So. 26. März 2017 um 13:02

Gadget Review: Dodocool In-Ear Hi-Res Audio Kopfhörer im Kurztest

von Marcel Laser0 Kommentare

Der wirklich gut aufgestellte Mini-Speaker, der uns in seiner Qualität durchaus überzeugen konnte, machte dann doch etwas “hellhörig” (tolles Wortspiel für Audioprodukte.. :D). Somit haben wir uns gleich das nächste Produkt aus China zukommen lassen und dieses Mal sind es die Hi-Res-Audiokopfhörer vom selben Hersteller. Allerdings bleiben diese diesmal nicht ganz so frei von Kritik.

Robustes Design, aber unspektakuläres Aussehen

Auf den ersten Blick sind es eigentlich ganz normale, schwarze In-Ear-Kopfhörer und das bleiben sie auch noch beim tausendsten Mal hinschauen. Das Design ist bis auf ein einziges Element am Kopfhörer selbst in schlichtem Schwarz gehalten und ungefähr auf dem oberen Drittel des Kabels befindet sich die One-Button-Remote des Headsets, welche auch das Mikrofon beherbergt.

 

Die Länge des Kabels liegt bei ungefähr 1.2 Metern, was wohl ausreichend für den Hosentaschengebrauch sein sollte. Zudem liegt der Verpackung ein kleines Hardcover-Case für den Transport bei, in dem sich auch noch zwei weitere Aufsatzpaare befinden. Insgesamt gibt es drei Aufsätze in den Grössen S, M und L und sollen so für unterschiedliche Ohren auch den optimalen Sitz finden.


Sound? Gar nicht Mal so schlecht. Komfort… Bitte was?

Was man den kleinen Klangstöpseln allerdings positiv anheften darf, ist die versprochene und durchaus sehr gute Klangqualität. Zwar haben die Dodocool In-Ears einen, bauformbedingt nicht untypischen, leichten Hang zum Bass, vernachlässigen aber Mitten und Höhen dabei nicht. Auch die Dynamik scheint stimmig und kommt in vielen pulsierenden Songs auf hohem Niveau aus dem Klangbild heraus. Durch den leichten Bezug zum Bass machen auch entsprechende Songs mit den Kopfhörern Spass, was eher in Richtung Elektronik, Hip Hop oder R’n’B geht. Ebenfalls gut gelungen ist die Abschirmung von Aussengeräuschen, die im dichten Strassenverkehr auch zum Nachteil werden kann. Auf der Couch hingegen bekommt man dann zumindest vom Familientreiben nicht mehr all zu viel mit, was ebenfalls negativ auffallen könnte, da ich unwissentlich die Anweisung zum Müllrausbringen ignorierte. Aber wir kreiden das den Kopfhörern mal als positiven Punkt an!

 

Allerdings war der Tragekomfort nicht ganz auf dem Level hochwertiger Kopfhörer. Meine Review-geplagten Ohren haben schon allerlei In-Ears tragen müssen und bisher ging es eigentlich immer gut. Die Dodocool-Kopfhörer fingen allerdings nach einer Tragezeit zwischen drei und vier Stunden an zu schmerzen. Woran das nun liegt, ist an dieser Stelle nicht zu sagen. Andere In-Ears, wie beispielsweise die Creative Sound BlasterX P5 oder auch die Bowers & Wilkins C5 machten auch nach längerer Tragezeit in den Ohren keine Probleme. Die Passform scheint nicht anders, als bei vergleichbaren Modellen und auch der Durchmesser der Ohrteile ist nicht ungewöhnlich.

Die Kopfhörer produzieren einen guten Klang fürs Geld.

Fazit: Günstig und guter Sound, mit Schwächen im Komfort

Erst einmal das Wichtigste: Der Sound ist im Vergleich mit ähnlich günstigen Kopfhörern wirklich sehr gut. Zum Vergleich habe ich meine Sennheiser CX300, welche ebenfalls im Bereich von 30 Euro bzw. Schweizer Franken liegen, heranziehen können und die Dodocool Kopfhörer schneiden sogar einen Tick besser ab. Hier spielen aber auch die persönlichen Präferenzen eine Rolle, da einem der leicht dunklere Ton mit Hang zum Bass auch irgendwo gefallen muss.

 

Abzüge gibt es allerdings für das nicht ganz so gute Mikrofon in der im Kabel verbauten Remote. Wer draussen an der frischen Luft herumläuft wird Schwierigkeiten haben, seine Stimme klar zum Empfänger zu bringen, was wirklich schade ist. Auch beim Komfort störte das Drücken in den Ohren nach längerer Tragezeit schon. Aber vielleicht sind andere Ohren besser für diese In-Ears geeignet.

 

Die Dodocool In-Ear Hi-Res Kophörer gibt es für rund 30 Euro bei Amazon.de zu kaufen. In der Schweiz haben wir bisher noch keinen Händler gefunden, der das Headset im Sortiment hat, daher müsste man dieser Stelle mit einem Aufpreis zu einem Import greifen.

vg-wort
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