Sa. 21. Februar 2026 um 7:17

Sony Inzone H9 II im Test: Gaming-Headset mit WH-1000XM6 Treibern im Check

von Marcel Laser 0 Kommentare
Lesedauer: 9 Minuten

Da ich bereits die Sony WH-1000XM6 testen konnte und sie zu den besten Kopfhörern zählten, die ich so bisher auf meinem Kopf hatte, klingen die Spezifikationen des Sony Inzone H9 II wie ein wahr gewordener Gaming-Traum. Der Hersteller verbaut nämlich genau diese Treiber des hauseigenen High-End-Modells im Inzone H9 II und ich war mehr als gespannt, was Sony hier gekocht hat. Hat sich das aber auch gelohnt?

Design und Komfort: Wie schlägt sich das Sony Inzone H9 II im Langzeittest?

Ich würde zumindest an dieser Stelle schon einmal gerne ein Fass aufmachen, weil es gewisse Dinge gibt, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Der Kopfhörer kostete zum Start 349.- SFr. bzw. Euro UVP und er besteht gefühlt zu 99 Prozent aus Kunststoff. Sowohl die Einhängung der Muscheln als auch die Stellungshalter für das Kopfband bestehen nahezu vollständig aus Plastik. Nimmt man das Headset aus der Verpackung, fühlt das erst einmal nicht nach dem Preisschild an, dass es auf die Verpackung gedruckt bekommt. Das Kopfband besteht übrigens aus Kunstleder und ist nicht gerade ordentlich gepolstert.

 

Sonys H9 II Konkurrenz in weiteren Tests

Meine Küchenwaage gibt den Kopfhörer mit gut 252 Gramm (ohne Mikrofon) an, was wirklich sehr leicht ist, mit der verbauten Technik, die der Inzone H9 II im Test so zeigt. Das ist vor allem leichter als die deutlich schwerere Konkurrenz, beispielsweise aus dem Hause Razer, wie den BlackShark V2 Pro mit 326 Gramm. Und auch wenn das jetzt nur 70 Gramm Unterschied sind, so merkt man das auf der Birne dann doch enorm.

 

Die allgemeine Verarbeitung ist aber in Ordnung. Das Headset fühlt sich zwar sehr nach Kunststoff an, aber macht dann doch einen stabilen und vor allem auch flexiblen Eindruck. Einzig der Lautstärkeregler, der als Drehrad implementiert wurde, fühlt sich etwas billig an. Das Einrasten in den nächsten Lautstärkebereich ist so enorm weich gewählt, dass vielleicht am besten ein Drehrad ohne Rasterung zum Einsatz gekommen wäre. Aber schlimm ist das jetzt nun wirklich nicht.


Bilder: PocketPC.ch / Laser

Verbaute Technik im Sony Inzone H9 II: Auf dem Papier geht es kaum besser

Was Sony hier alles in die Inzone H9 II rein packt, ist durchaus erstaunlich. Wir haben ein unglaublich gutes ANC (dazu später mehr), Transparenzmodus, die aus den exzellenten WH-1000XM6 stammenden Treiber, gleichzeitige Bluetooth-Konnektivität und generell eine Verbingsspanne, die die Kophörer kompatibel mit Switch 2, PlayStation 5 und PC machen. Ihr könnt die Dinger also fast überall anschliessen, auch am Steam Deck oder RoG Ally X. Egal ob per Bluetooth oder dem mitgelieferten USB-C-Dongle.

 

Die Technik der Sony Inzone H9 II im Überblick

 

MerkmalSpezifikation / Details
ModellSony Inzone H9 II (Nachfolger der Inzone-Serie)
BauartOver-Ear, geschlossen
Treiber30 mm (High-End-Treiber aus der Sony WH-1000XM6 Serie)
Gewicht252 Gramm (selbst gewogen, ohne Mikrofon)
Konnektivität2.4 GHz Funk (USB-C Dongle), Bluetooth 5.3 (inkl. LE Audio)
MultipointJa (simultane Funk- und Bluetooth-Verbindung)
ANCAktives Noise Cancelling und Transparenz-Modus
MikrofonFlexibles Nieren-Mikrofon (optimiert für Discord und TeamSpeak)
AkkulaufzeitBis zu 30 Std. (ohne ANC) / ca. 18–20 Std. (mit ANC)
KompatibilitätPC, PlayStation 5, Nintendo Switch 2, Mobilgeräte
Preis (UVP)349 Euro oder SFr.

 

All das macht das Gaming-Headset unglaublich flexibel einsetzbar. Ebenfalls gut: Ihr könnt die Handy-App nutzen, um die Kopfhörer einzustellen und die Profile so auch auf anderen Geräten nutzen zu können. Aber auch dazu später ein wenig mehr, denn da gibt es ein paar kompliziertere Ungereimtheiten zu.

 

Ansonsten haben wir noch das komplette Codec-Repertoire, dass wir auch aus dem 1000XM6 kennen, zumindest fast. So unterstützt der Sony Inzone H9 II unter anderem über Bluetooth A2DP, AVRCP, HFP, HSP sowie die Codecs ABC und AAC. Für einen Gaming-Kopfhörer ist das beachtlich! Und dürfen sich andere Hersteller gerne abschauen. Ein breites Feature-Set ist definitiv von Vorteil, da meist ein Kopfhörer mehrere Bereiche abdecken muss. Gerade Headsets werden häufig an unterschiedlichen Geräten auch zum Musikhören, Filme und Serien bingen und eben auch Gaming genutzt.

 

Dank 2.4 GHz-Dongle ist auch die Latenz sehr niedrig ist bei Kopfhörern dieser Art mittlerweile auf einem Niveau, bei dem die meisten Menschen diese sowieso nicht mehr wahrnehmen. Im Bluetooth-Betrieb mit einem Handy oder mit der Nintendo Switch 2 ist allerdings eine minimale Latenz zu vernehmen, ist aber vernachlässigbar und für diese Art der Konsole auch eher kein Beinbruch. Das gilt auch für den Betrieb am Steam Deck.

Eigentlich alles was man braucht und eine unkomplizierte Bedienung, wenn ihr erst einmal raus habt, wo sich welche Knöpfe befinden. Bild: PocketPC.ch / Laser

Klangqualität im Game: Halten die WH-1000XM6 Treiber, was sie versprechen?

Das ist jetzt eine ganz schwierige Kiste, denn wir müssen hier das Konzept erst einmal von Vorne aufrollen. Der Sony Inzone H9 II kommt theoretisch mit zwei der besten Kopfhörer-Lautsprecher auf dem Markt daher, die in einem Casual-Consumer-Produkt verbaut werden können. Im Inneren verrichten nämlich die Treiber aus dem WH-1000XM6 ihren Dienst. Da sich die WH-1000XM6 im Test bereits als richtig gute Gaming-Kopfhörer erwiesen haben, war ich nun um so gespannter, was Sonys auf Gaming spezialisiertes Modell so drauf hat und ich sage es jetzt einmal so… es ist wirklich kompliziert.

 

Von Haus aus ist der Sound nämlich zwar in Ordnung oder sogar irgendwie gut, lässt aber ordentlich etwas vermissen, denn die Sony Inzone H9 II klingen absolut rein gar nicht nach ihrem hochgelobten Schwestermodell. Das liegt vor allem daran, dass Sony die Treiber noch einmal für Gaming getuned haben will und anscheinend war das etwas zu viel des Guten. So ist der Übergang zwischen Mitten und Höhen schwammig und im oberen Bereich der Bässe agiert das Inzone H9 II recht impulsiv. Mit dieser Einstellung ist das Modell direkt aus dem Karton nicht einmal wirklich für FPS Games zu gebrauchen. Schlussendlich müsst ihr nämlich auf die Inzone HUB App auf dem PC (leider nur Windows) zurückgreifen oder eben auf die App für Smartphones, um weitere Einstellungen vorzunehmen.

 

Um wirklich eine sehr breite, sich nicht auffressende Sound-Stage zu erreichen, hab ich mich erst einmal fast über eine Stunde mit dem Equalizer beschäftigen müssen. Mit ein wenig Ohren- und Fingerspitzengefühl, kommt so schon den Urpsrungstreibern des WH-1000XM6 näher und kann einen wirklich breiten Bereich abdecken. Da Sony aber vermutlich die Treiber selbst noch einmal angefasst hat, kommt man an die starken Kopfhörer des Unternehmens nicht heran. Das hat mir ehrlich gesagt so ziemlich die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, als ich die Kopfhörer das erste Mal in Monster Hunter Wild ausprobiert hat, dass mit einer riesigen Klangkulisse an Umgebungsgeräuschen kommt und häufig sehr gut als Test herhalten kann.

Alles enthalten was ihr braucht. Selbst ein 3.5 mm Klinkenkabel. Sony packt hier einiges in den Lieferumfang! Bild: PocketPC.ch / Laser

Klingen die Inzone H9 II im Test also nun schlecht? Nein, absolut nicht! Sie sind durchaus gut und können vor allem beim Bass richtig auffahren. Denn dieser schüttelt euch nicht nur stumpf die Synapsen aus der Hirnrinde, sondern ist richtig klar aufgestellt. Der Bass erinnert mich hier vor allem an die Master & Dynamic MG20, die wir vor Jahren im Test hatten und den bislang besten Sound aller von uns getesteten Gaming-Kopfhörer lieferten. Allerdings zeigt das Standard-Tuning Schwächen im Übergang zwischen Höhen und Mitten, da diese zwischen wirklich flach und sehr detailliert zu pendeln scheinen. Das ist jetzt kein Beinbruch, denn ihr müsst euch wirklich intensiv auf die Soundkulisse einlassen, um die Diskrepanz von sehr klarem Tief zu Ungereimtheiten in den anderen Bereichen festzustellen.

 

Besonders glänzen können die Inzone H9 II im Test aber an der PlayStation 5, wo ihr mit 3D-Audio ein direkt auf das System und die Spiele abgestimmtes Soundprofil habt. Das funktioniert sehr ähnlich zu Spatial Audio auf dem PC und bringt euch eine ordentlich gemixte 3D-Sound-Kulisse mit. Der Unterschied zwischen den Standardeinstellungen am PC und dem einfachen Anschliessen an die PS5 (Pro) ist ein wenig wie Tag und Nacht. Als wenn der Kopfhörer dort noch einmal so richtig aufdrehen würde. Dort nähert sich dieser auch dem MG20 mehr an, erreicht diesen aber definitiv nie. Zumindest nicht was Sound betrifft.

Allerdings ist der Kopfhörer ein ziemlicher Fingerabdruck-Magnet… Bild: PocketPC.ch / Laser)

Starkes Mikrofon und nur knapp hinter Razer und Corsair!

Was mich aber durchaus beeindruckt hat, ist das mitgelieferte Mikrofon. Dieses ist nicht nur sehr flexibel und kann somit in jedwede Position vor eurem Mund gebracht werden. Die direkte Ausrichtung der Nierencharakteristik und der bereits installierte Pop-Schutz sorgen für eine wirklich gute Klangqualität bei der Stimme. In mehreren Blind-Hör-Versuchen mit Freunden in Discord sowie TeamSpeak 6 war die Wertung sehr eindeutig: Das hört sich nicht nach der typischen Frequenzbeschneidung vieler, günstigerer Gaming-Headsets an. Man ist klar zu verstehen, hat einen minimalen Bass in der Stimme, der das Volumen trägt und insgesamt funktioniert hier alles out of the box sehr gut!

 

Diese Gaming-Headsets haben ebenfalls gute Mikrofone

Ist es aber das beste Mikrofon in seiner Gewichtsklasse? Nein, das definitiv nicht. Denn im Blind-Test hab ich zwischen mehreren Headsets gewechselt und mir die Meinungen abgeholt. Das Sony Inzone H9 II klang zwar durchweg sehr gut, aber auf Platz 1 kam fast immer das Corsair HS80 raus, welches bis heute wohl das beste Mikro in einem Gaming-Headset verbaut hat. Knapp dahinter das Razer BlackShark V2 Pro (2023) und immer auf dem dritten Platz wurde das Inzone H9 II gewählt.

 

Noch einmal: Das ist nicht schlecht, denn die Konkurrenz hier ist enorm, da sowohl Corsair als auch Razer mittlerweile auch enormen Wert auf eine hochwertige Mikrofon-Qualität bei ihren höherpreisigen Headsets legen. Das Sony-Modell klingt ebenfalls hervorragend und wurde auch gelobt. Es liegt aber nur nicht ganz auf der Ebene der anderen hier genannten Geräte.

Eines der besten Mikrofone auf dem Markt. Nicht ganz auf Razer- und Corsair-Niveau, aber erfreulich nahe dran! Bild: PocketPC.ch / Laser

Gaming-Kopfhörer mit dem absolut besten ANC auf dem Markt

Irgendwie scheinen Hersteller mittlerweile auf dem Trip zu sein, zwingend Active Noise Canceling (ANC) oder auch aktive Geräuschunterdrückung in ihre Gaming-Kopfhörer einbauen zu wollen. Dass man es aber beim Gaming tatsächlich braucht, anders in der Geräuschkulisse draussen, ist eher die Ausnahme als die Regel. Egal, wir nehmen die Features gerne mit und Sony hat hier ähnlich wie beim WH-1000XM6 ordentlich abgeliefert. Auch hier kommt die Gaming-Variante nicht an den normalen Kopfhörer heran, aber liefert vermutlich das beste ANC in einem Gaming-Kopfhörer ab.

 

Das ANC des Inzone H9 II legt sich dabei unaufgeregt um eure Ohren, ohne sich aufdringlich anzufühlen. Kleine Geräuschkulissen von draussen und auch das Klopfen an meiner Zimmertür, habe ich nicht mehr wahrnehmen können. Das ist beeindruckend, auch wenn ich gemerkt habe, dass ich es beim Zocken zuhause weniger brauche.

 

Ebenfalls richtig gut ist die Umstellung auf einen Transparenz-Modus, der Geräusche von Aussen an euer Ohr weitergibt. Der war dann schon deutlich praktischer, wenn ich mir beispielsweise in ausgedehnten Zocker-Sessions Essen bestellt habe und das Klingeln der Tür mitbekommen wollte. So bekam ich immer noch alles im Spiel mit und den Lieferdienst ebenfalls.

 

Zwischen den Modi könnt ihr über einen Druckknopf an der linken Ohrmuschel unter dem Lautstärkeregler durch-rotieren. Beginnt ihr im normalen Modus, kommt erst das ANC, danach sofort der Transparenzmodus und dann wieder “normal”. Ihr könnt die Features aber auch über die App oder den Inzone HUB auf dem PC an- und ausschalten.

Das Einstellen des Inzone H9 II fühlt sich etwas “fragil” an, der Kopfhörer selbst sitzt aber gut auf dem Kopf. Bild: PocketPC.ch / Laser

Gute Bedienung über Inzone HUB und Handy-App – mit Abstrichen

An dieser Stelle gibt es auch wieder ein dickes Lob an Sony. Zwar müsst ihr einmal mehr wieder zusätzliche Programme installieren (wie bei fast jedem Hersteller), aber diese lohnen sich dann doch durchaus. Der Sony Inzone HUB zeigte sich im Test als sehr leicht zu bedienen und alle Schalter sowie einstellbare Regler haben ein Fragezeichensymbol mit einer kleinen Erklärung, was diese Bewirken können. Zudem lässt sich über das Inzone-Programm auch Firmware-Updates für Dongle und die Kopfhörer durchführen. Leider konnte ich im Test nicht checken, ob das auch mit der Handy-App Sound Connect von Sony möglich ist, die den Kopfhörer auch unterstützt. Zumindest wurde mir dort kein Update der Firmware angezeigt.

Sony | Sound Connect
Preis: Kostenlos

Fast alle Einstellungen aus dem HUB lassen sich aber auch bequem über die Handy-App vornehmen. Zumindest wenn ihr das Headset auch per Bluetooth mit eurem Smartphone verbindet. Das gute an daran ist, dass eure eingestellten Sound-Profile auf dem Headset gespeichert sind und ihr diese dann auch auf den Konsolen mitnehmen könnt. Habt ihr aber den Inzone HUB auf dem PC installiert und startet diesen, überschreibt das Windows-Programm die Einstellungen wieder. Vermutlich hat die PC-Software einfach auch Priorität. Stark: Ihr könnt auf in der Software selbst übrigens die Konfiguration für Spatial Audio vornehmen und diese auf eure Ohren und Hörgewohnheiten anpassen. Das hilft vor allem dabei die 3D-Tiefe im Sound besser herauszustellen.

 

Allerdings finde ich es ein wenig Schade, dass es keine Möglichkeit gibt, die Inzone-HUB-Web-App für die Konfiguration zu nutzen, sondern diese nur mit der Mouse-A und der neuen Tastatur von Sony funktioniert. Somit seid ihr auf die Handy-App angewiesen, wenn ihr Konfigurationen auf dem Headset vornehmen wollt. Was Gamer auf Linux und macOS ein wenig einschränken dürfte. Zumal ich nach aktuellem Stand noch nicht sicher sagen kann. Ob die Kopfhörer und der USB-C-Dongle wirklich auch über die Handy-App aktualisiert werden können.

Screenshots: PocketPC.ch / Laser

Akkulaufzeit im Test: Mit 30 Stunden hinter der aktuellen Konkurrenz

Vor rund 10 Jahren hätte ich 30 Stunden bei einem Gaming-Headset abgefeiert und einmal ehrlich: Das reicht ja auch für mindestens drei bis vier Tage am Stück, wenn ihr beispielsweise jeweils acht Stunden zockt. Aber mittlerweile sind wir auch in einer Range angekommen, wo 50 Stunden und mehr keine Seltenheit sind. Die Razer BlackShark v2 Pro (2023) halten über 70 Stunden durch! Klar, sie sind aufgrund der Materialwahl, grösseren Treibern und Akku auch schwerer, tragen sich aber dennoch angenehm. Sony hätte hier dem Multiplattform-Konzept ein wenig gerechter werden können, wenn man dem Modell etwas mehr als 30 Stunden ohne ANC spendiert hätte.

 

Und hier liegt dann auch ein wenig der Hund begraben: Macht ihr Gebrauch von ANC und Transparenz, dann schmilzt der Akku auf unter 20 Stunden dahin. Dann sind es auf einmal keine zwei Tage mehr, die der Kopfhörer durchhält. Zwar könnt ihr in 10 Minuten eine ganze Stunde Laufzeit durch Schnellladen wieder reindrücken, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Den Kompromiss bei einem derart hochpreisigen Headset verstehe ich an dieser Stelle wirklich nicht.

Den Dongle gibt es leider nur als USB-C-Version. Entweder habt ihr einen Adapter parat oder euer PC hat eben einen entsprechenden Anschluss. Bild: PocketPC.ch / Laser

Fazit: Inzone H9 II macht einiges richtig, patzt aber noch an wichtigen Stellen

Eigentlich zeigt der Sony Inzone H9 II eine sehr solide Leistung. Der Klang ist gut, das ANC vermutlich das Beste in einem Gaming-Kopfhörer und das Mikro ist ebenfalls Spitze. Allerdings war die UVP auf der Sony-Webseite mal mit sehr happigen 350 Euro bzw. Schweizer Franken angegeben. Mittlerweile stehen dort 300 Flocken, aber auch das ist enorm viel im Vergleich zur aktuellen Konkurrenz, wie dem Razer BlackShark V3 Pro.

 

Denn, wenn ich mir den Preis so anschaue und auch die Versprechen mit den WH-1000XM6 so durchlese, dann ist das natürlich zu wenig, denn die Klangeigenschaften des originalen Schwestermodells erreicht der Gaming-Kopfhörer eigentlich nicht. Das zusätzliche Tuning (oder was immer Sony hier gemacht hat), führt eher zu einem unausgewogenen Klangmodell. Der Kopfhörer kann zwar mit aggressiven EQ-Einstellungen zum FPS-Monster werden. Aber gerade bei stark inszenierten Solo-Games kommt es auf weitaus mehr an, als nur Schritte oder das Nachladen von virtuellen Waffen 3 Stockwerke über einen zu hören. Da reisst es ein Gut in den meisten Kategorien einfach nicht raus.

Mit einem ordentlichen Gut würde ich das Modell auch nun hier stehen lassen. Solltet ihr euch gerne mal eine längere Zeit in Equalizer-Einstellungen vertiefen, könnt ihr den Sound sogar auf ein deutlich höheres Niveau heben. Solltet ihr den Kopfhörer mit einem ordentlichen Rabatt erwischen und neben dem PC auch noch auf der PS5 zocken, kann der Sony Inzone H9 II durchaus einige Stärken ausspielen. Insgesamt ein ordentliches Kopfhörer, für den es aber nicht zu einer uneingeschränkten Kaufempfehlung reicht. Dafür ist die Konkurrenz für etwas weniger Geld einfach insgesamt zu stark.

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