So. 26. Oktober 2014 um 14:28

Review: Actionkamera Midland XTC-400 im Test

von Matthias Kutil6 Kommentare

In diesem Test stellen wir euch die Midland XTC-400 vor, welche einen ähnlichen Formatfaktor hat, wie die Actionkameras von Sony oder Contour. Ob die Kamera allerdings gegen eine GoPro 3 Black Edition bestehen kann, könnt ihr nachfolgend lesen. 

 

Technische Daten

AuflösungFullHD (30 fps), 720p (60 fps), WVGA (130 fps)
Aufnahmewinkel170 Grad
Seitenverhältnis16:9
ObjektivDrehbar
SpeichermediummicroSD (bis zu 32 GB)
WLANJa
Akku1’700 mAh, bis zu 5 Stunden Laufzeit
Grösse89 x 34 x 51 mm

 

 

Anschlüsse und Zubehör

Die Kamera besitzt 3 LEDs, über die man erkennen kann, ob die Kamera gerade läuft und wie der Speicher- oder der Batteriestatus ist. Die Aufnahme lässt sich sehr einfach über einen grossen Schiebeschalter starten. Dieser ist gross gehalten, damit er auch mit Handschuhen oder ähnlichem betätigt werden kann. Für die Einstellung der Auflösung oder Anzahl Frames muss man auf der Hinterseite neben dem Akku sehr kleine Schieberegler betätigen. Diese sind nicht wirklich gut umstellbar, wenn man jetzt beispielsweise beim Skifahren wäre. Allerdings ist dies auch bei einer GoPro eine mühsame Arbeit. Die Kamera besitzt ebenfalls WiFi und eine App für Android und iOS, womit sich die Kamera ebenso fernsteuern lässt. Die Kamera hat zudem ein drehbares Objektiv, was sehr praktisch ist, wenn man diese seitwärts irgendwo montieren muss. Rechts und links von der Kamera sind die Einschübe für die Halterungen und auf der Unterseite ist eine Standard-Sativhalterung.

 

Halterungen gibts eigentlich für alle Anwendungsbereiche. So gibt es solche für an das Fahrrad, an die Skibrille, an das Auto, an den Gürtel und noch einige mehr. Das Einzige, was fehlt, wäre eine explizite Halterung für Surfer. Das wasserdichte Gehäuse wird jedoch mitgeliefert.

Bei der GoPro wird die Kamera ja meist nicht direkt an die Halterung festgemacht, sondern man hat weitere Zwischengelenke, damit die Kamera perfekt ausgerichtet werden kann. Diese fehlen der Midland, was aber nicht wirklich tragisch ist, das sich das Objektiv in 90-Grad-Schritten drehen lässt.

 

 

Kameravergleich – GoPro 3 BE vs. Midland XTC-400

Ich habe für die Vergleichsvideos eine GoPro 3 Black Edition genommen. Sowohl beim Auto-, als auch beim Fahrradtest habe ich die Kameras nebeneinander montiert, aber mehr dazu dann im jeweiligen Abschnitt. Die Videos wurden von der Kamera exportiert und zusammengeschnitten, allerdings wurden die Videos in der Qualität nicht nachbearbeitet.

 

Autofahrt

Bei der Autofahrt ist mir stark aufgefallen, dass die Farben bei den zwei Kameras sich recht unterscheiden. Wo die GoPro relativ klare Farben, dafür leicht weniger kräftige verwendet, nimmt die XTC-400 grundsätzlich bisschen heller auf und manche Farben werden falsch nachbearbeitet von der Kamera. Die Farbunterschiede sieht man zum Beispiel am Bahnhof super bei der Mulde, die bei der GoPro gelb erscheint und bei der Midland schon fast leuchtend Orange (ca. Minute 1:20).

Ebenso ist die Lichtempfindlichkeit unterschiedlich, bei der GoPro sieht man im Himmel die Wolken recht klar und bei der Midland sind diese sichtbar, aber viel zu hell, so dass man zum Teil nicht wirklich viele Details erkennt. Dies ist aber auch bisschen Geschmacksache, denn bei der GoPro wird durch dies das ganze Video leicht dünkler als bei der Midland.

 

Fahrradfahrt

Bei der Fahrradfahrt wurden bei beiden Kameras die originalen Halterungen verwendet. Die Videos wurden bei beiden Kameras sehr verwackelt. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich besser gewesen, die Kameras nicht an die Lenkerstange zu machen, sondern beispielsweise an den Helm. Ich zeige euch dieses Video aber trotzdem, da ich finde, dass dies ja eigentlich auch sauber funktionieren müsste. Ebenso würde man natürlich mit ein bisschen Nachbearbeitung auch einige der Wackler korrigieren können.

Was bei der Midland hier stark auffällt, ist, dass jegliche Vibration, welche auf das Gehäuse wirkt, sofort komplett übertragen wird auf das Mikrofon. Klar, im Unterwassergehäuse ist das Mikrofon sowieso nicht für viel zu gebrauchen, aber hier bei der Midland müsste man immer den Ton komplett rausnehmen bzw. ein externes Mikrofon nebenher laufen lassen. Bei der GoPro macht dies anscheinend nicht soviel aus, hier bleibt der Ton einfach relativ ruhig.

 

Nerf Fight

Da wir gerade in der Testphase einen Nerf Kampf durchführten, dachte ich mir, dass ich die Midland doch auch gleich mitnehmen könnte. Die Kameras konnte ich hier leider nicht nebeneinander an die Waffe montieren, sondern musste diese an 2 verschiedene Waffen machen, allerdings waren beide im gleichen Team im Einsatz. Ihr seht jeweils zuerst dieAufnahme der GoPro und anschliessend die der Midland.

Hier ist mir, wie schon beim Fahrradfahren, stark aufgefallen, dass bei der Midland einfach ein hoher Lärmpegel da ist, was bei der GoPro nicht der Fall ist. Fairerweise muss man aber noch erwähnen, dass hier bei der GoPro das Unterwassergehäuse vergessen ging und sie im Skeletongehäuse ist, welches das Mikrofon offen lässt.

Man sieht klar, dass die Bildqualität insgesamt bei der Midland schlechter ist als bei der GoPro. Das ganze Bild ist heller und für mich nicht ganz farblich korrekt.

 

Fazit

Ich persönlich finde die Midland XTC-400 sehr gelungen und stimmig im Preis/Leistungsverhältnis. Die Kamera kostet 269 Euro und ist somit auf halb so teuer wie eine GoPro in der maximalen Ausführung. Meine GoPro 3 Black Edition ist zwar schon etwas älter, aber ich denke, man würde trotzdem immer noch mehr als besagte 269 Euro bezahlen. Das Einzige, was ich als stark störend empfand, war der Sound, der in dem Unterwassergehäuse richtig schlecht ist. Wenn ich meinen Kolleginnen und Kollegen kurz die Aufnahme zeigen will, muss ich fast immer den Sound komplett abschalten, da ein hoher Lärmpegel vorhanden ist. Des Weiteren ist die Videoqualität schlechter als bei einer GoPro, allerdings sollte dies nicht stark ins Gewicht fallen, wenn man beispielsweise nur mit einer Midland filmt. Die Unterschiede fallen mehr im Vergleich auf. Eine Kollegin sagte sogar, dass sie die Farben der Midland schöner findet. Ihr seht also, es ist auch Geschmackssache.

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6 Antworten zu “Review: Actionkamera Midland XTC-400 im Test”

  1. Marc Hoffmann sagt:

    Super Review! Habe schon öfter nach einer günstigen und guten Action-Cam gesucht aber wurde nie fündig… endete immer bei „entweder GoPro für 300€ aufwärts oder billig Schrott unter 100€“

    die 269€ ist das die Hersteller UVP? Bei Amazon hab ich sie sogar für 150€ gefunden.

    Aber schade dass der Sound echt so mies ist, das trübt das Bild und ist ja fast nicht zu gebrauchen 🙁 Ansonsten von der Bildquali aber durchaus akzeptabel und ich mag den etwas kleineren Weitwinkel gegenüber der GoPro in deinen Vergleichsvideos etwas mehr.

  2. tropicoxp sagt:

    Sound ist aber ziemlich mies.
    Nicht mal im akzeptablen Bereich.

  3. Matthias Kutil sagt:

    Ja dies ist aber nur wenn sie im Gehäuse ist. Also wenn sie ohne Gehäuse montiert wird ist der Sound schon in Ordnung. Was der Midland fehlt ist einfach das Skeleton Gehäuse. Dann ist diese aber auch kein bisschen mehr von Regen geschützt. Bei der GoPro ist ja dann immernoch ein minimaler Schutz da.
    Ja die 269 Euro sind UVP.

  4. Matthias Kutil sagt:

    Bei der Velofahrt waren allerdings beide im Unterwassergehäuse. Aber meistens nimmt man den Sound eh in der Endverarbeitung raus oder tut ein Sound von externer Quelle rein, aber so zum durchschauen ist es schon schrecklich.

  5. Kenan Sidali sagt:

    Hero3+ Silver Edition kostet derzeit genauso viel, wie Midland. Da hat man bis auf die Fernbedienung die gleiche Ausstattung wie hero3+ Black Edition.

  6. Matthias Kutil sagt:

    Das stimmt nur wenn die die Hero 3 Black Edition meinst (ohne das +)

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