Sa. 30. MĂ€rz 2024 um 7:13

Review: maono Wireless WM620 Lavalier Dual Funkmikrofone im Test

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare
Lesedauer: 6 Minuten

Streaming und Videokonferenzen braucht gute Tonaufnahmen. Gerade zu zweit ist das manchmal nicht so einfach, den Ton optimal aufzustellen. Wir haben uns darum die maono Wireless WM620 Lavalier Funkmikrofone genauer angesehen. Sie kommen zu zweit im eigenen Ladecase mit USB-C-Transmitter, GerĂ€uschunterdrĂŒckung und 48 kHz und 16 bit Abtastrate.

Lieferumfang der maono Wireless WM620 Lavalier Funkmikrofone

Die beiden kabellosen Funkmikros WM620 von maono kommen zusammen mit einem USB-C-Ladekabel fĂŒr die Ladeschale, einer englischsprachigen Kurzanleitung, zwei gummierten Magneten und einem USB-C-EmpfĂ€nger. EmpfĂ€nger und beide kabellosen Mikrofone werden im Lade-Case aufbewahrt.

Hardware und Eigenschaften

Ladecase

Schauen wir uns das Ladecase zu erst an. Es ist 76 x 88 x 27 mm gross und wiegt 75 Gramm. Die Klappschale aus schwarzem oder lilafarbenem Kunststoff, je nach Variante, verfĂŒgt auf der RĂŒckseite ĂŒber einen USB-C-Eingang, um den internen Akku mit einer KapazitĂ€t von 500 mAh aufzuladen. Der Akku soll laut Hersteller fĂŒr in jedem Mikrofon mit 250 mAh KapazitĂ€t fĂŒr jeweils sechs Stunden Laufzeit ausreichen und weitere zwölf Stunden durch das Ladeetui erhalten.

 

Auf der Vorderseite des Etuis in Klavierlack-Optik ist eine Taste zu finden, mit der die Klappe des Lade-Etuis geöffnet werden kann. Oben auf dem Deckel ist der Herstellername maono zu sehen. Auf der Unterseite sind vier GummifĂŒsse fĂŒr besseren Halt angebracht und ein Sticker mit der Seriennummer.

USB-C-Transmitter

Im Etui befindet sich der USB-C-Transmitter, der 50 x 18 x 9 mm gross ist und 7 Gramm wiegt. Das kleine Gadget steckt man an das Smartphone oder Laptop mittels USB-C-Stecker. Ist kein USB-C-Anschluss vorhanden, muss ein Adapter her halten, der leider nicht im Lieferumfang enthalten ist. Auf der Oberseite des Transmitters sind ĂŒber dem Herstellernamen vier kleine Statusanzeigen verbaut, die weiss blinken bzw. leuchten: TX1 und TX2 zeigen an, ob die beiden WM620 Lavalier Funkmikrofone von maono verbunden sind. Eine weitere kleine LED zeigt an, ob Noise Cancelling aktiv ist und die vierte signalisiert die Mikrofon-Reverb-Effektfunktion. Damit kann die KlangqualitĂ€t verbessert werden. Auf der rechten Seite ist ein 3.5-mm-Kopfhöreranschluss zu finden, mit dem man ganz einfach die Mikrofone abhören kann. Linksseitig befindet sich ein USB-C-Eingang, so dass das Smartphone oder auch der Laptop weiter aufgeladen werden kann. An der Frontseite ist eine blaue Taste angebracht, mit der die GerĂ€uschunterdrĂŒckung fĂŒr alle verbundenen WM620 Funkmikrofone ein- und ausgeschaltet werden kann. Das Noise Cancelling hat zwei Stufen der GerĂ€uschunterdrĂŒckung. Gleichzeitig dient die Taste zum Stummschalten der Mikros.

 

Daneben ist am Receiver ein Schiebeschalter mit vier Stufen zum Einstellen des Mic Gain. Damit kann durch einfaches Schieben der Schallpegel einfach erhöht werden.


maono Wireless Microphones WM620 Series
maono Wireless Microphones WM620 Series. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Kabellose Lavalier Funkmikrofone

Die beiden Mikros sind 11 mm hoch, kreisrund und haben einen Durchmesser von 37 mm. Sie wiegen gerade mal 10 Gramm und verfĂŒgen auf der RĂŒckseite ĂŒber einen Clip zum einfachen Befestigen. Alternativ zum Clip kann auch der mitgelieferte Magnet benutzt werden, um das maono WM620 Funkmikrofon an Hemd und Bluse zu tragen. Oben ist ein 3.5-mm-Klinkeneingang fĂŒr ein externes Mikrofon angebracht, unten befindet sich ein USB-C-Eingang, mit dem das Funkmikro auch aufgeladen oder aber ein USB-C-Kopfhörer benutzt werden kann, um direkt mitzuhören.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

 

 

Links befindet sich eine Taste zum Ein- und Ausschalten sowie eine, ebenfalls blaue, Taste zum Steuern des Noise Cancellings. Rechtsseitig ist ein Stumm-Knopf sowie eine Taste zum Wechseln zwischen dem Reverb-Modus und dem Original-Sound-Modus.

 

Auf der Vorderseite sind vier weisse LED-Anzeigen unterhalb der maono-Wortmarke verbaut. Hier sind eine Batterie-Anzeige, GerĂ€uschunterdrĂŒckung, Reverb-Sound und TX zum anzeigen der Verbindung zum Receiver zu sehen.

 

Die Mikrofone sind beide mit einer Abtastrate von 48 Hz und 16 bit in der Lage, hochaufgelöst GerĂ€usche und Stimmen aufzunehmen. Über den Frequenzbereich des kabellosen Lavalier-Mikrofons mit zwei EingĂ€ngen auf der Vorderseite indes schweigt maono leider.

 

Was indes dokumentiert ist, ist die Reichweite. Die FunkĂŒbertragung im 2.4 GHz-Frequenzbereich kann bis zu 100 Meter ununterbrochene Luftlinie ĂŒberbrĂŒcken. Die SignalstĂ€rke dabei soll 100 dB betragen.

Testeindruck

Die maono Wireless Lavalier Mikrofone WM620 machen einen hochwertigen Eindruck und sind tadellos verarbeitet. Nichts wackelt oder knarzt. Der Clip auf der RĂŒckseite der kabellosen Mikros ist krĂ€ftig, ohne dass er zu stark gefedert ist. Damit lĂ€sst sich das Gadget problemlos an Hemd und Kragen, aber auch am Halsschmuck oder an Krawatten befestigen. Auch mit den recht krĂ€ftigen Magneten geht das problemlos.

 

Will man das Mikro indes verstecken, bietet es sich an, ein zusĂ€tzlich zu erwerbendes, analoges Mikrofon am Kabel mit 3.5-mm-Klinke einzustecken. Dann kann das WM620 von maono als reiner Sender fungieren, der gleichzeitig das Noise Cancelling und den Boost der LautstĂ€rke ĂŒbernehmen kann.

Akku und Funkverbindung

Die Akkulaufzeit zeigt sich ĂŒbrigens als recht realistisch angegeben. Ein einzelnes WM620-Mikrofon hĂ€lt gut sechs Stunden durch, wenn man nicht zu weit weg vom EmpfĂ€nger und kann zwei mal mit dem maono Lade-Case aufgeladen werden.

 

Die Verbindung der beiden Mikros im 2.4-GHz-Funkband klappt tadellos und ohne Probleme. Eine Latenz oder Verzögerung ist nicht wirklich bemerkbar. Beide Lavalier-Mikrofone sind von Haus aus mit dem USB-C-Receiver gekoppelt. Sie lassen sich aber im Fall der FĂ€lle ganz einfach neu verbinden. Dazu wird einfach drei mal kurz hintereinander auf blauen den Noise Reduction-Knopf am Receiver gedrĂŒckt, so dass die beiden LED fĂŒr TX1 und TX2 schnell zu blinken beginnen. Danach drĂŒckt man an den Mikros drei mal schnell auf denselben blauen Knopf am kabellosen Mikrofon drei mal in schneller Abfolge, schon koppelt sich die GerĂ€te.

Mic Gain und Noise Cancelling

Sowohl der Mic Gain als auch das Noise Cancelling funktionieren tadellos und sind erstaunlich ausgefeilt fĂŒr so kleine Mikros. Selbst in einer mĂ€ssig belebten Innenstadt kann mit dem maono Funkmikro WM620 einfach und störungsarm die eigene Stimme aufgenommen werden.

 

Der Klang ist gut und klar, die Stimmen sind gut verstĂ€ndlich, ĂŒberschlagen sich nicht und wirken auch nicht ĂŒberbetont oder wĂ€ren gar zu leise. Um den LautstĂ€rkepegel zu ĂŒberprĂŒfen, ist es vor allem auch praktisch, dass man einfach einen herkömmlichen Kopfhörer oder die alten Ohrstöpsel, die frĂŒher noch bei jedem Handy im Lieferumfang waren und nun in unseren Schubladen vergammeln, nutzen kann. Ist man doch zu leise zu hören, kann am EmpfĂ€nger einfach der Schieberegler auf die nĂ€chste Stufe gehoben werden.

Dual Mic

Richtig toll ist indes, dass gleich zwei Mikrofone benutzt werden können. Unter Windows ist es ja bis heute nicht ohne weiteres möglich, mehr als eine Audioquelle zu benutzen. Die meisten GerĂ€te melden dafĂŒr deswegen zwei Input-KanĂ€le an, als handle es sich um ein Stereomikrofon. So auch das WM620 Funkmikro-Set von maono. Damit lassen sich dann vor allem Podcasts und Interviews richtig toll aufnehmen. Aber auch beim Streaming, etwa wenn man ein Instrument vorspielt, kann sich das WM620 durchaus lohnen, denn so kann eines das Instrumentenmikrofon abdecken, wĂ€hrend das zweite fĂŒr Gesang und Stimme zustĂ€ndig ist.

Anschluss via USB Type C

Dass der Transmitter mittels USB-C angeschlossen wird, macht seinen Einsatzbereich etwas eingeschrĂ€nkter. Am iPhone 15 von Apple klappt das ja schon, ebenso wie an nahezu allen aktuellen Android-GerĂ€ten. Selbst Laptops sind alle brav mit mindestens einem USB-C-Anschluss ausgestattet heutzutage und da nur USB 2.0 zum Einsatz kommt, ist auch das Alter der Host-Hardware kaum ein Problem. Soll jedoch der USB-C-Port auch zum Aufladen des Hosts genutzt werden, wird es schwieriger. Zwar unterstĂŒtzt der Receiver des maono WM620 das Durchschlaufen der USB-Stromversorgung. Power Delivery (USB PD) indes wird oft zum GlĂŒcksspiel. Ein Laptop etwa, der gerne mal 65 Watt oder mehr via USB PD per USB-C bekommen wĂŒrde, kann hier nicht mehr aktiv mit dem Netzteil kommunizieren, so dass nur 1 W bis 5 W geliefert werden. Das ist fĂŒr ein Smartphone mal ausreichend zur Lebenserhaltung, beim Laptop oder MacBookPro jedoch meistens zu wenig.

 

Action-Cams, GoPros und vieles mehr können damit aber auch problemlos genutzt werden. Und wenn wirklich kein USB-C-Port vorhanden sein sollte, sind Adapter fĂŒr wenig Geld ĂŒberall erhĂ€ltlich. So kann jedes GerĂ€t, auch jede Spielkonsole, die prinzipiell mit externen USB-Soundquellen umgehen kann, auch das maono WM620 benutzen. Nur manchmal werden dabei leider die beiden separaten MikrofonkanĂ€le zusammengemischt zu einem. Das liegt dann aber nicht an maono.

Preis und Fazit

Die maono Wireless Lavalier Microphones WM620 gibt es fĂŒr 54.99 US-Dollar beim Hersteller zu kaufen. Neben der hier getesteten Variante in Schwarz gibt es die Funkmikrofone fĂŒr Krawatte und Kragen auch in Lila. Dem Karton nach zu urteilen kommen wohl auch noch weitere Farbvarianten auf den Markt, namentlich weiss, Pink, GrĂŒn und Blau.

 

 

Insgesamt macht das kabellose Mikrofon-Set maono WM620 einen tollen Job und ist fĂŒr viele Einsatzzwecke bestens geeignet. Zwei Mikros mit GerĂ€uschunterdrĂŒckung, problemloser FunkĂŒbertragung im 2.4-GHz-Frequenzband und einfacher Steuerung der Soundverbesserungs-Funktionen kommen mit guten Klangeigenschaften und vielseitigen Anschlussmöglichkeiten daher.

FĂŒr Content Creators, aber auch alle anderen, die auf guten Sound des Mikrofons angewiesen sind und gleichzeitig die Freiheit von kabellosen Lavaliers nicht missen möchten, ist das maono Wireless Microphones WM620-Set sehr gut geeignet und zu dem Preis von um die 50 Euro bzw. SFr. sicherlich eine gute Investition.

 

Einzig dass das praktische Lade-Etui keinen Platz fĂŒr die Magnete zum Transport vor sieht, ist schade. Ich habe sie darum einfach an der Unterseite des Etuis angeheftet. Das geht, ist aber nicht die beste Lösung, da sie dort doch mal im Rucksack unabsichtlich abgestreift werden und verloren gehen könnten. Und wĂ€re die USB-PD-Funktion leistungsfĂ€higer, könnte das WM620-Dual-Wireless-Mic-Set auch alle MacBookPro-Fans glĂŒcklicher machen. Mit 5 Watt kommt man da leider nicht so weit uns muss so den Akku des Laptops benutzen, statt ihn wĂ€hrend der Tonaufnahme auch aufladen oder wenigstens aufgeladen halten zu können. Am Smartphone indes klappt das fast immer problemlos.

Video: maono

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