So. 08. August 2021 um 7:58

Review: Jackery Explorer 500 Power Station und Jackery SolarSaga 100W im Test

von Yves Jeanrenaud 1 Kommentare

Wer öfter unterwegs ist, fernab der Stromversorgung, ist froh um zuverlässige und vielseitige Akkus. Auch bei Camping, dass geradein Zeiten der SARS-2 CoVID-19 Corona-Pandemie nochmals beliebter wurde, kann es nützlich sein, eine portable Stromquelle dabei zu haben.

Wir haben uns darum die Jackery Explorer 500 Portable PowerStation mit 518 Wh Kapazität für den Outdoor-Einsatz angeschaut und passend dazu das Jackery SolarSaga 100W Solar-Panel.

Lieferumfang der Jackery Explorer 500 Portable PowerStation

Die Explorer 500 PowerStation kommt zusammen mit einer mehrsprachigen Kurzanleitung sowie einer Neoprentasche, in der ein Steckernetzteil und ein Ladekabel für den 12 V Zigarettenanzünder bereit liegen. Zudem ist eine Garantiekarte und ein Flyer mit dabei, der darauf hinweist, dass bei Produktregistrierung zusätzliche 12 Monate Garantiezeit vom Hersteller gewährt werden.


Jackery Explorer 500 Portable Power Station Power Outdoors
Jackery Explorer 500 Portable Power Station. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Hardware und Eigenschaften der Jackery Explorer 500EU PowerStation

Das Jackery Explorer 500EU Akkupaket ist 30 x 19.3 x 24.2 cm gross und wiegt knapp 6.4 kg. Aus schwarzem und orangem Kunststoff gefertigt ist die EU-Version des Jackery Explorer 500 mit einem markanten Tragegriff ausgestattet. Auch die meisten Aufdrucke sind orange. Rechtseitig sind im orangem, gerillten Einsatz Lüftungsschlitze zu sehen, ebenso wie linksseitig.

Im Inneren ist ein 24 Ah starker Lithium-Ionen Akku mit 21.6 V und 518.4 Wh Kapazität verbaut. Benutzt werden kann die Riesen-Powerbank von -10 °C bis 40 °C. Zum Aufladen sollte die Temperatur jedoch über dem Gefrierpunkt und maximal 40 °C betragen. Geschützt wird die Elektronik sowie angeschlossene Geräte vor Über- und Unterspannung, Überstrom sowie Kurzschluss und Übertemperatur beim Laden und Entladen. Zudem ist sie vor Überladung gefeilt und kommt mit zwei Jahren Hersteller-Garantie.

SOS-LED

Zudem ist auf der linken Seite oberhalb des orangen Teils eine starke LED mit Reflektor und zugehöriger oranger Taste zu finden. Neben Dauerlicht kann diese durch längeres Drücken auf die Taste in den SOS-Modus geschaltet werden und blinkt dann selbiges Signal als Morsecode.

 

Die Unterseite des Explorer 500 ist geprägt von vier orangen Gummifüssen und den Produktinformationen auf einem aufgeklebten Schildchen.

LCD und Stromeingang

Interessanter ist jedoch die Vorderseite des Lithium-Ionen-Akkus: Da ist in der oberen Reihe mittig ein LCD, auf dem Ein- und Ausgabeleistung in Watt sowie die Akkukapazität in Form einer Prozentangabe und einer Batterie-Grafik mit fünf Balken zu sehen sind. Aktiviert wird es über die rechts davon untergebrachte Taste mit der weissen Beschriftung DIAPLAY. Nach 15 Sekunden geht es wieder aus. Links vom Display wiederum ist ein Rundstecker-Anschluss sowie eine LED für den Stromeingang zu finden. Hier sind 12 V bis 30 V mit bis zu 3.75 A möglich, um den verbauten Lithium-Ionen-Akku mit 24000 mAh aufzuladen.

Stromausgänge der Jackery Explorer 500 PortablePower StationPower

Die untere Reihe auf der Vorderseite beinhaltet drei unterschiedliche Stromausgangs-Optionen. Jeder der drei Ausgangs-Gruppen kann über eine separate, tiefergelegene Taste mit grüner LED und Beschriftung ein- und ausgeschaltet werden.

12 V DC

Links findet sich der Gleichstrom-Ausgang mit zwei mal 12 V und bis zu 7 A starken Rundstecker-Buchsen sowie einer handelsüblicher 12 V-Bordspannungssteckdose, die bis zu 10 A liefert. Der 12 V-Zigarettenanzünder ist mit einer Gummiabdeckung, auf der „12V,10A“ aufgedruckt ist, vor Schmutz geschützt. Die Taste über diesen drei Ausgängen, die insgesamt maximal 120 Watt gleichzeitig liefern können, ist mit DC beschriftet.

Drei USB-Anschlüsse

In der Mitte der unteren Reihe sind drei herkömmliche USB-A-Anschlüsse zu finden, die jeweils 5 V und bis zu 2.4 A liefern. Diese Leistungsdaten sind unterhalb der drei USB-Ports aufgedruckt. Die zugehörige Taste ist mit „USB“ angeschrieben und schaltet alle drei Anschlüsse ein- bzw. aus.

230 V Schuko-Steckdose

Rechts findet sich eine handelsübliche Schuko-Steckdose, kurz für Schutzkontakt, mit entsprechenden Erdungs-Federkontakten oben und unten. Diese Steckdose liefert 230 V bei 50 Hz mit bis zu 2.17 A in einer reinen Sinus-Kurve. Dabei sind 500 W andauernd als Maximalleistung und sogar kurzzeitige Spannungsspitzen mit bis zu 1000 Watt möglich. Auch dieser Stromausgang ist mit einer Gummiabdeckung geschützt und diesmal mit „PURE SINE-WAVE 230V,500W“ bedruckt. Die entsprechende Taste trägt die weisse Aufschrift „AC“.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Testeindruck der Jackery Explorer 500 Portable Power Station Power

Die PowerStation Explorer 500EU macht einen hervorragend verarbeiteten Eindruck. Alles passt und nichts wackelt oder knarzt. Die Bedienelemente sind intuitiv gestaltet und das Gerät schnell und problemlos einzusetzen.

 

Die Leistungsdaten des Herstellers zeigen sich als durchaus zutreffend. Alle Volt- und Ampere-Zahlen können so abgerufen werden. Selbst an der Wechselstrom-Steckdose ist somit alles mögliche anzuschliessen, sogar eine Schlagbohrmaschine! Die PowerStation von Jackery kann unterschiedlichste Geräte mit Strom versorgen und das auch vergleichsweise dauerhaft. Nach 12 Stunden unter 10 W verbrauch schaltet sie sich jedoch wieder automatisch in den Standby-Modus. Wenn keine Spannung abgeführt wird jedoch auch deutlich schneller.

 

Zum vollständigen Aufladen mittels mitgeliefertem Steckernetzteil braucht die Jackery Explorer 500 Portable Power Station etwa 7 Stunden, während das Auto-Aufladekabel die Powerbank in etwa acht Stunden auflädt. Per 100 W Solarpanel ist der Akku in etwa 14 Stunden bei optimaler Sonneneinstrahlung wieder voll aufgeladen.

Preis und Fazit

Der mobile Stromspeicher Jackery PowerStation Explorer 500 ist für nicht ganz billige 599,99 Euro bzw. SFr. erhältlich. Für etwas weniger, namentlich 299,99 Euro bzw. SFr. ist die PowerStation Explorer 240 mit entsprechend 240 Wh zu bekommen und wer noch mehr Leistung braucht, kann für stolze 1199,99 Euro bzw. SFr. die Jackery PowerStation Explorer 1000 mit 1002 Wh Akku-Kapazität bekommen. Letztere hat sogar zwei Wechselstrom-Steckdosen mit 1000 W Leistung an Bord. Die PowerStation Explorer 2000 und auch die Explorer 1500 sind derzeit nicht lieferbar.

 

 

Alles in Allem ist die Jackery PowerStation Explorer 500EU eine beeindruckende mobile Stromlösung für Camping und andere Outdoor-Aktivitäten, das Heimwerken und als Notstromaggregat. Technisch ausgefeilt und durchdacht gestaltet ist die Explorer 500 von Jackery für unterschiedlichste Zwecke und die Stromversorgung von diversen Geräten bestens geeignet.

 

Da die Jackery PowerStation Explorer 500 für den Einsatz mit der SolarSaga 100W Solaranalge konzipiert ist, haben wir diese ebenfalls mit getestet.

Lieferumfang des Jackery SolarSaga 100W SolarPanels

Das Solarpanel Jackery SolarSaga 100W kommt mit einer mehrsprachigen Kurzanleitung.

Hardware und Eigenschaften

Das Solarpanel SolarSaga 100W von Jackery selbst ist 122 x 53.5  x 2 cm gross und kann in der Mitte zusammengefaltet werden auf 61 x 53.5 x 3.5 cm. Das Zubehör wiegt 4.69 kg und ist wiederum in Schwarz und Orange gehalten. Acht metallene Ösen zum Befestigen des Panels an den langen Seiten sowie zwei orange Leisten an den kurzen Seiten des Solar-Panels mit Magentverschluss fallen auf. Vorne wie hinten zwei ausklappbare Ständer zu finden. Rückseitig ist eine Reissverschlusstasche angebracht, in der die Stromanschlüsse geschützt untergrebacht sind. Neben einem zwei Meter langen Kabel mit dem Rundstecker und Adapter zum Aufladen der Jackery Power Station Explorer-Reihe sind hier ein USB-A-Anschluss mit 5 V und bis zu 2.4 A sowie ein USB-Typ-C-Anschluss mit 5 V und bis zu 3 A zu finden. Dazwischen ist eine Status-LED zu finden.

Jackery SolarSaga 100W
Jackery SolarSaga 100W Solar Panel. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Mit dem langen Kabel können sodann 18 V und bis zu 5.55 A geliefert werden, womit die Jackery PowerStation mit Strom versorgt werden kann.

Die Vorderseite ist von den zwei mal 16 Solarzellen geprägt, die hinter strapazierfähigem ETFE-Material geschützt sind. Die hocheffizienten monokristallinen Solarzellen erreichen eine Umwandlungseffizienz von bis zu 23 Prozent.

 

Die beiden aufklappbaren Ständer werden magentisch am Gerät gehalten und können stufenlos aufgestellt werden, um den Winkel der Solaranlage bestmöglichst zu wählen.

Testeindruck

Das Solar-Panel SolarSaga 100W ist ungewöhnlich gross. Mitbewerbsprodukte, etwa von Choetech, lassen sich kleiner Falten. Dafür sind die hochwertigen, monokristallinen Solarzellen näher beieinander und entsprechend ist mehr Leistung auf weniger Fläche möglich.

 

 

Die Verarbeitung der SolarSaga 100W ist hervorragend. Alles passt ineinander, nichts wackelt unnötig und die mobile Solaranlage macht einen hochwertigen Eindruck.

 

Die Leistungsangaben des Herstellers sind wiederum nur schwerlich zu überprüfen, da sie nur unter besten Lichtverhältnissen realisiert werden können. Zum Aufladen der Jackery Explorer 500 jedoch taugt sie tadellos. Ein Tag bei hellem Sonnenschein reichen aus, um gut drei Viertel der 518 Wh zu liefern.

 

Schade ist jedoch, dass die Solaranlage nicht nass werden sollte. Damit ist die dauerhafte Befestigung am Campingbus oder am Zelt ausgeschlossen. Aber auch andere portable Solaranlagen können das (bislang) nicht.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Preis und Fazit zur Jackery SolarSaga 100W

Die faltbare Solaranlage Jackery SolarSaga 100W kostet 299,99 Euro bzw. SFr.

 

 

Alles in Allem ist die SolarSaga 100W von Jackery als mobiles Solarpanel mit zwei USB-Anschlüssen eine gute Lösung, um Off-Grid zu arbeiten. Für Camping und Garten ist sie bestens geeignet, muss allerdings vor Regenschauern in Sicherheit gebracht werden, was die Einsatzmöglichkeiten etwas reduziert.

 

Dennoch lässt sich die Solaranlage gut benutzen, um die Jackery PowerStation Explorer aufzuladen, schon weil das passende Anschlusskabel direkt vorhanden ist, und somit verschiedene Geräte auch abseits von Campingplätzen mit Strom versorgen. Natürlich ist dazu ausreichend Sonneneinstrahlung nötig oder eben Geduld. Wer jedoch seine Jackery Explorer 500EU Powerbank nicht jeden Tag bis an’s Limit ausreizt, kann sie gut und gerne autark per Sonnenenergie betanken.

 

Das etwas kleinere Solar-Panel vom Mitbewerber Choetech kann zwar kleiner gefaltet und bequemer transportiert werden, ist aber mit nur 80 W eben auch nicht so leistungsfähig. Darum ist es durchaus eine Überlegung wert, vielleicht gleich die grössere von Jackery zu kaufen.

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Eine Antwort zu “Review: Jackery Explorer 500 Power Station und Jackery SolarSaga 100W im Test”

  1. Yves Jeanrenaud sagt:

    Übrigens feiert Jackery 9-jähriges Bestehen. Darum gibt es vom 18. bis zum 20. Oktober 21 satte 15 Prozent Rabatt auf alle Produkte im Jackery Store auf Amazon, indem einfach die Coupon-Box angekreuzt wird.

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