Fr. 06. April 2018 um 13:52

Review: HomeMatic Funk-Kombisensor im Test

von Dimitrios Kuckhoff0 Kommentare

Bei einem Regenschauer vom Smart Home System gewarnt werden, wenn die Balkontür oder das Dachfenster noch offen sind? Kein Problem… zumindest für das hier getestete HomeMatic Funk-Kombisensor HM-WDS100-C6-O-2. Wir haben uns das Smart Home Gadget einmal genauer angeschaut.


Review: HomeMatic Funk-Kombisensor im Test

Lieferumfang

  • Stange, geteilt in 3 Teile
  • Wetterstationsbasis
  • Windmesser
  • Regenauffangbehälter
  • Windrichtungsmesser
  • 3 AA-Batterien
  • Inbusschlüssel
  • Betriebsanleitung

Aufbau

Der Zusammenbau der Wetterstation gestaltet sich einfach und ist anhand der bebilderten Anleitung in etwa 15 Minuten erledigt. Nachdem der Funk-Kombisensor z. B. im Garten oder Balkon fertig aufgebaut und montiert ist, muss man den Windrichtungssensor einmal Richtung Norden ausrichten, um ihn mit einem Tastendruck zu kalibrieren. Nachdem man ihn anschliessend mit der CCU gekoppelt hat, kann man auch die gemessenen Wetterdaten in der CCU-Oberfläche ablesen.

Welche Messungen erfasst der Funk-Kombisensor?

Folgende Messdaten werden erfasst:

  • Temperatur
  • Relative Luftfeuchte
  • Regen/Kein Regen
  • Regenmenge
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Windrichtung Schwankungsbreite
  • Sonnenscheindauer
  • Helligkeit (relativ)
  • Regen heute
  • Regen gestern

Die letzten beiden Werte werden dabei über systeminterne Programme auf der CCU errechnet und lokale Systemvariablen gespeichert. Dabei wird das Programm zur Berechnung des heutigen und gestrigen Regens im Standard um 07:30 Uhr ausgeführt. Eine Anpassung dieser Uhrzeit kann bei Bedarf in der CCU-Oberfläche eingegeben werden.

Anzeige von Daten und interessanten Informationen

An dem Funk-Kombisensor selbst können keinerlei Daten abgelesen werden. Im Zusammenspiel mit weiteren HomeMatic Komponenten wäre z. B. folgendes Szenario möglich: Die Temperatur, Windgeschwindigkeit und der Regen-Status auf dem ePaper-Display im Flur anzuzeigen.

 

Um die Batterien des ePaper-Displays nicht unnötig zu strapazieren, wird das Display nur beim Verlassen der Wohnung aktualisiert. Ein eigenes Display neben der Balkontür, auf Basis eines ESP8266 Microcontrollers, zeigt die gleichen Daten und zusätzlich noch die Regenmenge an. Diese werden alle 30 Sekunden über die XML-API aus der CCU ausgelesen. Das Gerät wird in diesem Fall mit Dauerstrom versorgt, ein Akku wäre nach kürzester Zeit leer.

Wenn es anfängt zu regnen und die Balkontür oder das Dachfenster offen sind, wird eine optische Warnung ausgegeben, indem sich die Deckenleuchte im entsprechenden Raum einschaltet. Das geht natürlich auch umgekehrt und kann die Beleuchtung auch abschalten. Wer einen MP3 Funk-Kombisignalgeber von HomeMatic zu Hause hat, kann sich natürlich auch darüber mit eigenen MP3-Aufnahmen akustisch warnen lassen.

 

Des Weiteren können die Daten der Funk-Kombisensor regelmässig bei einem Dienst wie ThingSpeak hochgeladen werden. Dadurch ergibt sich eine detaillierte Historie vom Tagesverlauf über Wind und Wetter.

Regenerkennung bei Schneefall und Laufzeit

Die Regenerkennung erfolgt über eine Wippe, die bei einer bestimmten Wassermenge umkippt. Es kam bei Schneefall des Öfteren vor, dass dieser den Trichter verstopft und der Niederschlag nicht erkannt wurde. Erst wenn der Schnee begonnen hat zu schmelzen, wurde das Tauwasser als Niederschlag registriert, obwohl es gar nicht geregnet hat.

 

Laut Hersteller versorgen die mitgelieferten Batterien die HM-WDS100-C6-O-2 für insgesamt 2 Jahre mit Strom. In der Praxis hat der HomeMatic Funk-Kombisensor während der mehrere Monate Testzeitraum keine Ausfallerscheinungen gezeigt.

Fazit und Preis

Die Einrichtung ist, wie bei allen Homematic Komponenten, sehr einfach und auch der Zusammenbau ist schnell erledigt. Der Preis von circa 250 Euro ist zwar höher als andere Wetterstationen, aber die Möglichkeiten in Verbindung mit der CCU machen diesen Aufpreis wieder wett.

Da die Metallstangen nur ineinander gesteckt werden, haben wir diese zusätzlich mit Gewebeband fixiert, jeweils ein Loch durchgebohrt und mit Schrauben arretiert. Wir hätten uns bereits vorgebohrte Löcher samt Schrauben gewünscht, einfach für das Sicherheitsgefühl. Gerade bei einem Sturm sollte jetzt der Funk-Kombisensor so schnell nicht mitgerissen werden.

 

Ansonsten sind wir mit dem Sensor hochzufrieden und sollte uns in Zukunft vor einem nassem Wohnzimmer oder auch Gang ohne Regenschirm bei schlechtem Wetter bewahren.

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