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Apple Maps ist schlicht und einfach unnötig!
Die goldenen Apple zeiten gehen gaaaanz langsam flöten. Die haben einfach das gefühl das alles was sie machen, der user als gut empfindet. Sie fangen an sich gehen zu lassen. Ich vermisse die PPC zeiten, da war Apple noch was spezielles!!
Ich mag für diese Einstellung jetzt sicher einiges an Kritik ernten, will aber niemandem direkt auf den Schlips treten...
Diese Situation jetzt mit den Karten-Problemen und den anderen Macken des iPhone 5 und iOS6 ist denke ich mal für den ganzen Markt Positiv und vielleicht auch für die allgemeinen Communities... denn ich bin sicher, jetzt kann erstmals intensiv ausgesiebt werden, wer bisher wirklich bewusster und begründeter Apple-User ist/war und wer die wirklichen Fanboys sind die einfach aus Prinzip Apple nutzen weil es "Hip" ist...
denn letztere werden die sein, die alle Fehler Abstreiten, behaupten sie hätten überhaupt garkeine Probleme und alles wäre noch immer rosarot... ich sage jetzt nicht, dass jeder nicht-Fanboy automatisch wechseln wird, denn das ist nicht unbedingt ein Grund auf ein anderes System zu wechseln, wenn man sich bereits mit iOS organisiert hat, aber es wird auf jeden fall Menschen zum Nachdenken drängen über die Stellung Apples am Markt
Peinlich sind die Maps schon für Apple. Keine Frage. Allerdings empfinde ich es nun nicht als so schlimm, wie es durch die Presse geht. Oder es von anderen Fraktionen dargestellt wird. Google Maps auf iOS war ja nun nicht zwingend die Offenbahrung. Und navigieren konnte man damit auch nicht, weswegen die Mehrzahl der Nutzer wahrscheinlich Skobbler, Navigon etc. zur Navigation nutzen wird. Zur Orientierung in einer Stadt werden die neuen Maps schon ausreichen. Und ich denke, dass es der hauptsächliche Praxiseinsatz von Maps ist.
Wie gut die Navigation damit funktioniert, vermag ich nicht einzuschätzen. Selbst mit ausgereiften Lösungen, wie Nokia Navigation oder Navigon (Europe, mein Favorit) kommt es immer mal wieder zu Pannen: so kennen manche Navigatoren Strassen, die es seit 3 Jahren gibt, nicht. Oder versagen bei der Berechnung der Umleitung. Oder wollen umleiten, obwohl es nix zum umleiten gibt. Oder kommen wie das Nokia-Teil durcheinander, weil man auf der falschen Seite der Autobahn fährt (Baustelle).
Wie geschrieben, peinlich sind die Maps für eine Firma mit den selbstgesteckten und propagierten Ansprüchen - wie Apple sie hat - allemal. Man sollte aber auch die Kirche im Dorf lassen ;)
Ob die Kirche im Dorf bleibt, bleibt jedem selber überlassen. Hingegen sollte Apple auch mal überlegen, was sie wirklich können (und das ist nun definitiv nicht Maps erstellen). Sie verlieren den Boden unter den Füssen und das ist nicht einfach nur peinlich. Ohne Steve werden sie auch die Visionen verlieren. Cook mag ein guter Boss sein.. mehr aber nicht. Jobs war nicht Boss.. er war Apple und hatte die Visionen.