Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. Eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines PDAs ist für mich der
    Bildschirm. Ich habe da so meine Probleme mit diversen Displays - unabhängig
    vom Typ des Displays bzw. Preisklasse der Geräte. Bei vielen Displays merke
    ich sofort ein Flackern, welches mich sehr stört. Bei z. B. dem HP iPAQ 5550
    merke ich ein deutliches Flackern, die Displayqualität ansich ist sonst top
    (Helligkeit, Farbe und Kontrast). Bei dem HP iPAQ 2210 merke ich dieses
    Flackern zwar nicht, aber im Vergleich zu dem 5550 ist es ein Unterschied wie
    Tag und Nacht - Farben viel blasser, deutlich geringerer Kontrast und Helligkeit.

    Ich habe die Vermutung, daß dieses Flackern evtl. von der Hintergrundbeleuchtung
    kommt. Habe gehört, daß die Hintergrundbeleuchtung teilweise mit "Lampen"
    (Leuchtplatten) wie bei PDAs funktioniert und teilweise mit LEDs. Kann es sein, daß
    diese LEDs das Flackern verursachen ??? Auf normalen TFTs merke mich ja
    schließlich auch kein Flackern - nur bei 80% der PDAs mit transreflektiven Displays.
    Merkwürdig finde ich auch, daß ich dieses Flackern bisher nicht bei PDAs mit
    reflektiven TFT-Displays bemerken konnte. Was ist eigentlich der Unterschied
    zwischen transreflektiven und reflektiven Displays ???
    Bei vielen PDAs sind ist die Farb- und teilweise auch Kontrasteinstellung viel zu
    stark. Warum gibt es eigentlich kein im Betriebssystem integriertes Tool, womit
    Kontrast und Farbe gesteuert werden können ??? Gibt es da vielleicht ein optionales
    Tool ???
    0
     

  2. Gast
    Hallo Curcuma

    Im Grunde genommen kann sogar drei verschiedene Arten von Displays unterscheiden:

    reflektiv (flektiv), transflektiv (transreflektiv) und transmissiv.

    Ein Transmissiv-Bildschirm ist für den Inneneinsatz und ein Transflektiv-Bildschirm für den Ausseneinsatz gedacht. Transflektiv-LCDs (zuweilen auch Transreflektiv-LCDs genannt) sind so etwas wie eine Mischung aus Transmissiv- und Reflektiv-Bildschirmen. Wenn Transflektiv-Displays im Inneneinsatz verwendet werden, wird das Bild mittels einer Hintergrundbeleuchtung sichtbar gemacht. Transflektiv-Bildschirme sind aber auch bei hellem Sonnenlicht lesbar, da sie die Sonnenstrahlen absorbieren und so ein helles, gut lesbares Bild produzieren (wodurch gleichzeitig Akkustrom gespart wird).

    Transflektiv-LCDs bieten im Normalfall eine hohe Farb- und Bildwiedergabequalität, ohne allerdings die hohen Auflösungen und das scharfe Bild von Transmissiv-Bildschirmen zu erreichen. Da sie darüber hinaus auch weniger Strom sparend arbeiten als diese, stellen Transflektiv-LCDs für die Mehrzahl der PDA-Hersteller keine praktische Alternative dar - ausser es handelt sich um Geräte der Highend-Klasse, wo Mehrkosten von den Verbrauchern in Kauf genommen werden.

    Aktivmatrix-Transmissiv-Farbbildschirm (Inneneinsatz): Transmissiv-LCDs werden von einer fluoreszierenden Hintergrundbeleuchtung beleuchtet und sind in puncto Farbtiefe, Textschärfe und Auflösungsvermögen allen Konkurrenten überlegen. Die Hintergrundbeleuchtung wirkt sich jedoch negativ auf die Laufzeit des Akkus aus. Ausserdem leidet die Lesbarkeit des Bildschirms bei hellem Sonnenlicht.

    Als klassisches Beispiel eines Transmissiv-LCD's ist der des Ipaq 3130, der nach Betätigung der Hintergrundbeleuchtung einen Summton von sich gibt, der von der Fluoreszenz-'Röhre' stammt. Röhre deshalb, weil das gleiche Prinzip wie bei einer Neonröhre angewandt wird und das Licht flackern kann.

    Hier noch ein paar Beispiele anhand der Ipaq-Reihe...

    Der Ipaq 5550 hat ein tansflektives Display, d.h. er verfügt über eine echte Hintergrundbeleuchtung wie oben erklärt. Das Licht wird also hinter dem Display ausgestrahlt.

    Bei den Ipaq's älterer Generation (z.B. 36xx und 37xx) wird das Display seitlich von vorne mittels einer Kaltlichkathode beleuchtet. Diese Displays sind also reflektiv.

    Über Ipaq's der 19xx- und 2xxx-er Reihe kann ich nichts sagen, da ich bislang noch keine dieser Geräte genutzt und näher betrachtet habe. Es kann aber nahe liegen, dass sie beide flektive Displays haben, also solche die von vorne beleuchtet werden.

    Im übrigen erwähnst Du in Deinem Thread LED's, die aber für die Display-Beleuchtung nicht zur Anwendung kommen - dafür im Ladeanzeigelämpchen, WLAN-Lämpchen, Bluetooth-Lämpchen usw.

    Im übrigen halten bei allen Geräten die Beleuchtungsgarnituren (welche auch immer) nicht ewig. Fluoreszenz-Röhren halten nur ein paar hundert Stunden lang. Kaltlichtkathoden machen scheinbar auch nach mehreren Hundert Stunden schlapp.

    Nun zu Deinem Problem betreffend des Flackerns...

    Eigentlich flackern alle Beleuchtungen, da sie durch Stromimpulse zum Leuchten gebracht werden, vergleichbar einer Neonröhre. Das Prinzip wird deshalb angewandt, da diese Art von Beleuchtung weniger Strom braucht als wenn die Displays z.B. durch Dioden o.ä. beleuchtet würden. Zudem strahlen Kaltlichkathoden und Fluoreszenz-Röhren (fast) keine Wärme ab, die bei PDA's aufgrund der kompakten Bauform sowieso schlecht abgeleitet werden kann.

    Tritt bei Dir der Effekt des Flackerns nur in Räumen auf oder auch im Freien. Erfahrungsgemäss kommt es in Räumen mit Neonbeleuchtung zu Interferenzen, da die Hintergrundbeleuchtung des PDA's anders taktet. Neonröhren takten i.d.R. mit 50Hz. Die Hintergrundbeleuchtung arbeitet meines Wissens ein bisschen schneller. Wenn nun die Schwingungen der Neonröhre für einen kurzen Moment die gleiche haben wie die der Hintergrundbeleuchtung, entsteht eine Interferenz, die sich in Form eines Flackerns niederschlägt. Hierfür ist der Takt des Neonröhre für einen Bruchteil einer Sekunde der gleiche wie der des PDA's. Für diesen Sekundenbruchteil verstärken sich einerseits die beiden Beleuchtungszyklen der beiden Leuchtquellen und andererseits heben sie sich gegenseitig wieder auf.

    Das könnte in ungefähr so aussehen (Die 1 sind leuchtende Lichtimpulse, die 0 sind nichtleuchtende Impulse):
    PDA=Handheldfrequenz, NEO=Neonröhrenfrequenz, INT=Interferenz

    PDA: 11001100110011001100110011001100110011001100110011001
    NEO: 11100011100011100011100011100011100011100011100011100

    INT: 22101111210022101111210022101111210022101111210022101

    In der Interferenz habe ich die jeweils übereinanderstehenden Werte addiert. D.h. die Impulswerte verstärkten sich an diesen Stellen. Überall dort, wo nun neben einem tiefen Wert (z.B. 0) ein hoher Wert (z.B. 2) steht, ist ein grosser Unterschied der Leuchtkraft, die sich einerseits gegenseitig aufheben und andererseits gegenseitig verstärken, sodass eine Wellenbewegung entsteht, die sich in Form von Flackern bemerkbar macht. Ideal wäre in diesem Fall, wenn die Frequenz der Neonröhre die Gleiche hätte wie die des PDA's und so eine gleichmässige Werteverteilung von lauter 1-en vorhanden wäre.

    So, ich glaube nun habe ich genug geschrieben, ich könnte an dieser Stelle noch weiter referieren. Ich schlage Dir aber vor, dass Du Dich allenfalls in einschlägigen Foren schlaumachst, um besser herausfinden zu können, woher das Flackern Deines Ipaq's kommt.

    Grüsse, @lex&er
    0
     

  3. Sch mir reicht die Zeit nach dem Login nicht aus, um Beiträge zu posten. Immer haut's mich vorher wieder raus...

    , @lex&er
    0
     

  4. na das war wiedermal ein typischer @lex&er eintrag... sehr informativ und detailliert! danke!

    Nun noch mein Senf: Das mit dem Flackern kenne ich. Ich habe dies aber oft bei Sonneneinstrahlung. Hatte dies auch bei allen pocket pcs die ich bis jetzt hatte... wenn man das gerät aber etwas zur seite neigt, dann verschwindet das flackern sofort wieder... es kommt immer auf die jeweilige lagen an

    gruss marco
    0
     

  5. Leider kann ich meinen Beitrag nicht mehr ergänzen bzw. präzisieren, da ich nicht eingeloggt war ... (war ich schon, nur hats mich nach einer gewissen Zeit halt wieder rausgehauen ).

    Warum bei einigen Geräten das Flackern selbst bei Tageslicht auftritt ist mir bis jetzt noch nicht klar. Es kann ein Problem in der Steuerung sein oder einfach Stromschwankungen vom Akku her.

    Interessant ist, dass der Effekt verschwindet, wenn Du das Gerät neigst - von da her müsste ich davon ausgehen, dass irgendein bewegliches Teil durch die Veränderung der Lage wieder korrekt positioniert wird. Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass PPC's keine beweglichen Teile beinhalten (abgesehen von den Tasten).

    Ich muss den Umstand mal noch näher analysieren und Abklärungen treffen - kann also eine Weile dauern.

    Schönes Wochenende wünsche ich Euch allen, @lex&er
    0
     

  6. merci merci! also bei mir ist einfach so, dass wenn die lichteinstrahlung in einem speziellen winkel ist, das ganze anfängt zu flimmern... dann kann mich auch in den schatten oder so stellen und dann ist das flimmern weg... denke nicht, dass es an beweglichen teilen liegt. muss doch eher irgendiwe von der art des displays und der einstrahlung abhängen...?

    gruss marco
    0
     

  7. Vielen Dank @lex&er für die ausführlichen Informationen. Leider bin ich erst
    heute dazu gekommen, eine Antwort auf Deine Frage zu posten.
    Das Flackern habe ich unabhängig von der Lichtquelle (Neon, normales
    Licht oder in absoluter Dunkelheit) beobachtet. Bei den kurz getesteten
    iPaq 2210, 5000er und 1900er Serie konnte ich die Geräte nur im Laden bei
    Neonlicht testen. Dort habe ich bei den 5er iPaq ein stärkeres Flackern
    als bei dem 2210 oder 1900er Serie festgestellt - hier konnte ich auf Anhieb
    kein Flackern feststellen, nur das Display des 2210 ist von allen HPs am
    schlechtesten - am wenigsten Kontrast, Farbe und Helligkeit.
    0
     

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