So. 05. März 2017 um 10:56

Gadget Review: Creative iRoar Go Bluetooth-Lautsprecher im Test

von Marcel Laser0 Kommentare

Dabei hatten wir nun schon eine ganze Reihe Bluetooth-Lautsprecher im Test, egal ob Ultimate Ears, Bowers & Wilkins und andere. Da darf nun auch letztendlich Creative mit seiner Roar-Serie nicht fehlen und den Anfang macht der neuste iRoar Go, welcher allerdings nicht unter dem legendären Sound Blaster Label vertrieben wird. Was der kleine Schallkasten so kann, haben wir uns ausführlich angehört.

Edles Design, spritzwassergeschützt und hochwertige Verarbeitung

Was Creative immer wieder mit seiner Design-Abteilung anstellt, ist tatsächlich als sehr ordentlich zu bezeichnen. Der iRoar Go bildet hier keine Ausnahme, denn auch hier können ein edles Design und eine sehr hochwertige Verarbeitung für massig Pluspunkte sorgen, auch wenn wir zwei kleinere Bedenken haben. Dennoch würden wir erst die positiven Punkte hervorheben.

 

Der feste kleine Klotz ist in der Schwarz gehalten mit leichten silbernen Elementen an den Seiten. Diese sind übrigens passive Bassauslässe mit frei schwingenden Membranen. Das Gewicht ist enorm, zumindest bezogen auf die Grösse, aber das bringt Pluspunkte beim festen Stand, den der “Outdoor-Speaker” auch haben sollte. Die Bedienelemente sind alle im oberen Bereich angeordnet und scheinen unter einer Art gummierten Oberfläche zu liegen. Das erleichtert nicht nur das Erfühlen, sondern schützen auch die Buttons vor Wasser und Staub.

 

Die regulären Anschlüsse für USB und Micro-USB, microSD, Klinke und Netzteil befinden sich je nach Lage des Lautsprechers oben oder an der hinteren Seite des iRoar Go und werden von zwei grösseren Gummikappen geschützt. Dennoch bleiben diese leicht zugänglich, da die Kappen nicht all zu fest im Gehäuse sitzen. Aber immerhin noch stramm genug, um entsprechend Schutz zu bieten.


Sehr guter Sound auf engstem Raum mit technischen Raffinessen

Was man erst so gar nicht glaubt: Der 54.0 x 192.0 x 97.0 mm kleine Kasten beherbergt insgesamt fünf Lautsprecher. Ausgestattet ist der iRoar Go mit zwei Fernfeld-Hochtöner, die den Bass in der Mitte flankieren. Die zwei aussen-liegenden Membrane an den Seiten, die stilecht ins Design integriert wurden, bilden die passiven Radiatoren des Systems. Auch wenn Creative selbst hier von fünf Lautsprechern spricht, ist das schon ein wenig geschönt in Bezug auf die in der Zählung mit einbezogenen Radiatoren. Dem Sound selbst tut das allerdings keinen Abbruch, aber dazu später mehr.

 

Als absolute Weltklasse entpuppt sich die für einen Bluetooth-Lautsprecher sehr ausgiebig ausgefallene Anschlussvielfalt. Egal ob per Micro-USB am PC oder der PlayStation 4, Bluetooth über NFC, Musik auf microSD oder der Anschluss per Klinke: Es ist einfach eine pure Freude, den iRoar Go mit so vielen unterschiedlichen Medien nutzen zu können. Zudem gibt es ein Bedienfeld am Lautsprecher, sofern mal die entsprechende App nicht zur Hand ist, um zum Beispiel die Musikstücke manuell vom USB-Stick oder der microSD auswählen zu können. Solltet ihr eine microSD-KArte eingesteckt haben, könnt ihr auch per Aufnahme-Knopf Lieder aufnehmen lassen, die ihr gerade per Bluetooth abspielt.

Creative iRoar Go
Das Soundsetup des iRoar Go: Zwei Fernfeld-Hochtöner, ein Bass und zwei passive Radiatoren. Befeuert von zwei separaten Verstärkern.

Zum Einsatz kommen die bereits erwähnten “fünf” Lautsprecher. Dabei handelt es sich um zwei kleinere Speaker links und rechts neben dem Bass und die zwei Radiatoren links und rechts im Gerät. Zudem wurden zwei Verstärker verbaut, die sich um unterschiedliche Aufgaben kümmern. Einer befeuert die Mitten und Tiefen und ein zweiter kümmert sich ausschliesslich um die Höhen.

 

Der Sound ist wahnsinnig energetisch und kraftvoll. Etwas was man von einem so kleinen Kasten eher gar nicht erwartet. Jetzt darf man an dieser Stelle natürlich kein reines Basswunder bei dieser Grösse verlangen, aber dennoch zeichnen sich auch die tiefsten Tiefen sehr deutlich ab. Eine runde Skrillex mit dem Titel Bangerang hat ein enorm hohes Klangspektrum mit Spitzen in allen Richtungen. Selbst die lautesten Einstellungen brachten den iRoar Go nicht ins Wanken. Zudem wurden auch ruhigere Töne von Lindsey Stirling, Gaming Soundtracks von Skyrim, Journey und Halo angestimmt.

 

Auch Tests per microUSB-Kabel an der PlayStation 4 oder einem Laptop funktionierten. So konnte der Speaker auch im Gaming-Bereich brillieren, auch wenn man an dieser Stelle sagen muss, dass er eine Soundbar definitiv nicht verdrängen kann. Am Laptop hingegen als externe Speaker-Box löst er bereits die verbauten internen Lautsprecher durchaus ab. Dabei spielt das Anwendungsgebiet keine Rolle.

 

Was durchaus interessant ist: Der Creative iRoar Go ist in über 95 Prozent der Fälle nahezu allen Lautsprechern im Fernseher überlegen. Dabei schlossen wir die kleine Box an zwei LG Fernsehern und zwei Samsung-Geräten an und stellten diese ähnlich wie eine Soundbar vor das TV Gerät auf. Die Verbesserung war klar erkennbar bzw. in diesem Fall deutlich hörbar. Ein grösseres externes Boxensystem wird dem iRoar Go allerdings dennoch den Rang ablaufen, das sollte man auch nicht vergessen.

Kann stehen oder liegen: Der Creative iRoar Go verteilt den Sound so entweder direkt in eine Richtung oder eher voluminös im Raum.

Fazit: Kleines Kraftpaket mit vielen Funktionen

Der Creative iRoar macht durch und durch Spass, dass kann man so auch stehen lassen. Der Sound ist für die kleine Kiste überraschend Kraftvoll und ausgewogen. Drückt man den Roar-Knopf, dann kommt noch die gewisse Loudness dazu, die den Klang noch einmal deutlich mehr im Raum verteilt. Extras wie ein kleiner Spritzwasserschutz sind ebenfalls willkommen, auch wenn das Teil nicht so Wasserdicht ist, wie beispielsweise die Ultimate Ears BOOM Rollen.

 

Auch den Lautsprecher per microUSB an die PlayStation 4, den Desktop-PC, ans MacBook anschliessen zu können oder auch der Einsatz von microSD-Karten, sind durchaus Highlights, die nicht jeder Bluetooth-Lautsprecher mit sich bringt. Ihn im Büro aufzustellen und nebenbei Radio oder eine Spotify Playlist “rödeln” zu lassen, bewerkstelligt er auf hohem Niveau mit einem wirklich klasse Sound. Die enormen Anschlussmöglichkeiten und Kompatibilität machen den iRoar Go daher zu einem Allround-Talent in vielen Gelegenheiten.

 

Der Preis ist in Anbetracht der gebotenen Leistung und Feature-Umfang durchaus angemessen. Für rund 176 Euro ist der Creative iRoar Go auf Amazon zu haben. In der Schweiz sucht man den kleinen Speaker noch mit der Lupe, doch ist der iRoar Go auch hier ab Preisen von rund 160 – 200 SFr. zu finden. Allerdings bieten bisher nur wenige Händler den Creative iRoar Go hier an.

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen