So. 09. Februar 2020 um 7:01

Review: Playbrush Smart One Ultraschall-Zahnbürste im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Playbrush haben wir für euch schon mehrfachgetestet. Nach dem Playbrush Smart Bluetooth-Controller als Aufsatz für handelsübliche Handzahnbürsten und der Playbrush Smart Sonic als eigenständiger elektrischer Zahnbürste kommt nunmehr die Playbrush Smart One. Letztere unterscheidet sich vor allem von den ersten beiden Produkten des Herstellers Playbrush dadurch, dass sie für Erwachsene gemacht wurde und nicht primär für Kinder ab drei Jahren (Playbrush Smart) und ab sechs Jahren (Playbrush Smart Sonic).

Lieferumfang der Playbrush Smart One

Mit der Zahnbürste zusammen kommt eine Gebrauchsanweisung sowie ein passender Bürstenkopf. Zudem ist die Ladestation und eine Smartphone-Halterung mit im Lieferumfang der Playbrush Smart One enthalten. Diese Halterung besteht aus einer 130 mm breiten, weissen Kunststoffleiste mit extra starkem Klebepad. Hier kann das Handy abgelegt werden während des Zähneputzens.


playbrush smart one
Playbrush Smart One mit Handy-Halterung. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Eigenschaften der Playbrush Smart One

Die Zahnbürste selbst ist insgesamt 251 x 28 x28 mm gross und wiegt 123 Gramm. Sie ist in drei Farben (navy, mint und coral) erhältlich und verfügt über einen austauschbaren Bürstenkopf, der 3 Gramm leicht ist und 84 mm zur Länge beiträgt. Damit vibriert die Smart One mit 40’000 Bewegungen pro Minute um so Zahnbelag und Speisereste zuverlässig und bequem zu entfernen. Die Bürste ist fast vollständig gummiert und so angenehm zu halten und giffig.

 

Im Sockel der smarten Zahnbürste ist hinter dem weissen Playbrush-Logo eine mehrfarbige LED-Statusanzeige verborgen, die auch durch den weissen Boden der Bürste scheint. Mittig auf der Vorderseite ist ein runder Ein-Aus-Taster sowie darum in vier Kreissegmenten eine LED-Anzeige angebracht. Diese symbolisiert die vier Regionen des Gebisses und zeigt an, ob man alle vier auch gründlich gebutzt hat. Leuchten sie auf, ist alles sauber. Zum Wechseln der Zahnseiten und um die eingestellte individuelle Putzdauer (zwischen zwei und vier Minuten) zu signalisieren, vibriert die Zahnbürste zudem.

 

Auch bei der Playbrush Smart One ist der Clou die Bluetooth-Verbindung zur App, doch dazu später mehr. Dank der Licht- und Vibrations-Signale kann die Smart One Zahnbürste auch ohne App sehr gut benutzt werden. Beim nächsten Verbinden mit der App werden die dabei aufgezeichneten Putzbewegungen einfach übertragen.

 

Die LED-Signale funktionieren wie folgt:

  • Grün durchgängig leuchtend heisst, der Akku ist voll geladen. Grün blinkt die LED indes während des Aufladens.
  • Rot blinkend zeigt einen niedrigen Akkuladestand an. Durchgängig rot leuchtet die Playbrush Smart One, wenn die Ladung nicht mehr ausreicht zum Putzen.
  • Blau blinkt die Zahnbürste während die Verbindung zur App hergestellt wird. Steht die Bluetooth-Datenübertragung leuchtet sie durchgängig blau.
  • Orange blinkend signalisiert die Zahnbürste, dass man zu schnelle Putzbewegungen macht oder zu viel Druck ausübt.
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Interessant ist auch der mitgelieferte Handyhalter. Dieser ist 130 x 21 x 29 mm gross und aus weissem Kunststoff. Diese ist in Z-förmig gestaltet und erlaubt es, ein Handy im Querformat oder zwei im Hochformat aufzustellen, so dass es an die Rückwand – sei es der Spiegel oder die Badezimmerplättli – angelehnt wird. Im Vergleich zum ersten Playbrush Smart Bluetooth-Controller ist dieser ein enormer Fortschritt, denn die Plastik-Tasche mit Saugnäpfen hat einerseits nicht Smartphone-Grössen auch im Querformat aufgenommen und ist, je nach Oberflächenstruktur der Fliesen, gerne mal heruntergefallen. Nur auf Spiegeln hielten die Saugnäpfe recht gut. Die Smartphonehaltung der Playbrush Smart One hingegen kann auch auf einigermassen verschlossenen Fliesen haften und hält bombenfest. Versetzt werden kann sie allerdings nicht mehr. Soll sie weg, muss man den Klebstoff mit einem Föhn erwärmen, ablösen und entsorgen beziehungsweise mit einem neuen Klebepad versehen.

 

Die Ladestation ist schlicht und weiss gestaltet und hat, im Gegensatz zu der für die Kinder-Zahnbürste von Playbrush, keine Halterung für Bürstenköpfe. Das Kabel ist mit 120 cm angenehm lang. Sie ist kompatibel zu der für die Kinder-Playbrush.

Playbrush App

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Die Playbrush App ist, ähnlich der App für Kinder, dazu da, durch das Zähneputzen zu leiten. Sie ist kostenlos für Googles Android und Apples iOS verfügbar und mehrsprachig.

 

Nach einer einfachen und kostenlosen Registrierung und der Verbindung mittels Bluetooth bietet sie verschiedene Möglichkeiten und Features an und kann mehrere User-Profile anlegen. Das nur ein wenig gewöhnungsbedürftige Interface der App regt zum ausprobieren an und ist schnell verstanden.

 

Zunächst bekommt man in der App zur Playbrush Smart One detaillierte Einblicke zum Putzfortschritt und der Performance, ganz neoliberal im Selbst-Optimierungs-Sprech. Diese Putzleistung wird über die Dauer, Regelmässigkeit, Gründlichkeit und richtigen Druck errechnet. Der Zahnputz-Coach bringt dazu personalisierte Tipps für noch bessere Ergebnisse (und Beurteilungen).

Die Putzdauer kann in der App konfiguriert werden, ebenso der Modus. Zwischen Clean, Sensitive und Massage kann die Intensität der reinigenden Vibration eingestellt werden.

Die App zeigt natürlich den Akkuladezustand an, was auch das Licht im Sockel der Bürste leistet, und kann zudem den Aufpressdruck und die Putzgeschwindigkeit prüfen. Beides, Druck und Geschwindigkeit, zeigt aber während des Putzens auch die Playbrush-Bürste durch Lichtsignale an. So gesehen ist die App nicht zwingend erforderlich. Doch diese lernt dazu und passt ihre Features inpiduell an. Doch die Funktionen lassen sich auch manuell in der App anpassen.

 

Zudem ist die App hilfreich, um mehr als nur grundlegende Informationen zum Zähneputzverhalten zu bekommen:

  • Im Trainingsbereich der Playbrush App werden inpiduell passende Informationen und Hinweise zur besseren Mundhygiene angezeigt.
  • Der Zahnputz-Coach bietet mit einer 3D-Gebiss-Ansicht ein Echtzeit-Feedback während des Putzens.
  • In täglichen Zahnputz-Challenges kommt das Gamification-Element von Playbrush zu tragen: Hier stellt man sich mehrtägigen Herausforderungen und verbessert den eigenen Score. Doch die Erfolge können sogar beim nächsten Zahnarzttermin ausgezahlt werden, worauf wir später noch eingehen werden.
  • Damit das Zähneputzen nicht so langweilig ist, kommen nicht nur Herausforderungen sondern auch Gaming mit Playbrush ins Spiel, daher ja auch der Name. In einem Wissensquiz gilt es, die richtige Zahnseite zur passenden Antwort zu putzen und so Punkte zu ergattern. Selbstredend gibt es auch hier eine Highscore zu knacken und sich mit anderen Playbrush-Nutzenden zu messen.
  • Zudem kann man sich beim Zähneputzen die wichtigsten Schlagzeilen des Tages als Ticker anzeigen lassen. Nettes Feature, das allerdings keine Konfiguration erlaubt, so dass die Nachrichtenquellen unklar bleiben.

Testeindruck zur Playbrush Smart One

Die Playbrush Smart One ist tadellos verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Sie lädt schnell auf und der Akku hält gut zwei Wochen lang zwei mal täglich gründlich Zähneputzen durch. Ob mit oder ohne App-Unterstützung spielt dabei anscheinend kaum eine grosse Rolle. Da die Bürste übrigens den Zahnreinigungsvorgang und das Putzverhalten auch speichert, wenn die App mal nicht verbunden ist, kann das Smartphone auch mal getrost aus dem Badezimmer verschwinden.

 

Die Playbrush App für Erwachsene ist ähnlich angelegt, wie die Playbrush Kids App, allerdings mit entsprechend angepassten Features. Diese machen die App durchaus interessant und zu einem Mehrwert.

 

Weiter sollen spezielle Abos die Playbush Smart One aufwerten.

Abos und das Playbrush Smart One Zahnarztprogramm

Die Playbrush-Zahnbürsten haben allesamt die Möglichkeit, über Abos zusätzliche Leistungen zu eröffnen. Dabei ist immer ein gratis Probemonat möglich und eine 30 Tage lange Geld-zurück-Garantie beinhaltet, so dass man sich das ganze nach dem Ausprobieren auch nochmal reiflich überlegen könnte.

 

Für die Playbrush Smart One gibt es zwei verschiedene Abos: Playbrush Pro und Playbrush Premium.

Ohne Abo kann die App ganz normal verwendet werden. Anders als bei der elektrischen Kinder-Zahnbürste gibt es hier keine zusätzlichen Spiele-Apps, die nur per Abo verfügbar wären.

 

Im Playbrush Pro zusätzlich zur App regelmässige Ersatzbürsten beinhaltet, die acht mal jährlich per Post ankommen und 50 Euro bzw. SFr. wert sind. Das ist praktisch, weil die App einerseits auf die empfohlene Wechselintervalle hinweisen kann, andererseits die InterDent+ Indikator-Borsten anzeigen, wann der Bürstenkopf getauscht werden muss, um zu jeder Zeit ein optimales Reinigungsergebnis sicher zu stellen. Wer kein Playbrush Pro Abo abschliesst, kann die Bürsten aber auch beim Hersteller direkt bestellen oder auf Amazon. Sie kosten dann um die 50 Euro bzw. SFr.

 

Zudem ist in diesem Abo eine Kostenerstattung von bis zu 70 Euro für weisse Zahnfüllung jährlich enthalten. Dabei werden einfach die Rechnungen für die Kunststofffüllungen in Backenzähnen abphotographiert und bis zu 70 Euro im Jahr werden euch durch Playbrush wieder überwiesen.

 

Das Playbrush Pro Abo kostet 49,99 Euro im Jahr.

 

Playbrush Premium bringt wiederum zusätzlich den Anspruch auf bis zu 110 Euro Kostenersatz für die jährliche professionelle Zahnreinigung als Prophylaxe. Dazu sammelt man in der App Punkte, die dann eine Erstattungssumme ergeben. Einmal täglich Putzen von mindestens einer Minute gibt einen Punkt, zwei mal täglich schon drei Punkte.

 

Serien zu schaffen ermöglicht dann eine weitere Steigerung der Punktzahl: An drei von neun aufeinander folgenden Tagen zwei mal täglich mindestens eine Minute zu putzen erhöht die täglich erreichbare Punkteanzahl um 25 Prozent, zehn von 29 Tagen schon um 50 Prozent und ab einer Serie von 30 Tagen, an denen man zwei mal Täglich mindestens eine Minute die Zähne putzte, erhöht die täglich erreichbare Punkteanzahl um 100 Prozent.

 

Jeder Punkt ist 0,05 Euro wert und maximal können so 2190 Punkte im Jahr erputzt werden. Klar, bricht die Serie ab, wenn sie unterbrochen wird. Also auch hier ein bekanntes Gamification-Element.

 

Natürlich gilt die Versicherung, die Playbrush hier anbietet, nicht im Probemonat. Leider ist sie auch nur in Deutschland und Österreich verfügbar. In der Schweiz bekommt man also keine Erstattungen.

 

Für das Playbrush Premium Abo zahlt man jährlich 99,99 Euro.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Preis und Fazit zur Playbrush Smart One

Die Bluetooth-Zahnbürste von Playbrush gibt es für regulär 69,99 Euro bzw. SFr. zu kaufen. Derzeit ist sie mit 59,99 Euro bzw. SFr. im Angebot erhältlich. Die Preise sind aktuell beim Hersteller und bei Amazon gültig. Die Abos lassen sich in der App oder direkt beim Hersteller auf der Webseite abschliessen.

Die Playbrush Smart One ist eine spannende und nützliche Lösung, die tägliche Mundhygiene aufzuwerten. Die Gamification-Elemente sind auch für Erwachsene ansprechend umgesetzt und werten die Zahnbürste auf. Dass die Ersatz-Bürstenköpfe nur vom Hersteller passend bezogen werden können und entsprechend nicht gerade billig sind, ist natürlich ein Wermutstropfen. sie putzt zuverlässig, lädt schnell auf und hält mit einer Akkuladung erstaunlich lange durch.

 

Dank der Licht- und Vibrations-Signale kann die Smart One Zahnbürste auch ohne App sehr gut benutzt werden. Beim nächsten Verbinden mit der App werden die dabei aufgezeichneten Putzbewegungen einfach synchronisiert. Das ist sehr hilfreich, wenn man keine Lust hat, die App zu öffnen morgens. Dafür ist die Handyhaltung nunmehr wirklich sinnvoll und stabil zu befestigen.

 

Schade ist auch, dass die Umhüllung der Bürste so lichtdurchlässig ist, dass die Benachrichtigungs- und Putzphasen-LED auch durch diese durchscheinen. Doch das ist nur ein kleines Design-Manko, was im Alltag wohl kaum stört. Ansonsten gibt es nichts wirklich auszusetzen an der Playbrush Smart One.

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