So. 24. September 2023 um 8:02

Review: KTC H24T09P Gaming-Monitor unter 130 SFr./Euro im Test

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare
Lesedauer: 4 Minuten

Den Hersteller KTC kennt man hierzulande eher nicht. Richtig, mit K, nicht H. Der Name ist laut Karton eine Abkürzung und steht für Key to Combat, also zu Deutsch: Schlüssel zum Kampf. Schon mal ganz schön ambitioniert. Was hier bekämpft werden soll, ist indes beim KTC H24T09P Gaming-Monitor fraglich. Die Platzhirsche auf dem Monitor-Markt eher nicht, aber der Reihe nach.

Lieferumfang des KTC H24T09P Gaming-Monitors

Im Karton enthalten ist neben dem Monitor und dem Ständerfuss ein einfaches Schraubwerkzeug in Form eines gebogenen Kreuzschitzschraubendrehers, um den Fuss zu montieren. Zudem finden wir hier ein 150 cm langes HDMI-Kabel, eine englischsprachige Kurzanleitung und die Garantieinformationen. Klar ist auch ein passendes 12 V-Steckernetzteil enthalten.

Hardware und Eigenschaften

Das KTC H24T09P Panel misst mit einer Bilddiagonale von 24 Zoll misst dank schmalem Rand 527.04 x 296.46 mm. Das sind zwar nur knapp 23.8 Zoll, was aber verschmerzbar ist. Das Seitenverhältnis beträgt entsprechend 16:9 und das Panel löst mit 1920 x 1080 Pixel also gerade mal mit FullHD auf. Die Bildwiederholrate des Fast IPS-Displays kann bis zu 165 Hz hochgeschraubt werden. Die Helligkeit kann bis 300 cd/m2 betragen und der typische Kontrast 1000:1. Der Betrachtungswinkel misst 178 Grad horizontal wie vertikal.

 

Der Gaming-Monitor misst gerade mal 539.94 x 319.43 x 44 mm und wiegt 2.6 kg ohne Ständer. Mit Ständer kommen wir auf 539.94 x 400.18 x 142.56 mm und 2.8 kg. Er ist praktisch vollständig in schwarzem Kunststoff gefasst und hat an drei Seiten des Displays nur sehr schmale Ränder von knapp 6 mm inklusive Rand des IPS. Lediglich unten ist ein mit 13 mm etwas breiterer Kunststoffrand zu finden. Auf der Rückseite sind zwei rote Kunststoffdreiecke als visuelle Abwechslung eingelassen.


KTC H24T09P Gaming-Monitor
KTC H24T09P Gaming-Monitor. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Die typische Bildhelligkeit liegt bei 300 nits also wie gesagt 300 cd/m2. Zudem unterstützt der H24T09P Monitor von KTC AMD Radeon FreeSync und NVIDIA G-Sync als V-Sync-Technologien, einen Low-Bluelight-Modus und HDR10 für High Dynamic Range-Inhalte.

 

Wichtig ist natürlich die Reaktionszeit des Panels. Diese wird mit 1 ms bei 165 Hz als MPRT angegeben. MPRT steht für Moving Picture Response Time und sagt eigentlich nur aus, wie lange ein Pixel erleuchtet bleibt. Der Wert ist also abhängig von der Bildlaufzeit und mehr Marketing als brauchbare Angabe. Entsprechend führen langsamere Bildwiederhohlraten zu Schlieren.

Montage

Auf der Rückseite ist eine VESA 100 mm Standard-Halterung zu finden, für die jedoch der Ständer samt Standfuss abgeschraubt werden muss. Dieser erlaubt ansonsten ein Kippen des Displays um maximal 5 Grad nach vorn und bis zu 15 Grad nach hinten.

Stromverbrauch

Als typischen Stromverbrauch gibt der Hersteller KTC für den Monitor H24T09P weniger als 36 Watt an. Mehr kann das Netzteil mitgelieferte Steckernetzteil auch gar nicht leisten. Im Standby sind unter 500 mW angegeben.

Anschlüsse

Der Monitor kommt mit vergleichsweise wenig Anschlüssen daher. Neben einem 12 V Gleichstromeingang sind zwei HDMI 2.0-Anschlüsse zu finden sowie zwei DisplayPort 1.2. Alle vier Ports erlauben Bilder mit bis zu 1920×1080 Pixel und 165 Hz. Daneben ist ein 3.5-mm-Stereoklinkenausgang für die Audioausgabe angebracht. Denn über Lautsprecher verfügt der H24T09P Gaming-Monitor von KTC nicht. Alle Anschlüsse sind rückseitig auf der rechten Seite zu finden, also von vorne gesehen links. Sie zeigen alle nach unten und sind so platzsparend anzuschliessen.

Bedienung und Gaming-Modus

In der Mitte auf der Rückseite, unter dem Ständer,befindet sich ein kleiner Joystick, mit dem sowohl der Bildschirm ein- und ausgeschaltet werden kann als auch das OnScreen-Menü bedient wird. Dabei sind neben den üblichen Einstellungen und Funktionen eines Monitors auch drei interessante Gaming-Features hier zu finden. Mit dem Schwarzausgleich werden alle dunklen Bereiche des Bilds aufgehellt, um so keine Details mehr zu verpassen. Weiter kann ein FPS-Zähler angezeigt sowie ein Fadenkreuz eingeblendet werden.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Testeindruck

Die Verarbeitung des KTC H24T09P Displays ist erstaunlich gut für die Preisklasse. Alle Teile passen ineinander, die Kabel lassen sich problemlos einstecken und halten angemessen sicher in den Buchsen, ohne dass sie zu fest klemmen würden. Der Rand um das Bildschirm-Panel selbst ist angenehm schmal, auch wenn das IPS-Panel nicht die ganze Fläche füllt. Seltsam ist indes das Material, mit dem der Bildschirm selbst geschützt wird. Es handelt sich dabei augenscheinlich um einfachen Kunststoff, der zudem auch recht anfällig für Kratzer zu sein scheint. Beim Reinigen ist also unbedingt mit Vorsicht vorzugehen.

 

Ansonsten ist der Gaming-Monitor H24T09P von KTC nicht schlecht. Klar ist das Panel nicht gerade hochkarätig aufgelöst – 1080p sind nicht berauschend. Dafür sind 165 Hz als maximale Bildwiederhohlrate und 60 Hz als niedrigste gar nicht mal so schlecht. Das macht es bei dem Display dann wiederum für viele auch schmalbrüstigere Graphikprozessoren leicht, schnell die Bilder zu generieren und so keine Artefakte oder unschöne, nicht beabsichtigte visuelle Effekte entstehen zu lassen. Schlieren und Ghosting sind bei 165 Hz zudem nicht zu beobachten und alles sieht so aus, wie es aussehen soll. Auch bei 120 Hz und entsprechend knapp 2 ms rechnerischen Reaktionszeiten des Bildes ist das Ganze gut und ohne Bildstörungen zu betrachten. Selbst ein Mini PC mit Laptop-Equipment wie der Geeko AS5 mit Ryzen 9 5900hx kommt hier auch beim Gaming nicht an die Grenzen des optisch Erträglichen.

Einzig die Bedienung mittels eines kleinen Fünfwege-Joysticks ist etwas umständlich und wenig intuitiv gestaltet. Man möchte wirklich vermeiden, oft etwas an den Einstellungen des KTC H24T09P zu verändern.

 

Auch der Ständer ist mit seinen knapp 20 Grad Veränderungswinkel nicht gerade als flexibel zu bezeichnen und ist zudem genau in den rückseitigen Bereich der VESA-Halterung verbaut. Das ist kein Problem, wenn man sich für einen Monitorarm oder eine Wandhalterung entscheidet. Aber so kann man leider keinen MiniPC auf an die VESA-Gewinde anschrauben und so direkt platzsparend auf der Rückseite des Bildschirms unterbringen. Schade, denn die 24 Zoll würden auf der Rückseite des Monitors eigentlich genug Platz bieten. Das keine Speaker verbaut sind, lässt sich indes durchaus verschmerzen. Meist klingen die eingebauten Lautsprecher in Monitoren sowieso nicht so toll.

 

Das Bild sieht ganz gut aus, wobei 1080p auf 24 Zoll halt schon sichtbare Pixel bedeuten. Dafür spiegelt das Panel durch die matte Kunsttoffscheibe nicht und man kann auch bei Tageslicht gut sehen, was sich darauf abspielt. Da sind zwar 300 cd/m2 auch nicht gerade die Welt, reichen aber durchaus aus.

Preis und Fazit

Den KTC H24T09P Gaming-Monitor gibt es beispielsweise bei Geekbuy für gerade mal 139,99 Euro bzw. 137.96 SFr. zu kaufen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass ein Versand in die Schweiz derzeit nicht möglich ist.

Dafür gibt es mit dem Code NNNEUH24 das Display schon für 129.- SFr. bzw. Euro.

Insgesamt ist der KTC H24T9P ein ganz guter Gaming-Monitor, wenn man den Preis berücksichtigt. Nicht mal 130 Stutz sind einfach wirklich wenig für ein IPS-Panel, dass mit passabler Helligkeit und genügend Anschlussmöglichkeiten. Klar, es sind keine Lautsprecher eingebaut und die Auflösung ist mit FullHD 1080p einfach mal seit Jahrzehnten im PC-Gaming-Bereich überholt, doch wer die hybride Konsole Nintendo Switch anhängen möchte, wird durchaus Freude an dem Monitor haben. Auch für Office-Anwendungen kann der Bildschirm durchaus überzeugen, gerade weil der Stromverbrauch in den Standardeinstellungen und kurzerhand mal nachgemessen meist bei unter 12 Watt liegt. Selten sind die 36 Watt maximale Leistung des Steckernetzteils überhaupt gefragt.

 

Wer also einen günstigen IPS-Monitor sucht, kann mit dem KTC H24T09P Gaming-Monitor ein Schnäppchen machen, das zwar Kompromisse mit sich bringt, aber durchaus liefern kann.

Video: KTC

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