Fr. 19. Juni 2020 um 10:20

Tribit StormBox Micro im Test: Besser als Mini-Speaker von Bose und JBL?

von Marcel Laser0 Kommentare

Grade kleine Bluetooth-Lautsprecher haben aufgrund ihrer Grösse oft ein Problem. Sie klingen flach, können kein Volumen im Klang aufbauen und müssen mit allerlei Kompromissen leben. Die Tribit StormBox Micro muss das auch, löst es aber auf beeindruckende Weise und ist damit nicht nur ein kleiner Speaker, der sich in den Einheitsbrei einreiht, sondern sogar mit grossen Hersteller konkurrieren will. Doch reicht es für die Spitze?

Tribit StormBox Micro Design: Schlichter, kleiner Kasten mit cleveren Funktionen

Anders als bei Smartphones, sind Lautsprecher deutlich weniger an gewisse Design-Sprachen gebunden. Die kleine StormBox Micro hingegen lässt durchaus schlicht angehen. In der Draufsicht zeigt sich die Silhouette quadratisch mit Runden Kanten und Ecken. Ein fest gewebtes Netz spannt sich über das “Kästchen” und es sind auf der Oberseite drei Bedienelemente zu finden.

 

Die Verarbeitung ist schlichtweg überragend und enorm stabil. Nimmt man den StormBox Micro in die Hand, könnte man meinen, ihn mit aller Kraft gegen die Wand werfen zu können, auch wenn wir das nicht unbedingt empfehlen würden! Die Knöpfe sind fest verbaut und müssen mit vergleichsweise viel Kraft bedient werden. Die Oberfläche ist mit einem stoffartigen Überzug bezogen und macht ebenfalls einen soliden Eindruck.

 

An der Unterseite ist übrigens eine sehr stabile Silikonschlaufe zu finden, mit der ihr die StormBox Micro einfach an ein Fahrradlenker, den Gürtel eurer Hose oder an anderen Dingen festmachen könnt. Dank des Zugmechanismus und der Hakenfunktion sitzt der Mini-Speaker überraschend fest und kann auch nicht aus Versehen abfallen.

 

Als winziger Negativpunkt ist uns beim Auspacken ein extrem starker Gummigeruch aufgefallen, der von der Unterseite der StormBox kommt und sich auch in und an anderen Oberflächen festsetzen kann. Nach einiger Tage der Nutzung wird der Geruch aber auch deutlich schwächer. Hier müsst ihr anfänglich vielleicht erst etwas aufpassen, damit dieser nicht in die Kleidung oder dergleichen zieht.


Technisch solide, klanglich absolut beeindruckend (für die Grösse)

Die mehr oder weniger als Mini-Speaker zu bezeichnende StormBox Micro misst rund 98 x 98 x 36 mm und kommt auf ein ordentlichen Gewicht von 290 Gramm. In dem quadratischen Kästchen hat auch der 9 Watt starke Mono-Lautsprecher seinen Platz. Unterstützt wird dieser von einem passiven Bass, um ein wenig Druck von unten heraus produzieren zu können. Weitere Daten sind USB-Type-C, Bluetooth 5.0 (vorbildlich!) mit bis zu 30 Metern Reichweite, ein 2.600 mAh starker Akku und eine Unterstützung für die Audio-Codecs A2DP, AVRCP, HFP. Wer will, kann eine zweite StormBox Micro per Bluetooth koppeln und so sogar ein kleines Stereosystem bauen.

 

Kommen wir aber Mal zum Herzstück des Micro-Speakers: der Klang. Was der kleine Mono-Lautsprecher leistet ist absolut beeindruckend! Natürlich müssen wir das alles in Relation zur Grösse setzen, denn Speaker leben in erster Linie vom Volumen und das ist in dem kleinen Kästchen ja nicht vorhanden. Der Micro macht aber das Beste aus der Situation und liefert unglaublich viel Klang für den Körper. Folgende Musik und sogar Mobile Games haben wir uns während der Testphase zu Gemüte geführt.

Musiker und Bands Soundtracks von Filmen, Video- und Computerspielen Gespielte Spiele
  • Pendulum – Immersion
  • Skrillex – Bangarang
  • Michael Bublé – To Be Loved
  • Billy Talent – Billy Talent III
  • Anberlin – Blueprints for City Friendship
  • Infected Mushroom – Deeply Disturbed
  • Green Day – American Idiot
  • Lindsey Stirling – Shatter Me
  • Blind Guardian – A Night at the Opera
  • Vanessa Mae – The Classical Album
  • Schandmaul – Narrenkönig
  • Eminem – 8 Mile
  • Killigrew – Tales of Hope
  • Killigrew – The Lost Chapter
  • Killigrew – Distorted Dreams
  • Killigrew – Hiraeth
  • Austin Wintory – Journey (Original Soundtrack)
  • Guild Wars 1 und 2 – Original Soundtracks
  • Pacific Rim – Original Soundtrack
  • Vaiana – Original Soundtrack
  • Enders Game – Original Soundtrack
  • Uncharted – Original Soundtrack
  • Halo 2 und 3 – Original Soundtracks
  • Baldur’s Gate 2 – Original Soundtrack
  • Skyrim – Original Soundtrack
  • StarCraft II – Original Soundtrack
  • Rocket League – Original Soundtrack
  • Portal 2 – Original Soundtrack
  • The Witcher 3 – Original Soundtrack
  • Game of Thrones – Original Soundtrack
  • Destiny – Original Soundtrack
  • Monster Hunter World – Original Soundtrack
  • Real Racing 3 (Mobile)
  • Monument Valley 2 (Mobile)
  • Childrens of Sky (Mobile)
  • The Elder Scrolls: Blades (Mobile)
  • Stranger Things: The Game (Mobile)
  • Arena of Valor (Mobile)
  • Fortnite (Mobile)
  • Call of Duty Mobile (Mobile)

Wie ihr erkennen könnt, haben wir eine breite Palette an Soundtracks und Genres abgespielt. Egal ob knackige Höhen durch Lindsey Stirlings Geigensolo oder tiefe Bässe dank Skrillex oder Infected Mushroom. Die StormBox Micro marschiert mit Bravour durch den Testparcours und zeigt teils nur minimale Schwächen.

 

Diese liegen vor allem im Bereich der Höhen und in einigen Formen in der Mitte. So werden Höhen ab einem Punkt verschluckt, sobald diese gewisse Spitzen erreichen und die Lautstärke deutlich zunimmt. Denn dann regieren die Tiefen und die Mitten. Letztere bleiben recht stabil, werden aber dann irgendwann auch ein wenig von den Tiefen überspielt. Allerdings ist das Meckern auf höherem Niveau, denn der Sound bleibt für die kleine Klangkiste auf einem absoluten Top-Niveau und ist in normalen Verhältnissen sehr klar und differenziert.

Die StormBox Micro von Tribit könnt ihr einfach an den Fahrradlenker klemmen. (Bild: Tribit)

Hohe Akkulaufzeit und Verwirrung um IP-Zertifizierung

Was uns ebenfalls gut gefallen hat, ist die sehr hohe Akkulaufzeit. Der verbaute 2.600 mAh Akku hält schon einige Besuche am Strand oder längere Fahrradtouren aus. Tribit gibt die Laufzeit der StormBox Micro mit runden 8 Stunden an. Diese können wir nach den ersten Tagen Bürobeschallung sogar unterschreiben. Wenn ihr nicht unbedingt immer volle Lautstärke aufdreht, geht mit etwas Willen auch etwas mehr.

 

Allerdings gibt es an dieser Stelle einen klaren Punkt, der uns absolut nicht gefallen hat. Auf der Webseite steht, dass der Lautsprecher eine IP67-Zertifizierung besitzt und auf der Verpackung ist von IPX7 die Rede. Zwischen diesen beiden Bezeichnungen liegen allerdings einige Unterschiede! Ob der Speaker dank IP67 sowohl vor Staub als auch vor Wasser geschützt ist oder mit IPX7 nur vor Wasser, ist natürlich ein Unterschied. Das kann natürlich so manche Kaufentscheidung beeinflussen. Hier muss Tribit unbedingt für Klarheit sorgen. 

Das ist natürlich ärgerlich: Überall ist von IP67 die Rede aber auf der Verpackung steht IPX7? Das geht so natürlich nicht! (Bild: PocketPC / Laser)

Fazit: Der beste Micro-Speaker, den wir im Test hatten

Es ist wirklich schwierig. Man wird von einer Firma angeschrieben, die einen sehr nett (nicht wie so manche Chinabuden…) fragt, ob man einen Testbericht ihres tollen Mini-Speakers machen könnte und man verdreht meist schon die Augen, weil man einfach weiss, wie sowas sonst in der Vergangenheit lief. Denn meistens sind die Produkte nicht besonders gut und die Hersteller wollen nur ihre Texte im Netz platzieren.

 

Bei der StormBox Micro verfliegt dieser Eindruck schon beim Auspacken und dem ersten Anschalten komplett! Die Bedienung ist klar verständlich und der Klang haut einen beim ersten Einschalten komplett aus den Socken, weil man ja wirklich alles erwartet, aber nicht so einen tollen tiefen Bass und eine klare Abmischung auf den wenigen Zentimetern Platz, die der innere Treiber da hat. Auch wenn die Höhen in lauteren Regionen gerne etwas dominanter sein könnten, ist das für mich nur Meckern auf hohem Niveau.

 

Anders sieht es aber schon bei der Zertifizierung aus, die mich stutzig zurücklässt. Auf der Verpackung steht klar und deutlich IPX7, während auf der Herstellerwebseite und sogar in den Online-Shops von IP67 die Rede ist. Ist der Mini-Speaker nun vor eindringendem Staub geschützt oder nicht? Das ist nicht nur verwirrend, solche Angaben sind für Outdoor-Lautsprecher ein klares Kaufkriterium und hier sollte tunlichst keine Verwirrung entstehen.

 

Ansonsten gibt es nur wenig zu Meckern. In meinen Augen ist die Tribit StormBox Micro einer der besten Mini-Speaker, die wir hier ausprobieren durften. Er positioniert sich klanglich auf dem Niveau zu Modellen, wie beispielsweise dem JBL Clip 3 oder dem klar teureren Bose SoundLink Micro.

 

Release, Preise und Verfügbarkeit: Dank Early-Bird-Aktion 30 Prozent Rabatt!

Die Tribit StormBox Micro ist zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 55.99 Euro bzw. SFr. im Handel erhältlich und kann seit Mittwoch über Amazon erworben werden. Der Mini-Speaker ist auf Lager erhältlich und sollte dank Prime auch schnell bei den Kunden ankommen. Zudem könnt ihr euch bis zum 27. Juni 2020 einen Rabatt von satten 30 Prozent auf Amazon sichern! Dann kostet der Lautsprecher nicht mehr 56 Euro sondern nur noch 39 Euro und ist damit sogar deutlich günstiger als der JBL Clip 3.

 

Dazu müsst ihr nur den folgenden Code auf Amazon während der Bestellung im Feld Gutscheine- und Aktionscodes eingeben:

  • Aktionscode: TRIBITDE10

Die 30 Prozent Rabatt werden dann direkt vom Kaufpreis abgezogen. Solltet ihr ein Amazon Prime Abo besitzen, fallen nicht einmal Lieferkosten an.

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