Fr. 02. April 2021 um 7:06

Review: Overcooked! All You Can Eat für Nintendo Switch im Test

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare

Das Spiel Overcooked! gibt es auf allen grossen Plattformen und schon in zwei Versionen. Heute schauen wir uns mit der dritten die Sammlung an, die nicht mit hunderten Level und neuen Inhalten sowie Verbesserungen aufwarten kann, sondern erstmals auch einen Multiplayer-Modus, der sogar Crossplay unterstützt. Mit dem neuen Spiel aus dem Hause Team17 Overcooked! All You Can Eat, das am 23. März 2021 erschien, werden Overcooked! und Overkooked! 2 mit allen Erweiterungen zusammengeführt zu einer neuen Edition für Sony Playstation 4, Microsoft Xbox One, Nintendo Switch und PC via Steam. Wir haben das Meisterwerk aus der Hexenküche des britischen Ghost Town Games für euch ausprobiert, deren erstes Spiel Overcooked! war.

Worum geht es in Overcooked! All You Can Eat?

Overcooked, zu Deutsch Übergekocht, ist ein Kooperatives Spiel, bei dem es ums Kochen geht. Vom Grundprinzip her ist es schnell erklärt: Rohzutaten müssen aus den Vorratsbehältern geholt werden, auf dem Schneidbrett zerkleinert, im Kochtopf erhitzt und auf dem Teller serviert werden. Je nach Level gibt es unterschiedliche Gerichte aus unterschiedlich vielen und je nach dem verschiedenen Zutaten zuzubereiten. Je schneller man die Zwiebeln, Tomaten, Salatblätter und vieles, vieles mehr mehr auf den Weg zu den Gästen schickt, desto mehr Bezahlung und Trinkgeld bekommt man und kann so das Level mit bis zu drei Sternen abschliessen. Soweit, so überschaubar. Doch die Welt von Overcooked ist ganz schön abgedreht! Im Reich des Zwiebelkönigs drehen ganz schon seltsame Gestalten am Rad. Von unbroten Zombie-Toasts bis zu Spaghetti-Monstern, die das Ende der Welt bringen, indem sie alles verschlingen wollen.

Die Küchen

Und die Küchen, in denen man bis zu viert zusammenarbeitet, haben es ebenfalls in sich! Manche bewegen sich, andere gehen von Zeit zu Zeit unter, oder es laufen Menschen quer durch den Küchenbereich beim Streetfood-Festival und stehen immer im dümmsten Moment im Weg. Immer gilt es jedoch, den besten Weg zu finden, die Dinge von einem Ort zum anderen zu finden. Dabei sind immer mindestens zwei Figuren auf dem Feld, zwischen denen man im Singleplayer-Modus per Tastendruck wechselt. Und Überkochen sollten die Töpfe und Pfannen in Overcooked! All You Can Eat auch tunlichst nicht, denn sonst fangen sie gerne mal feuer und man muss die Kücheneinrichtung mit dem Feuerlöscher vor der Zerstörung retten, statt Gäste bedienen zu können. Das ist natürlich dann schlecht für die Schlussbewertung, denn die Zeit läuft irgendwann ab. Langweilig wird es mit den vielen unterschiedlichen Herausforderungen in den über 200 Level jedenfalls nie. Die witzige Story rund um den Zwiebelkönig, in denen das Spielgeschehen im Kampagnen-Modus eingebettet ist, trägt dazu auch noch bei.

Vier Spiel-Modi für jede Menge Spass

Neben der Kampagne kann man auch einen Survivalmodus spielen, in dem es darum geht, möglichst lange durchzuhalten und einen Übungsmodus, bei dem kein Zeitlimit besteht und man so die Küchen der jeweiligen Level gut kennenlernen und trainieren kann. Neu in er All You Can Eat-Edition ist ein Hilfe-Modus hinzugekommen. Dieser bietet eine Reihe von Optionen, um das Spiel weniger hektisch zu machen: Rezepte laufen langsamer ab, Runden sind länger und Level können übersprungen werden. Zwischen den Modi kann jederzeit nach Belieben gewechselt werden, so dass auch die zahlreichen Boss-Gegner schneller erreicht werden, als einem manchmal lieb ist.

Optisch fantastisch

Damit das Spiel auch optisch mehr her macht, gibt es über 80 Köchinnen und Köche zur Auswahl in der quietschbunden Comic-Welt, die auch ein wenig anpassbar sind. Auf der Nintendo Switch gibt es zwar keinen 4k-Modus und statt 60 fps nur noch 30 Bilder pro Sekunde, doch im Vergleich zu den anderen Plattformen, die Overcooked! All You Can Eat unterstützt, kann die Hybrid-Konsole von Nintendo auch rechnerisch einfach weniger leisten. Dennoch wurde die Grafik im Vergleich zum ersten Spiel nochmals deutlich aufpoliert und bietet mehr Details und Fülle, wie im letzten Bild der Galerie unten zu sehen ist. Exklusiv für die Nintendo Switch gibt es als kleine Entschädigung den schwedischen Koch aus der Sesamstrasse (Smörebröd röm pöm pöm pöm) als kostenlosen Download Content. Allerdings nur bis Ende April 2021 und er findet sich irgendwie auch nur im US-Amerikanischen Nintendo eStore.

Packender Sound

Auch der Sound bietet neben der passenden Hintergrundmusik witzige und stimmungsvolle Effekte zum ganzen Küchengeschehen, welche die hektische Atmosphäre gut unterstützen.

 

Auch darum benötigt das Spiel auf der Nintendo Switch knapp 11 GiB Speicherplatz. Das ist vergleichsweise viel.

Simple Steuerung

Die Steuerung ist denkbar einfach und intuitiv. Auf der Nintendo Switch werden lediglich vier bis fünf Tasten und ein Analog-Stick benötigt, so dass auch mit einem einzelnen Joycon-Controller gezockt werden kann. Während eine Taste für das Aufsammeln und Fallenlassen zuständig ist, löst eine weitere einen kurzen Sprint aus und die dritte Taste startet das Schneiden oder Wirft eine Zutat. Letzteres geht allerdings nur in den Küchen von Overcooked! 2. Die vierte Taste ist zum Kommunizieren mittels Emote gedacht und bringt ein Kreismenü zum Vorschein, in dem kurze, möglichst eindeutige Emotionen ausgewählt werden können. Mit einer Schultertaste kann man im Singleplayer-Modus zwischen den Figuren hin- und her wechseln.

Online Multiplayer Overcooked! über Grenzen hinweg

In 31 Küchen aus dem ersten Teil der Overcooked!-Reihe kann man Online mit bis zu drei weiteren Spielenden zusammen kochen. Dabei ist dank Cross-Play-Feature egal, auf welcher Plattform diese spielen. Auch kann lokales Multiplayer mit Online-Multiplayer kombiniert werden. Dabei unterstützt das Spiel sogar einen Voice-Chat. Für die Nintendo Switch eine wahre Seltenheit. Es gibt hier drei verschiedene Modi zu Auswahl und man kann so Online mit Einladungs-Code (Privat), Online ganz frei oder im lokalen WLAN spielen. Das ganze klappt tadellos und ohne Probleme. Der Crossplay-Modus auf der Switch wird erst noch per Update nachgeliefert für alle Level. Derzeit ist er nur für die 30 Level des ersten Spiels verfügbar.

 


Overcooked! All You Can Eat für Nintendo Switch
Overcooked! All You Can Eat für Nintendo Switch. Screenshot: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Barrierearm Zocken

Team17 hat schon mehrfach Optionen für eine bessere Barrierefreiheit in den von ihnen verlegten Spiele gezeigt. So auch in Overcooked! All You Can Eat. Das Game enthält Features, damit so viele Menschen wie möglich mitkochen können! Die Benutzeroberfläche kann nahezu beliebig vergrössert werden und die Texte sind auch mit Leseschwäche gut zu erkennen. Zudem gibt es Optionen für Farbenblinde. Zusammen mit dem Hilfe-Modus macht es das Spiel für viele Menschen interessant, die sonst vielleicht eher Schwierigkeiten damit hätten. Das ist nicht immer so und lobenswert an dieser Stelle.

Preis

Overcooked! All You Can Eat gibt es einheitlich für Nintendo Switch, Xbox One, PlayStation 4 und Steam für jeweils 39,99 Euro bzw. SFr zu kaufen.

Zudem ist für die Nintendo Switch neben dem Download im eStore eine physische Box-Version zum selben Preis erhältlich, ebenso für die anderen Plattformen. Auch das ist bei Indie-Titeln nicht immer der Fall. Amazon beispielsweise hat dabei schon die Preise nach unten angepasst.

 

Overcooked! All You Can Eat
Preis: 39,99 €

 

Wer schon Overcooked! oder Overcooked! 2 besitzt für Xbox, Steam oder Nintendo Swich bekommt übrigens vom 23. März bis zum 11. April 2021 zudem 15 Prozent Rabatt auf Overcooked! All You Can Eat.

Fazit zu Overcooked! All You Can Eat

Alles in Allem ist Overcooked! All You Can Eat ein abwechslungsreiches, unglaublich packendes und mitunter sehr schweres Party-Spiel, dass in seiner Neuauflage mit allen DLC und den beiden grandiosen Vorläufern OVercooked! und Overcooked! 2 das beste auf den Teller legt. Verbesserte Grafik, Online-Multiplayer, unglaublich viele, vielseitige Level, mehr Köche und Köchinnen und sogar Crossplay machen das Spiel von Team17 und Ghost Town Games zu einem absoluten Muss nicht nur auf der Nintendo Switch.

 

 

Hier wurde sehr viel wirklich richtig gemacht und dass man, sollte man eines der Vorgängerspiele besitzen, auch noch Rabatt bekommt, setzt dem Release nochmal das Krönchen auf. Dass das Spiel knapp 11 GiB Speicherplatz verbraucht, ist nicht weiter tragisch, da heutzutage passende microSD-Karten nicht mehr ein wirklicher Kostenfaktor sind. Schade ist nur, dass der Nintendo-exklusive Download-Content, der schwedische Koch aus der Sesamstrasse, irgendwie seinen Weg nicht in den eStore für die Schweiz, Deutschland und Österreich gefunden hat. Er ist nur im US-Amerikanischen Nintendo eStore zu sehen. Das macht aber nichts, denn ruckzuck ist ein zweiter User auf der Konsole angelegt und ein Nintendo-Konto mit US-Einstellung gemacht. Was darüber heruntergeladen wird, kann danach auch von den Accounts mit DACH-Wurzeln benutzt werden.

 

 

Mögen eure Töpfe nicht so schnell überkochen!

Screenshots: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Video: Team17

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