So. 09. Juli 2017 um 12:05

Gadget Review: Creative Outlier Sports Bluetooth Kopfhörer im Test

von Marcel Laser0 Kommentare

Creative kann nicht nur Lautsprecher! Erst kürzlich hatten wir noch den Creative iRoar Go im Test und nun kümmern wir uns um die Outlier Sports Kopfhörer vom selben Hersteller. Sie funktionieren kabellos, versprechen Schweissresistenz und eine ordentliche Akkulaufzeit. Wie der Name bereits verrät versucht man die Sportverrückten unter euch anzusprechen, aber kann auch der Sound überzeugen? Wir haben es ausprobiert.

Modernes Design mit Frankenstein-Charakter, aber nicht negativ!

Kopfhörer sind in erster Linie noch viel mehr als kleine Klangkünstler, sie drücken irgendwo auch den Lifestyle der Person aus, die sie trägt. So sind moderne Headsets schon länger in der Mode angekommen und da muss man sich durchaus ab und an etwas einfallen lassen. Einige mögen es schlicht, andere wiederum auffällig oder gar irgendwas dazwischen? Die Outlier Sports sind quasi letzteres, eher unauffällig aber haben dennoch eine gewisse Charakteristik zu bieten, vor allem dann wenn man poppigere Farbvarianten auswählt.

 

Das Kabel, welches die beiden In-Ear-Stöpsel verbindet, ist mit Silikon überzogen und sehr stabil ummantelt, was Steuergeräusche minimieren soll. Im ersten Drittel zum rechten Kopfhörer hin befindet sich zudem die Remote-Bedienung, welche sich um das Koppeln, Lauter und Leiser und andere Funktionen kümmert. Die Kopfhörer gibt es in drei unterschiedlichen Farben: Ein sehr dunkles Blau, knalliges Gelb und Orange. Wir haben die dunkelblaue Version des Headsets getestet.

 

Die Stöpsel selbst sind allerdings sehr lang, jedenfalls kommt einem das beim ersten Auspacken und einsetzen so vor. Mein Kopf ist relativ schmal, da ich selbst von sehr schlanker Natur bin. Setze ich die Outlier Sports in meine Gehörgänge, so ragen sie noch ein gutes Stück aus meinem Ohr heraus, was bei schlankerer Statur ein bisschen was von den Metallstiften von Frankensteins Monster hat. Allerdings ist das auch weniger dramatisch, als es jetzt vielleicht klingen mag.

 

Der Sitz ist übrigens hervorragend! Selbst bei langen Laufstrecken bleiben sie fest im Ohr sitzen. Mitgeliefert werden drei unterschiedlich grosse Aufsätze, um in möglichst vielen Ohren halt zu finden. Ein kleiner Haken greift übrigens auch ins Muschelinnere, um etwas mehr Stabilität herauszuholen. Das funktioniert erstaunlich gut.


Ausgewogene Eigenschaften mit Hang zum sportlichen Antrieb

Die Kopfhörer sind mit 6-mm-Neodym-Treibern ausgestattet und sollen eine gute Klangkulisse generieren. Wir haben dafür das Headset durch eine grössere Gruppe von unterschiedlichen Szenarien gejagt und natürlich auch viele Spiele auf dem Smartphone gespielt. Eine Liste mit den folgenden Einsatzgebieten findet ihr in der folgenden Tabelle.

Musiker und BandsSoundtracks von Filmen, Video- und ComputerspielenGespielte Spiele
  • Pendulum – Immersion
  • Skrillex – Bangarang
  • Michael Bublé – To Be Loved
  • Billy Talent – Billy Talent III
  • Anberlin – Blueprints for City Friendship
  • Mike Oldfield – Nuclear
  • Netsky – Eyes Closed
  • Alüto – To you all (Michi)
  • Infected Mushroom – Deeply Disturbed
  • Mark Forster
  • Green Day – American Idiot
  • Lindsey Stirling – Shatter Me
  • Blind Guardian – A Night at the Opera
  • Vanessa Mae – The Classical Album
  • Schandmaul – Narrenkönig
  • Eminem – 8 Mile
  • Austin Wintory – Journey (Original Soundtrack)
  • Guild Wars 1 und 2 – Original Soundtracks
  • Pacific Rim – Original Soundtrack
  • Vaiana – Original Soundtrack
  • Enders Game – Original Soundtrack
  • Uncharted – Original Soundtrack
  • Halo 2 und 3 – Original Soundtracks
  • Baldur’s Gate 2 – Original Soundtrack
  • The Dark Knight – Original Soundtrack
  • Skyrim – Original Soundtrack
  • StarCraft II – Original Soundtrack
  • Rocket League – Original Soundtrack
  • Portal 2 – Original Soundtrack
  • The Witcher 3 – Original Soundtrack
  • Game of Thrones – Original Soundtrack
  • Destiny – Original Soundtrack
  • Guild Wars 2
  • Real Racing 3
  • Monument Valley 2
  • Lara Croft GO
  • The Eldar Scrolls V: Skyrim (PC)
  • StarCraft II
  • The Witcher 3 (PC)
  • Overwatch (PC)

An Konsolen konnten wir die Kopfhörer nicht testen, da es keine Möglichkeit gab, per Bluetooth mit diesen in Verbindung treten, allerdings funktioniert das am MacBook und am PC hervorragend, zumindest wenn letzterer mit Bluetooth ausgestattet ist. Somit können die Kopfhörer auch zum Zocken genutzt werden und das nicht nur am Smartphone.

 

Die Klang ist hervorragend für diese Preiskategorie. Der unterschwellige Grundton der Outlier Sports ist etwas dunkel, also werden vor allem tiefere Töne wie Bässe leicht hervorgehoben. Kein Wunder, schliesslich sind sie als Sport-Kopfhörer gedacht, die euch pushen und somit auch entsprechende Tracks euch auf Kurs bringen solen. Ein ordentlicher Bass kann da schon “antreibend” wirken.

 

Aber die In-Ears können auch anders: Aauch Töne im mittleren und hohen Bereich werden klar differenziert wiedergegeben, auch wenn der leicht dunklere Grundton immer wieder zu vernehmen ist. Wir würden die Outlier Sports allerdings klassischen Klängen nicht unbedingt zumuten, sie haben eher ihre Stärken im elektronischen Bereich oder auch für Hiphop und derzeit angesagten Pop-Tracks. Dennoch sind sie auf die breite Masse des Musikspektrums hin gesehen ein ordentlicher Allrounder.

Eine Mischung zwischen poppig und unauffällig. Die Creative Outlier Sports sehen stylisch aus ohne extrem aufzufallen.

Akkulaufzeit überzeugt mit guten zehn bis zwölf Stunden

Da beide Ohrhörer mit einem Kabel verbunden sind und nicht eigenständig fungieren müssen, können beide mit einem einzigen Akku betrieben werden. Zwar gibt der Hersteller keine Details zur Kapazität heraus, doch werden die Outlier Sports von Creative mit circa elf Stunden Akkulaufzeit angegeben.

 

Diese sind absolut realistisch und konnten sogar sehr gut nachvollzogen werden. In unserem Test hielten sie bei sehr guter Verbindung zum Smartphone und recht geringer Lautstärke sogar bis zu zwölf Stunden durch. Das ist für einen so kompakten Bluetooth-Kopfhörer überraschend gut.

 

Wer es darauf anlegt, etwas lauter hört und die Verbindung auch mal eng werden könnte, so sind natürlich auch elf Stunden nicht immer zu erreichen, dennoch kam es nahezu nie vor, dass wir unter zehn Stunden Musikgenuss oder Telefongespräche kamen. Der Kopfhörer eignet sich also nicht nur für ein stundenlanges Workout ohne Steckdose, sondern auch für den Weg dahin und wieder zurück.

Die Akkulaufzeit ist mit mindestens zehn Stunden ausreichend dimensioniert.

Fazit: Starker Allround-Kopfhörer ohne viel Schnickschnack

Die Creative Outlier Sports sind tatsächlich sehr gute Bluetooth-Kopfhörer, vor allem wenn man den dazu gedachten Preis bedenkt. Zudem sind sie vor Spritzwasser geschützt, damit sie auch beim Sport (wofür sie ja gedacht sind) und viel Schweiss getragen werden können. Der Halt ist ebenfalls entsprechend gut ohne spürbaren, starken Druck in den Ohren. Die Akkulaufzeit ist auch wirklich in einem sehr attraktiven Bereich gehalten.

 

Beim Klang gilt es indes abzuwägen. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass der leicht dunklere Unterton die Kopfhörer ideal für Workouts machen, da erst die Lieblings-Beats das Training so richtig pushen können. Aber sie eignen sich nicht nur für harte Bässe, sondern liefern auch bei Höhen und Mitten ein überraschend klares Pensum ab, auch wenn der dunklere Ton immer ein wenig mitschwingt, verschluckt dieser die anderen Bereiche nie. Es empfiehlt sich zwar vielleicht nicht, klassische Musik mit den Outlier Sports zu hören, doch kann man ein breites Spektrum an Musk-Genres mit ihnen abdecken. Sie eignen sich also auch absolut für die Freizeit.

 

Neben der beim Punkt Design erwähnten “Frankenstein”-Optik gibt es allerdings noch eine Kleinigkeit, die wir gerne erwähnen möchten: Die Status-LED blinkt bei Verbindung zwar langsam aber permanent in Blau. Wer Abends im Bett noch über sein Tablet oder Smartphones ein paar Videos gucken will, wird in totaler Dunkelheit vielleicht vom LED-Licht gestört. Mich persönlich störte das deutlich sichtbare Blinken so sehr, dass ich auf andere Kopfhörer ausweichen musste.

 

Alles in Allem machen die Outlier Sports viel Spass. Der Preis von knapp 70 Euro UVP ist an dieser Stelle absolut angemessen und definitiv nicht zu hoch gegriffen. In der Schweiz beträgt die UVP rund 60 Franken. Bei Amazon in Deutschland und Österreich sind die Kopfhörer auch schon ab 65 Euro zu bekommen.

vg-wort
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