Sa. 20. Dezember 2014 um 21:00

Review: Bowers & Wilkins T7 im Test

von Jörg Renken1 Kommentare

Bowers & Wilkins hat sich seit kurzem auch dem Thema Bluetooth bei Soundsystemen angenommen und mit dem Bowers & Wilkins T7 das erste tragbare Bluetooth-Soundsystem auf den Markt gebracht, das den Ansprüchen von Bowers & Wilkins gerecht werden soll. Da wir bislang nur positive Erfahrungen mit diesem Hersteller gemacht haben, haben wir die Probe aufs Exempel gemacht und dieses neue tragbare Bluetooth-Soundsystem auf Herz und Nieren für euch getestet.

Bowers & Wilkins T7
Das Bluetooth-Soundsystem T7 von Bowers & Wilkins

Lieferumfang und technische Daten des Bowers & Wilkins T7

Der Lieferumfang des Bowers & Wilkins T7 Bluetooth-Soundsystem umfasst folgende Dinge:

  • das tragbare Bluetooth-Soundsystem Bowers & Wilkins T7,
  • das Netzteil,
  • drei länderspezifische Steckdosenadapter (EU, Grossbritannien und USA) für das Netzteil sowie
  • ein Literaturpack (Kurzanleitung, Sicherheitshinweise etc.).

Eine komplette Bedienungsanleitung liegt zwar nicht bei, sie kann aber jederzeit hier herunter geladen werden.

 

Die technischen Daten des Bowers & Wilkins T7 lesen sich dabei wie folgt:

 
Technische MerkmaleBluetooth mit aptX
Digitale Signalverarbeitung (DSP)
High Quality Class D Verstärker
Wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterie
Chassis2 x 50 mm Breitband und zwei zusätzliche Bassstrahler (ABR)
Frequenzgang58 Hz – 19 kHz (+/-3dB)
Frequenzumfang– 6 dB bei 50 Hz bis 21 kHz
Verstärkerleistung2 x 12 Watt
Leistungsaufnahme0.141 W im Standby-Modus bzw. 0.317 W im Schlafmodus
Eingänge

AUX (Stereo 3.5 mm Stecker) und MicroUSB (nur für Firmware-Update)

Masse114 mm x 210 mm x 54 mm (H x B x T)
Gewicht0.94 KG

 

Aussehen, Verarbeitung und Bedienung des Bowers & Wilkins T7

Bowers & Wilkins ist neben seinen gut klingenden Boxen etc. auch für sein Design und seine extravaganten Formen bekannt. Bestes Beispiel für ausgefallenes Design ist bei den Soundsystemen der Zeppelin den wir bereits testeten. Auch bei ihrem neuesten Produkt, dem T7, hat die Design- und Technikabteilung von Bowers & Wilkins wieder tief in die Trickkiste gegriffen. Hatten sie bei ihren legendären Nautilus-Lautsprechern schon Anleihen bei der Natur genommen, Stichwort Perlboote, so mussten diesmal die Bienen das Geheimnis ihrer Waben-Technologie preisgeben. Diese Micro Matrix genannten Waben umrahmen das eigentliche Klangmodul des Bowers & Wilkins T7 und geben dem Soundsystem einen eigenen, unverkennbaren Look. Ansonsten ist der Bowers & Wilkins T7 eher unauffällig gestaltet. Doch gerade diese Zurückhaltung hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Alle, die ihn einmal gesehen haben, werden ihn auf Anhieb wieder erkennen.

Nautilus-Lautsprecher von Bowers & Wilkins
Der legendäre Nautilus-Lautsprecher von Bowers & Wilkins

Zur Verarbeitung müsste man bei Bowers & Wilkins an sich kein Wort verlieren. Egal, ob Kopfhörer, Boxen, Soundsysteme etc. Bei keinem Produkt aus dem Hause Bowers & Wilkins stolperten wir in zahlreichen Reviews je über einen Mangel. Sei es das Spaltmass oder andere Schwachstellen, auf die man sonst acht geben müsste, hier wird man wohl nur sehr selten auf Mängel stossen. Und so ist es auch beim Bowers & Wilkins T7. Das Auspacken vermittelt einem schon den Eindruck, das hier ein Produkt gefertigt wurde, in das viel Entwicklungsarbeit und Mühe geflossen sind.

Bei der Bedienung setzt man beim T7 auf ein simples Prinzip: Weniger ist mehr. Der Bowers & Wilkins T7 besitzt sechs Schalter: Bluetooth, Start/Stop/Pause, Laut, Leise, Power/Ladestandsanzeige und per Büroklammer bedienbar Reboot sowie drei Buchsen: Power, AUX und Service. Das Verbinden mit einem Device ist ebenso simpel. Bluetooth-Button für zwei Sekunden drücken und den Anweisungen des Smartphones folgen, fertig. Der T7 ist in der Lage, zwei Devices zu verwalten. Die Musik lässt sich ebenfalls mit dem Bowers & Wilkins T7 über den Start/Stop-Button bedienen. Neben Start und Stop eines Musikstückes kann man durch zweimaliges Drücken ein Stück weiter bzw. dreimaliges Drücken ein Stück zurück springen. Ebenso kann man die Lautstärke auf der Oberseite des Gerätes bedienen. Da die Tasten leicht erhaben sind, kann man den Bowers & Wilkins T7 auch im Dunkeln gut bedienen. Dabei haben sie durch die gummierte Oberfläche einen festen Druckpunkt. Damit lässt sich, anders als bei vergleichbaren Soundsystemen, ein versehentliches Drücken einer Taste im Dunkeln gut vermeiden. Für den Fall, dass man ein Medium nutzen will, welches nicht über Bluetooth verfügt, kann man es per Klinkenstecker über die AUX-Buchse anschliessen.

Will man wissen, wie viel Akku noch vorhanden ist, drückt man einmal kurzzeitig den Power-Button. Danach leuchten darüber kurz fünf LEDs auf, wobei jede dieser LEDs für 20% Ladung steht. Somit ist man jederzeit über die Restkapazität auf dem Laufenden. Durch die gummierte Oberfläche, die leider, wie alle gummierte Oberflächen, staubanfällig ist, kann man ihn gut halten und bedienen. Allerdings wäre, wie bei den Kopfhörern von Bowers & Wilkins üblich, für den Transport des T7 eine stabile Transporttasche schön gewesen. Der T7 ist zwar robust, aber wenn man ihn in einer Tasche mit anderen Sachen verpacken will, wäre sie sicher sinnvoll. Vielleicht könnte Bowers & Wilkins diese ja optional noch in das Programm aufnehmen.

Der Bowers & Wilkins T7 – ein Klangerlebnis?

Im ersten Teilabschnitt zu den technischen Daten wurde sich bewusst zurückgehalten. Dort hätte man noch so einiges über das Innenleben und die zwei DSPs oder die Möglichkeit, per aptX Daten zu übertragen, schreiben können. Da aber die meisten User gar nichts davon wissen wollen, wurde sich im Test – wie sonst auch – voll und ganz auf den Klang konzentriert. Dazu kam wieder die bewährte Review-Playliste zum Einsatz

Der Klang ist bei einem Soundsystem – egal ob gross oder klein – das Kaufkriterium schlecht hin. Das gilt auch für den Bowers & Wilkins T7. Bei diesem Bluetooth-Soundsystem bekommt man einen recht ausgewogenen Klang serviert, der nicht so basslastig ist wie bei diversen Konkurrenzprodukten. Dabei werden Höhen differenziert wiedergegeben. Besonders auffällig ist es bei Musikstücken, in denen diverse Instrumentengruppen im Hintergrund spielen. Beim T7 hört man z. B. bei Michaels Jacksons They don’t care about us die leisen Streicher im Hintergrund, während bei anderen Systemen diese Streicher so gut wie gar nicht oder nur minimal zu hören sind. Obwohl der Bowers & Wilkins T7 nur ein Lautsprecherpaar inklusive Bassstrahler hat, kommen nicht nur die Höhen gut heraus, sondern auch die Mitten und der Bass sind präsent. Dabei dominiert weder Bass noch Mitten oder Höhen. Während bei anderen Produkten die Höhen schnell schrill klingen, sind die Höhen beim T7 jederzeit angenehm zu hören. Das „Hohe C“ am Ende von John Miles‘ Music wird von vielen Kopfhörern und Soundsystemen sehr quietschig wiedergegeben. Beim T7 ist das nicht so. 

Beim Musikstück Droid Invasion von John Williams sind die Trommeln und die Kesselpauken klar und deutlich hörbar. Sie erzeugen aber nicht das gleiche WOW-Gefühl, wie man es bei dem Bowers & Wilkins P7-Kopfhörer erleben kann. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Übertragung bei einem Kopfhörer direkter ist als bei einem Soundsystem, welches in einem Raum steht. Nichtsdestotrotz werden beim T7 sowohl die Kesselpauken, als auch die anderen Instrumentengruppen klar wiedergegeben. Wer unbedingt einen basslastigen Rock/Pop-Sound bevorzugt, kann dies in begrenztem Masse über den Equalizer steuern. Dreht man den T7 bis zum Anschlag auf, was im Test bei Hells Bells gemacht wurde, so wird man feststellen, dass, trotz der hohen Lautstärke, das Musikstück immer noch sauber wiedergegeben wird. Hier dröhnt nichts. Dies dürfte – wie Bowers & Wilkins betont – wohl an der Micro Matrix (Bienenwaben) liegen, die das Soundsystem gegenüber seiner Umgebung „entkoppeln“.

Alles in allem ist das Bowers & Wilkins T7 ein Bluetooth-Soundsystem, mit dem man nicht nur Musik hören, sondern auch geniessen kann.

Mein Fazit zum Bowers & Wilkins T7 Bluetooth-Soundsystem

Mein Fazit zum Bowers & Wilkins T7 ist recht einfach: Wer Wert auf einen sehr guten und ausgewogenen Klang bei einem Bluetooth-Soundsystem legt und den Preis nicht scheut, sollte auf jeden Fall den Bowers & Wilkins T7 in die engere, ich sollte wohl eher sagen engste, Wahl ziehen und ihn Probe hören. Auch seine achtzehnstündige Laufzeit beim Abspielen von Musik katapultiert ihn in die Oberliga. Nur wenige Konkurrenzprodukte kommen auf eine vergleichbare oder längere Akkulaufzeit. Ich jedenfalls muss sagen (und ich habe mir sowohl auf Grund von Reviews, als auch privat schon einige Soundsysteme angesehen), dass der Bowers & Wilkins T7 mit zu den besten portablen Soundsystemen gehört, die ich probegehört habe. Somit bekommt der Bowers & Wilkins T7 von mir eine klare Kaufempfehlung.

Zu kaufen gibt es den Bowers & Wilkins T7 in der Schweiz für 419 CHF zum Beispiel bei Dataquest. In Deutschland findet man ihn für 349.99 EUR zum Beispiel direkt über die Webseite von Bowers & Wilkins. Einen Fachhändler, bei dem ihr den Bowers & Wilkins T7 Probe hören könnt, findet ihr über diese Seite.

 

Bildquelle Nautilus: Instagram Bowers & Wilkins

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Eine Antwort zu “Review: Bowers & Wilkins T7 im Test”

  1. happyone sagt:

    Wer mehr Geld bezahlt bekommt auch meistens bessere Qualität 😀
    Aber 350€ für Bluetooth Lautsprecher ist echt ne Stange Geld

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