Mo. 01. April 2019 um 12:07

Review: PEARL WLAN-Staubsauger-Roboter PCR-6000 Sichler Sauger

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Staubsauger-Roboter sind überall. Sie sind von diversen Herstellern und in verschiedenen Preisklassen. Von knapp über 150 bis 600 SFr. bzw. Euro ist alles dabei. Doch was taugen die eher günstigeren Modelle?

Heute testen wir für euch den Sichler Sauger WLAN-Staubsauger-Roboter PCR-6000 vom bekannten Versandhandel PEARL, der weniger als 300 Euro bzw. 400 SFr. kostet. Für das vergleichsweise schmale Geld bringt er nicht nur per WLAN-Anbindung eine Steuerung per App und navigiert selbstständig durch Räume, sondern kann ebenfalls per Alexa Skill kontrolliert werden und so den Boden saugen und feucht wischen.

Der Staubsauger Roboter von PEARL selbst sieht aus, wie die allermeisten Modelle dieser Gattung: Ein kreisrundes Gerät mit zwei rotierenden Pinselbürsten und einer Rotorbürste, die den Sauger mit Schmutz füttert. Der Saugroboter hat einen Durchmesser von 32.5 cm und ist 7.5 cm hoch. Damit kann er auch unter einige Sofas, Schränke und Betten fahren. Er wiegt 2.4 kg, ist aus Kunststoff gefertigt und hat vorne eine grosse, gefederte Stossstange sowie auf der Oberseite mittig ein Bedienfeld mit LC-Display und drei touchempfindlichen Tasten. Dies ist im schwarzen Kreis zu finden. Darüber können die grundlegenden Einstellungen, wie Uhrzeit, Putzmodus und Saugen Ein-/Aus gesteuert werden. Über die Home-Taste kann der Roboter auch immer ganz einfach angewiesen werden, sich zur Ladestation zurück zu begeben. Zudem ist auf der linken Seite ein Ein-/Ausschalter zu finden, der den Staubsauger-Roboter vom Akku abtrennt. Daneben ist ein Anschluss für das Netzteil, so dass der Roboter auch ohne Ladestation direkt geladen werden kann.

Hinten wird der Staubbehälter mit 550 ml Volumen, wahlweise inklusive Wassertank und mit auswechselbarem Bodenlappen, eingehängt. Mit 200 ml Wischwasser ist der Staubbehälter allerdings nur noch 300 ml gross. Der Mikrofaser-Wischlappen ist 26 cm breit und 8 cm hoch. Beide Staubbehälter sind mit einem HEPA-Staubfilter ausgestattet.

Auf der Unterseite sind die zwei austauschbaren, rotierenden Bürsten mit jeweils drei Pinseln aus 6 cm langen Nylonborsten. Dreht man den Roboter um, findet sich hier ausserdem die herausnehmbare, rotierende 15 cm breite Bürste mit Silikon-Lamellen und Nylon-Bürsten. Sie sorgt zusammen mit der Saugfunktion dafür, dass alles, was der Staubsauger-Roboter auf dem Boden findet, im Schmutzbehälter landet. Dass sie herausnehmbar ist, ist nützlich, um sie von Schmutz und beispielsweise langen (Tier-)Haaren zu befreien.

Die beiden gummierten, motorisierten Räder haben einen Durchmesser von jeweils 6 cm und sind gefedert. Als drittes Rad hat der PCR-600 WLAN-Staubsauger-Roboter von PEARL eine frei drehendes Rädchen. Daneben sind die beiden Ladekontakte zu finden.

Zudem sind Sensoren im Gerät, vornehmlich in der Stossstange verbaut, die versuchen, Kollisionen mit Möbeln und Stürze von Treppenstufen zu vermeiden.

 

Die Verarbeitung ist tadellos und lässt nichts zu wünschen übrig. Das Gerät lässt sich einfach reinigen und weil alle Bürsten ab- und herausnehmbar sind, können auch Haare und andere Verschmutzungen problemlos entfernt werden.


Lieferumfang des WLAN-Staubsauger-Roboters

Der WLAN-Staubsauger-Roboter kommt zusammen mit drei HEPA-Filter, wovon zwei in den beiden Schmutzbehältern gleich eingelegt sind, vier rotierenden Pinselbürsten (je eine als Ersatz), zwei Nasswisch-Aufsätzen, einem Schmutzbehälter mit 500 ml Fassungungsvermögen, einem Wasserbehälter für 200 ml Wischwasser und 300 ml Schmutzauffang, einer Ladestation mit passendem Netzteil, Fernbedienung, Reinigungs-Pinsel und deutschsprachiger Anleitung. Ein 2.150 mAh starker Lithium-Ionen Akku ist bereits eingelegt, aber austauschbar, und sorgt für bis zu 100 Minuten Laufzeit. Die Fernbedienung braucht zwei handelsüblichen AAA-Batterien, die nicht mit dabei sind.

Leistungsmerkmale des Saug- und Wisch-Roboters

Der WLAN-Staubsauger-Roboter von PEARL ist dazu gemacht, selbsttätig den Fussboden zu reinigen. Dies kann er entweder nach zuvor einprogrammiertem Zeitplan oder auf Befehl, quasi On-Demand, erledigen. Hierzu kennt der PCR-6000 zwei Saugstufen, wobei die stärkere maximal 65 dB laut wird. Zudem gibt es vier Reinigungsmodi zur Auswahl: Zufalls-, Wand-zu-Wand-, Spot- und Max-Modus. Im ersteren fährt das staubsaugende Riesen-Geisseltierchen mehr oder minder zufällig den ganzen Boden ab und merkt sich, wo schon geputzt wurde. Alle vier Modi können sowohl über das Bedienfeld und die Fernbedienung, als auch über die kostenlos für Android und iOS erhältliche App namens ZauberBot, gewählt und konfiguriert werden. Ebenfalls ist der passende Alexa Skill kostenfrei erhältlich. Für App und Alexa muss der Staubsauger-Roboter mit dem WLAN verbunden werden. Das geschieht per App ziemlich einfach, ist allerdings nur im 2.4 GHz-Frequenzband möglich. Die schnelleren 5 GHz-Netze unterstützt der PCR-6000 von PEARL nicht.

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Zur Integration in Smart Home-Lösungen hat PEARL zudem eine eigene App namens ELESION im Angebot.

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Für die Benutzung der Apps muss man nicht im selben Netzwerk wie der Staubsauger-Roboter sein. Die Fernbedienung jedoch funktioniert nur bei Sichtkontakt. Hat man einen Amazon Alexa-fähigen Smart Speaker, lässt sich der Roboter von PEARL per Alexa Skill auch problemlos per Sprachbefehl steuern.

Navigation und Kartografieren

Der Saugroboter kann bis zu 120 m2 selbstständig erkunden und reinigen. Die zugehörige Karte zeigt er dann in der App an, die sich einfach und intuitiv benutzen lässt. Die Karte jedoch dient einzig und allein der Dokumentation. Es lassen sich hier keine virtuellen Wände einziehen oder Bereiche markieren, wie das bei Staubsauger-Robotern anderer Hersteller, die oftmals ein vielfaches kosten, der Fall ist. Hierfür muss eine separat erhältliche Ultraschall-Schranke eingesetzt werden.

Reinigungsleistung und allgemeiner Eindruck

Warum schafft man sich einen Saugroboter an? Weil man keine Lust hat, ständig selbst mit dem Staubsauger durch die Wohnung zu tigern.

Der Sichler Robotersauger fährt nun also mit seinem 2.150 mAh Akku bis zu 100 Minuten alleine durch die Wohnung, pinselt die Ecken aus, saugt und bürstet. Egal ob Steinböden, Parket, Laminat, Fliesen oder Teppiche: Der WLAN-Staubsauger-Roboter PCR-6000 reinigt alles. Wenn der Akku sich unter zehn Prozent Ladung bewegt, fährt der Saugroboter selbstständig zurück zur Station.

 

Kurzflorige Teppiche kann er dank der Bürste auch problemlos reinigen, sofern sie schwer genug oder befestigt sind und nicht wegrutschen.

Dichtere Heimtextilien, Sisal-Teppiche etwa, schafft er auch mit der Max-Einstellung kaum auch nur annähernd tief von Schmutz zu befreien. Läufer und kleinere Teppiche, etwa im Badezimmer, entfernt man vor dem Saugen am besten kurz. Sowieso ist die Reinigungsleistung des WLAN-Staubsauger-Roboters PCR-6000 am besten, wenn man vorher aufräumt, Stühle weg stellt und grössere sowie kleinere Dinge vom Boden aufnimmt. Kleinere LEGO-Teile etwa saugt er sonst gnadenlos ein. An Papierblättern verschluckt er sich indes gerne mal. Der übliche, alltägliche Schmutz und Staub sowie der Sand, den alle mit kleinen Kindern oder Katzen nur zu gut kennen, bekommt der Saugroboter aber problemlos eingesaugt. Dabei ist der Saug-Roboter erstaunlich leise. Ein handelsüblicher Bodenstaubsauger wirkt beinahe doppelt so laut.

 

Die autonome Navigation des WLAN-Roboter-Staubsaugers funktioniert recht zuverlässig. Selten verirrt sich das Gerät mal unter einem Sessel und findet nicht mehr heraus. Einzig Kabel auf dem Fussboden sind im ein Graus. Diese, wenn sie dünn genug sind, beispielsweise USB-Kabel, wickeln sich gern um die Rotationspinsel und führen zu einem Fehler. Andere Kabel stellen manchmal plötzlich ein Hindernis für den Roboter dar, obschon er zuvor noch drüber gehüpft ist. Allgemein ist der Staubsauger-Roboter erstaunlich geländegängig, wenn man den Ausdruck für die eigenen vier Wände bemühen möchte. Schwellen und Absätze von mehreren Zentimetern sind oftmals kein Problem für den PEARL-Saugroboter, sofern er sie denn exakt frontal anfährt. Doch auch so kann man sich auf den Pseudo-Zufall verlassen und den Roboter einfach mal machen lassen.

Da das Gerät keine sehr ausgeklügelte Navigations-Technik, sondern vielmehr lediglich ein Gyroskop und eine Hand voll Sensoren besitzt, erkennt er Hindernisse wie Tisch- und Stuhlbeine erst, wenn es dagegen stösst. Dann dreht es ab und versucht einen anderen Weg. Das kostet natürlich Zeit. Für ca. 90 m2 braucht der Saug-Roboter gut eine Stunde, somit deutlich länger, als wenn man selbst mit dem handelsüblichen Staubsauger unterwegs wäre.

Sauberkeit

Die Böden sind im Anschluss erstaunlich sauber und auch fast alle Ecken erwischt das Gerät problemlos. Natürlich kommt er nicht in die 5 cm kleine Lücke zwischen Schrank und Wand, die man immer mit dem Staubsaugerrohr von Hand reinigt. Aber ansonsten sind die grossen Flächen der Böden staub-, fussel- und schmutzfrei. Auch unter Sofas und Betten, wenn sie denn mindestens 7.5 cm Abstand zu Boden aufweisen, sind geputzt, was eine enorme Arbeitsersparnis bedeuten kann. Sich immer auf den Boden zu legen, um unter dem Bett auch überall staubsaugen zu können, ist schon ganz schon nervig. Da kann der PEARL WLAN-Staubsauger-Roboter PCR-6000 Sichler Sauger wirklich gute Dienste verrichten.

Aber auch an zugänglichen Stellen ist der WLAN-Saugroboter ein nützlicher Diener.

Wischleistung

Wenn man den kleinen Wassertank aufsetzt und den PEARL WLAN-Staubsauger-Roboter auch noch wischen lässt, entfernt er auf glatten Böden wie Linoleum, Parket, Laminat oder Fliesen etwa, noch mehr Schmutz. Allerdings sollte man sich hier keine Illusionen machen. Weil das Gerät kaum Gewicht und damit wenig Druck mit bringt, sind auch einfach zu reinigende Böden wie Fliesen oder Linoleum nicht wirklich sauber nach dem Roboter-Wischen. Mit dem herkömmlichen Wischmopp nimmt man deutlich mehr Schmutz auf, auch weil der WLAN-Staubsauger und Wisch-Roboter keine Reinigungsmittel haben möchte.

 

Der Schmutzauffang ist übrigens nicht mit Sensoren ausgestattet. Wenn der mit Staub und Flusen gefüllt ist, saugt der Roboter dennoch weiter und stopft hinein, was geht. Er kann, nach circa einer halben Stunde Saug-Zeit, aber einfach von Hand aus dem Gerät genommen, über dem Mülleimer geöffnet und ausgeschüttet werden. Das klappt tadellos und erlaubt es, den Staub und Schmutz ohne lästigen Einweg-Beutel einfach im Hausmüll zu entsorgen.

Preis und Fazit

Den PEARL WLAN-Staubsauger-Roboter PCR-6000 Sichler Sauger gibt es bei PEARL für 289,90 Euro bzw. 389.95 SFr. und auch bei Amazon ist der Saugroboter zu kaufen. Das passende Zubehör, HEPA-Filter, Ersatzbürsten etc. gibt es ebenfalls.

Der WLAN-Staubsauger-Roboter PCR-6000 ist ein sehr interessantes Gadget und verrichtet erstaunlich gute Dienste. Für den vergleichsweise günstigen Preis von unter 300 Euro bzw. 400 SFr. bekommt man einen praktischen Alltags-Helfer, der dank App-Anbindung komfortabel auch von überall auf der Welt bedient werden kann. Die Alexa-Anbindung ist ein willkommenes Plus im Smart Home.

Es saugt und wischt der Saug-Roboter, wo Mutti sonst nur Saugen kann. Ganz nach dem berühmten Sketch von Loriot. Ja, man muss vorher aufräumen und ja, es sind ein paar Einschränkungen zu beachten, aber der Saug- und Wisch-Roboter eignet sich vorzüglich zum regelmässigen, automatischen Saubermachen. Das Gerät selbst lässt sich problemlos reinigen und einsetzen. Toll ist auch, dass er im Normalbetrieb so leise ist, dass er kaum stört. 

 

Einen herkömmlichen Staubsauger empfiehlt sich vielleicht dennoch zusätzlich, aber die tägliche oder zweitägliche Saug-Arbeit im Haushalt kann der beutellose Roboter-Sauger zuverlässig übernehmen. Das Wischen wie gesagt, vermag indes nicht so ganz zu überzeugen. Was auch etwas verwundert ist, dass die Ladestation auch bei voll geladenem Staubsaug-Roboter weiterhin gleichviel Strom verbraucht, wie beim Ladevorgang. Den Roboter als auzuschalten, wenn er voll geladen über Nacht schlafen soll, kann hier auch deutlich Strom sparen.

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