Mo. 04. Juni 2018 um 20:28

WWDC 2018: Apple stellt neues iOS 12 Betriebssystem für iPhone und iPad vor

von Marcel Laser0 Kommentare

Wie jedes Jahr richtet Apple seine WWDC 2018 aus und bringt Entwicklerinnen und Entwickler für die unterschiedlichen Apple Systeme zusammen. In diesem Jahr gibt es zudem eine besondere Gelegenheit zu feiern: Der App Store von Apple wird 10 Jahre alt. Happy Birthday an dieser Stelle! Aber man präsentierte auch sein neues iPhone und iPad Betriebssystem: iOS 12 wurde offiziell vorgestellt. Wir zeigen euch hier ein paar der interessantesten Neuerungen.

iOS 12 wird deutlich schneller als der Vorgänger und wird bis 2013 alle Geräte unterstützen

Apple macht sich anscheinend Sorgen über die Performance von älteren Geräten. So will man in iOS 12 die Startgeschwindigkeiten von Apps beispielsweise um mehr als 40 Prozent erhöhen, aber nicht nur für alte Geräte, sondern auch die neuen iOS Devices sollen drastisch von den Performanceverbesserungen profitieren. Man will das System hierfür von Grund auf neu aufbauen und die Geschwindigkeiten in allen Bereichen erhöhen, auch was Animationen im System selbst betrifft.

 

Eine recht grosse Ankündigung gab es bereits direkt am Anfang: iOS 12 wird auch für alle Geräte erhältlich sein, die bereits iOS 11 erhalten haben. Das reicht also zurück bis ins Jahr 2013 und betrifft unter anderem auch das iPhone 5s, welches in diesem Jahr vorgestellt wurde. Damit stehen die kompatiblen Geräte bereits jetzt schon fest und Apple hat sich über die Performance wohl tatsächlich Gedanken gemacht.


Neue Apps: Apple Measure und Co. setzen voll auf Augmented Reality

Apple setzt auch in iOS 12 wieder voll auf Augmented Reality und wird ARKit weiter ausbauen. So stellte man eine neue App mit dem Namen Measure vor, welche in AR Objekte in der Kamera ausmessen und die Masse anzeigen kann. So wurde auf der Bühne ein Koffer in Echtzeit ausgemessen und auch klar erkennbare Flächen lassen sich so einfach auslesen und ausmessen.

 

Des Weiteren wird man eine sogenannte “Shared Experience” liefern, die euch AR-Spiele zusammen mit Freunden erleben lässt. So sehen beide Parteien ein und das selbe Bild und können mit den Objekten gemeinsam interagieren und war alle aus ihrem eigenen Blickwinkel. So etwas gab es für Smartphones bisher nicht und verspricht völlig neue Möglichkeiten.

 

So holte Apple Entwickler von LEGO auf die Bühne, die gleich ein Spiel zusammen präsentierten. Beide hielten ein iPad in der Hand und vor ihnen baute sich eine kleine LEGO-Stadt auf, in der beide zusammen mit eigenen Charakteren herumlaufen und interagieren konnten. Apple setzt hier voll auf den Ausbau der eigenen ARKit 2 Engine und präsentierte erstmals eine Technik wie diese, in der mehrere Personen in einer einzigen AR-Umgebung völlig unabhängig voneinander agieren können.

Siri wird in iOS 12 offener und umfangreicher

Apple will in iOS 12 Siri den App-Entwickelnden weiter öffnen. So kann man in Zukunft sogenannte Shortcuts einführen mit diversen Phrasen die man selbst einspeichern kann, bei denen Siri bestimmte Aktionen ausführen kann. So könnt ihr Siri mit Tile (bei uns im Test) verknüpfen und beispielsweise “Ich habe meine Schlüssel verloren” sagen und Siri lässt automatisch den Tile-Anhänger vibrieren, damit ihr diesen wiederfindet.

 

Diese “Abkürzungen” sollen mit vielen Dingen funktionieren und sollen in den meisten Apps Verwendung finden können. Natürlich muss man letztendlich die Unterstützung der Apps. In Apples HomeKit Apps sind diese Shortcuts bereits integriert und können in iOS 12 dann vom Start weg eingerichtet werden. Siri Shortcuts funktionieren in den meisten 

iOS 12 bekommt Features um digitale Zeit zu reduzieren und Gruppenbenachrichtigungen

Erinnert ihr euch an die Features von Google, die euch weniger ans Smartphone binden sollen, damit ihr auch mal mehr Zeit für wichtigere Dinge habt? Diese Sachen wurden mit Android P vorgestellt und auch Apple hat sich hier einige Gedanken gemacht.

 

Hier könnt ihr beispielsweise deutlich detailliertere “Bitte nicht stören”-Aktionen definieren. Das heisst, wenn ihr (beispielsweise) mit eurem Kind auf den Spielplatz geht und “Bitte nicht stören”-Aktiviert, könnt ihr der Meldung sagen, dass diese sich wieder deaktivieren soll, wenn ihr den Ort verlasst. Auch Zeitabhängige Einstellungen sind möglich.

 

Dabei denkt man übrigens nicht nur an euch, sondern auch an die Kinder. Die App Screen Time listet die Zeit auf, die ihr mit bestimmten Apps verwendet und es können Sperren integriert werden, die automatisch eintreten, sobald eine gewisse Zeitspanne mit der App übertreten wurde. So könnt ihr einstellen, dass ein Spiel oder eine andere App maximal nur eine Stunde am Tag genutzt werden darf. Sobald eine Stunde “Screen Time” mit dem Programm erreicht ist, lässt sich die App nicht mehr öffnen.

 

Ebenfalls wichtig ist auch die neue Gruppierungsmethode von Benachrichtigungen. So werden mehrere Nachrichten aus der selben App zu einem Thread zusammengefasst und euer Notification Center somit nicht mehr von Nachrichten überflutet. Das System in iOS 12 für die Gruppierung kann Nachrichten zudem nicht nur nach App-Zugehörigkeit zusammenlegen, sondern auch ähnliche Benachrichtigungen zusammenfassen.

Animoji wird ausgebaut und Memoji kommt neu hinzu

Natürlich dürfen die von Apple durch Face ID eingeführte Animojis nicht fehlen. Diese wurden ausgebaut und bekommen neue Features spendiert und auch neue Tiere können genutzt wurden. Zudem erkennt Face ID das Ausstrecken der Zunge in Zukunft, was auf der Bühne scherzhaft als bahnbrechendes Feature deklariert wurde. Der Scherz kam immerhin sehr gut an und die neuen Funktionen sehen nicht schlecht aus.

 

Memoji ist eine Funktion die euch euren ganz eigenen Emoji kreieren lässt. Entweder baut ihr euch selber nach oder könnt einen ganz eigenen Emoji Charakter entwerfen. Zudem ist es möglich diese bei einem Selfie über euer eigenes Gesicht zu legen, was den Fotos mehr Ausdruck und Spass verleihen soll.

FaceTime wird endlich Konferenzen mit mehr Personen zulassen

Der von Apple vor Jahren gestartete Face-To-Face Video-Dienst wird mit iOS 12 Gruppenkonferenzen zulassen. Endlich können hier auch mehrere Personen in einer Videokonferenz untereinander im Videochat telefonieren, um genauer zu sein bis zu 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

 

Der Dienst bekommt auch eine völlig neue Oberfläche spendiert. Alle Video-Tiles werden dabei hübsch in Szene gesetzt und je nachdem wer in diesem Chat spricht, dessen Video wird automatisch langsam vergrössert um dieses den anderen Tiles gegenüber zu highlighten.

 

Auch das oben angesprochene Emoji-Paket wird integriert und kann nahtlos in FaceTime in Echtzeit genutzt werden. Zudem wird FaceTime teil des iMessage Dienstes und kann vor dort aus aus Gruppenchats gestartet werden.

iOS 12 wird im Herbst diesen Jahres veröffentlicht

Wie immer kommt das neue Betriebssystem iOS 12 dann im Herbst diesen Jahres, vor allem zusammen mit den neuen iPhone Produkten die für diesen Zeitraum erwartet werden. Eine Beta für entwickelnde Personen ist ab heute ebenfalls auf der entsprechenden Webseite von Apple verfügbar. Eine öffentliche Beta für alle soll dann in den kommenden Wochen folgen.

 

 

Quelle: Apple WWDC 2018

vg-wort
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