Sa. 15. Januar 2022 um 7:05

Review: Redkey F10 Akku faltbarer Handstaubsauger im Test

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare

Wir haben uns einen Handstaubsauger für den Testbericht von heute ausgesucht, denn auch wenn die Saugroboter immer besser werden, braucht man sie trotzdem noch, die herkömmlichen Staubsauger. Treppenstufen, schwer zugängliche Ecken oder der Hochflurteppich machen manchmal eben doch die Reinigung von Hand von Nöten. Da Kabel dabei oftmals lästig sind, haben wir uns den Redkey F10 Akku-Handstaubsauger genauer unter die Lupe genommen.

Lieferumfang des Redkey F10 faltbaren Akku Handstaubsaugers

Im Paket enthalten ist der Staubsauger selbst sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, die mitunter auch auf Deutsch und Französisch über die Eigenschaften und Benutzung des Redkey F10 Akku-Saugers informiert.

Hinzu kommt ein 63,5 cm langes Aluminiumrohr, das faltbar ist. Der obere Teil von knapp 19 cm lässt sich mit einem einfachen Schalter auf der Unterseite ausklicken, so dass das Flex-Rohr um bis zu 90 Grad nach vorne geknickt werden kann. Damit kommt man auch an schwer zugängliche Stellen wie unter das Sofa, um dort einfach zu saugen, ohne sich gleich auf den Boden legen zu müssen.

 

Zudem ist ein entnehmbarer 30 V Lithium-Ionen-Akku, eine flexible elektrische Universal-Bodenbürste mit Beleuchtung, eine ausziehbare Lang-Fugendüse, eine 2-in-1-Saugbürste sowie eine Ladestation zur Wandmontage inklusive Montagematerial (drei Dübel und drei Schrauben) sowie ein 15 W Ladegerät mit dabei.

 

Am Hauptgerät selbst befindet vormontiert sich ein abnehmbarer sowie aufklappbarer Staubbehälter mit 0.6 Liter Fassungsvermögen sowie ein dreistufiges Filtersystem: Ein Doppelzylinder mit Stahlgitter, durch den die Saugluft den Schmutz mit 23 kPA zieht, ein Austauschbarer HEPA-Motorfilter sowie ein ebenfalls austauschbarer HEPA-Luftauslassfilter. Für letzteren liegt ebenfalls ein Ersatzfilter bei.


Redkey F10 Akku Handstaubsauger
Viel Zubehör: Der Redkey F10 Akku Handstaubsauger. Bild: PocketPC.ch / Jenrenaud

Eigenschaften und Bedienung

Der Redkey F10 Akku Handstaubsauger ist insgesamt 369 x 125 x 227 mm gross und wiegt knapp 2.65 kg. Der 30 V Akku mit 2500 mAh Kapazität betreibt das System 25.2 V für bis zu 60 Minuten konstant in der niedrigsten von fünf Staugintenstärken. Mit maximaler Saugkraft ist nach etwa 10 Minuten bereits schluss. Denn der Redkey F10 kommt mit einer beachtenswerten Nennleistung von 400 W daher, die der mit bis zu 110’000 Umdrehungen pro Minute arbeitende digitale Hochgeschwindigkeitsmotor bietet. Damit sind 23 kPa Saugkraft möglich, womit auch starke Verunreinigungen aus Teppich, Textil und Ecken gesaugt werden können.

 

Dazu gibt es am Griff des Geräts einen Pistolenabzug zum Ein- und Ausschalten des F10 Akkusaugers von Redkey.

 

Ein smarter Staubsensor ist in der Lage, im Auto-Modus die fünf Saugstufen entsprechend den Messergebnissen einzustellen. Mehr Staub führt zu mehr Saugleistung, was die Reinigungseffizienz und die Laufzeit verbessern soll. Bei geringem Schmutzaufkommen oder kleinem Schmutz, wie dünnen Haaren oder Feinstaub, ist die Saugleistung geringer und es werden weniger rote und blaue Balken auf der Oberseite des Geräts angezeigt. Hier befindet sich nämlich die LED-Anzeige des Redkey F10 Saugers: Links und in Rot sind zehn Balken für das Staubniveau zu finden. Rechts wiederum sind zehn Balken für die Saugstärke, wobei immer zwei zusammen eine Stufe ausmachen. Dazwischen sind drei LED-beleuchtete Symbole für den Automatik-Modus, die Motorblockade und das Blockieren er Bürste zu finden. Darunter sind drei silberne Tasten, wobei man intuitiv mit Plus und Minus die Saugleistung vergrössern oder verringern kann und die Auto-Taste wiederum den Automatik-Modus aktiviert.

 

Der Akkstand wird am Akku-Pack selbst mit drei blauen LED angezeigt.

 

Bei viel Staub oder grösseren Verunreinigungen wie Müsli, Reis oder Getreide erhöht sich im Automatik-Modus die Saugleistung und es werden mehr blaue und rote Balken angezeigt.

 

Das Zubehör, sprich die drei mitgelieferten Saugaufsätze, lassen sich sowohl direkt am Gerät als auch am Flex-Rohr anklicken. Sie verfügen jeweils über einen einfach zu bedienenden Einrastmechanismus, der mit einer Entriegelungstaste ausgeworfen werden muss, um die Bürste oder das Rohr abzunehmen. Auch für den Auszug der 2-in-1-Polsterbürste oder der langen Fugendüse gibt es extra Entriegelungstasten. Selbige sind auch an der Wandhalterung zu finden, so dass die beiden nicht benutzen Bürstenaufsätze dort jeweils gut aufgehoben werden können.

 

 

Die elektrische Bürste bietet sechs weisse LED, die den Staub reflektieren und so dabei helfen, auch das kleinste Korn nicht zu übersehen. Die weiche, doppellagige Nylonbürste wird flankiert von einem Staubastreifer und eignet sich für alle Arten von Böden. Darum sind die beiden grossen Rollen sowie die zwei kleinen Rädchen der elektrischen Bürste des Redkey F10 Handsaugers auch weich gummiert, so dass sie auch auf empfindlichen Böden wie Parkett oder Design-Vinyl keine Kratzer hinterlassen. Gleichzeitig ist die rotierende Bürste für Teppichböden ausgelegt. Die Walzenbürste lässt sich leicht herausnehmen, indem die Entriegelungstaste auf der Oberseite betätigt wird und die Walze seitlich herausgezogen wird. So kann sie leichter gereinigt werden und beispielsweise lange Haare, die sich um den Zylinder gewickelt haben, einfach entfernt werden.

 

Zudem lässt der Bürstenkopf sich frei drehen an einer zweiachsigen Gelenkaufhängung, so dass man bequem und einfach unter Möbel und um Tischbeine herum saugen kann.

Testeindruck zum Redkey F10 Akku-Handstaubsauger

Die Verarbeitung des Staubsaugers ist in Ordnung. Nichts wackelt unnötig oder hat ungewohnt viel Spiel, ausser der Entriegelungstaste für den 2-in-1-Bürstenaufsatz. Diese Taste war bei Lieferung bereits aus ihrer Halterung gefallen und springt bei unserem Modell seither immer mal wieder ab. Ärgerlich. Ansonsten passen die Bauteile alle leicht und genau ineinander. Der Redkey F10 lässt sich einfach und im Handumdrehen zusammenbauen und auch zerlegen, so dass man ihn umbauen kann.

 

Die elektrische Bürste bietet eine passable Reinigungsleistung, wobei gerade aus Teppichen allein durch die weiche Nylonbürste nicht besonders viel Schmutz heraus befördert wird. Dazu muss dann schon die Saugkraft hinzu genommen werden. Und hier ist der F10 von Redkey indes auch nicht schlecht ausgestattet. Mit 23’000 Pa Saugleistung kann das 400 W Gerät schon ordentlich Schmutz entfernen. Für einen Handstaubsauger ist das eine ansehnliche Leistung, zumal auch noch Akkubetrieben. Klar, dass die Saugkraft dann zu Lasten der Akkulaufzeit gehen muss. Im Normalbetrieb können gut 200 m2 dank der 60 Minuten Laufzeit gereinigt werden, verspricht der Hersteller. In der Praxis zeigt sich, dass dies wohl Laborwerte sein werden, denn in einer Stunde ist eine 110 m2 Wohnung noch nicht gesaugt, da es viel zu viele Hindernisse gibt, denen ausgewichen oder die erst mal weggestellt werden müssen. Aber der 2500 mAh starke Litum-Ionen Akku hält gut eine Stunde durch. Da man mittels Abzug am Handgriff des Redkey Staubsaugers auch das Gerät schnell mal aus- und wieder eingeschaltet hat, ist beim Putzen das Stromsparen auch kein Hexenwerk.

Allerdings braucht digitale Motor des F10 etwa eine Sekunde, bis er nach dem Drücken der Taste angesprungen ist. Diese Einschaltverzögerung ist jedoch zu verkraften.

 

Der Akku ist zudem auch austauschbar und soll in Kürze auch einzeln erworben werden können. Zum vollständigen Aufladen des Akkus werden zwischen drei und fünf Stunden vom Hersteller angegeben.

 

 

Der beutellose Akku-Staubsauger sammelt den Schmutz im 600 ml grossen Staubbehälter. Dieser lässt sich mit einer einzigen Taste an dessen Vorderseite aufklappen und so in den Abfallsack entleeren. Das geht sogar in angedocktem Zustand und ist auch so zu empfehlen, da der Stahlfilter im Gerät selbst arretiert ist und so in diesem verbleibt, wenn man den Staubbehälter abnimmt. So verdreckt er also gerne mal die Umgebung, wenn man ihn nicht vorher entleert hat.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

 

Alle Filter sind einfach zu reinigen. Sowohl der Schwamm vor dem Motorblock als auch die beiden HEPA-Filter können genauso wie der Edelstahl-filter im Staubbehälter einfach entnommen und ins Wasser geworfen werden. Danach an der Sonne gut durchtrocknen lassen und schon kann man wieder weiter saugen.

 

Der eingebaute Infrarotsensor erkennt genau die Staubgrösse und -menge und stellt automatisch die beste Saugstufe ein. Das klappt soweit ganz gut und hat nur eine minimale Verzögerung. Im Test haben wir zwischen Müesli auf dem Boden nach dem Frühstück des Kleinkinds und normalem Hausstaub hinter dem Kühlschrank gewechselt und innerhalb einer Sekunde sprang der Motor eine Leistungsstufe herunter. Dass das die Reinigung und die Akkulaufzeit verbessern kann, leuchtet ein.

 

Alle drei Bürstenaufsätze verrichten ihren Dienst soweit gut. Ein Sofa oder Autositze zu putzen macht mit dem 2-in-1-Bürstenaufsatz zwar nur bedingt Freude, da für die Polster doch etwas Kraft aufgewendet werden muss. Eine kleine elektrische Bürste wäre hier vielleicht praktisch gewesen.

Die elektrische Bürste hingegen reinigt Böden aller Art, von Teppich bis Parkett und Laminat und Fliesen, gut. Nur richtig hohe Flokatis sind nicht so das Metier der Nylonbürste auf der silikonummantelten Walze des Redkey F10 Akku-Handstaubsaugers. Da muss schon viel Saugkraft und etwas Geduld eingesetzt werden.

 

Das Flex-Rohr aus Aluminium mit dem einklappbaren Knick ist indes eine praktische Sache. So kommt man leichter unter Sofas und Tische, für die man sich sonst selbst verbiegen müsste.

 

Praktisch erweist sich auch die ausziehbare, mit 31 cm vergleichsweise sehr lange Fugendüse. Sie kann auf bis zu 42 cm verlängert werden und verfügt über eine angewinkelte, gummierte Spitze, die Möbel und Oberflächen schont. Beim Reinigen des Autos oder auch im Haushalt kommt man so wirklich gut an Ecken und in Spalte und Fugen, um auch dort saugen zu können.

 

Nützlich ist auch die Wandhalterung im Lieferumfang, an der auch das Zubehör, namentlich die Bürsten oder das Alu-Rohr, bei Nichtbenutzung praktisch aufbewahrt werden können.

Preis und Fazit

Der Hersteller verkauft den Redkey F10 Akku-Handstaubsauger mit Flex-Rohr mit einer unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von 498,95 Euro bzw. SFr. Aktuell ist der Preis aktionsbedingt auf 222.- Euro bzw. SFr. gesunken. Im Onlinehandel ist der Redkey F10 Akku-Handsauger jedoch auch günstiger zu haben. Amazon veranschlagt aktuell 189,99 Euro bzw. SFr. für das Gerät.

 

 

Insgesamt ist der Redkey F10 faltbare Akku-Sauger eine praktische Haushaltshilfe. Keine lästigen und wenig umweltfreundlichen Schmutzbeutel, eine ordentliche Saugleistung und ein gut dimensionierter Staubbehälter bieten beim F10 von Redkey eine solide Basis. Das flexibel knickbare Rohr und die unterschiedlichen Bürsten im Lieferumfang, insbesondere die elektrische Bodenbürste, machen den Handstaubsauger sehr vielseitig. Toll ist, dass der Akku, der für gut eine Stunde normale Saugarbeit ausreicht, einfach ausgetauscht werden kann. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller auch wirklich bald die Ersatz-Akkus, zu passablen Preisen, anbieten wird.

 

Die LED-Beleuchtung der elektrischen Bürste des Redkey F10 ist indes durchaus ein nicht zu verachtendes Extra. Denn es ist nicht immer leicht zu sehen, wie viel Staub unter dem Bett oder Sofa liegt. Mit dem Staubreflektor kann man sehr deutlich ausmachen. Das vielseitige Zubehör, gerade auch die durchdachte Wandhalterung, runden den Staubsauger noch ab.

 

 

So ist der Redkey F10 Akku-Handstaubsauger eine gute Ergänzung zum heimischen Saugroboter, mit dem man schnell mal ein Malheur beseitigt oder dort Staub und Schmutz entfernt, wo der Roboter-Wischsauger nicht hin kommt.

Video: Redkey

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