So. 17. Oktober 2021 um 8:11

Review: Embr- Über Firefighters für Nintendo Switch im Test

von Yves Jeanrenaud 0 Kommentare

Alle kennen das grundlegende Konzept von Uber: Leute, die auf die Benachrichtigung in der App warten für den nächsten Job und los geht’s: Gig Economy. Jetzt stellt euch vor, die Feuerwehr würde so funktionieren. Das ist Embr. Gepaart mit einer guten Portion absurdem Humor, viel Action und klassischen First-Person- und RPG-Elementen. Gemacht hat das Spektakel übrigens Muse Games, die sich für den Klassiker Kid Ikarus verantwortlich zeichnen.

Worum es geht in Embr: Über Firefighters für die Nintendo Switch

Im Spiel Embr muss man Feuer löschen. Aber nicht im herkömmlichen Sinne. Sondern es geht alleine oder bis zu viert äusserst rasant in brennende Häuser voller gefährlicher Fallen, Wertsachen und modernsten Sicherheitssysteme. Dabei gilt es, die Feuerherde zu löschen, Leben zu retten und – alles mitgehen zu lassen, was nicht niet- und nagelfest ist. Schliesslich muss die Kasse aufgebessert werden und der Grundsold ist mehr als mau.

 

Doch die so, nennen wir es, verdienten Reichtümer bleiben uns nicht lange erhalten. Natürlich investiert man sie schnell wieder in neues High-Tech-Werkzeug, Upgrades und und Outfits, die neue Lösungswege und Level freischalten, die uns auf der Nintendo Switch erwarten.

 

Dabei passt sich in drei unterschiedlichen Bezirken auf der Karte der Schwierigkeitsgrad dynamisch an die Teamgrösse an und lässt einem so die 25 einzigartigen Level aus ganz anderen Blickwinkeln erleben. Je besser die Aufgaben gemeistert werden, desto bessere Bewertungen bekommt man. Und diese helfen dabei, reiches Klientel anzulocken, bei denen der Nebenverdienst dann auch grösser ausfällt.

 

Doch Vorsicht! Das Business der Feuerbekämpfung ist ein kompetitives. Wir arbeiten selbstverständlich nicht im einzigen Unternehmen, dass schnell ausgebildete, finanziell motivierte Hau-Draufs in den Kampf gegen Feuer und Flammen schickt.


Embr für Nintendo Switch
Feuer! Embr für Nintendo Switch. Screenshot: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Testeindruck zu embr: Über Firefighters

Zunächst beginnt das irrwitzige Feuerwehr-Spiel für die hybride Konsole Nintendo Switch mit einem Tutorial, in dem man die Grundlagen der recht intuitiven Steuerung und der wichtigsten Spielelemente kennenlernt. Ein einfaches Inventar in dem ein Smartphone mit der Einsatz-App, die gleichzeitig auch eine Art Radar und Mini-Karte bietet, eine Axt und eine Leiter sowie ein Wasser-Blaster sind die Hauptgegenstände des Spiels. Den Wasserwerfer-Feuerlöscher können wir an allen möglichen Quellen wieder auffüllen – von der Badewanne und dem Lavabo bis zum Ententeich. So weit so einfach.

 

Das Head-up Display ist relativ übersichtlich gestaltet und auf das Wesentliche reduziert. Während oben links die aktuellen Missionsziele sowie die Anzahl geretteter Personen zu sehen ist, findet sich unten links eine Balkenanzeige für die Gesundheit unseres personalisierbaren Charakters und den Füllstand des tragbaren Wassertanks.

 

Die rechte untere Bildschirmecke beherbergt das Inventar und oben rechts tauchen Mitteilungen und Nachrichten zum Spielgeschehen auf. Somit ist der Hauptteil des Displays stets frei für die in guter, alter FPS-Manier sichtbare Hand mit Feuerlöscher und das Spielgeschehen selbst.

 

Spielgeschehen ist ein gutes Stichwort, denn das hat es durchaus in sich. Mit 17 verführbaren Ausrüstungsgegenständen lässt sich zwar so mancher Vorteil bei der Feuerbekämpfung erhaschen, indem man etwa den Fallschaden mittels Crashtest-Helm verringert, oder mit der Doppelsprung-Baseballkappe die Grenzen der Physik hinter sich lässt. Doch das Spiel bleibt indes herausfordernd und manchmal schlicht bockschwer. Schon unter den ersten fünf Missionen sind manche dabei, die man durchaus mehrmals angehen muss, bis man einigermassen gut abgeschnitten hat. Es ist also unumgänglich, die Ausrüstung auch regelmässig zu verbessern.

 

Die Grafik ist, passend zum Gameplay, abgedreht und comic-haft gehalten, während die Soundeffekte und die Musik stimmungsvoll und effekthaschend daher kommen.

 

Das Spiel selbst ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Russisch sowie Chinesisch spielbar, wobei die Audio-Sprachausgabe dort, wo sie auftaucht, stets Englisch bleibt.

Screenshots: PocketPC.ch / Jeanrenaud / Curve Digital

Preis und Fazit

Die abstruse Feuerwehr-Action von embr: Über Firefighters gibt es für 19,99 Euro bzw. 28.- SFr. im Nintendo eStore zu kaufen. Gleichzeitig ist das Game für die Nintendo Switch mit einer Altersfreigabe der USK ab 12 Jahren (PEGI 7) auch als physische Edition in Form einer Nintendo Switch-Karte erhältlich. Jedoch lässt der Release hierzulande noch auf sich warten. Einzig der US-amerikanische Amazon-Store hat das Spiel bereits als Karte im Sortiment gelistet.

 

Embr
Preis: 19,99 €
Angebot

 

Alles in Allem ist embr ein verrücktes Spiel und schwer vergleichbar mir anderen Games. Wer gerne mal etwas anderes zocken möchte und auf die ewig gleichen Suchen und Retten-Missionen der Feuerwehr-Spiele keine Lust mehr hat, kann vielleicht embr: Über Firefighters viel abgewinnen. Trotz steiler Lernkurve bleibt das Spiel auf der hybriden Konsole Nintendo Switch ziemlich herausfordern, wenn nicht gar schwer. Doch wer sich die Zeit nimmt, die einzelnen Missionen wirklich zu durchschauen und bestmöglich zu absolvieren, macht auch in embr gute Fortschritte und nimmt genug Geld ein, die eigene Ausrüstung zu erweitern und zu verbessern.

 

Dank neuer Missionstypen, täglich und wöchentlich neuen Aufgaben sowie vielen freischaltbaren Erfolgen wird Embr nicht so schnell langweilig.

Neben der Nintendo Switch ist embr: Über Firefighters auch für PC via Steam, PlayStation 4 erhältlich.

Video: Curve Digital

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