Sa. 01. Juli 2017 um 13:37

Review: insta360 Nano Kamera im Test

von Stefan Landolt0 Kommentare

Auch werden immer öfters Konzerte oder Produktpräsentation live gestreamt. Diese Möglichkeit hat man dank der direkten Anbindung der App an verschiedene Plattformen auch. Gebaut ist die Kamera für den Einsatz mit einem iPhone ab der Version 6. Die früheren iPhones passen leider nicht.

Ziemlich cool: Die Verpackung ist gleichzeitig eine VR Brille

Die Insta360 nano wird in einer hochwertigen weissen Kiste geliefert. Beim getesteten Bundle war darauf zusätzlich noch eine Kamerahalterung aufgeklebt. Beim Abziehen der Umverpackung sieht man gleich die zwei runden Linsen einer VR Brille. In dieser VR Kiste ist die Kamera inklusive Ladekabel, Transporthülle und Anleitungen untergebracht.

 

Die Kamera besteht aus einem Aluminiumgehäuse mit weissem Kunststoff und fühlt sich hochwertig an. Zudem passt das Design aus Aluminium gut zum iPhone. Ein Ladegerät liegt der Kamera keines bei, jedoch kann diese mit dem mitgelieferten Micro USB Kabel und einem beliebigen Ladegerät aufgeladen werden. Die Hülle besteht aus Mikrofaser und kann so gleichzeitig zum Reinigen der beiden Linsen genutzt werden.


Die Kamera misst 110 mm (T) × 33 mm (B) × 21 mm (H) und hat ein Gewicht von rund 70g. Wie auf dem technischen Bild sichtbar, kann die Kamera direkt mit dem Lightning Anschluss an das iPhone angebracht werden. Dazu muss jedoch eine allfällig verwendete Schutzhülle entfernt werden. Neben dem Lightning Anschluss findet man an der Kamera noch einen TF-Kartensteckplatz, an welcher Speicherkarten mit bis zu 64 GB Speicherplatz eingesteckt werden können. Diese braucht es, wenn man ein Video mit mehr als 15 Sekunden Dauer aufnehmen will.

 

Oben an der Kamera findet man die beiden Fischaugenlinsen, welche jeweils einen Bildauschnitt von 210 Grad aufnehmen und welche dann mit der Software zu einem durchgängigen Bild verbunden werden. Der Hersteller gibt eine Bildauflösung von 3040 x 1520 Pixeln an und die Objektive haben eine Brennweite von 2.0 mm, welche auch Aufnahmen bei wenig Licht ermöglichen soll. Zwischen den Linsen befindet sich zudem ein Mikrofon zur Tonaufnahme.

 

Für die Verwendung der Kamera ohne Smartphone macht es Sinn eine Halterung zur Kamera zu kaufen. Die Kamera selbst bietet keine Möglichkeit ein Stativ oder einen Selfie Stick anzubringen und mit der Halterung kann man diese Funktion einfach hinzufügen.

 

Die Insta360 nano ist gebaut für den Einsatz mit iPhones ab dem Modell 6. Mit älteren iPhones funktioniert es leider aufgrund der dickeren Bauform nicht. Ob es dann auch mit dem neuen iPhone noch funktioniert, welches wahrscheinlich im Herbst vorgestellt wird, wird sich zeigen.

Einstecken, App installieren und in 360° aufnehmen

Die Inbetriebnahme der Insta360 Nano ist einfach gestaltet. Einfach die Kamera an den Lightning Anschluss vom iPhone anschliessen und schon öffnet sich der App Store mit der Insta360-App. Herunterladen, App installieren, iPhone drehen und mit der ersten Aufnahme starten.

 

Im Aufnahmemodus kann ausgewählt werden ob man ein Foto, Video oder auch ein Livestream gemacht werden soll. Die Funktion mit dem Livestream ist nur in Kombination mit der App verfügbar, da die Kamera keine kabellose Anbindungsmöglichkeit bietet. Was gleich zu Beginn auffällt und sehr gewöhnungsbedürftig ist, dass die App immer 180 Grad verdreht läuft. Also muss man das Telefon wenden, wenn man die App nutzen möchte. Hier wäre es sicher angenehmer die App nur bei angeschlossener Kamera drehen zu müssen. Man gewöhnt sich aber schnell daran.

 

Neben der Aufnahmemöglichkeit kann man die Schnappschüsse und Videos natürlich auch anschauen. Beim Betrachten kann man weitere Einstellungen und Filter anwenden und beispielweise auch auswählen, wie der Zusammenfügungspunkt kaschiert werden soll.

 

Zudem ist die Integration von vielen verschiedenen Social Media Plattformen bereits vorbereitet und man kann die gemachten Fotos gleich auf Facebook, Twitter, Instagram oder Anderem, teilen. Der Hersteller bietet aber auch die InstaCloud, welche man direkt zum Teilen der Fotos und Videos nutzen kann.

 

Um die Fotos und Videos anders zu nutzen, müssen diese exportiert werden. Im Photos Ordner werden diese aber einfach als statische Fotos angezeigt.

 

Auch ohne Smartphone nutzbar

Bei der Nutzung ohne Smartphone hat man zwei verschiedene Funktionen, welche man auswählen kann. Foto oder Videoaufnahme. Da die Kamera nur einen Knopf hat, ist die Bedienung sehr einfach. Einmal drücken gibt ein Foto, zweimal drücken startet die Videoaufnahme. Wieder zweimal drücken und die Aufnahme stoppt.

 

Für die Verwendung ohne Smartphone braucht es unbedingt eine Speicherkarte. Sonst können nur Videos bis zu 15 Sekunden aufgenommen werden.

 

Das die Kamera keinen Bildschirm hat ist in diesem Fall nicht weiter schlimm, da ja sowieso 360° aufgenommen wird. Es empfiehlt sich aber das "Hauptmotiv" auf der Seite von einer der beiden Linsen zu platzieren.

 

Das Gerät ist mit einem 800 mAh Akku ausgestattet. Dieser ist mit dem mitgelieferten Micro USB Kabel und einem beliebigen USB-Anschluss in kurzer Zeit geladen. Leider braucht die Kamera auch ordentlich Energie und schon nach ein paar Videos oder Fotos muss die Kamera wieder an eine Stromquelle. Der Hersteller verspricht eine Laufzeit von 60-70 Minuten, was mit der gemessenen Zeit bei der Nutzung gut übereinstimmt.

 

Das Ladekabel kann auch während der Verwendung eingesteckt bleiben, jedoch ist das mit der getesteten Halterung nicht möglich, da der microUSB-Stecker unten am Gehäuse angebracht ist. Die Halterung ist sicher gut für die Aufnahme von Videos. Da aber Funktionen wie Zeitraffer und Live Videos nur mit Smartphone möglich sind, kann man auch einfach eine gute Smartphone Halterung kaufen.

 

Die aufgenommenen Bilder werden beim nächsten Anschliessen an das Smartphone automatisch übertragen. Man kann aber auch die TF-Karte direkt am Laptop einstecken oder die Kamera mit dem USB-Kabel anschliessen.

Einfach mit der VR-Brille anschauen

Es ist am eindrücklichsten die Fotos gleich mit der InstaApp anzuschauen. Einfach beim Betrachten von Videos und Bildern auf VR (Virtual Reality) umschalten, iPhone in die Brille einschieben und alles rund um anschauen.

 

Die Qualität mit der VR ist nicht sehr gut, da die einzelenen Bildpunkte ziemlich vergrössert werden und FullHD selbst als Auflösung für VR-Inhalte recht niedrig ist. Zum Sehen was man aufgenommen hat aber ausreichend. Beim Test mit verschiedenen Leuten hat sich niemand über die Qualität beschwert, nur das es einem schlecht wird, wenn man zu lange da reinschaut.

 

In der App können verschiedene Betrachtungsmodis ausgewählt werden, diese werden in der unteren Bildstrecke gezeigt. Dieselben Modis kann man auch auf der Insta360 Cloud oder in der App auswählen.

 

Testfoto auf der Insta360 Cloud anschauen

 

Testvideo auf der InstaCloud anschauen

Preise und Lösung für Android Nutzer

Die Kamera ist beispielsweise bei digitec für 189 Schweizer Franken erhältlich. Eine passende Speicherkarte mit 32GB für gibt’s für rund 23 SFr. oder mit 64GB für 39 SFr. dazu.

 

Für Android Nutzer gibt es eine etwas andere Version mit USB-Type-C oder microUSB-Anschluss, diese unterscheiden sich von der Form und bieten keinen Akku. Deshalb müssen diese immer an dem Smartphone angeschlossen sein. Das Produkt nennt sich Insta360 Air und ist ebenfalls bei vielen Händlern erhältlich. Bei Digitec kostet die Air 129 bzw. 159 Schweizer Franken.

 

Für den deutschen und österreichischen Markt gibt es die Produkte zudem auf Amazon und kosten dort ab 199 Euro aufwärts.

Fazit: Ein guter Einstieg in die 360 Grad Welt

Die Qualität der Kamera für den Preis von 189 Schweizer Franken stimmt. Man erhält gute Fotos, kann Videos machen und jeder der die Kamera sieht ist begeistert. Bisher kennt man eher die Panoramafotos, bei welchen man die Kamera herumschwenken muss. Mit der Insta360 Nano kann man mit einem Klick alles aufnehmen und das begeistert. Beim Kauf der Kamera macht es sicher Sinn eine Speicherkarte für Videoaufnahmen zu kaufen. Die getestete Halterung ist für reine Video und Fotoaufnahmen sicher ausreichend. Eine Halterung für das Smartphone bietet aber mehr Möglichkeiten.

 

Die Kamera wurde freundlicherweise von Digitec für einen ausführlichen Test zur Verfügung gestellt.

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