Fr. 25. Mai 2018 um 14:29

Zocken auf dem Smartphone ohne Free-2-Play – Einmal zahlen, immer spielen

von Marcel Laser3 Kommentare

Smartphone Gaming ist ein Fall für sich. Fast alle sehen nur die kleinen, fummeligen Handyspiele mit viel Werbung und den nicht endenden Nachrichten über reduzierte Bezahlpakete. Nicht zuletzt regte ich mich in einer Kolumne über das Harry Potter: Hogwarts Mystery System auf. Doch kann man auch ernsthaft auf einem Smartphone zocken? Einmal Geld reinstecken und dann das Spiel geniessen, ähnlich wie auf der PlayStation Vita oder dem Nintendo 3DS? Mit den nun kommenden Alternativen wird man durchaus fündig in der Free-2-Play Hölle der App Stores.

Monster Hunter: Freedom Unite – Hunderte von Stunden reine Monsterhatz!

Einen Titel, den ich für mein Leben gerne immer wieder ins Spiel bringe, ist vor allem Monster Hunter Freedom Unite. Ich bin ein riesiger Fan der JRPG-Reihe von Capcom und war mehr als nur überrascht, als der Titel für iOS angekündigt wurde.

 

Hier kämpft ihr gegen riesige, unterschiedliche Monster, erntet aus ihren Kadavern Materialien und stellt so noch stärkere Ausrüstung her um noch stärkere Monster in Angriff zu nehmen. Jedes Monster besitzt einzigartige Eigenschaften und man muss immer wieder neue Taktiken und Jagdmechanismen erlernen, um diese zu besiegen. Dieser fast schon süchtig machende Teufelskreis bringt viele 100 Stunden Spielzeit mit sich, denn man kümmert sich auch um seine Farm, sammelt Ressourcen und erledigt Aufträge seiner Heimat. Das Spiel unterstützt lokalen und online Multiplayer und so könnt ihr auch mit bis zu vier anderen Fans auf Monsterjagd gehen.

 

Das erstmals auf der PlayStation Portable veröffentlichte Spiel, bietet in der iOS Version zudem eine stark verbesserte Grafik, eine angepasste Steuerung und es werden auch MFi zertifizierte Controller unterstützt. Die Version ist sowohl mit dem iPad als auch mit dem iPhone kompatibel. Der Preis liegt bei satten 17 Euro bzw. 15 Schweizer Franken. Einen Nachteil hat das Spiel aber letztendlich doch: Capcom hat keine Version für Android veröffentlicht und es wird wohl auch kein Monster Hunter: Freedom Unite für Googles Plattform geben.


Don’t Starve: Pocket Edition – Bloss nicht verhungern! Skurriler Survival Trip

Don’t Starve ist einer der überraschenden Indie-Hits der letzten Jahre. Die Mechanik baut in ähnlicher Weise, wie die von Minecraft auf, ist aber insgesamt gesehen dann doch völlig anders, was schon alleine damit anfängt, dass ihr irgendwie vom Teufel höchstpersönlich in eine feindliche Welt geworfen werdet. In heisst es dann nur noch “du solltest dir etwas zu Essen suchen, bevor du verhungerst”.

 

So dürft ihr nun Holz hacken gehen, damit euer Lagerfeuer für die Nacht steht, Ressourcen sammeln und darum kümmern, dass euch bloss die Nahrung nicht ausgeht und auf seinen geistigen Gesundheitszustand muss man ebenfalls aufpassen, denn sonst materialisieren sich sprichwörtlich noch viele weitere Gefahren! Generell bekommt ihr es im Spiel mit allerlei skurrilen Vögeln zu tun und es gibt viele Mysterien zu entdecken.

 

Klei Games hat Don’t Starve sowohl für Android als auch für iOS veröffentlicht und das Spiel kostet rund 5 Euro bzw. 5 Schweizer Franken auf beiden Plattformen. Die Mechaniken wurden zudem 1:1 aus der Konsolen-Version übernommen und so hat man das volle Gaming-Feeling auch auf dem Smartphone parat.

 

Kleiner Tipp: Auch die neue Shipwrecked Edition, die auf Steam einige Erfolge feierte, ist bereits für mobile Endgeräte erhältlich und kostet ebenfalls auf beiden Plattformen um die 5 Euro bzw. Schweizer Franken.

GRID Autosport – Rennsimulation Deluxe mit bombastischer Grafik

Gleich vorweg: Auch hier handelt es sich um einen iOS-Exklusiven Titel, welcher allerdings besonders dick aufträgt, vor allem was die optischen Anreize betrifft. In GRID Autosport von Feral Interactive bekommt ihr es ausserdem mit über 100 Autos und ebenfalls über 100 unterschiedliche Strecken zutun. Jedes dieser Autos (echte Markenlizensierung) bringt zudem auch noch unterschiedliche Fahreigenschaften mit.

 

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sollen den Einstieg erleichtern oder eine echte Herausforderung für Rennprofis bringen. Wer will, darf auf iOS auch MFi zertifizierte Controller nutzen, was vor allem dann nützlich ist, wenn man die Steuerung durch die Beschleunigungssensoren in den Smartphones eher als suboptimal empfindet.

 

Dass es sich um eine starke 1:1 Portierung des grossen PC- und Konsolenspiels von Codemasters handelt, wird vor allem dann klar, wenn man die Anforderungen genannt bekommt: Mindestens ein iPhone SE oder iPhone 7 mit Apple A10 Fusion Chipsatz werden benötigt. Zudem sollte mindestens 6 GB Speicherplatz auf euren Geräten frei sein.

 

Der Titel kostet 11 Euro bzw. 10 Schweizer Franken und ist sowohl für das iPad als auch das iPhone optimiert. Wie bereits erwähnt sollte man aber massig Speicherplatz frei haben. Dafür bekommt man aber eine grafisch spektakuläre Rennsimulation für die Hosentasche geboten.

GRID™ Autosport
Preis: 10,99 €+

Final Fantasy VII – Ein Stück Videospielgeschichte für die Hosentasche

Final Fantasy ist wohl eine der epischsten Videospiel-Serien der Welt. Nahezu alle bisher verfügbaren Teile bis hin zu Final Fantasy IX sind in unseren App Stores bereits verfügbar. Vorstellen wollen wir euch aber hier den siebten Teil der Reihe, welcher bei den Fans der Saga einen ganz besonderen Stellenwert geniesst. Es handelt sich hier um eine Portierung der PC-Version und Square Enix gibt an, dass man keine Änderungen am System oder der Geschichte vorgenommen hat. Technisch gesehen handelt es sich also 1:1 um das heute bekannte Final Fantasy VII in vollem Ausmass.

 

In der Geschichte schlüpft ihr in die Rolle des jungen Söldners Cloud, der recht widerwillig in einen Kampf um das Überleben einer sterbenden Welt gezogen wird. Seine Vergangenheit ist übrigens ein Teil dieses Vorgangs und eng mit den Geschehnissen rund um die Makro-Energie des Planeten verbunden. Mit Freund und Feind geht es in den Kampf und ihr erkundet eine riesige Welt in der man sich nach Herzenslust austoben kann. Selbst wenn man das Spiel durchgespielt haben sollte, gibt es letztendlich immer wieder neue Dinge zu entdecken, die euch mehrere 100 Stunden an den Bildschirm fesseln können. Dabei sorgt die Geschichte nicht nur einmal für echte Gänsehaut-Momente.

 

Auch hier müsst ihr auf beiden Plattformen mindestens 4 GB verfügbaren Speicherplatz freiräumen, um eine reibungslose Installation zu gewährleisten. Ebenfalls ans Herz legen, kann man getrost auch die anderen Final Fantasy Teile, die ebenfalls auf beiden Plattformen als Vollpreistitel zur Verfügung stehen. Einzug und allein Final Fantasy VIII wurde von Square Enix noch nicht auf Smartphones portiert. Die Final Fantasy Spiele liegen je nach Teil zwischen 10 und 20 Euro bzw. Schweizer Franken.

FINAL FANTASY VII
Preis: 17,99 €
FINAL FANTASY VII
Preis: 15,99 €

Layton’s Mystery Journey – Smartphone-Spiel erscheint vor Nintendo 3DS Version

Eine der grössten Überraschungen im letzten Jahr, war vor allem die Veröffentlichung von Layton’s Mystery Journey für Smartphones. Dieses erschien nämlich deutlich vor der Nintendo 3DS Version und man staunte daher nicht schlecht, dass ein tragendes Franchise des erfolgreichen Nintendo Handhelds plötzlich erst durch die Hände von Smartphone-Gamern laufen durfte.

 

In Layton’s Mystery Journey übernehmt ihr die Rolle der Tochter Katrielle von Professor Layton. Letzterer ist übrigens verschwunden und seine Tochter macht sich auf die Suche nach ihm und kommt dabei einer sehr mysteriösen Verschwörung auf die Spur. Dabei hangelt man sich von Fall zu Fall, die es aufzuklären gilt und darf sich sogar viele Sehenswürdigkeiten der Stadt London anschauen. Man muss also ein wenig Gehirnschmalz mitbringen um die Rätsel rund um die Verschwörung aufzuklären.

 

Ein paar inApp-Käufe muss man sich letztendlich dann doch noch gefallen lassen, trotz der recht hohen Preisansetzung von 18 Euro bzw. 16 Schweizer Franken. Diese dienen allerdings zum Einkleiden der Protagonistin oder zum Dekorieren der eigenen Detektei. Ein Energiesystem gibt es also nicht.

Layton’s Mystery Journey
Preis: 17,99 €+
Layton’s Mystery Journey
Preis: 17,99 €+

Oceanhorn – Herausragender Zelda-Klon mit viel Hang zum eigenen Charme

Mittlerweile hat das Rollenspiel Oceanhorn rund 5 Jahre Lebenszeit auf dem Buckel, wird aber bis zum heutigen Tage vom Studio FDG Entertainment mit Updates und Verbesserungen versorgt. Das muss man auch erst einmal schaffen… Zudem ist der Titel in dieser Zeit so erfolgreich geworden, dass er sogar für PC und viele weitere Konsole portiert wurde. Es geht also auch einmal anders herum!

 

Das Spiel erinnert nicht zuletzt ein wenig an The Legend of Zelda: The Wind Waker und The Legend of Zelda: Link’s Awakening und hat sich einiger Mechaniken dort bedient, bringt aber selbst sehr viel Neues mit auf den Weg. Ihr übernehmt hier die Rolle eines jungen Helden, der sich auf den Weg macht das mächtige Monster Oceanhorn zu besiegen, welches übrigens wohl auch seinen Vater auf dem Gewissen hat.

 

Das Spiel bietet eine wirklich grandiose Grafik und ist mit vielen Geräten kompatibel. Erschienen ist Oceanhorn zwar erst für iOS, wurde aber später auch auf Android veröffentlicht. Mittlerweile ist der Titel für PC und Konsole ebenfalls zu haben. Der Preis beträgt rund 10 Euro bzw. Schweizer Franken und kann aus beiden App Stores bezogen werden.

 

Übrigens ist ein zweiter Teil des Spiels bereits in Entwicklung, welcher sich optisch und spielerisch wohl eher an The Legend of Zelda: Breath of the Wild orientiert. Einen Veröffentlichungs-Termin gibt es zwar noch nicht, aber man hat bereits einen Trailer zum Spiel gezeigt.

Oceanhorn ™
Preis: 8,99 €
Oceanhorn ™
Preis: Kostenlos+

vg-wort
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3 Antworten zu “Zocken auf dem Smartphone ohne Free-2-Play – Einmal zahlen, immer spielen”

  1. Hubschrauber1atz sagt:

    Man merkt echt, dass das für dich eine Herzensangelegenheit ist. Bin da auch voll bei dir. Schon klar, hier geht es nur um Premiumtitel, aber zuletzt hat sich PUBG Mobile bei mir zum am längsten auf einem Smartphone gezockten Titel geschafft. Trotz Touch-Steuerung und mäßiger (aber trotzdem erstaunlicher) Performance, finde ich den Port um Längen besser als die Hauptversion auf PC und Konsole.

  2. Marcel Laser sagt:

    Ja, ich finds halt traurig, wie in der Branche damit umgegangen wird und das alles so ein wenig die Köpfe der Menschen verdreht. Aber ich bin da komplett bei dir: PUBG und Fortnite auf dem Smartphone machen einen Höllenspaß! Und sie sind in meinen Augen ein Teil der Premium-Spiele. Free-2-Play wie man es durchaus richtig machen kann 🙂

  3. Hubschrauber1atz sagt:

    Der Supergau für mich persönlich wäre ja noch, wenn wie damals bei diesem Xperia Play mal wieder ein richtiges Gaming-Smartphone kommen würde. Das Razer Phone ist mit dem schnellen Panel schon ein guter Anfang, aber mir Fehlen da noch ein paar Schultertasten. Die müssen meinetwegen nichtmal drückbar sein, schließlich würde das wieder das Design und die Haltbarkeit beeinträchtigen. Aber so touchbare oder “quetschbare” Eingaben wie bei HTC Sense wären doch mal was dezentes, aber praktisch. Bei Razer Phone ist auch super, dass man Stereo hat und nicht durch das bloße Umgreifen des Telefons den Lautsprecher verdeckt. Bin gespannt, was da in Zukunft aus China und Umland kommt.

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