Do. 13. Juni 2019 um 7:06

Review: Reolink C2 Pro Pan/Tilt/Zoom-IP-Kamera im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Die C2 Pro ist eine dreh- und schwenkbare IP-Kamera des Herstellers Reolink. Zudem verfügt die kleine Kamera über Infrarot-Nachtsicht und einen dreifachen optischen Zoom, der die CMOS Auflösung von 2560 x  1920 Pixel auch beim Vergrössern bewahrt.

 

Lieferumfang und Hardware

Geliefert wird die C2 Pro von Reolink mit zwei Kurzanleitungen, CE-Konformitätserklärung, einer Bohrschablone, Schrauben und Dübeln, eine kippbare Halterung aus Kunststoff mit Stativgewinde, ein 4 Meter langes microUSB-Kabel und ein universelles USB-Netzteil mit zwei Stecker-Adaptern. Zudem ist ein blaues, 1 Meter langes Ethernetkabel im Lieferumfang enthalten.

 

 

Die Reolink C2 Pro Kamera selbst ist 114 mm hoch und hat einen Durchmesser von 95 mm. Sie ist aus weissem und schwarzen Kunststoff gefertigt. Der dreh- und schwenkbare Teil ist 88 mm hoch und lässt sich horizontal um 355 schwenken, vertikal um 105 Grad neigen.

Die IP-Cam wiegt 300 Gramm. In der Basis der Kamera sind vorne zwei LED unter der Hersteller-Wortmarke untergebracht: Eine rote für das Netzwerk und eine blaue für die Stromversorgung. Die Kamera benötigt 2 A Eingangsleistung. Im beweglichen Teil sind links und rechts Lautsprecher untergebracht sowie unterhalb des neigbaren Hauptteils ein Mikrofon. Oberhalb der Linse in diesem Teil ist ein Tageslichtsensor untergebracht, der den Nachtsichtmodus automatisch steuern kann. Die Rückseite des Basis sind zwei drei- und neigbare WLAN-Antennen zu finden sowie ein 100 mbit/s Ethernet-Anschluss im RJ45-Format. Daneben ist ein microSD-Kartenslot sowie der microUSB-Anschluss zur Stromversorgung. Linksseitig ist ein Reset-Taster untergebracht. Die Unterseite verfügt über ein Stativgewinde, an der die Halterung befestigt werden kann sowie den QR-Code für die Einrichtung per App. Doch dazu später mehr.

 

 

Der 1/2.7 Zoll CMOS-Sensor der IP-Cam mit einer Auflösung von 5 MP (2560 x 1920 Pixel) bei 25 Bildern pro Sekunde (fps) ist hinter einem Objektiv mit einer Blende von f/2.8, einen 8 mm Autofokus mit F/1.6 und IR Cut. Die Überwachungskamera hat so einen Blickwinkel von 48 Grad bis 92 Grad horizontal und 37 Grad bis 70 Grad vertikal. Durch die acht Infrarot-LED um das Objektiv herum kann die Kamera bis 12 Meter weit auch in Dunkelheit filmen. Als Videoformat kommt H.264 zum Einsatz, so dass eine Coderate von 1024 bis 8192 kbps möglich ist.

Die Kamera kann per WLAN oder per Kabel mit dem Netzwerk verbunden werden. Für die drahtlose Verbindung stehen die Frequenzbänder 2.4 GHz und 5 GHz zur Verfügung und IEEE 802.11a/b/g/n. Verschlüsselt wird das WLAN allerdings nur bis WPA2-PSK. Dank 2T2R MIMO ist der Empfang auch besser als bei anderen PTZ-Cams.


Reolink C2 Pro

Einrichtung und Benutzung der Reolink C2 Pro

Die C2 Pro von Reolink lässt sich wie alle IP-Kameras des Herstellers sehr einfach mittels App einrichten. Der QR-Code auf der Unterseite ermöglicht ein bequemes Identifizieren und die App erledigt alles weitere.

Die Reolink App leistet hier, wie bei der Reolink Argus 2 auch schon, gute Dienste, weswegen wir an dieser Stelle auf Details zum Einrichten verzichten. Gestern stellten wir schon den Test zur Reolink Argus Eco vor, die wie alle Reolink-Kameras auf dieselbe App setzt.

‎Reolink
Preis: Kostenlos
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Bis zu 20 Accounts können angelegt und mit Passwort geschützt werden, so dass die Bilder und Audiosignale der PTZ-Kamera auch einfach per Browser sicher abgerufen werden können. Bis zu zwölf simultane Videostreams sind möglich. Natürlich lässt sich sowohl per App als auch im Browser, egal ob Chrome, Firefox, Edge oder Safari, die Kamera steuern und die Motoren bewegen. Diese sind dabei erstaunlich leise, so dass die Reolink C2 Pro sich auch für eher ruhige Umgebungen gut eignet. Zudem unterstützt sie die Bewegungserkennung, die Veränderungen im aufgezeichneten Videobild beobachtet, da kein PIR-Sensor verbaut ist. Dabei kann aber einfach und intuitiv in der App markiert werden, welcher Bereich des Videobildes berücksichtigt werden soll und welcher nicht. Natürlich lassen sich verschiedene Alarme konfigurieren und Aktionen auslösen, vom E-Mailversand bis zur lokalen Aufzeichnung oder dem Upload via FTP und Push-Benachrichtigungen in die App.

 

 

Das alles funktioniert tadellos und die Bilder der Kamera sind mit einer 5 MP-Auflösung auch adäquat scharf und detailliert. Natürlich reden wir hier nicht von brillanten HDR-Videos in 4K-Auflösung, aber das war auch nicht das Ziel des Herstellers. Auch ist das Bild leicht fischaugig durch die Optik der Linse, dafür sind aber mehr Informationen auf einem Bild zu sehen als normalerweise.

Es sind wiederum mehrere Streaming-Profile möglich, in der App anzulegen um je nach Bedarf ein schnelles, flüssiges Video oder aber bestmögliche Auflösung zu erhalten. Die Zwei-Wege-Audiokommunikation kann dank des eingebauten Mikrofons und des Lautsprechers auch simpel per Tastendruck genutzt werden und ist mit nur minimaler Verzögerung von etwa einer Sekunde ausgestattet. Auch das Bild ist im regulären Modus, als WLAN-Teilnehmerin über die Reolink Cloud, mit einigen wenigen Sekunden verzögert, doch die allermeisten Anwendungen für eine Überwachungskamera wird das nicht beeinflussen. Besser geht es noch per LAN-Kabel.

Preis und Fazit

Die Reolink C2 Pro ist beim Hersteller für 109,99 Euro bzw. SFr. zu bekommen, während bei Amazon derzeit 118,99 Euro bzw. SFr. verlangt werden.

Mit der Reolink C2 Pro bekommt man eine kompakte, flexible IP-Kamera für den Indoor-Einsatz mit guter Funktionalität und grossem Bewegungsspielraum. Die Ausstattung ist durchaus gut und die leise Bewegung der Pan-Tilt-Zoom-Kamera zusammen mit der kompakten Bauweise machen die C2 Pro einer beinahe idealen IP-Kamera in den eigenen vier Wänden. Manche wünschen sich vielleicht auch hier noch mehr SmartHome-Funktionalität. Eine Anbindung, etwa an Alexa, Google Home und Apple HomeKit soll mit Updates indes bald folgen. Schade nur, das der Ethernet-Anschluss kein PoE unterstützt.

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