Sa. 10. Juni 2017 um 17:20

Review: HP Sprocket Smartphone Drucker

von Stefan Landolt0 Kommentare

Die kompakte Smartphone Drucker von HP  bietet dieselben Vorteile, wie früher die Digitalkameras verglichen mit analogen Kameras. Die Bilder können vor dem Ausdrucken noch angeschaut und in der App bearbeitet werden. So können zum Beispiel individuelle Rahmen oder Sticker auf dem Bild hinzugefügt werden.

 


Lieferumfang und Hardware

Der Drucker von HP funktioniert mit der ZINK Drucktechnologie, einem Thermosublimationsverfahren. Hierfür werden die Farben nicht aus Tinten oder Tonern auf das Papier aufgetragen, sondern befinden sich schon im Papier. Durch unterschiedliche lange und warme thermische Impulse werden die Farbpigmente aktiviert. Die Technologie gehört aktuell ZINK Imaging, einer Tochterfirma von Polaroid und wird an verschiedene Hersteller lizenziert. Drucker mit ZINK sind aktuell von Polaroid, HP, Prynt, LG und Lifeprint erhältlich.

 

Durch diese Technologie können die Drucker sehr klein gebaut werden und es müssen keine zusätzlichen Tintenpatronen gekauft werden. Die Fotos sollen laut Hersteller langlebig, farbecht und wasserfest sein.

 

Was erst beim Lesen der Eigenschaften auffällt, ist, dass das Fotopapier standardmässig eine Kleberückseite hat und so gleich als Sticker verwendet werden kann. 

Design

Der Drucker ist kompakt gebaut und braucht für den mobilen Einsatz, ausser vielleicht Ersatzpapier, kein weiteres Zubehör. Nach Wunsch kann an dem Drucker eine Trageschlaufe angebracht werden, welche aber nicht im Lieferumfang enthalten ist.

 

Zum Einsetzen der Fotopapiere wird auf der Oberseite des Druckers der Deckel weggeschoben und entfernt. Leider kann das auch in der Tasche passieren und die Fotopapiere können herausfallen. Um den Drucker und die glänzende Oberfläche etwas zu schützen, macht es aber sicher Sinn, diesen in einer Schutzhülle zu transportieren.

Lieferumfang

Der Drucker wird in einer kleinen Schachtel mit folgendem Zubehör geliefert.

  • Drucker
  • Installationskarte
  • ZINK-Fotopapier (10 Stück)
  • Micro-USB-Ladekabel

Da nur zehn Fotopapiere beiliegen, empfiehlt es sich, gleich noch weitere dazu zu kaufen. Ein Ladegerät liegt dem Drucker keines bei, jedoch kann dieser mit dem mitgelieferten USB Kabel geladen werden.

 

Der Drucker wiegt rund 170 Gramm und misst 11.60 x 7.50 x 2.3 cm. Somit findet der Drucker auch mal in einer Jackentasche Platz und kann gut mitgenommen werden.

App

In beiden App Stores hat die HP Sprocket App gute Bewertungen und auch unser Eindruck ist sehr positiv. In der App sieht man schnell, ob der Drucker verbunden ist und wie viel der Akkustand gerade beträgt. Zudem kann man ein paar Einstellungen machen und Onlinedienste anbinden. Falls mal das Papier ausgehen sollte, kann man dieses direkt aus der App bestellen.

 

Standardmässig bietet der Drucker eine automatische Abschaltung. Diese kann auf 3, 5, 10 oder niemals eingestellt werden. Wenn man also oft nur ein zwei Fotos druckt kann diese niedrig eingestellt werden. Auf Events macht es sicher Sinn, den Drucker nie automatisch auszuschalten.

 

Die wichtigste Funktion der App, nämlich Fotos zu drucken, ist einfach gelöst und die verschiedenen Onlinedienste sind einfach zugänglich. Bei der Bildbearbeitung könnte es noch etwas mehr Möglichkeiten geben, den Bildauschnitt zu bearbeiten und auch hochformatige Bilder einfach zu drehen. Teilweise hat das funktioniert, teilweise nicht. Auch sonst gibt es zur Bildbearbeitung sicher bessere Tools.

 

Selten hat die App kurz gestockt und das Laden der Camera Roll bei zu nervösem Drücken auf und gleich wieder zu gemacht.

Was zudem etwas schade ist, dass man nicht sieht, wie viel Papier noch im Drucker ist. Erst wenn dieser leer ist, erhält man eine Nachricht und der Drucker blinkt kurz rot. Der Status in der Statusübersicht bleibt trotzdem grün.

HP Sprocket
HP Sprocket
Entwickler: HP Inc.
Preis: Kostenlos

 

HP Sprocket
HP Sprocket
Entwickler: HP Inc.
Preis: Kostenlos

Funktionalität und Qualität

Die Bedienung des Druckers ist sehr einfach gestaltet. Zwischen verbinden des Druckers über Bluetooth bis zum ersten fertigen Bild vergehen nur ein paar Minuten. Vorausgesetzt man hat die Sprocket App schon installiert und das Papier ist schon im Drucker.

 

Der Drucker ist mit einer Druckgeschwindigkeit von rund 30 Sekunden pro Bild sicher nicht der schnellste, es kommt aber ein wenig das Sofortbildfeeling auf, da man bei solchen Kameras auch etwas Geduld haben muss.

 

Falls man gleich mehrere Fotos drucken möchte kann man mehrere miteinander auswählen, nach Wunsch einzeln bearbeiten und dann die Bilder in einer Druckerwarteschlange nacheinander drucken zu lassen. Nach maximal zehn Bildern muss aber natürlich neues Papier nachgelegt werden. Das Papier hat das Format 5 x 7.6 cm (2 x 3 Zoll) und kann direkt als Sticker genutzt werden.

 

Die Druckqualität vermag nicht wirklich zu überzeugen. Für das Format aber nicht weiter schlimm, obwohl mir persönlich die Fotos aus Sofortbildkameras viel besser gefallen.

 

Die Bilder haben alle ganz feine Streifen wie in der folgenden Fotostrecke zu sehen sind. In der Fotostrecke kommt immer zuerst das gedruckte Bild und dann das Originalbild zum Vergleich. Auch in der Farbe sind die Bilder etwas blass. Auch bei Bildern, die im Original viel Farbe haben.

 

Nebst den feinen Streifen gibt es oft einen kleinen unbedruckten Rand auf einer Seite, da das Papier im Drucker etwas lose liegt. Mit einem in der App hinzugefügten Rahmen fällt das aber nicht weiter auf.  

Preis

Der Drucker selbst kostet je nach Anbieter um die 150 SFr. bzw. Euro und kann in zwei verschiedenen Farben bestellt werden. Zum einen in der getesteten Farbkombination Weiss / Bronze und zum anderen in Schwarz / Silber. Bei melectronics beispielsweise ist der HP Sprocket Smartphone Drucker  bis zum 19.06.17 im Angebot und schon für 149.- SFr. zu bekommen, statt der UVP von 159.- SFr. Amazon verkauft den HP Sprocket derzeit für 109,99 Euro statt 139,- Euro.

 

HP Sprocket

 

Das Ersatzpapier ist in 20er-Packungen erhältlich und kostet zwischen 13 und 20 SFr. bzw. Euro. Verglichen mit dem Papier für Sofortbildkameras mit einem Preis von 0.60 bis 1 SFr. / Papier etwas günstiger , aber auch das ist natürlich anbieterabhängig.

Fazit

Persönlich finde ich Sofortbildkameras wie die Instax Mini 8 sympathischer. Die Bilder sind zufälliger und lebendiger. Auch farblich mögen diese mehr zu überzeugen.

Da in dem kleinen Format die Farbe und die Bildqualität aber meistens nicht so eine wichtige Rolle spielt, würde ich den Drucker für Hochzeiten oder andere Events aber sicher empfehlen, um beispielsweise jedem ein persönliches Foto geben zu können.

 

Der Drucker wurde freundlicherweise von Melectronics für einen ausführlichen Test zur Verfügung gestellt.

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