So. 12. September 2021 um 16:05

Review: SwitchBot Contact Sensor Fenstersensor/Türsensor

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare

Von SwitchBot hatten wir bereits den Vorhangroboter Curtain im Test. Heute ist der Kontaktsensor für Fenster und Türen auf dem Prüfstand, der SwitchBot Contact Sensor. Er kann nicht nur erkennen, wenn Fenster, Türen oder Schubladen offen oder zu sind, er hat zudem auch einen Helligkeitssensor verbaut sowie eine eigene Drucktaste.

Lieferumfang des SwitchBot Contact Sensors

In der kleinen Box enthalten ist der zweiteilige Sensor selbst, ein Set mit vier Schrauben und Dübeln zum Montieren, ein Kärtchen zur Registrierung und mit Hinweisen auf die Social Media Präsenz des Herstellers sowie einer englischsprachigen Anleitung. Ausserdem sind zwei handelsübliche AAA-Batterien beigelegt.


SwitchBot Contact Sensor Fenstersensor Türsensor
SwitchBot Contact Sensor Fenstersensor/Türsensor. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Hardware und Eigenschaften

Der Kontakt-Sensor von SwitchBot selbst besteht aus einer 70.5 x 25.5 x 23 mm kleinen und 43 Gramm leichten, weissen Box. Wie bei Fenstersensoren im Smart Home-Bereich seit Jahren üblich, nutzt er einen sogenannten Hall-Sensor zur Messung von Magnetfeldern. Darum besteht der zweite Teil, der 13 Gramm leicht und 35 x 12 x 12.5 mm klein ist im Wesentlichen aus einem Permanentmagneten.

 

Auf der Vorderseite des SwitchBot Contact Sensors ist eine ca 18 x 18 mm grosse Taste mit dem eingeprägten Herstellernamen zu sehen. Darüber befindet sich eine LED.

 

Auf der Rückseite wiederum ist ein 3M-Doppelklebe-Pad auf der Batterie-Abdeckung angebracht. Damit ist eine schraubenlose Installation möglich. Alternativ können durch die Abdeckung hindurch auch zwei kleine Schrauben getrieben werden, um den Sensor noch sicherer zu befestigen. Eingelegt werden zwei handelsübliche Batterien der Grösse AAA, auch bekannt als Micro, die im Lieferumfang ebenfalls enthalten sind.

 

Der Magnet-Teil des Sensors hat ebenfalls ein 3M-Doppelklebe-Pad auf der Rückseite. Er kann allerdings nicht per Schraube befestigt werden sondern muss klebend an Tür- oder Fensterrahmen haften.

 

Mit den zwei Alkali-Batterien soll die typische Laufzeit der Stromladung ganze drei Jahre betragen. Dabei werden täglich 80 Tür-Öffnungen, 80 Tür-Schliessungen, 40 Tastendrucke und 40 Lichtmessungen sowie 20 Szenen-Abrufe als Grundlage vom Hersteller SwitchBot genannt. Das ist also schon eine ganze Menge.

 

Im Arbeitsbereich von -10 °C bis 60 °C und 20 – 85 % relativer Luftfeuchtigkeit erkennt der SwitchBot Contact Sensor den Magnet-Teil aus bis zu 5 Meter Entfernung (im Labor bei 25 °C Raumtemperatur) in einem Bereich von 90° hoirzontal und 55° vertikal.

 

Zudem ist ein Lichtsensor im Gehäuse direkt bei der Status-LED untergebracht, um das Umgebungslicht zu messen.

 

Zur Verbindung nutzt der Sensor Bluetooth LE. Zur Einbindung in ein Smart Home ist also der SwitchBot Hub Mini notwendig, da sonst die Messergebnisse lediglich auf dem Smartphone angezeigt und benutzt werden können. Doch auch da lassen sich Smart Home Szenen und Abläufe realisieren.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Installation und Benutzung

Der SwitchBot Contact Sensor lässt sich recht einfach an Türen, Fenstern und Schubladen anbringen, um deren Zustand zu überwachen. Die Folien werden von den Klebepads abgezogen und mit etwas Druck ist der Sensor und sein magnetisches Gegenstück montiert. Dabei ist es unerheblich, ob der Magnet links oder rechts vom Sensor angebracht wird. Zur Einrichtung wird die kostenlose SwitchBot App benötigt, die für Android und iOS verfügbar ist.

 

‎SwitchBot
Preis: Kostenlos
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Die Apps für Android sowie für iOS sind identisch aufgebaut und funktionieren tadellos. Sie benötigt natürlich unter Android Zugriff auf den Standort um per Bluetooth kommunizieren zu können. Auch ist ein kostenloses User-Konto bei SwitchBot erforderlich, über dass die Geräte registriert und verknüpft werden.

 

Nach ein paar Fragen zur Installation des Sensors wird dieser bereits angezeigt. Neben dem Öffnungs-Zustand ist hier ebenso das Licht-Niveau sichtbar. Nach standardmässig fünf Minuten wird der Sensorstand in der englischsprachigen App als “Left open” angezeigt. Dies lässt sich jedoch in der App aber auch von 1 bis 30 Minuten konfigurieren.

 

Ebenso kann eingestellt werden, dass die Taste für das Verlassen des Hauses genutzt werden kann, wenn man bei der Verwendung angegeben hat, dass es sich um eine Türe handeln würde. Hier kann die Dauer angegeben werden, die der Sensor gedrückt werden muss, damit er den entsprechend eingestellten Automatisierungvorgang auslöst.

 

Zudem kann er ebenfalls das Magnetfeld der Person erkennen und so mit einer Reichweite von bis zu 3 Metern erkennen, dass man sich dem Sensor nähert bzw. sich bewegt. Diese Funktion ist allerdings noch im Beta-Stadium und erfordert den SwitchBot Hub Mini.

 

Hingegen gibt es eine Auswahl aus vier unterschiedlichen Benachrichtigungs-Optionen, unter denen auch die Bewegungserkennung aufgeführt ist, die nicht Beta sein sollte. Weiter kann man in der App per Push-Notification informiert werden, wenn der Sensor plötzlich offen, geschlossen oder eben für eine definierte Zeit offen gelassen ist.

 

Natürlich ist wie bei fast jedem Smart Home-Gerät die Zuordnung in unterschiedliche Häuser und Räume möglich. Neu kam mit dem letzten Update der SwitchBot App auch eine Funktion namens NFC hinzu, mit der man die Geräte-Seite des Contact Sensors direkt öffnen kann, wenn der entsprechend damit verknüpfte NFC-Tag am Smartphone benutzt wird.

Testeindruck zum SwitchBot Contact Sensor

Der SwitchBot Contact Sensor für Türen, Fenster, Schubladen und vieles mehr ist sehr robust verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Die Stromversorgung mittels handelsüblicher AAA-Batterien klappt tadellos und die Installation geht schnell und einwandfrei von Statten.

 

Die Erkennung des Magnets funktioniert tadellos und auch an dicken Türrahmen ohne Probleme. Es meist kaum eine Verzögerung in der App zu sehen und selbst bei Benutzung des Cloud Dienstes über den SwitchBot Hub Mini vergeht meist höchstens eine halbe Sekunde, bis man über den neuen Zustand des Sensors benachrichtigt wird.

 

Es kann mit dem SwitchBot Magnetsensor schnell und einfach jede Tür und jedes Fenster smart nachgerüstet werden. Die Batterielaufzeit ist derart lange, dass sie sich kaum in einem Testbericht ausprobieren lässt. Allerdings zeigt sich auch nach wochenlangem Einsatz an der Zimmertür und Verbindung zur Cloud, die regelmässig den Status des Sensors abruft, dass der Batteriezustand immer noch mit 100 Prozent angezeigt wird. Es kann also anscheinend durchaus realistischerweise von mehreren Jahren ausgegangen werden.

 

Der Lichtsensor kann per App kalibriert werden. Er meldet jedoch der App und dem SwitchBot-System nur zwei Zustände: Hell oder dunkel.

 

Die Verknüpfung zu Amazon Alexa, Google Home und damit dem Google Assistant sowie zu IFTTT sind ebenfalls möglich, wenn der Hub Mini benutzt wird. Das klappt ebenso tadellos. Die Einbindung in Apples Home Kit gelingt indes noch nicht, da das Plugin für Homebridge derzeit den Contact Sensor noch nicht unterstützt und von Haus aus die SwitchBot App nur Siri Kurzbefehle unterstützen kann.

Preis und Fazit zum SwitchBot Contact Sensor Fenstersensor Türsensor

Den SwitchBot Contact Sensor bekommt man beim Hersteller selbst für 21,15 Euro bzw. SFr. und bei Amazon derzeit etwas teurer für momentan 29,99 Euro bzw. SFr. im Handel. Leider sind keine Multipaks verfügbar, so dass man bei der Anschaffung mehrerer Fenster- und Türsensoren gegebenfalls sparen würde.

 

 

Alles in allem ist der SwitchBot Contact Sensor ein durchdachtes, nützliches Gadget für das Smart Home, wenn man sowieso schon SwitchBot-Produkte einsetzt. Er ergänzt das Portfolio gut und ermöglicht es, Türen, Fenster oder Schubladen einfach zu vernetzen. Dass er mit nur zwei AAA-Batterien für ganze drei Jahre einsatzfähig ist, ist ebenso positiv hervorzuheben, wie die dezidierte Hardwaretaste und der Lichtsensor. Beides ermöglicht so, in Verbindung mit dem SwitchBot Hub Mini einige interessante Automatisierungen. So kann etwa beim Verlassen des Zimmers oder bei druck auf die Taste automatisch der Vorhang geschlossen oder geöffnet werden. Und weil das Lichtniveau an einer weiteren Stelle gemessen wird, sind auch die tageslichtabhängigen Steuerungen des SwitchBot Curtain Vorhangroboters noch präziser möglich.

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