So. 09. April 2017 um 14:50

Review: HomeMatic Funk-Display-Wandtaster und Funk-Statusanzeige mit E-Paper-Display im Vergleich

von Dimitrios Kuckhoff0 Kommentare

Wäre es nicht praktisch beim Verlassen der Wohnung noch offene Fenster oder brennendes Licht mit einem Mal direkt überblicken zu können? Und im besten Fall die Lichter zum Beispiel über einen Taster noch ausschalten zu können? Im weiteren Verlauf des Artikels möchten wir euch zwei HomeMatic Geräte vorstellen, die genau diese Aufgaben erfüllen.

Lieferumfang OLED-Taster und technische Daten

  • Montageplatte
  • 2x doppelseitige Klebestreifen
  • 4x Schrauben 3.0 x 30 mm + Dübel
  • 3x AAA Batterien
  • Bedienungsanleitung in DE und EN
  • 83 x 83 x 18 mm

Lieferumfang E-Paper-Display und technische Daten

  • Wechselrahmen
  • Montageplatte
  • 2x doppelseitige Klebestreifen
  • 2x Schrauben 3.0 x 30 mm + Dübel
  • 2x AAA Batterien
  • Bedienungsanleitung in DE und EN
  • 55 x 19 x 55 mm (ohne Rahmen) 85 x 19 x 85 mm (mit Rahmen)

Design

Der E-Paper-Taster (HM-Dis-EP-WM55) ist ähnlich aufgebaut wie die normalen Wandtaster von HomeMatic, allerdings etwas dicker (18.6 mm und 15.6 mm) und steht dementsprechend etwa 8.6 mm aus der Umrandung heraus (gegenüber 5.6 mm beim normalen Wandtaster). Mit den Massen von 55 x 55 mm lässt sich dieser wunderbar in vorhandene Schalterserien wie zum Beispiel von Gira integrieren. Der OLED-Taster (HM-PB-4Dis-WM-2) hingegen hat keinen abnehmbaren Rahmen, sondern ist eine Einheit. Im direkten Vergleich ist die weisse Farbe des Funk-Display-Wandtaster etwas dunkler. Inklusive Displayumrandung ist dieser knapp 82 mm breit sowie hoch und damit etwa 1 mm breiter / höher als die anderen Taster. Dadurch lässt sich das Gerät leider nicht perfekt in vorhandene Schalterleisten integrieren. Das reine Display ist beim E-Paper-Display etwa 27 mm x 27 mm (je 24.5 mm nutzbar) und beim OLED mit 29.5 mm x 29.5 mm (je 27.5 mm nutzbar) etwas grösser.

 

Uns ist positiv aufgefallen, dass beide HomeMatic Displays aus jedem Winkel gut ablesbar sind. Beim OLED-Taster befindet sich vor dem Display ein raues Schutzglas, wodurch das Schriftbild leider leicht unscharf und verwaschen wirkt, was sich bei steileren Blickwinkeln noch verstärkt (auf den Fotos sieht dies jedoch dramatischer aus, als in der Realität). Die Auflösung ist bei beiden Geräten ausreichend. Man erkennt zwar einzelne Pixel, aber das stört bei dem Anwendungsfall in unseren Augen nicht. Bei Sonneneinstrahlung hingegen ist das OLED-Display kaum noch zu erkennen, das E-Paper-Display hingegen perfekt ablesbar. Des Weiteren kann es in den Einstellungen invertiert werden, wodurch der Hintergrund dann dunkel und die Schrift hell ist, die Standardeinstellung ist aber subjektiv angenehmer abzulesen.

Laufzeit, Hintergrundbeleuchtung und Ablesbarkeit

Hersteller eQ-3 gibt die Laufzeit beim E-Paper-Taster mit einem Jahr, beim OLED-Taster mit zwei Jahren an. Technologiebedingt benötigt das E-Paper-Display keinen Strom für das Anzeigen des Textes, weswegen dieser immer sichtbar ist. Allerdings hat es keine Beleuchtung, wodurch ein Ablesen bei Dunkelheit oft nur mit einer externen Lichtquelle möglich ist. Das OLED-Display ist im Normalzustand ausgeschaltet und zeigt erst etwas an, wenn man eine Taste drückt (oder durch ein CCU Programm drücken lässt). Erst wenn es aktiviert ist, kann man die Tasten nutzen, um Aktionen auszuführen. Nach 10 Sekunden (einstellbar zwischen 1 und 99 Sekunden) geht das Display wieder aus.

Programmierung der HomeMatic Taster

Die Programmierung der beiden Geräte ist etwas aufwendiger. Man kann die Devices direkt an das OLED-Display per Direktverknüpfung anlernen oder über die Zentrale die Einstellungen vornehmen. Der Taster hat 20 Kanäle (10 Positionen mit je 2 Tasten). Über die Zentrale kann man jede Taste und Position mit 2 Zeilen Text mit je 12 Zeichen belegen, insgesamt also 4 Zeilen pro Position. Dabei ist etwas verwirrend, dass man z.B. für ein “Ö” eine “#” eingeben muss oder ein “>” für “?”. Was man wofür eingeben muss, steht aber neben den Eingabefeldern.

 

Das E-Paper-Display hat 5 Zeilen mit je 12 Zeichen, wobei die 1. und 5. Zeile für die Tasterbeschriftung (zum Beispiel ein und aus) genutzt und nur über die Einstellungen gesetzt werden können. Die anderen 3 Zeilen kann man über Programme frei belegen und ausschliesslich sich für 1 von 9 Symbolen dahinter entscheiden. Ist das Licht also eingeschaltet, würde hier das entsprechende Symbol zur Verfügung stehen. 10 Texte sind in den Einstellungen dafür hinterlegbar. Das ist sinnvoll, wenn man den Text aus vorherigem Beispiel in mehreren Programmen nutzen will und bei einer Änderung nicht jedes Programm einzeln anpassen muss. Es wird beim Aktualisieren nur die jeweilige Zeile beschrieben und nicht das komplette Display, was dem Akkuverbrauch zugutekommt. Auch beim E-Paper-Display gelten die Zeichenvorgaben wie beim OLED-Display.

Aktualisierung der Anzeigen

Änderungen, die am OLED-Taster vorgenommen wurden, werden erst bei Tastendruck von der Zentrale abgeholt und dargestellt. Das E-Paper-Display aktualisiert sich selbständig. Anstatt alle 3 Zeilen mit Statusanzeigen in ein Programm zu packen, kann man auch das Display per Script beschreiben. Dafür dient folgendes Szenario: Die ausgelesenen Temperaturen der Wandthermostate oder auch den Stromverbrauch einzelner oder aller Funksteckdosen werden vereinfacht dargestellt. Möglich ist die Anzeige ob einzelne Haushaltsgeräte (zum Beispiel der Fernseher oder Backofen) laufen, dessen Stromverbrauch über Schwellwerte bestimmt werden.

 

Kann man das OLED-Display auch ohne Zentrale mit Geräten verknüpfen? Ja, allerdings ist die Zuordnung, Benennung, Einstellung und Programmierung mit den 4 Tasten eher umständlich. Bei beiden Geräten ist Kanal 1 unten und Kanal 2 oben, was für die erste Benutzung vielleicht verwirrend sein mag. Wenn man das aber weiss, kann man sie entsprechend benennen und ist dann auf der sicheren Seite.

Fazit und Preis

Die beiden Geräte haben komplett unterschiedliche Anwendungsfälle. Der Homematic Funk-Display-Wandtaster (ca. 96 Euro) kann im Grunde genommen die ganze Wohnung mit nur einem Taster steuern. Die Funk-Statusanzeige mit E-Paper-Display (ca. 96 Euro) hingegen ist zum Beispiel im Flur – bevor man die Wohnung verlässt – optimal. Eine Kaufentscheidung ist entsprechend individuell vom “Use-Case” abhängig.

 

Bei uns liegt der OLED-Taster nun auf dem Wohnzimmertisch und wir können damit verschiedene Lichter an- bzw. ausschalten. Das E-Paper-Display hängt neben der Tür und zeigt den Status des Dachfensters, der Haushaltsgeräte und der Alarmanlage an und bereitet auf Knopfdruck das Verlassen der Wohnung vor (wie im Keymatic Artikel erwähnt). 

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen