So. 18. April 2021 um 8:08

Review: Reolink Argus 3 Pro smarte WLAN-Kamera getestet

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare

Reolink ist sicherlich vielen ein Begriff, auch aus unseren Reviews. Auch die Reolink Argus 2 hatten wir bereits auf dem Prüfstand. Heute geht es um die Reolink Argus 3 Pro, die sich nicht nur durch einen 4 MP-Sensor und Dualband-WLAN auszeichnet, sondern eine Personen- und Autoerkennung wie ein Nachtsichtmodus in Farbe anbietet und per Akku auch solarbetrieben funktioniert.

Lieferumfang der Reolink Argus 3 Pro 

Mit der Reolink Argus 3 Pro kommt mit allerlei Zubehör daher. Neben der Kamera selbst und einer Anleitung und Konformitätserklärungen ist auch ein Bogen mit Hinweis-Stickern zur Videoüberwachung vorhanden. Ein microUSB-Ladekabel und drei unterschiedliche Halterungen sind dabei: Eine Halterung mit magnetischer Halbkugel, eine mit arretierbarem Kugelgelenk sowie eine einfache Klemmvorrichtung aus Kunststoff. Für die Halterungen wird zudem entsprechendes Montagematerial in Form von Schrauben und Dübeln und ein Kunststoffgurt mitgeliefert. Mit dem Gurt lassen sich die Halterungen an Bäumen und Pfählen ohne Beschädigung derselben befestigen.


Richtig viel im Lieferumfang bei der Reolink Argus 3 Pro. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Hardware und Eigenschaften der Reolink Argus 3 Pro

Die WLAN IP-Kamera Argus 3 Pro von Reolink zeichnet sich durch seine rechteckige, abgerundete Form aus. Das weisse Gehäuse aus Kunststoff misst 121 x 90 x 56 mm und inklusive Akku wiegt die Kamera 330 Gramm. Die Vorderseite ist schwarz gestaltet und wird dominiert vom Objektiv mit einem 122 Grad Sichtfeld in der Diagonale. Dahinter ist ein 1/3 Zoll CMOS Sensor mit einer Videoauflösung von 2560 x 1440 Pixel bei 15 Bilder pro Sekunde (fps). Direkt unter der Linse ist ein Tageslichtsensor angebracht und unterhalb dessen findet sich die schwarze Halbkugel des PIR-Bewegungssensors. Dieser PIR-Bewegungssensors hat einen horizontalen Erkennungswinkel von 100 Grad und eine Reichweite von bis zu 10 Meter.

Dazwischen ist ein Mikrofon. Um die Optik herum sind beidseitig sechs Infrarot-LED mit 14 mil und 850 nm zur verbesserten Nachtsicht angebracht und darüber zwei LED-Scheinwerfer mit 2 Watt und 230 lm sowie einer Farbtemperatur von 6500 K. Dazwischen findet sich die optional deaktivierbare Status-LED.

 

Die Nachtsicht ist so im Schwarz-Weiss-Modus mit den sechs IR-LED über bis zu 10 m realisierbar. Ebenfalls über bis zu 10 m funktioniert der Farbnachtsichtmodus mit den zwei LED-Spots.

 

 

Auf der Rückseite sind die Status-LED des Akkus und darunter der microUSB-Anschluss zum Aufladen des 6500 mAh fassenden Akkus zu finden. Der Ladeanschluss ist durch eine Gummiabdeckung geschützt und kann zudem direkt mit dem Solarpanel von Reolink gespiesen werden. Ebenfalls sind hier der Lautsprecher sowie Fassung für Gewindehalterungen untergebracht.

 

Die Unterseite der Reolink Argus 3 Pro verbirgt unter einer weiteren Gummiabdeckung ein microSD-Slot für Speicherkarten bis zu 128 GB sowie einen kleinen Ein-Aus-Schalter.

 

Dank der Gummiabdeckungen ist die Kamera wetterfest zertifiziert nach Schutzklasse IP65.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Testeindruck zur Reolink Argus 3 Pro

Die Reolink Argus 3 Pro ist wie gewohnt tadellos verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck. Nichts wackelt oder knarzt. Der Akku hält, je nach Einstellungen und Verwendung, gut eine Woche durch und ist dank Solarpanel vollkommen kabellos aufzustellen. Verbunden wird sie dabei per WLAN im 2.4 GHz oder im 5 GHz-Frequenzband, was bei Überwachungskameras nicht immer der Fall ist.

 

Die IP-Kamera mit 4 MP Auflösung lässt sich in der kostenlosen Reolink App für Android und iOS einrichten. Zudem lässt kann die Argus 3 Pro aber auch über den Webbrowser bedient werden.

 

‎Reolink
Preis: Kostenlos
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Die Installation und Verwendung per App klappt wie gewohnt einwandfrei und problemlos. Es lässt sich die Bewegungserkennung konfigurieren und auf eine smarte Erkennung von Personen, Tieren und/oder Fahrzeugen justieren. Ebenso können Alarme und Aktionen eingerichtet werden, von der Push-Benachrichtigung in die App und per E-Mail bis zum Upload via FTP und dem Speichern auf der lokalen microSD-Karte. Zudem kann ein Aufnahme-Zeitplan eingerichtet werden, so dass etwa innerhalb der Geschäftszeiten keine Alarme ausgelöst werden.

 

Das Videomaterial wird im H.265 Codecs kodiert und optional auch mit Ton aufgezeichnet. Zudem kann die Kamera verschiedene DDNS-Provider direkt nutzen und ebenfalls ONVIF sprechen, den Industrie-Standard für die Anbindung an Videoüberachungssysteme jegwelcher Hersteller. So lässt sie sich einfach an einen NVR anschliessen, beispielsweise auch an ein entsprechendes NAS. Weiter kann die IP-Kamera via App mit Google Assistant und Amazon Alexa und somit per Sprachbefehl aufgerufen werden. Wird die Kamera mit einem Alexa Gerät mit Bildschirm genutzt, kann das Videobild auch direkt darauf ausgegeben werden. Auch die Zwei-Wege-Audiofunktion funktioniert gut und ermöglicht so, die Gegensprechanlage zu ersetzen.

 

Der Nachtsichtmodus mit den beiden LED-Strahlern funktioniert ganz gut und hat zudem auch abschreckende Wirkung im Falle eines Alarms. Aber auch die Nachtsicht per Infrarot lässt sich sehen und zeigt ein gutes Bild.

Die Personen- und  Autoerkennung klappt lokal KI-gestützt recht zuverlässig und ermöglicht so, Alarme und Aufnahmen nicht unnötig auszulösen. Das spart Nerven und Speicherplatz, lokal und in der Reolink Cloud. Die Verwendung der Reolink Cloud zum Speichern ist optional und dank der Speicherkartenoption bis 128 GB auch nicht in jedem Anwendungsfall notwendig.

Preis und Fazit

Die Argus 3 Pro kostet beim Hersteller Reolink 144,99 Euro bzw. SFr. und ist zusammen mit dem passenden Solarpanel für 168,99 Euro bzw. SFr. zu kaufen. Gerade mit der Solar-Funktion ist die kabellose Montage der IP-Kamera ein Kinderspiel und besonders lohnenswert.

 

 

Alles in allem ist die Reolink Argus 3 Pro eine gute WLAN-Kamera mit 4 MP Auflösung, die durch die Personen- und Autoerkennung, einen gute Infrarot-Nachtsicht sowie einen Nachtsichtmodus in Farbe und starke Lautsprecher und LED-Spots hervor sticht. Lobenswert ist ebenfalls die Unterstützung beider handelsüblichen WLAN-Frequenzbereiche und der Akkubetrieb, der optional per Solarzellen autonom mit Strom versorgt werden kann.

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