Di. 23. Juni 2015 um 18:02

Windows 10 wird teurer auf High-End PCs

von Marc Hoffmann10 Kommentare

Dass Microsoft auf besonders günstigen Geräten, vor allem auf Tablets unter 9 Zoll Display Diagonale, keine Lizenzgebühren für sein Windows Betriebssystem verlangt, freut nicht nur Hardware Hersteller, sondern auch Kundinnen und Kunden, die damit noch günstiger an gute Geräte kommen. Doch nun scheint Microsoft das obere Ende der Skala im Visier zu haben, denn der Konzern plant, die Lizenzgebühren für Windows 10, von der Hardwareleistung abhängig zu machen.

 

Windows 10 auf High-End PCs wird teurer

Laut dem Wirtschaftsmagazin DigiTimes Taiwan soll Microsoft bereits mit diversen Notebook Herstellern im Gespräch sein, um die genauen Bedingungen abzuklären. In erster Linie betrifft diese Neuregelung nämlich Notebook PCs, welche mit besonders starker Hardware ausgestattet sind und generell zu recht hohen Preisen auf den Markt kommen. Dazu zählen vor allem Notebooks, welche mit den starken Intel Core i7 Prozessoren ausgestattet sind und Displays mit mindestens FullHD Auflösung besitzen. Die genauen Spezifikationen sind allerdings noch nicht bekannt.

 

Notebook Hersteller fürchten nun um ihre eigene Gewinnspanne, da gerade das High-End Segment der Bereich ist, in welchem sich noch profitable Gewinne erreichen lassen. Dadurch werden gerade die besonders günstigen Notebooks querfinanziert, welche nahezu zum Selbstkostenpreis verkauft werden. Aufgrund der grossen Masse an Geräten von dutzenden Herstellern, ist der Notebookmarkt seit Jahren schon ein hart umkämpftes Pflaster, auf welchem um jeden Cent gefeilscht wird, um die Gunst der Kunden zu behalten. Sollte diese neue Regelung wirklich eintreten, werden die Hersteller aber eher auf eine geringere Gewinnmarge setzen, als die Preise ihrer Geräte anzuheben, um keine Kunden zu verlieren.

 

 

Quelle: DigiTimes Taiwan (Englisch)

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10 Antworten zu “Windows 10 wird teurer auf High-End PCs”

  1. venue pro delle sagt:

    Ach MS… Geldgier kommt dich teuer

  2. Sven Rutten sagt:

    Find ich nicht. Irgendwie müssen sie ja was verdienen. Dass sie quasi die Lizenz für einfache Geräte kostenlos bzw. günstig anbieten, macht Sinn…

  3. Googlook sagt:

    venue pro delle: Ich sehe es eher positiv; auf den günstigen Geräte gibt auch Windows günstiger. Ist doch fair?

  4. surfibaer sagt:

    Warum ist das fair? Die Hersteller erwerben von Microsoft ein Produkt, das quasi unabhängig von der Hardware seinen Dienst verrichtet, sprich auf günstiger Hardware nicht mehr oder weniger macht als auf teurer Hardware. Dass Microsoft das auf kleineren Geräten kostenlos anbietet, ist doch deren Sache: das machen die auch nur solange bis die Verbreitung einen gewissen Grad erreicht hat und um Hersteller zu locken, damit diese überhaupt kleine Geräte mit Windows anbieten.

    Abgesehen davon werden die Hersteller ja nicht sagen „ohwei, unsere Gewinnspanne sinkt“ sondern allesamt sagen gleichermaßen „zahlt der Kunde halt 30 Euro mehr“.

  5. Entrail sagt:

    Naja, das stimmt so nicht ganz denke ich. Ich weiß noch als das erste Nexus 7 angekündigt wurde. Das war damals das erste Gerät für 200-300€. Die anderen haben da locker 300+ gekostet. Heutzutage gibt es Tablets für 89€. Und nein das sind keine billig China wegwerf Artikel, sondern durchaus von Dell, HP und Co.

  6. jojo_212 sagt:

    Ich hab da bedenken, dass der Markt dann noch stärker mit Laptops mit diesen ULV-Prozessoren überschwemmt wird. Dann haben diejenigen, die am Laptop mehr machen, als Textverarbeitung und Webbrowsing das nachsehen, oder müssen auf Gaming-Laptops zurückgreifen (was ja auch nicht jedermanns Sache ist). Selbst Lenovo hat in der aktuellen Generation seiner mobilen Thinkpad-Workstation eine ULV-CPU eingebaut. Und bei Dell und HP sieht es nicht viel besser aus. Da gibts anständige CPUs nur im absoluten Hochpreissegment. Da kann ich nur hoffen, dass mein W530 noch lange hält. Das ist mit seinem i7 3610qm immernoch deutlich schneller als alle verfügbaren ULV-CPUs.

  7. yellowscorpion sagt:

    Kommt auf die Umsetzung an aber ist doch grundsätzlich eine gute Geschäftsidee. 500,- € für ein Notebook und 200,- € für das Betriebssystem, macht auch nicht unbedingt glücklich. 2500,- €, Notebook und 200,- Betriebssystem zwar auch net, klingt aber für mich logischer im Verkaufsgespräch.

  8. Rusty Nail sagt:

    Ich setze sowieso nur mehr auf Linux und die PC’s bau ich mir selbst zusammen, daher kein Problem.

  9. Basil2888 sagt:

    Derjenige, der günstige Hardware kauft, bekommt das Betriebsystem fast geschenkt und der andere verarschte, mit teurer Hardware, muss den Preis vom anderen noch mitzahlen. Was bitte soll daran fair sein?

  10. chats sagt:

    Und wenn ich eine Lizenz von einem High-End PC auf einem Office PC installiere bekomme ich bestimmt Geld zurück!

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