Mo. 11. September 2017 um 18:28

Xiaomi stellt das Mi Mix 2 mit LTE Band 20 und 18:9-Screen vor

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Im November 2016 brachte der chinesische Hersteller Xiaomi ein etwas anderes Smartphone auf den Markt. Das Mi Mix galt vor allem als Versuch, wie Telefone dieser Machart – also mit nahezu randlosem Display – bei der Kundschaft ankommen. Scheinbar lief das Produkt gut genug, denn nun wurde der direkte Nachfolger, das Mi Mix 2 angekündigt.

6 Zoll 18:9-Bildschirm und noch weniger Rand als vorher

Mit dem neuen Modell geht man das Ganze etwas “handlicher” an. Statt wie bisher 6.4 Zoll in 17:9 birgt das Mi Mix 2 nun ein 5.99 Zoll grosses 18:9-Display. Der Bildschirm löst mit FullHD+ auf, was Pixelmassen von 2160 x 1080 entspricht. Demnach kommt das Gerät auf eine Pixeldichte von 403 ppi, was für ausreichend scharfe Inhalte sorgen dürfte. Das Telefon insgesamt wird also kleiner, der Bildschirm sollte aber trotzdem ausladender wirken, da das Bildschirm-Gehäuse-Verhältnis erneut angehoben wurde. Wie auch beim Vorgänger sind bis auf die Unterseite alle Ränder nahezu randlos. Der beim Mi Mix (1) noch recht grosse Streifen unter dem Bildschirm wird beim Nachfolger auch nochmal um 12 Prozent verkleinert.


Das Display kommt nun im 2:1-Formfaktor und besitzt unten einen noch kleineren Rand.

Die hübsche Displayfront wird in der Standardausführung in einen Aluminumrahmen eingefasst und auf der Rückseite mit Keramikglas abgeschlossen. Diese Version des Mi Mix 2 wird ausserdem von einem Qualcomm Snapdragon 835 und 6 GB RAM befeuert. Für Daten stehen wahlweise 64, 128 oder 256 GB Speicherplatz zur Verfügung, der nicht per microSD erweiterbar ist. Die umgerechneten Europreise liegen jeweils bei etwa 420, 460 und 510 Euro. Ein Modell mit komplettem Keramikgehäuse und 8 GB RAM soll zudem für 600 Zähler auf den Markt kommen. Damit hat also auch der für seine recht geringen Preise bekannte China-Hersteller nun richtige Highend-Preise erreicht. Dafür ist die 64 GB-Ausführung im Vergleich zur Konkurrenz recht günstig zu haben.

Kamera des Mi 6 und Unterstützung von 43 LTE-Bändern

Die verbaute Kamera war beim Erstling der Reihe noch einer der grössten Kritikpunkte. Im Mi Mix 2 wird nun die Kamera des Kollegen Mi 6 verbaut, was für gute Bildqualität sorgen dürfte. Jedoch handelt es sich hierbei nur um einen einzige Sensor mit 12 MP und einer Pixelgrösse von 1,25 µm. Letzteres soll bei schummrigem Licht für weniger Rauschen sorgen. Auch ein optischer Bildstabilisator ist mit an Bord. Die Kamera an der Front löst mit 5 MP auf und ist aufgrund des Designs unten rechts im schmalen schwarzen Streifen zu finden.

 

Eine weitere, eher für den europäischen Markt interessante Neuerung ist die Unterstützung von insgesamt 43 LTE-Frequenzbändern. Interessierte Fans scheuten bislang oft einen Import, da ein gewisses Band 20 von Xiaomi bisher nicht unterstützt wurde. Dabei handelt es sich um die 800 MHz LTE-Frequenz, die vor allem im schlecht abgedeckten ländlichen Bereich teils die einzige Empfangsquelle ist. Diese Frequenz oder dieses Band, wird nun auch offiziell vom Mi Mix 2 unterstützt. Damit öffnet sich Xiaomi wieder ein klein wenig mehr dem Exportmarkt.

Weiterhin hat man auch die Audioleistung des Telefonlautsprechers verbessert. Dieser gibt den Schall durch einen Audiokanal über das Gehäuse und das Glas ans Ohr weiter, was nun etwas klarer klingen soll. Das war es im Prinzip schon an Wissenswertes über das Mi Mix 2. Erscheinen soll das Telefon schon im diesem Monat in China und wird mit Android 7.1 und einem fest verbauten 3’400 mAh-Akku ausgeliefert. Durch das LTE Band 20 dürfte das Import-Potenzial höher als je zuvor sein.

 

 

Quelle: Pressemitteilung

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