Sa. 20. Mai 2023 um 7:08

Review: Mountain Makalu Max anpassbare Gaming- und Office-Maus im Test

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare
Lesedauer: 6 Minuten

Wer viel spielt, braucht meist auch entsprechendes Zubehör. Dazu gehören Gaming-MÀuse, wie die Makalu 67 des deutschen Herstellers Mountain von 2021. Nach mehreren modularen Tastaturen weiterem Zubehör wie Macro-Pads kam nun eine neue Maus von Mountain auf den Markt: Die Mountain Makalu Max.

Lieferumfang der Mountain Makalu Max

Die Mountain Makalu Max kommt mit allerlei Zubehör. Neben einem textilummantelten USB-C-Kabel von 180 cm LĂ€nge ist ein FunkempfĂ€nger sowie ein USB-C-zu-USB-A-Adapter enthalten. Zudem sind drei Metallringe zum VerĂ€ndern des Gewichts der Maus und jeweils zwei FlĂŒgel fĂŒr die linke und die rechte Seite. Eine Schnellstartanleitung in neun Sprachen, darunter auch Deutsch, Französisch und Englisch sowie ein Stickerbogen runden das Paket ab.


Mountain Makalu Max anpassbare Gaming- und Office-Maus
Umfrangreicher Lieferumfang bei der Mountain Makalu Max Maus. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Hardware und Eigenschaften

Die Mountain Makalu Max ist 127 x 70.2 x 42.2 mm gross und knapp 110 Gramm leicht in der symmetrischen StandardausfĂŒhrung. Sie ist der Makalu 67 designtechnisch sehr Ă€hnlich. Die Maus ist aus schwarzem ABS-Kunststoff und bietet acht Tasten sowie ein Scrollrad. Neben den drei handelsĂŒblichen Tasten auf der Oberseite, wobei die mittlere wiederum im RĂ€dchen integriert ist.

 

Unter dem Scrollrad sind vier LED untergebracht, die das jeweils aktive, in der Maus lokal gespeicherte und per Basecamp-Software anpassbare Profil anzeigen. Darunter sind zwei kleine Tasten zu finden, mit denen durch die Profile geschaltet werden kann. Sie können jedoch auch beliebig umprogrammiert werden.

 

Um das Mausrad, die Profilanzeige und die beiden Tasten ist ein RGB-LED-Ring verbaut. Mittig auf der Vorderseite ist der USB-C-Anschluss untergebracht. Die beiden Haupttasten werden von Kailh GM 8.0 Switches versorgt.

 

Linksseitig auf Daumenhöhe sind zwei silberne Tasten sowie darunter eine dritte, silberne Taste zu finden, die leicht ins GehÀuse eingelassen ist. Die Mountain Makalu Max Maus kann somit nur sinnvoll mit der rechten Hand zu benutzen.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

 

Auf der Unterseite sind zwei halbkreisförmige, weisse Gleit-Pads angebracht sowie mittig der PixArt PAW3370 Sensor. Dieser optische Sensor löst mit bis zu 19000 DPI auf und hat einen eigenen Gleiter. Darum ist ein Ring von knapp 60 mm Durchmesser. Hier können die Metallringe von 6.6 Gramm, 8.4 Gramm und 10.6 Gramm zur Maus hinzugefĂŒgt werden, je nach Bedarf und Geschmack. Sie werden mit drei Gummistutzen sicher festgehalten und können durch eine Aussparung unten relativ leicht entnommen werden. Im oberen Teil ist ein kleiner Schalter zum Ein- und Ausschalten des Funkmoduls der Maus zu finden, das im 2.4 GHz-Frequenzband arbeitet. Der interne Akku unbekannter Grösse reicht fĂŒr bis zu 80 Stunden Benutzung aus und wird ĂŒber das USB-C-Kabel aufgeladen, wĂ€hrend die Maus gleichzeitig weiter benutzt werden kann.

 

Der M0 MCU im Inneren kann so mit einer Abtastrate von 1000 Hz bzw. 1 ms eine Tracking-Geschwindigkeit von 50 g realisieren. Die Makalu Max Mouse von Mountain kann 400 Zoll pro Sekunde (IPS) bewegt werden, ohne dass Informationen verloren gehen.  Der Sensor hat eine Lift-of-Distance (LOD) von 1 bis 2 mm.

 

Auch die beiden breiteren SeitenlĂŒgel, die mittels zweier kleiner Magnete einfach an die Maus angeklippt werden, verfĂŒgen auf den Unterseiten ĂŒber weisse Gleitpads. Neben flachen Seitenteilen fĂŒr eine symmetrische Maus-Bauform kommt die Mountain Makalu Max ja mit einer Daumenablage und einer Ablage fĂŒr den kleinen Finger. Dies ist besonders fĂŒr lange Arbeits- und Gaming-Sitzungen gedacht. Beide FlĂŒgelformen haben fĂŒr die linke HĂ€lfte entsprechende Aussparungen fĂŒr die drei silbernen Buttons hier.

Testeindruck zur Mountain Makalu Max

Die Makalu Max Gaming-Maus ist wie von Mountain gewohnt hervorragend verarbeitet. Alles passt ineinander und nichts wackelt oder knarzt. Die Maus mit eher klassischer Grösse und Bauform lĂ€sst sich angenehm halten, egal ob im Claw- oder Palm-Stil. Allerdings ist sie vergleichsweise kurz und so fĂŒr grosse HĂ€nde etwas gewöhnungsbedĂŒrftig.

Anpassbare Makalu Max von Mountain

Die Anpassbarkeit durch die austauschbaren SeitenflĂŒgelchen und die Gewichtsringe geht leicht und einfach von Statten. Gleichzeitig halten sowohl der Ring in der Unterseite als auch die Seitenteile mittels Magnethalterungen problemlos und sicher an der Maus. Selbst bei sehr ruckartigen Bewegungen oder Kollisionen etwa mit der Tastatur auf dem Schreibtisch fallen die Teile nicht einfach ab oder heraus.

3D FlĂŒgel fĂŒr die Maus

Wer ĂŒbrigens eigene FlĂŒgel fĂŒr die Makalu Max haben möchte, bekommt vom Mountain frei Haus die STL-Dateien fĂŒr den 3D-Drucker zum Download angeboten! Man kann davon ausgehend die Maus-Bauteile so umgestalten, wie man möchte und anschliessend einfach ausdrucken oder ausdrucken lassen. Das ist uns so bislang noch nicht untergekommen.

Verbindung und Latenz

Das weiche, textil-ummantelte Kabel ist sehr flexibel und erlaubt so, die Maus auch kabelgebunden frei und schnell zu bewegen. Sie lĂ€sst sich hervorragend bedienen und weist auf herkömmlichen OberflĂ€chen eine wahnsinnig prĂ€zise Abtastrate und PrĂ€zision auf. Aber auch kabellos ist die Maus dank des proprietĂ€ren FunkempfĂ€ngers schnell und latenzfrei zu bedienen. Auch wenn die Maus mit dem USB-Host nur per USB 2.0 kommuniziert, werden jeweils jede Millisekunde die Sensordaten ĂŒbermittelt.

Basecamp Software

Die Software von Mountain namens Basecamp erlaubt es auch beim grossen Bruder der Makalu 67, der Makalu Max, nicht nur den RGB-Ring zu konfigurieren. Mit dem Programm, dass leider nur fĂŒr Windows verfĂŒgbar ist, kann der LED-Ring in mehrere Abschnitte unterteilt und mit vielen verschiedenen Effekten bespielt werden. Aber, und das begrĂŒsse ich sehr, die RGB-Beleuchtung kann auch ganz ausgeschaltet werden.

 

Zudem kann man, wie bei anderen Mountain-Produkten auch schon, verschiedene Profile anlegen und so fĂŒr unterschiedliche Games und Programme andere Einstellungen hinterlegen. In jedem Profil sind die fĂŒnf DPI-Stufen frei konfigurierbar, die RGB-Einstellungen, Abtastrate, Empfindlichkeit und Klickgeschwindigkeit sowie die Aufwach- und Tiefschlaf-Zeiten ebenso konfigurierbar, wie alle acht Tasten. Ja, auch die beiden DPI-Tasten können frei nach dem eigenen BedĂŒrfnissen belegt werden.

 

In der Werkseinstellung sind die fĂŒnf DPI-Profile, die mit den beiden kleinen, mittleren Tasten ausgewĂ€hlt und durch die vier weissen LED symbolisiert werden, mit den Stufen 400 DPI, 800 DPI, 1200 DPI, 2000 DPI sowie 19000 DPI versehen. Die untere Seitentaste dient hier als Sniper-Taste, bei der die DPI auf 200 DPI heruntergesetzt werden, solange man sie gedrĂŒckt hĂ€lt. Das ist gerade in Shootern eine nĂŒtzliche Funktion, weil es so eine sehr viel prĂ€zisere Bewegungssteuerung ermöglicht, als mit den schnellen Bewegungen bei hohen DPI-Zahlen.

 

Diese Konfiguration wird in der Maus hardwareseitig abgespeichert und gilt auch an Rechnern, die keine Software installiert haben. So auch können auch bis zu fĂŒnf Profile auf der Maus abgelegt und jederzeit benutzt werden. SpĂ€testens hier ist die RGB-Beleuchtung mit ihren bis zu acht konfigurierbaren Zonen wiederum Gold wert, denn man kann nun jedes Profil optisch von den anderen unterscheiden, so dass man schnell auch ohne Mountain Basecamp App sieht, welches Profil gerade aktiv ist.

 

NatĂŒrlich kann auch hier ĂŒber die Basecamp-Software die Firmware der Maus aktualisiert und die Schnittstelle zu Razers Chroma RGB eingerichtet werden. Die Maus funktioniert aber auch ohne zusĂ€tzliche Software dank Plug-n-Play problemlos und sofort mit allen gĂ€ngigen Betriebssystemen. Die Leistungsaufnahme ist dbaie

Nunatak Mauspad

Passend zur Gaming-Maus bietet Mountain auch das Nunatak Mauspad an. Das Pad bietet eine weiche, fĂŒr das Spielen optimierte OberflĂ€che, dass mit einer rutschfesten Gummibasis auch in hitzigen Gefechten fĂŒr einen sicheren Halt auf dem Tisch sorgt.

 

Das Nunatak Pad ist in den Grössen M und XL erhÀltlich, wobei das kleinere 35 x 26 cm gross ist und das grössere ganze 90 x 40 cm misst. Beide Modelle sind 3 mm hoch und bestehen aus schwarzem, wasserabweisendem Polyester  mit einer Naturkautschuk-Unterseite. In der oberen rechten Ecke ist das Logo des Herstellers Mountain aufgedruckt. Die RÀnder der Neoprenartigen Mausunterlage sind weiss abgesteppt.

 

Diese vernÀhten Kanten erhöhen nicht nur den Komfort, sondern sollen auch die Lebensdauer im Vergleich zu anderen weichen Pads verbessern.

Preis und Fazit

Die Mountain Makalu Max kostet beim Hersteller 89,99 Euro bzw. SFr. Dazu gibt es das Nunatak Mouse Pad fĂŒr 14,99 Euro in der Grösse M und 29,99 Euro bzw. SFr. in der Variante XL. Auf Amazon ist derzeit nur das Mauspad von Mountain zu haben.

 

 

Insgesamt ist die Makalu Max eine tolle Weiterentwicklung der Makalu 67 von Mountain. Die Maus in handelsĂŒblicher Bauform ist nun mit geschlossenem GehĂ€use nur minimal schwerer als das kleine Wabengitter-Wunder und kann dafĂŒr auch hardwareseitig angepasst werden: Nicht nur optisch mittels Razer Chroma kompatiblem RGB-Ring, sondern auch hardwareseitig mittels Gewichten und seitlichen Bauteilen mit Ablagen fĂŒr wahlweise Daumen und/oder kleinen Finger.

 

Das macht, zusammen mit der extrem vielseitigen Basecamp Software richtig Spass und die Mountain Makalu Max zur Gaming Maus und zum BĂŒro-ZeigegegrĂ€t gleichermassen. Die bewĂ€hrte, High-Tech-Sensori, verbesserte Tasten-Switches und zwei zusĂ€tzliche Buttons im Vergleich zum VorgĂ€ngermodel machen die Mountain Makalu Max zu einem tollen Produkt. Nur, dass die Software immer noch nur fĂŒr Windows angeboten wird, ist immer noch schade.

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