navigationsmodus in den „Karten ansehen“ Modus.
Route während der Fahrt bearbeiten
Zwischenziele
Während der Fahrt lassen sich, wie bereits erwähnt, ganz bequem Zwischenziele einfügen. Dafür drückt man einfach kurz auf den Bildschirm, und man gelangt in einen neuen Modus.
Wenn man dann unten auf den Button „Zwischenziel hinzufügen“ klickt, erscheint genau in der Mitte des Bildschirms eine Nadel, die eine Strasse markiert und darunter ein Pop-Up mit der selektierten Strasse. Beim draufdrücken auf diese Pop-Up kommt man zu folgendem Bildschirm:
Sozusagen also wieder der Abschlussbildschirm bei der Routenkonfiguration.
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Eine Route mit Zwischenzielen kann etwa so aussehen:
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Wen man in diesem „Zwischenziel hinzufügen Modus" ist, kann man unten rechts auf das „Routen-Symbol“ klicken, dann sieht man die komplette Route von A nach B.
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Sperrzone
In der Routeneinstellung während der Navigation kann man zusätzlich eine „Sperrzone“ einrichten. Das bedeutet, dass die Strasse in einem definierten Raum (in km) umfahren werden kann, dies kann man z.B. benützen, wenn man irgendein Hindernis umfahren will.
Die rote Linie im Bild stellt die Sperrzone dar, die Zwischenziele wären über diese erreichbar gewesen, stattdessen plant Navigon eine Route, welche die Sperrzone vermeidet.
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Routeneinstellungen (Routenprofil)
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Wie im Hauptmenu, so gibt's auch während der Fahrt die Möglichkeit, die Route bzw. die Anzeige zu verändern. Folgende Einstellungen sind in den sogenannten Routenprofileinstellungen möglich:
- Geschwindigkeitsprofil
- PKW
- LKW
- Motorrad
- Fahrrad
- Fussgänger
- Art der Route
- Schnell
- Optimal
- Kurz
- Schön
- Autobahnen
- Erlauben
- Vermeiden
- Verbieten
- Mautstrassen
- Erlauben
- Vermeiden
- Verbieten
- Fähren
- Erlauben
- Vermeiden
- Verbieten
- Anliegerstrassen
- Checkbox für An und Aus
So kann man relativ genau definieren, was für eine Art Route bis zum Ziel gefahren werden soll. Wählt man unter Art der Route den Menüpunkt "schön" aus, berechnet Navigon eine Route mit möglichst schönen Strassen. Oftmals wird man mit einer solchen schönen Route später ankommen, als wenn man die Art der Route auf "schnell" stellt.
Fazit
Meiner Ansicht nach ist der Navigon Mobile Navigator mit Offline Karten ein wirklich gelungenes Navigationsprogramm. Bei meinen Testfahrten hat das Programm mich immer zuverlässig ans Ziel geführt.
Schon bei den Windows Mobile Geräten wurde Navigon Mobile Navigator als gute Alternative zu TomTom bezeichnet. Ich denke, diesen Ruf darf es auch unter Android zurecht weitertragen. Mir persönlich gefällt die Offline-Version von Navigon MobileNavigator besser als CoPilot Live, der Platzhirsch unter den Android Navigationsprogrammen. Vermutlich aus dem Grund, da Navigon sehr intuitiv und übersichtlich gestaltet ist.
Die 30-Tage Testversion ist sehr praktisch, sie erlaubt es, den MobileNavigator im Testzeitram vollumfänglich zu benutzen und so einen guten Eindruck vom Programm zu gewinnen.
Nicht optimal gelöst finde ich den Spurenassistent, der etwas versteckt unten rechts am Bildschirm klebt. Unschön ist leider, dass eine Internetverbindung bestehen muss, damit sich der Navigon MobileNavigator starten lässt, wobei für Leute mit einer Datenflat dies sicherlich kein Problem darstellt. (Bei meinen Testfahrten wurden etwa 54KB an Daten übermittelt.)
Wer noch weitere Screenshots vom Navigon Mobile Navigator sehen will kann sich bei mir melden.
Getestet mit:
HTC Nexus One (Android 2.1, MoDaCo Custom ROM)









Automatisch generierter Sicherheitshinweis










































![[Review] Navigon Mobile Navigator](http://www.proboard.ch/images/ppc10/Zum-Antworten-bitte-registrieren.jpg)
