@lexanders Kolumne ... @lexanders Kolumne ...
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  1. Halli Hallo zusammen

    Diejenigen, die auch mal über den Zaun schauen und ins Pocket PC-Forum gehen wissen, dass ich ab und zu eine Kolumne schreibe. Auch heute packt mich mal wieder die Schreibwut und ich bringe einige Zeilen (nicht zu Papier aber dennoch) ins Forum.

    Ich hatte wieder mal einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir und ich freue mich auf einen geruhsamen Abend. Ich nehme also wie üblich die S-Bahn von Zürich nach Hause. Hierbei achte ich immer darauf, dass ich in möglichst leere Wagen sitze. Da es schon recht spät ist, sind wenig Leute unterwegs und der Wagen, der vor mit hält, scheint leer zu sein. Ein erster Kontrollblick bestätigt dann auch meine Annahme. Ich setzt mich gleich am Anfang in ein leeres Sitzabteil und fange an meine Zeitung herauszukramen und gemütlich die Ereignisse des vorherigen Tages zu lesen.

    Zwei Stationen weiter steigt ein Typ ein und setzt sich ins nächste Abteil. ich schätze den Typen mal so auf knapp zwanzig. Er setzt sich gerade hin und fängt laut an mit jemandem zu reden; "He Mann, was machsch ... ney, bisch doch en Tubbel ... siicher nööööd..." so geht das einige Augenblicke weiter. Ich war in den Wagen gekommen in der Annahme ich wäre alleine. Ich schiele ins Fenster gegenüber, das des Nachts wie ein Spiegel wirkt, sodass ich den Typen im Abteil vor mir sehen kann. Leider sitzt er so ungeschickt, dass ich nicht viel erkennen kann. Immer noch gemütlich meine Zeitung lesend, geht mir der Typ aber mit der Zeit auf den Geist, scheint er doch mit jemandem zu konferieren, dieser jedoch nicht zu antworten. Ich schaue nochmals ins gegenüberliegende Fenster und versuche seinen Ansprechpartner zu entdecken. Seine Konversation wird immer heftiger und Wörter wie "Ar.....och" fallen. Weitere Wörter in diesem Jargon könnt Ihr Euch sicherlich auch noch vorstellen. Mit der Zeit denke ich, dass sein Gesprächspartner ganz schön viel zu schlucken hat, ist er doch die ganze Zeit über ruhig gewesen. Aufzustehen getraue ich mich nicht, da er mich ansonsten sofort entdecken könnte, was eher peinlich gewesen wäre. Die Konversation des Gegenübers dauert nun schon einige Minuten und ich bin mir sicher, dass er mit jemandem spricht, der ihm gegenüber sitzt. Ein Handygespräch kann es nicht sein, da er keins am Ohr hatte, als er den Wagen betrat, sich im nächsten Abteil niederlies und gleich zu sprechen begann. Meine Neugierde lässt mir keine Ruhe - noch eine Haltestelle bis zum aussteigen. Die nächsten Sekunden und Minuten versuche ich anhand des Gesprächs herauszufinden, ob er nun einen Gegenüber hat oder ob er am telefonieren ist. Endlich, meine Haltestelle wird ausgerufen. Ich stehe auf und sammle meine Sachen vom Sitz auf. Ich schaue nicht sofort ins Nachbarabteil, riskiere dann aber dennoch einen verstollenen Blick. Der Typ sass wirklich alleine da, aber ein Handy hatte er keines am Ohr. Doch dann entdecke ich, dass er einen winzigen Knopf im Ohr hat, ein Headset, dass via Bluetooth mit dem Handy verbunden zu sein scheint. Das war also des Rätsels Lösung, war ich doch anfänglich einige Minuten fest überzeugt, dass er mit einer Person sprechen würde, die ihm direkt gegenüber zu sitzen schien ... wie man sich doch irren kann.

    Bei der weiterfahrt mit dem Ortsbus nach Hause muss ich noch ein wenig über meine Unwissenheit schmunzeln, wäre ich doch nur auf die Idee mit dem Headset gekommen.

    An dieser Stelle fällt mir eine Anekdote ein, die ich irgendwann irgendwo mal gelsen hatte;

    Ein Mann im Restaurant verspürt ein dringendes Bedürfnis und sucht die Toilette auf. Als er mit immer leichter werden Gefühlen auf der Klobrille sitzt, tönt es aus der Kabine nebenan; "Hallo", der Mann möchte höflich sein und antwortet ebenfalls mit "Hallo", Die Stimme von nebenan wieder "Wie geht's Dir?", da er bereits das 'Hallo' erwidert hatte, sagt er "danke, mir geht's gut". Die Stimme von nebenan sagt wieder "hast Du heute Abend schon was vor?". Der Mann irritiert über die Frage zögert zuerst und sagt dann "ja, warum?". Die Stimme nebenan erwidert "hättest Du nicht doch Lust mit mir ins Kino zu gehen?". Der Mann ist langsam genervt von der Fragerei und antwortet "hör'n Sie mal, ich bin verheiratet!". Die Stimme nebenan sagt "ich doch auch, aber ich Liebe Dich?". Nun wird's dem Mann langsam unheimlich und fragt "was wollen Sie eigentlich von mir?". Die Stimme von nebenan sagt; "Du Schatz, wir müssen das Telefonat beenden, so ein Tip hier nebenan beantwortet andauernd meine Fragen.".

    Man stelle sich an dieser Stelle die Szene vor. Ich nehme von nun an auf keinen Fall mehr irgendwelche Handys - ob mit oder ohne Freisprechanlage - mit aufs Klo.

    Und mal ehrlich ... wer hätte in dieser Situation nicht ähnlich reagiert?
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  2. Der ist super!!!

    Gruess Daniel.
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  3. hehe sehr amüsant!!
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