Sa. 29. April 2017 um 14:31

Review: Nanoleaf Aurora Smart Home Designlampen im Test

von Jörg Renken4 Kommentare

Die Nanoleaf Aurora ist ein relativ neues Mitglied im Reigen der smarten Beleuchtungsmittel. Bei der Nanoleaf Aurora handelt es sich um steckbare LED-Panels, die man an der Wand befestigen kann. Sie sind in der Farbwahl, Helligkeit und Reihenfolge frei programmierbar. Zudem ist die Aurora Apple HomeKit-fähig, kann aber auch per Android-App oder Alexa gesteuert werden. Seit einem Jahr auf dem deutschen Markt findet sie immer mehr Fans. Aus diesem Grund haben wir die Nanoleaf Aurora einmal für euch getestet.

Lieferumfang, technische Daten und Verarbeitung der Aurora Nanoleaf

Der Lieferumfang des Starterkits der Aurora besteht aus:

  • Steuereinheit (zur Steuerung von max. 30 Kacheln) inkl. Netzteil und Stecker für EU bzw. Großbritannien
  • 9 LED-Kacheln
  • 9 Papierbögen in der Größe der LED-Kacheln
  • 9 Verbindungsstücke
  • 28 Klebeelemente zur Befestigung
  • Getting started-Broschüre inkl. HomeKit-Code

Zusätzlich zum Starterkit gibt es noch ein Erweiterungsset, das aus folgenden Komponenten besteht:

  • 3 LED-Kacheln
  • 3 Verbindungsstücke
  • 12 Klebeelemente zur Befestigung

Kommen wir zu den technischen Daten der Aurora. Sie sind wie folgt:

  • Lichtstrom per Kachel: max. 100 Lumen
  • Farbtemperatur: 1200 K – 6500 K
  • Maximaler Strombedarf pro Kachel: 2 W
  • Maximaler Strombedarf der Steuereinheit: 60 W
  • Dimmbar: Ja
  • Arbeitet mit folgenden Frameworks: Apple HomeKit, Android, Amazon Alexa
  • Farbraum: RGBw
  • Maximale Farben: 16.7 Mio.
  • Verbindungsprotokoll: Wifi (2.4 GHz)
  • Lebensdauer der LEDs: 25’000 Stunden
  • Kantenlänge eines Panels: 25 cm

Da die Aurora ein Designelement in jeder Wohnung darstellt, sollte sie sehr sorgfältig gearbeitet sein. Genau das trifft auch zu. Alle Elemente weisen keine Grate auf, sämtliche Panels sind plan und die Spaltmasse sind überall gleichmässig. Selbst die Verbindungsstücke sind ohne Fehl und Tadel. Sie passen sehr gut in die Verbindungen. So sollen Designstücke gefertigt sein.


Planen und Befestigen der Aurora Nanoleaf

Da die Aurora an die Wand geklebt wird (man kann sie lt. Hersteller rückstandsfrei wieder entfernen), sollte man sich das Design vorher aussuchen und einmal ausprobieren. Nanoleaf liefert auch gleich ein paar Designideen mit. Jedoch kann man seiner Kreativität auch freien Lauf lassen. Einzige Einschränkung: die Kacheln müssen miteinander verbunden sein. Ich habe mich – da ich auch noch zwei Erweiterungspacks gekauft habe – für das Design “The Homely Mountains” entschieden. Zum Testen habe ich die einzelnen Elemente erst einmal lose auf dem Esszimmertisch platziert.

 

So kann man gut abschätzen, wie gross das gewählte Design aussehen wird. Anschliessend habe ich die einzelnen Elemente mittels der Verbindungsstücke zusammengefügt und dann zum Schluss die Steuerungseinheit angesteckt. Dies geht wirklich einfach. Schaut man sich im Netz um, so wird oft bemängelt, dass die Verbindungsstücke nicht einrasten. Gerade das finde ich sinnvoll, da beim zusammenstecken bzw. wieder lösen nicht mit viel Kraft gearbeitet werden soll, um die Panels nicht zu beschädigen. Meiner Meinung nach hat Nanoleaf dies genau richtig gelöst. Ein weiterer Pluspunkt ist die Länge des Stromkabels. Es ist mit 3.5 Metern lang genug. Auch das ist ein Pluspunkt.

Hat man sich schliesslich für ein Design entschieden, bringt man nun die Klebeelemente an den Ecken auf der Rückseite der Panels an. Mit Hilfe einer Wasserwaage kann man dann die einzelnen Panels sauber an der Wand platzieren und ankleben. Das geht recht zügig. Wer es sich vorher einmal ansehen will, wie man die einzelnen Panels befestigt, kann sich auch das entsprechende Video von Nanoleaf auf ihrer Webseite ansehen. Dort wird alles genau beschrieben.

 

Einzig die Hinweise zu den Klebeelementen muss man anpassen, da Nanoleaf je nach Charge auch schon einmal andere Klebeelemente beilegt. Aber das stellt selbst für ungeübte Bastler_innen kein Problem dar. Bei den Klebeelementen handelt es sich (lt. Hersteller) um rückstandsfrei wiederablösbare Stücke. Da die Klebeelemente nur einmal benutzt werden können, muss man nach dem Ablösen zum Beispiel auf Tesa Powerstrips (oder vergleichbar) zurückgreifen. Dies soll aber auch problemlos funktionieren.

Die Inbetriebnahme und Handhabung der Nanoleaf Aurora

Die Inbetriebnahme der Aurora gestaltet sich recht einfach, da es sich um ein HomeKit-fähiges Gerät handelt. Hat man die Steuereinheit an den Strom angeschlossen, leuchten alle Kacheln erst einmal weiss auf. Wenn sie erloschen sind, sind sie bereit. Dann öffnet man einfach die Nanoleaf-App oder aber die HomeKit-App, folgt den jeweiligen Anweisungen und scannt zum Schluss den 9-stelligen Code vom “Getting Started”-Blatt. Alles andere übernimmt dann die jeweilige App. Nach kurzer Zeit ist die Lampe einsatzbereit.

 

Sollte es ein Firmwareupdate geben, wird dies über die Apps angezeigt. Das Update erfolgt dann entsprechend über die Nanoleaf-App. Einziges Manko: die App zeigt nicht an, wann das Firmwareupdate letztendlich fertig ist. Ein Fortschrittsbalken ist laut Hersteller nicht möglich, da die Aurora zwischendurch die Verbindung zum Smartphone trennt.

 

Ein Hinweis auf die Fertigstellung wäre aber wünschenswert. Da es dies momentan nicht gibt, muss man warten, bis die Panels ihr Programm zur Wiedergabe wieder aufnehmen. Probleme mit der Firmware-Aktualisierung sind nicht aufgetreten. Die Bedienung der Aurora erfolgt – wie bereits erwähnt – in der Regel über die HomeKit- oder Nanoleaf-App. Allerdings lässt sie sich auch an der Steuereinheit über zwei Buttons bedienen. Der eine dient zum An-/Ausschalten der Panels und der zweite zum Wechseln des Szenarios. 

Skizze der Steuereinheit
Die Steuereinheit des Aurora Nanoleaf.

Die Apps zur Bedienung der Aurora

Zur Bedienung der Aurora hat man die Wahl zwischen der HomeKit-App von Apple und der Nanoleaf-App. Letztere liegt sowohl für iOS als auch für Android vor. Eine Unterstützung für Windows Phone bzw. Windows 10 Mobile mit einer entsprechenden App gibt es wohl nicht. Ob hier nachgebessert wird, ist noch unklar.

 

Nanoleaf Smarter-Reihe
Nanoleaf Smarter-Reihe
Entwickler: Nanoleaf
Preis: Kostenlos
Nanoleaf Smarter-Reihe
Nanoleaf Smarter-Reihe
Entwickler: Nanoleaf
Preis: Kostenlos

 

Die Nanoleaf-App teilt sich in fünf Bereiche auf: Szenerien, Räume, Design, Zeitpläne und Einstellungen.

Im Bereich Szenerien sind alle selbst erstellten und auch die mitgelieferten “Programme” zur Farbfolge, Helligkeit, Geschwindigkeit etc. abgespeichert. In den Räumen sind die jeweiligen Räume aufgelistet, in die man die Wohnung bei Apples HomeKit aufgeteilt hat. Die Aufteilung kann allerdings auch hier über die App vorgenommen werden. Das wichtigste Element der App ist der Designbereich. Die Aurora wird dabei genau so abgebildet, wie man sie zusammengesteckt hat. Ist sie irgendwie verdreht, kann man mit 2 Fingern die Darstellung drehen, bis sie dem Original entspricht.

 

Nun kann man durch Tippen auf die einzelnen Panels jeweils eine Farbe festlegen. Oder aber, man nimmt einfach eine fertige Farbpalette und variiert sie in der jeweiligen Abfolge und Geschwindigkeit. Beim Testen hatte ich innerhalb weniger Minuten mir ein eigenes, ansprechendes Szenario zusammengeklickt. Da die Möglichkeiten weit gefächert sind, kann man das schlecht alles aufzählen. Am besten sieht man es im folgenden Video des Herstellers selbst an. Es ist schon beeindruckend welche Möglichkeiten sich hier bieten.

 

Hat man wie ich mehrere HomeKit-fähige Geräte im Gebrauch, wird man aus Vereinfachungsgründen – bis auf die Szenariengestalltung – alles über die HomeKit-App von Apple erledigen. Das gestaltet sich recht einfach, da man die Geräte und ihre Bedienung in einer Übersicht hat. Selbst Anpassungen der Helligkeit bzw. das Festlegen von Regeln (“Gehe bei Sonnenuntergang an”, “Schalte die Lampe X um 22 Uhr aus” etc.) habe ich über die HomeKit-App vorgenommen.

 

Will man die Aurora einfach nur steuern, kann man das mit jedem iOS- bzw. Android-Device per Nanoleaf-App erledigen. Auch die Anbindung an Alexa ist mittlerweile integriert. Möchte man die Lampe jedoch auch von Unterwegs steuern oder in HomeKit integrieren, so benötigt man als Verbindung zum HomeKit ein Apple TV (3. oder 4. Generation). Das Apple TV übernimmt dann quasi die Funktion der HomeKit-Steuerzentrale. Auch die Anbindung an das AppleTV ist quasi selbsterklärend. 

Unser Fazit zur Nanoleaf Aurora

Die Nanoleaf Aurora hat bislang ein Alleinstellungsmerkmal als Designobjekt mit HomeKit-Anbindung. Durch die vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten und die unendliche Vielzahl an Szenarien wird sie wohl nie langweilig werden. Momentan ist man allerdings auf den im Starterkit mitgelieferten Steuereinheit (Regler) angewiesen. Diesen kann man momentan leider nicht separat kaufen. Dadurch muss man zur Zeit immer ein durchgehendes Design wählen. Dies soll sich jedoch im Laufe dieses Jahres noch ändern. Damit wäre man in seiner Designwahl noch freier.

 

Genauso soll es in diesem Jahr ein Modul geben, über das die Aurora per Musik gesteuert wird. Damit würde sie quasi zu einer Design-Lichtorgel. Auch eine stylische Fernbedienung ist in Planung, damit man nicht immer zum Smartphone greifen muss, um etwas zu verändern.

 

Der Preis von etwas über 200 Euro erscheint auf den ersten Blick hoch. Wenn man allerdings bedenkt, dass eine “normale” Deckenlampe mit LEDs auch schon über 100 Euro kosten kann, so relativiert sich der Preis. Man bekommt für sein Geld auf jeden Fall ein Designelement, das ein Eye Catcher ist und für dekorationswütige Menschen mit dem gewissen Blick für Designs ein absolutes Werkzeug darstellen kann.

 

Alles in allem muss ich sagen, dass mich die Nanoleaf Aurora in allen Belangen überzeugt hat. Sie bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung.

 

Die Nanoleaf Aurora kann man entweder über den Apple Store oder aber z. B. über Amazon beziehen. Sie kostet auf Amazon rund 210 Euro. Das Erweiterungsset gibt es bei Amazon zum Preis von 74.95 Euro.

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4 Antworten zu “Review: Nanoleaf Aurora Smart Home Designlampen im Test”

  1. skycamefalling sagt:

    Na toll, jetzt will ich auch so ein Ding…ihr könntet mir ruhig beim Geld sparen helfen und mich nicht zu Käufen von nutzlosen Zeug animieren 😥

  2. Marcel Laser sagt:

    Immerhin teilen wir alle das Selbe miteinander. Wir lieben so nutzloses Gadget Zeug, dass einfach cool aussieht 😂

  3. natedrake90 sagt:

    Auch ich musste mir so ein Set nachdem ich dieses Review gesehen habe bestellen 😀

  4. Tempest2k sagt:

    Ich hätte so etwas auch gerne. Aber wenn es keine Steuerungsmöglichkeit gibt ausser mit Apple oder Android, dann wird es wohl leider nichts. Wenigstens mit meinem Windows Tablet wäre es doch schön. Aber ich bin da mittlerweile hart geworden. Ich erwarte mir noch nicht mal mehr eine App für Windows oder Windows mobile. Aber ein normales .exe Programm schon. Ist dies nicht vorhanden. Dann ist das leider nichts für mich.

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