Sa. 15. August 2020 um 7:25

XPG Battleground XL Prime im Test: Besser als Razer Goliathus und Co.?

von Marcel Laser0 Kommentare

Mauspads sind doch irgendwie ein Mysterium. Eigentlich braucht man sie nur, um den angeschlossenen Nager hin und her zu schupsen und dennoch gibt es jedes Jahr neue Versionen mit neuen Technologien, die noch mehr Gaming-Performance und Präzision versprechen. Verwirrend, schliesslich sind “Mouse Pads” keine Prozessoren oder Grafikkarten. Wir haben das XPG Battleground XL Prime ausprobiert und sogar gegen ein hochmodernes Konkurrenzprodukt antreten lassem: Das Razer Goliathus.

XPG Battleground XL Prime: Verarbeitung auf Niveau der ganz Grossen im Feld

Die Firma XPG (ADATA) verpackt das Battleground XL Prime schon einmal in einem recht ansehnlichen Karton. Darin ist es um ein Stück runde Kartonage gewickelt, um ein starkes Verknicken der Oberfläche zu vermeiden, was angesichts der LED-Leiste im Rahmen durchaus angemessen ist und schon einmal Pluspunkte verleiht.

 

An der Verarbeitung kann ich jedenfalls nichts aussetzen. Das Mauspad ist aus einem sehr widerstandsfähigen Material, dass keinerlei überflüssige oder ausfransende Nähte aufweist. Die Oberfläche ist zwar glatt, allerdings nicht zu glatt, so dass noch ein angenehmer Widerstand beim Schubsen des USB-Nagers auftritt. Das Razer Goliathus ist durchaus feiner und hier braucht es weniger Kraft, wenn man es so nennen will. Ich persönlich mag aber die ganz leicht rauere Oberfläche des Battleground XL Prime lieber.

 

Die Masse sind mit 900 x 420 mm auch extrem dimensioniert. In der Breite misst das Pad also fast einen ganzen Meter! Da hat sogar die Tastatur noch Platz drauf und das ist sogar gewollt. In der Stärke misst das Battleground XL Prime rund 4 Millimeter und hat somit eine sehr angenehme Dicke. Der Stoff auf der Oberseite ist aus Cordura der gleichnamigen Schweizer Firma, die den Stoff auf einer Polyamid-Basis herstellt. Dieser ist reissfester als Nylon und kommt sonst eher bei Motorradbekleidung und Rücksäcken zur Andwendung. Die Qualität ist jedenfalls angenehm hoch.


Bilder: PocketPC.ch / Laser

LED-Beleuchtung: Weil einfach alles besser ist mit LED

Woher die Faszination für LED-Beleuchtung für PCs kommt, wird sich mir wahrscheinlich nie erschliessen und ich bin wirklich Gamer durch und durch. Allerdings hab ich gerne meine Ruhe vor all zu grellem Licht, wenn ich mich aufs Spielen konzentrieren will. Dennoch müssen Hersteller seit Jahren überall LEDs einbauen. Auch das XPG Battleground XL Prime hat LED-Beleuchtung im Rahmen verbaut.

 

Diese ist in mehreren Stufen einstellbar und zeigt auf Knopfdruck jeweils eine andere Farbe an. Dafür muss das Mauspad auch per USB am PC eingesteckt werden, was euch natürlich einen Steckplatz klaut. Wer viele USB-Slots oder einen grösseren USB-Hub nutzt, wird damit aber zurechtkommen.

 

Steht ihr grundsätzlich auf leuchtende Dinge und habt auch ein entsprechend leuchtendes Gaming-Setup Zuhause, dann fügt sich das XPG Battleground XL Prime schön in das Gesamtbild ein. Ihr könnt die Farbe schliesslich wählen. Nur das XPG-Logo und ein XPG-Symbol auf der linke Seite sind in Rot aufgedruckt. Das lässt sich natürlich nicht ändern.

XPG Battleground XL Prime Review
Riesig! Aber praktisch. Die Nutzung macht schon Spass und das Pad ist sehr solide verarbeitet. (Bild: ADATA XPG)

Battleground XL Prime: Grundsolide Performance und Gleiteigenschaften

Ok, kommen wir nun also zum deutlich wichtigeren Teil: Die Performance in Spielen und das auch tatsächlich unter kompetitiven Bedingungen. Als alter Warcraft 3 Semi-Profi, habe ich doch gleich einmal das neue Warcraft 3 Reforged raus geholt und einige Runden in der Starcraft 2 Ladder abgespult. Mit einem für mich doch recht überraschendem Ergebnis, denn ich bin nicht mit all zu hohen Erwartungen an den Test gegangen.

 

Die Gleiteigenschaften sind sehr solide. Die Maus bewegt sich präzise über das Pad und lässt sich mit angenehmen Druck umhergleiten, der gerade für mich genau richtig ist. In den paar Wochen, in denen ich das XPG Battleground XL Prime im Test ausgiebig genutzt habe, waren auch keine Ermüdungserscheinungen des Materials zu erkennen. Das Teil sieht noch aus wie am ersten Tag.

 

Allerdings sind Mauspads im Falle der Struktur und Gleitfähigkeit eher eine persönliche Präferenz. Pro Gamer im Egoshooter-Segment werden vielleicht andere Eigenschaften bevorzugen als ich alter Strategie-Hase. Dennoch ist das Battleground XL Prime kein schlechtes Mauspad – im Gegenteil. Es ist für den Preis und in dieser Grösse sogar überraschend gut.

Irgendwie schon ironisch: Eine Razer DeathAdder neben einer XPG Tastatur und auf einem XPG Mauspad. Funktioniert aber tadellos! (Bild: PocketPC.ch / Laser)

Fazit: Guter Preis, grundsolide Leistung, tolle Verarbeitung

Ich war schlussendlich ziemlich überrascht, wie gut das XPG Battleground XL Prime im Test abschneidet. Es handelt sich hier definitiv um eine hervorragende Matte, die vor allem meinen eigenen Ansprüchen höchst genügt. Mein Roccat Taito und das Razer Goliathus habe ich in dieser Zeit auf jeden Fall kurz vergessen können. Aber gut, es sind in letzter Konsequenz auch einfach nur Mauspads, die nur einen sehr geringen Anteil an eurem Erfolg im Spiel haben. Da sind gutes Werkzeug wie Maus und Tastatur schon wichtiger. Ein gutes Mauspad kann aber den Wohlfühlfaktor erhöhen.

 

Das XPG Battleground XL Prime kostet zudem deutlich weniger als die Konkurrenz. Während das Razer Goliathus bei gut über 50 Euro bzw. Schweizer Franken liegt, ist das XPG-Pad bereits für gut 30 Euro oder SFr. zu haben. Allein der günstigere Preis ist daher schon ein deutliches Argument.

 

Wer nicht unbedingt wert auf Markennamen legt und auf die im Razer Goliathus bessere LED-Beleuchtung angewiesen ist, könnte auch mit dem XPG-Mauspad glücklich werden. Ich für meinen Teil mag beide Unterlagen sehr und wenn das Preisleistungsverhältnis überwiegt, ist wohl der Griff zum XPG-Pad eine Überlegung wirklich wert.

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