Mi. 11. Oktober 2017 um 15:59

Review: Toshiba OCZ TR200 im Kurztest

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Toshiba hat im Jahre 2014 den bekannten Solid State Drives (SSD) Hersteller OCZ gekauft und verkauft seit diesem Jahr die Speicherträger unter dem eigenen Namen, während OCZ eine Sub-Serie bleibt. Heute haben wir für euch die erste SSD-Reihe mit 64-Layer 3D-BiCS-NAND, die von Toshiba in den Einzelhandel kommt im Test: Die TR200. Dass 3D-NAND im Einstiegssegment eingeführt wird, ist eine Besonderheit von Toshiba.

 

Als Nachfolgereihe der OCZ TL100 und OCZ TR150 SSD, bietet die TR200 durch die Bauweise ohne DRAM einen niedrigen Stromverbrauch von 1.7 Watt bzw. 10 Milliwatt im Standby. Genau das macht sie übrigens auch für mobile Geräte interessant, schliesslich kann sie so an USB OTG-fähige Android- und Windows-Geräten genutzt werden, da nur 340 mA gezogen werden.

 

Geliefert wird die 2.5 Zoll SSD mit Installationsanleitung und Garantiebestimmungen. Toshiba gibt drei Jahre Garantie auf die TR200, die in den Grössen 240 GB, 480 GB und 960 GB verfügbar ist. Sie verfügt sie über einen SATA Anschluss mit 6 Gbit/s Durchsatz und ist 7 mm hoch. Als Geschwindigkeiten gibt der Hersteller 555 MB/s bzw. 540 MB/s für sequenzielle Lese- bzw. Schreibprozesse an, bei zufälligen (4 KiB, QD32) bis zu 82.000 IOPS lesend und 88.000 IOPS schreibend an. Werte, die im Einstiegssegment absolut vertretbar sind. Als Lebensdauer werden 60 bzw. 120 und 240 Terabyte-Schreibzyklen nach JEDEC Standard JESD218A angegeben.


Toshiba TR200: Schnell und günstig, Samsung immer noch vorne?

Im praktischen Einsatz lässt sich an der Toshiba TR200 nichts bemängeln. Die SSD ist dank nur 7 mm Einbauhöhe für alle Zwecke einzusetzen und kann auch in vielen Ultrabooks problemlos Platz finden. Der rundum verschlossene Aluminiumrahmen hat die standardisierten Bohrungen für die Schrauben, mit denen das Laufwerk sowohl in Laptops und Tablets, als auch in Einbaurahmen für den 3.5-Zoll Schacht passt. Ein passender Adapter für das grosse Festplattenformat ist leider nicht mit im Lieferumfang, aber das lässt sich verschmerzen.

 

Im 128k-Leseratentest erreichten wir meistens um die 514 MB/s, was für diese Kategorie recht ordentlich ist, aber nicht für eine Spitzenposition reicht. Die SSD von Toshiba gibt sich hier zum Beispiel der im ähnlichen Preissegment teureren Samsung EVO 850 geschlagen, liegt aber auch nicht all zu weit darunter. Im eigentlichen Betrieb wird man hier wohl kaum einen wirklichen Unterschied merken.

 

Schwieriger wird es allerdings beim sequentiellen Schreiben. Im 128k-Test erreichten wird mit der TR200 knapp über 200 MB/s. Das ist im Vergleich zu anderen Festplatten nicht all zu viel, wenn wir das mit einer von uns im Laptop befindlichen EVO 850 vergleichen, die über 400 MB/s in diesem Test erreicht.

Preis

Die Toshiba OCZ TR200 SSD wird ab Ende voraussichtlich ab Ende Oktober bei Digitec und STEG für 89.- SFr. bei der 240 GB Variante, 159.- SFr. für 480 GB und 279.- SFr. für 960 GB zu kaufen sein. In Deutschland bieten Cyberport und Alternate die Datenträger für 80,90 Euro, 144,90 Euro und 269,- Euro an. In Österreich bei MediaMarkt und Lemon fü 85,90 Euro, 149,90 Euro respektive 274,90 Euro jeweils inklusive URA.

Fazit

Die Toshiba TR200 läutet den nächsten Schritt im Einstiegssegment der SSD-Datenträger ein und macht ihren Job sehr gut. Das ist aber vor allem dem für diesen Segment eher unüblichen 3D-NAND zu verdanken. Allerdings ist die Geschwindigkeit ähnlicher Produkte meist höher, wie der EVO 850 von Samsung und die Preise unterscheiden sich zwischenzeitlich nicht mehr viel. Man muss also abwägen ob einem der leichte Aufpreis der EVO 850 von Samsung egal ist und man die deutlich höhere Geschwindigkeit mitnimmt. Oder man sich für das leicht günstigere Toshiba-Modell entscheidet.

 

Wie es sich aber für SSDs gehört und den im Vergleich momentan herrschenden Preisen, bekommt man auch hier ordentliche Geschwindigkeiten geboten und einen durch den Hersteller angestrebten niedrigeren Stromverbrauch. Die Platte ist für nahezu alle Situationen geeignet und macht vor allem Notebooks deutlich schneller, die noch nicht auf ein solches Medium umgestiegen sind.

vg-wort
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