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Der Schlussfolgerung hier kann ich mich auch aufgrund all der Informationen, die sich sonst zu dem Fall so finden ganz und gar nicht anschließen. Einerseits sind die Patente bis der Einspruch entschieden ist gültig, d.h. es könnte durchaus zur Verhandlung zwischen Oracle und Google kommen bevor diese Entscheidung endgültig wird.
Weiters handelt es sich um eines von 6 Patenten in diesem Prozess. 4 wurden in dem ersten Schritt beim Patentamt für ungültig erklärt (mit eben der zweiten Stufe der Anfechtung noch ausständig - das ist übrigens dann noch immer nicht die letzte Instanz) und eines wurde beim Patentamt nochmal bestätigt (bzgl. eines Patents ist die Entscheidung noch ausständig). Weiters beschreibt auch der Groklaw Artikel, dass nur einer der Claims des Patents von Oracle überhaupt in diesem Prozess genutzt worden wäre (von insgesamt 26 die aktuell in dem Verfahren vorgebracht werden).
Eine weitere nicht zu unterschätzende Sache in diesem Prozess ist, dass es kein reiner Patentfall ist sondern auch die APIs von Java urheberrechtlich geschützt sind, was in dem Prozess ebenfalls zu verhandeln sein wird. Hier sieht es aufgrund der "Lindholm-E-Mail" eher schlecht für Google aus.
Zu sagen, dass mit der Entscheidung des Patentamts der Fall von Oracle schon verloren wäre ist so gesehen eine ziemliche Übertreibung. Es handelt sich um einen der vielen Mosaiksteine und wenn Oracle nur mit einem davon durchkommt wird es entweder teuer für Gooogle oder sie müssten die technische Platform für Android-Apps austauschen.
So wie StevieBallz das schon gesagt hat, wäre mal interessant zu wissen woher diese Schlussfolgerung stammt.Zitat:
Während eine Entscheidung in der Hauptverhandlung erst in ein paar Monaten beziehungsweise Mitte des Jahres 2012 erwartet werden kann und noch etwa 25 weitere Ansprüche von Oracle anhängig sind, ist bereits jetzt davon auszugehen, dass Oracle den Prozess schon verloren hat.