Di. 25. Juli 2017 um 14:06

Review: Huawei Nova im Test – Der edle Dauerrenner aus der Mittelschicht

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Der Marktstart des Gerätes war schon im September 2016. Ebenso wie auf dem Mobile-Markt ging das Telefon auch bei uns leider ein wenig unter. Doch wie sagt man so schön: Besser spät als nie! Ausserdem bietet sich das Gerät hervorragend als Testeinstieg für PocketPCs Neuzugang Sebastian Mauch an (jeder fängt einmal an). Immerhin ist der Preis mittlerweile schon etwas gesunken, was das Huawei Nova umso interessanter macht. Warum das so ist, klären wir im nachfolgenden Test. Viel Spass beim Stöbern!

Inhaltsverzeichnis

“Oh, hast du neuerdings ein iPhone?”

Schwacher Prozessor, aber grosse Leistung

Kleines, scharfes FullHD-Display mit mässigem Blickwinkel

Gute Kamera und ein Akku der Seinesgleichen sucht

EMUI: Ein Geschenk für iPhone-Interessierte

Fazit: Keine Supernova, aber trotzdem ein heller Stern in der Smartphone-Mittelklasse

“Oh, hast du neuerdings ein iPhone?”

So wie die Überschrift klangen auch nicht selten die Nachfragen von Bekannten. In der Tat hat die äussere Erscheinung etwas von einem iPhone. Das hat vielerlei Gründe. Zum Beispiel wirkt die Front aus Glas in Kombination mit dem Aluminium-Unibody wie aus einem Guss. Alles ist ohne Makel verarbeitet und wirkt daher sehr edel – Eigenschaften für die vor allem Apple-Geräte bekannt sind. Lediglich der unter dem Bildschirm platzierte Huawei-Schriftzug holt einen dann in die Realität zurück. Ebenfalls nicht selten kam der Kommentar: “Ist das nicht so eine Billigmarke aus China?”. Da hilft nur ein wenig Aufklärung, dass man es hier mit dem mittlerweile drittgrössten Smartphone-Hersteller der Welt zu tun hat. Ein genauerer Blick auf das Gerät beseitigte dann auch beim letzten Skeptiker alle Zweifel.

 

Das Display ist an der Vorderseite komplett aus Glas und weist abgerundete Kanten auf, die in eine Einfassung aus Kunststoff münden und direkt mit der geschliffenen, aber nicht scharfen Kante des Gehäuses verschmelzen. Oberhalb des FullHD-Displays sitzt eine Selfie-Kamera, die gut versteckte Sensorik für Helligkeit und Annäherung, sowie der Lautsprecher zum Telefonieren. Im Gegensatz zu anderen Herstellern hat es Huawei beim Nova allerdings versäumt, die freien Räume neben dem Logo als kapazitive Tasten für den Zurück- und Menübutton zu verwenden. Diese Funktionen obliegen also der Navigationsleiste von Android.

 

An der linken Seite befindet sich der per Nadel zu öffnende Einschub für die SIM-Karten. Betreibt man das Nova nicht mit zwei SIMs, kann man den zweiten Sockel auch mit einer microSD mit bis zu 256 Gigabyte bestücken. Davon muss man leider auch recht zeitig Gebrauch machen, da der interne Speicher mit seinen 32 Gigabyte recht knapp bemessen ist. An der Oberseite des Geräts findet man den Anschluss für Kopfhörer via 3.5mm-Klinke sowie das obere Mikrofon. Rechts findet sich die Lautstärkewippe und die Standby-Taste. Bei Tasten haben einen strammen Druckpunkt, was sich sehr wertig anfühlt. Der Powerbutton ist sogar ringsherum rot eloxiert. Das mag zwar den einen oder anderen anfangs irritieren, es stellt sich aber im Laufe der Zeit als nettes optisches Gimmick heraus. An der Unterseite erblickt man neben dem USB Typ-C-Port auch die übergrosse Lautsprecheröffnung. Die Öffnungen sind aber dermassen grosszügig ausgefräst, dass man dort besser kein Spritzwasser hingelangen lassen sollte.


Damit wären die Vorderseite und die Ränder schon mal abgehakt, doch was verbirgt sich auf dem Rücken des Huawei Nova? Neben dem üblichen Prüfsiegel-Unrat versteckt sich dort der teils launische, aber meistens sehr verlässliche Fingerabdrucksensor. In, sagen wir mal, 99 Prozent der Fälle entsperrt der kleine Leser zuverlässig und extrem flott das Gerät. Ganz selten, etwa bei schmutzigen oder auch nassen Händen, zickt der Sensor aber rum und entsperrt auch nach fünf Versuchen nicht. Darüber wechselt das Design in einen dunklen, verglasten Kamerabereich. Die Knipse selbst erörtern wir später noch im Detail. Gesagt sei aber, dass der Bildsensor und der LED-Blitz im Gerät versenkt wurden und somit keinen wackeligen Buckel aufweisen.

 

Soviel zum sichtbaren Schnickschnack am Gehäuse. Dieses hat übrigens die Masse 141.2 x 69.1 x 7.1 Millimeter und wiegt knapp 150 Gramm. Damit ist das Nova echt leicht und liegt ziemlich gut in der Hand. Dank der rauen Rückseite sind Fingerabdrücke zwar sichtbar, aber das auch nur wenn man das Telefon ins falsche Licht dreht.

Schwacher Prozessor, aber grosse Leistung

Bei Fussball sagt man: Was zählt ist auf dem Platz. Das heisst die Spezifikationen können noch so gut oder schlecht sein und doch zählt letztlich nur die reine User Experience. Bevor wir auf die gefühlte und gemessene Performance zu sprechen kommen, hier zunächst ein paar Eckdaten des Huawei Nova. Verbaut ist ein 5 Zoll Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Die Inhalte dafür berechnet das Midrange SoC Snapdragon 625 von Qualcomm. Unterstützt wird der Prozessor von 3 Gigabyte Arbeitsspeicher und für grafikintensive Aufgabe zeichnet sich eine Adreno 506-Einheit verantwortlich. In Sachen Funktechnik ist natürlich auch LTE der Kategorie 6 vertreten, womit sich maximal 300 Mbit pro Sekunde übertragen lassen. Vom WLAN-Standard 802.11 ac findet sich hier allerdings leider keine Spur.

 

Zugegeben, das klingt mal so gar nicht leistungsstark, und das ist es auch nicht. Da es sich hier aber um ein FullHD-HD-Display handelt, werden die UI und Anwendungen trotzdem ziemlich souverän befeuert. In der recht gewöhnungsbedürftigen, aber dennoch sehr komfortablen EMUI 4.1-Umgebung konnten wir im Test so gut wie nie Stotterer oder ähnliches feststellen. Auch beim Öffnen vieler Apps kommt man mit dem noch heute recht gut dimensionierten Arbeitsspeicher von 3 Gigabyte nie wirklich in die Bredouille. Apps starten schnell lassen sich zügig wechseln. Beim Start von Pokémon GO brauchte unser Testgerät etwa kaum länger als aktuelle Flaggschiffe. Wo wir schon bei Spielen sind: Auch in Grafikböllern wie Real Racing 3 oder einem aktuellen Modern Combat läuft alles ruckelfrei, wohl aber mit reduzierten Details. Wirklich grafikintensive Boliden wie Galaxy on Fire 3 – Manticore sind hingegen gar nicht erst mit der schwachen Adreno 506 kompatibel.

 

In Benchmarks festigt sich der Testeindruck aus der Praxis noch einmal. In Geekbench 4 schaffte das Nova immerhin einen Multicore-Wert von 2947. Damit ordnet sich das Gerät in Sachen Rechenleistung knapp unter einem Galaxy Note 4 mit Snapdragon 805 ein. In Sachen Singlecore-Leistung landet das Huawei-Smartphone noch ein Stückchen tiefer und misst sich mit Kollegen wie dem recht betagten LG Nexus 5. Weiterhin musste sich das Nova auch AnTuTu stellen, wo es einen Score von 62832 erreichte. Interessant wurde es im AnTuTu Stresstest. In einer Zeitspanne von 15 Minuten wurde dort die CPU voll belastet, drosselte aber in nur zwei kurzen Fällen auf circa 40 Prozent der Leistung. Den Rest der Zeit lief der Prozessor mit 90 Prozent und mehr seiner Leistung. Der Grafiktest in 3DMark fiel erwartungsgemäss eher dürftig aus. Alle Ergebnisse findet ihr auch noch mal unten in der Bilderliste.

 

Trotz dass das Gerät in diesen vier Tests bis an die Grenzen belastet wurde – auch über längere Zeit – , wurde der Aluminiumrücken nicht einmal lauwarm. Nur beim ultimativen Pokémon GO-Test konnte man ein wenig Hitze spüren, was aber kaum der Rede wert ist.

Kleines, scharfes FullHD-Panel mit mässigem Blickwinkel

Wie bereits erwähnt misst der Bildschirm des Nova relativ schlanke 5 Zoll und löst mit 1080p auf. Das sorgt für eine knackig scharfe Darstellung mit einer Pixeldichte von etwa 441 ppi. Von vorn betrachtet wirkt das Panel echt ansehnlich: Farben werden ausreichend knackig dargestellt und wirkliche Pixeltreppen waren nicht zu finden, es sei denn man verwendet eine Lupe.

 

Obwohl wir es hier mit einem IPS LCD zu tun haben, glänzt das Nova nicht gerade mit guter Blickwinkelstabilität. Schon bei geringer Neigung dunkelt das Bild stark ab, die Farbdarstellung bleibt aber relativ gleichmässig. Auch was feine Abstufungen bei Farbtönen angeht schwächelt das Panel etwas. In der Praxis schaut man aber ohnehin zu geschätzt 99 Prozent frontal auf das Display, und aus dieser Perspektive kann sich das Gebotene echt sehen lassen. Auch der Helligkeitsregler liefert ordentlich ab. Auf minimaler Einstellung ist der Bildschirm so dunkel, dass er in ebenfalls dunkler Umgebung nicht störend blendet. Lediglich die maximale Helligkeit könnte etwas grosszügiger sein. Das bedeutet aber keineswegs, dass das Nova nicht leuchtstark ist.

 

Die seitlichen Ränder des Displays sind nicht selbst abgerundet. Direkt am Rand des Bildschirms weist jedoch das Deckglas der Front leichte Rundungen auf, wodurch man auch hervorragend Inhalte wie Menüs von der Seite her “aufswipen” kann.

Das Display gibt Inhalte knackig und farbefroh wieder, lediglich von der Seite dunkelt das Display unfreiwillig ab.

Gute Kamera und ein Akku der Seinesgleichen sucht

Eines der grössten Probleme moderner Smartphones ist immer wieder der Energiespeicher. Im Huawei Nova hat dieser eine Kapazität von 3’020 mAh. Das mag nun nach heutigen Massstäben nicht utopisch wirken, in Hinblick auf die sparsame Hardware und das “Nur-FullHD-Display” sorgt dieses kleine Monster aber für eine ziemlich solide Laufzeit. Schon als das Nova vorgestellt wurde warb der Hersteller, man könne mit diesem Modell einen ganz Tag lang ohne Powerbank Pokémon GO daddeln. Trotz des Hardware-Hungers, dem GPS und dem ständig eingeschalteten Display konnte unser Test diese Aussage durchaus bestätigen. Auch Power-User kommen mit dem Nova mehr als entspannt über den Tag. Nutzt man das Gerät sogar nur zum Musik hören oder Mails checken, kommt man sogar locker zwei, wenn nicht sogar drei, Tage ohne Stromquelle aus. Auch in dieser Hinsicht braucht sich das kleine Mittelklasse-Biest nicht zu verstecken.

 

Kameras zu bewerten stellt sich mitunter oft als die grösste Herausforderung beim Test eines Smartphones dar. Mittlerweile sind die Knipsen nämlich fast allesamt so gut, dass sich die Spreu nicht mehr unbedingt vom Weizen trennt. Der Hauptsensor des Nova nimmt Bilder mit maximal 12 Megapixel auf und erlaubt Videoaufnahmen in 4K mit 30 FPS. Die Blende liegt bei f/2.2. Scharf gestellt wird per Autofokus und Phasenvergleich, auch ein einzelner LED-Blitz und HDR sind mit an Bord. Die Frontkamera nimmt immerhin 8 Megapixel auf und hat einen festen Fokuspunkt.

 

Bei Tageslicht können sich Bildaufnahmen auch ohne viel Feintuning durchaus sehen lassen. Farben werden lebhaft eingefangen, Rauschen gibt es wenig-  dafür aber bei dunklen Umgebungen umso mehr. Als Wegbegleiter für Schnappschüsse unterwegs eignet sich das Nova also auf ganzer Linie. Aufnahmen mit Blitz und bei schummrigem Licht bekommt aber auch dieses Smartphone mit Standardkamera nicht recht gestemmt. Videoaufnahmen sind ebenfalls sehr gut machbar. Bis zu einer Auflösung von 1080p kann man Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen, wobei das Bild dank dem Stabilisator nur wenig verwackelt. 4K-Aufnahmen sind wie schon erwähnt möglich, jedoch nur mit halbierter Bildrate und ohne den praktischen Bildstabilisator. Ausserdem sind Aufnahmen mit 2160p auf 10 Minuten begrenzt.

Über die Selfie-Kamera muss man nicht allzu viele Worte verlieren, da sich diese auch eher im durchschnittlichen Bereich ansiedelt. Neben puren Leistungsdaten spielt aber natürlich auch die Kamera-App eine nicht unwichtige Rolle. Die Bedienung in der minimalistisch gehaltenen Anwendung ist unkompliziert und zielführend. Wichtige Funktionen sind schnell gefunden und in den Einstellungen lassen sich elementare Grundparameter festlegen. Per Swipe in der Oberfläche kann man zwischen verschiedenen Modi hin- und herschalten. Neben Foto und Video findet man dort auch den Zeitraffer sowie zwei “Spielmodi”. In “Lichtmalerei” wird Licht länger eingefangen, wodurch man etwa mit einer Taschenlampe sichtbare Spuren im Foto aufzeichnen kann. Bei Modus “Verschönern” kann man etwa on-the-fly Effekte wie Weichzeichner und einen Farbabgleich anwenden.

 

Wechselt man zur Frontkamera, hat man statt der Lichtmalerei den Modus “Make-up” zur Auswahl. Dieser legt anhand zahlreicher Presets direkt etwas Schminke auf die Haut. Ein witziges Feature, das sich aber wohl eher an die Damenwelt richten dürfte, was wohl auch der Grund war, dass ein Model zur Vorstellung des Nova über 20 Minuten über die Selfie-Kamera und das perfekte Selfie redete. Davon ab lassen sich über das Menü auch der Profi-Modus, die Zeitlupe und andere Spielereien aktivieren. Man kann also ab Werk ohne zusätzliche Apps schon allerlei mit den Kameras des Huawei Nova anstellen.

EMUI: Ein Geschenk für iPhone-Interessierte

Viele Android-Nutzer_innen schielen hier und da auch schon mal etwas neidisch auf die iPhone-Fraktion. Zwar ist iOS in vielerlei Hinsicht etwas restriktiver, doch glänzt die Konkurrenz dafür mit einer komfortablen und stets butterweichen Benutzeroberfläche. Huaweis Android-Aufsatz namens EMUI ist dafür bekannt, sich genau daran zu orientieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man hat wie beim iPhone keinen App-Drawer, durch Ordner lassen sich Apps aber trotzdem recht gut organisieren. Löscht man Apps vom Homescreen, werden diese auch direkt vom Gerät entfernt. Mit EMUI 5 und Android 7 Nougat kommt zwar ein optionaler App-Drawer hinzu, jedoch gehörte unser Testgerät leider nicht zu den für ein Update auserwählten Geräten. Obwohl das Update auf Android 7 schon seit Anfang des Jahres ausgerollt wird, kam dieses leider bis heute bei einigen Gerätegruppen noch immer nicht an.

 

Als kleiner Trost ist EMUI aber auch in der Version 4.1 der reinste Segen. Die Optik der Symbole, die Notification Bar, die Menüs, alles fühlt sich irgendwie an wie auf einem iPhone. Auch Ruckler oder grössere Aussetzer wie Neustarts kamen nur höchst selten vor. Wem das Standardaussehen nicht taugt, der kann auch bequem andere Themes aus der mitgelieferten App auswählen. Auch Spielereien wie Widgets und Homescreen-Übergänge lassen sich bequem konfigurieren. Neben den üblichen Funktionen wie dem Taschenrechner und ähnlichem, liefert Huawei auch die Support-App HiCare mit. Dazu gesellen sich weitere praktische Vertreter wie ein Dateibrowser und sogar ein FM-Radio. Gerade Letzteres wurde heutzutage viel zu selten mitgeliefert oder überhaupt vom Gerät unterstützt. Wer ein Headset anschliesst kann also jederzeit bequem Radio hören.

Natürlich ist auch EMUI nicht perfekt, darum zählen wir der Fairness halber auch mal ein paar Schwachpunkte auf. Etwa bei den Schnelleinstellungen: Dort lassen sich zwar die angezeigten neun Zugriffe frei belegen, allerdings liessen sich nicht mehr einstellen. Man kann zwar ein wenig scrollen, findet dann aber lediglich den Button “Bearbeiten”. Gerade für Leute die viel damit arbeiten, wird oft der Umweg ins Hauptmenü fällig. Auch beim Schliessen von Apps in der App-Übersicht könnte die Oberfläche etwas responsiver sein.

 

Letzer Kritikpunkt sind die Notifications im Sperrbildschirm. Diese lassen sich nur nach rechts wischen. Tut man dies, will sich das Gerät allerdings entsperren und den jeweiligen Inhalt anzeigen. Schnell mal Benachrichtigungen wegwischen ist also nicht drin und man muss das Gerät entsperren um der Benachrichtigungs-LED den Garaus zu machen. Mit all diesen kleinen Macken lernt man jedoch schnell umzugehen. Alles in allem ist die Usability des Nova somit auf einem vorbildlich hohem Niveau. Natürlich alles auf Basis von EMUI 4.1 bzw. Android 6.0.

Fazit: Keine Supernova, aber trotzdem ein heller Stern in der Smartphone-Mittelklasse

Zum Marktstart im Oktober 2016 bot Huawei das Nova für etwa 350 Euro in Europa an. Heute muss man für das Gerät in diversen Farbvarianten knapp 100 Euro weniger löhnen. Für diesen Preis gibt es zwar teilweise schon mehr Leistung und generell bessere Ausstattung, in Sachen User Experience und Design ist Huawei allerdings unserer Meinung nach in der Mittelklasse ungeschlagen. Es erscheint einfach so wertig und wie aus einem Guss, dass viele Leute es auf den ersten Blick für ein 700 Euro-iPhone halten. Die Hardware ist insgesamt zwar etwas schwach, das macht sich in der Praxis jedoch so gut wie nie bemerkbar. Rechnet man die absurd lange Laufzeit und die tolle EMUI-Oberfläche hinzu, bekommt man für sein Geld auf jeden Fall etwas geboten. Lediglich kleinere Mängel in der Bedienung und das fehlende WLAN-ac fallen negativ auf.

 

Wer jedoch gründlich mitgelesen hat, wird festgestellt haben, dass das Positive beim Huawei Nova mehr als überwiegt. Hier ist also ein nahezu perfekter Kompromiss aus Langlebigkeit, Leistung und Lifestyle gelungen. Bis auf wenige Ausnahmen ist auch die neueste Android-Version 7.0 mit an Bord und auch Foto- und Videoaufnahmen sind im oberen Durchschnitt angesiedelt. Summa summarum können wir für das Nova also eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für all jene aussprechen, die ein edles, handliches Gerät suchen, welches für einen Androiden so nah wie möglich an ein iPhone heranrückt. Vor allem Umstiegswillige von iPhone-Geräten würden sich in der EMUI-Oberfläche schnell heimisch fühlen.

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