Inzone Mat-D und Mat-F im Test: Können Sonys Gaming-Mauspads mithalten?
Viele kaufen häufig irgendein Mousepad und sind damit erstmal einige Jahre bedient. Ich selbst bin ja riesiger Fan von richtigen Maus-Matten, wo ich auch meine Tastatur abstellen kann, sodass alles eine komplette Fläche zum arbeiten ergibt. Sony geht es hier aber mit seinem Inzone Mat-D und Inzone Mat-F eher traditionell an. Wir haben beide Mausschubseroberflächen ausprobiert.
Inhaltsverzeichnis
Einmal E-Sport und einmal konventionell: Die Dicke macht den Unterschied
Fangen wir einmal mit dem Mat-F Gaming-Mauspad an, wobei natürlich beide als Gaming-Mauspad beschrieben werden, nur damit hier keine Verwirrung entsteht. Das Mat-F fällt vor allem durch seine Dicke oder auch “Stärke” auf. Es ist mit 6 mm Stärke deutlich dicker als vergleichsweise Matten, selbst als meine grosse Mausmatte mit der Weltkarte drauf. Das liegt daran, weil die Innenseite mit einer Art Schaumstoff (Sim-Flex-Polyurethan) gefüllt ist, der sogar als angenehme Handballenauflage herhalten kann. Es fühlt sich unter der Hand wirklich angenehm an, schön gepolstert und mit angenehmen Stoff überzogen. Natürlich trägt das nicht wie eine echte Handballenauflage zur Stützung des Gelenks bei, weil es ein einfaches, flaches Mauspad ist. Aber da es sich um ein Performance-Mauspad handelt und man beim Zocken schon häufig viel Bewegungsfläche braucht, ist das auch nicht gewollt und gut so.
Anders sieht es bei der Mat-D aus. Denn das 4 mm und damit etwas dünnere Mauspad, ist zusammen mit dem sehr bekannten E-Sports-Team fnatic entwickelt worden. Hier gibt es eine echte Gummiunterseite für noch mehr Rutschfestigkeit und eine stark auf Gleitfähigkeit optimierte Oberfläche. Auch ist die Inzone Mat-D optisch nicht komplett in schwarz gehalten, sondern etwas schöner mit sanften Lila-Akzenten in den oberen Bereichen. Durch die Verwendung eines anderen Kernmaterials fühlt sich sich die Mat-D auch etwas härter an, zumal das Modell auch schlanker gehalten ist.
Bilder: PocketPC.ch / Laser
Gleitfähigkeiten im Praxistest: Mat-D überragend, Mat-F immer noch gut
Selten, dass mir simple Mauspads so viel Spass machen können. Gerade die Mat-D hat einen unglaublich niedrigen Startwiderstand. Um so schwerer die Mäuse, um so mehr fällt das auch ins (positive) Gewicht. Meine Logitech G502 wiegt mit 104 Gramm schon ordentlich viel für eine reine Gaming-Maus, aber sie fühlt sich um einiges Wohler auf der Inzone Mat-D, als noch auf meiner grossen Mausmatten-Unterlage und lässt sich federleicht dort bewegen. Mit der Sony Inzone Mouse-A, die wir übrigens auch schon im Test hatten, ist das alles noch einmal eine Spur krasser, da diese mit unter 50 Gramm noch weniger Startwiderstand aufweist. Möglich macht das vor allem die besondere Struktur des Polyester-Gewebes auf der Oberseite. Leider konnten wir in den rund drei Wochen Testzeitraum nicht die Oberflächen-Abnutzung testen.
Die etwas dickere Mat-F nutzt eine etwas konservativere Struktur bei der Oberfläche, die etwas mehr Widerstand aufweist, aber nicht unangenehm zu benutzen ist. Gerade leichtere Mäuse unter 100 Gramm fühlen sich sehr gut auf dem Mauspad an. Der etwas höhere Widerstand kann situationsabhängig zu ein wenig mehr Präzision führen, allerdings dürften Fans von echtem Wettbewerb eher auf die wesentlich leichtgängigere Mat-D setzen wollen. Macht ja auch Sinn, denn für Präzisionsarbeiten werden Mäuse meist per Profil direkt “In-Game” angepasst, anstatt von Vornherein auf ein völlig anderes Gaming-Mauspad zu setzen.
Insgesamt hat mich von beiden Mausmatten vor allem das Mat-D sehr beeindruckt. Allein das Gefühl meine angenehm schwere Maus (ich liebe einfach schwerere Gaming-Mäuse), derart leichtfüssig tänzeln zu sehen, war schon überraschend. Das kombiniert für mich persönlich das meist unvorteilhaft hohe Gewicht, welches ich aber nicht missen mag, mit dann doch sehr schnellen und präzisen Bewegungen, die auf dem Pad sehr leicht ausführbar werden.

Fazit: Sonys eigene Mauspads sind richtig gut, aber unglaublich teuer
Man es ziemlich genau auf den Punkt bringen: Beide Gaming-Mousepads sind richtig gut! Das Mat-F zeigt eine für sich gesehen schon gute Leistung und das Mat-D kann sogar noch einmal deutlich mehr überzeugen. Gerade letzteres sorgt für sehr schnelle, präzise Bewegungen mit sehr wenig Reibung und Widerstand. Und beide Mauspads haben eine ausreichend grosse Fläche für weites Ausholen oder “über-pacen” von Bewegungen. Das macht wirklich viel Spass, selbst mit deutlich schwereren Mäusen, die ich persönlich gerne verwende. Was das Mat-F aber im Bereich Performance im Vergleich zum Mat-D nicht leisten kann, aufgrund leicht höherer Reibung, macht es aber mit Komfort wieder wett. Ist das also eher eure Schiene, wägt hier genau ab, wofür ihr die Matten tatsächlich braucht.
Allerdings kommen wir an dieser Stelle ohne Kritik nicht aus. Denn wenn man auf die Preisschilder schaut, könnte man denken Sony webt hier goldene Seide in die Mauspads ein. Das Inzone Mat-D, also das Performance-Teil hier im Test, wird mit einer UVP von 59 Euro bzw. Schweizer Franken angegeben und das ist für ein Mauspad wirklich sehr viel Geld. Aber richtig krass wird es erst beim 6 mm dicken Komfort-Pad Mat-F: satte 99 Euro bzw. 89 Schweizer Franken verlangt Sony hier. Immerhin ist vor allem das Mat-F im Handel bereits massiv gesunken und sogar schon für um die knapp 60 Euro bzw. Schweizer Franken zu haben.
Beide Gaming-Mousepads von Sony sind aber insgesamt sehr gut. Beide bieten hohe Leistungen sowohl für E-Sport (Mat-D) als auch für ambitionierte Spielende in anderen Bereichen (Mat-F). Das rechtfertigt aber nicht den wirklich nicht den enorm hohen Preis. Immerhin dürfte dieser aber recht zügig fallen, wie man ja jetzt schon beobachten kann. Dann könnte sich die Anschaffung lohnen, sofern ihr nicht wie ich eine ganze Mausunterlage haben wollt. Ich hoffe Sony hört hier meinen Wink mit dem Zaunpfahl ein wenig.


Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.