Mo. 23. Juni 2014 um 19:03

Zum 1. Juli weitere Senkung der Roaming-Kosten

von Barbara Walter-Jeanrenaud9 Kommentare

Der Urlaub steht vor der Tür, das Smartphone ist bereits verpackt. Ab dem 1. Juli wird die Nutzung des Geräts für Telefonie, SMS und Datenverbindungen sogar günstiger als bisher. Dies ist ein weiterer Schritt zur Eindämmung überzogener Roaming-Kosten.

EU-weit gedrosselte Roaming-Kosten

Die EU-Kommission ordnete nun an, dass per 1. Juli innerhalb der EU für abgehende Telefonate nicht mehr als 19 Cent plus Mehrwertsteuer, eingehende Anrufe mit maximal 6 Cent plus Mehrwertsteuer berechnet werden dürfen. SMS sollen nicht mehr als 6 Cent kostet, die Daten-Roaming Kosten fallen stark auf nunmehr maximal 20 Cent plus MwSt. pro Megabyte – derzeit sind es im Schnitt noch 40 Cent. Für die Zukunft sind noch weitere Kostensenkungen vorgesehen, das Ziel der EU-Kommission sei ein „Binnenmarkt der Kommunikation“, wie es EU-Kommissarin Neelie Kroes ausdrückt. Auf lange Sicht sollen EU-weit sämtliche zusätzlichen Roaming-Kosten verschwinden und sich den Inlandstarifen vollständig angleichen. E-Plus strich bereits teilweise die Roaming-Gebühren, etwa in seinen Sub-Marken aldi-talk, simyo und blau.de. Andere Anbieter bieten für unterschiedlich viel Geld verschiedene Auslandspakete an – informiert euch vor dem Start in den Urlaub auf jeden Fall bei eurem Netzbetreiber darüber, wie ihr euer Smartphone am günstigsten nutzen könnt.

 

Wichtig bleibt zu sagen, dass die Senkungen der Roaming-Kosten nur die EU betreffen, bei Reisen ausserhalb der EU (also auch zum Beispiel die Schweiz und die Türkei) muss weiterhin mit hohen Zusatzkosten gerechnet werden. Dazu besorgt ihr euch am besten ein Roaming Tages- oder Wochenpaket, je nach Anbieter, dann gibt es auch kein böses Erwachen nach den Ferien.

 

Quelle: verivox,DPA

vg-wort
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9 Antworten zu “Zum 1. Juli weitere Senkung der Roaming-Kosten”

  1. Robert Beltle sagt:

    Also soweit ich weiß sind die Schweiz und Norwegen normalerweise in Länderzone 1 eingruppiert, der EU Gruppe. Damit gelten auch dort die EU Preise. Aber die EU Vorgabe ist natürlich nur in den Mitgliedsstaaten bindend und die Anbieter können die Eingruppierung nach ihren Wünschen ändern.

  2. Schnatterente sagt:

    Bald wird es Flat’s für die ganze EU geben. Dauert sicher nicht mehr lange.

  3. Barbara Walter sagt:

    Robert, da hast du Recht, allerdings geht es hier um eine Gesetzesgrundlage, die die Anbieter in EU-Ländern betrifft. Die Kosten, um in der Schweiz anzurufen, werden eventuell runtergehen, aus der Schweiz heraustelefonieren per Roaming wird weiterhin Sache der schweizerischen Mobilfunkanbieter sein.

  4. Setter sagt:

    Sind mit den 19Cent Telefon und 6Cent SMS die reinen Roamingkosten zuzüglich der Inslands/Tarifkosten gemeint oder die Kosten total?

  5. Barbara Walter sagt:

    Das sind die Total-Kosten. Inkl. MwSt. sind es so bei der Telekom z.B. 22 Cent für einen Anruf, 7 Cent für eine SMS.

    Nachtrag an Robert: Norwegen, Liechtenstein und Island befinden sich in Ländergruppe 1, die Schweiz nach wie vor nicht. Ist im Artikel auch angepasst worden.

  6. fumo sagt:

    Es ist mir bewusst dass sich hier auch viele Deutsche und Österreicher herumtreiben, finde es aber trotzdem verwirrend wenn eine Seite mit .ch Endung über die Schweiz als „Drittperson“ geschrieben wird.

  7. Wesley_Crusher sagt:

    Coole Sache, ich hoffe auch die Schweiz zieht da mal mit und senkt die Kosten! Das wäre bitter nötig und nun ist endlich mal eine gute Regulation von der EU da, welche auch die Bürger betrifft.

    @fumo: Ich weine gleich in mein Bier. Die News betrifft nunmal vorrangig die EU – soll sie daher aus Schweizer Sicht geschrieben werden?

  8. Setter sagt:

    Wenn das der Totalpreis ist, stellt sich mir die Frage ob die Innlandpreise nachziehen. Derzeit hat T-Mobile den Kurs von 26Cent Telefon und 19Cent für die SMS.
    Damit wäre die Nutzung günstiger als im Inland.
    Da müsste man sich fragen, wenn sie nicht nachziehen, ob man als Deutscher nicht noch eine Karte aus Österreich kaufen sollte um in Deutschland zu kommunizieren.

  9. fumo sagt:

    Ja sollte es, denn wie schon mal erwähnt. Es gibt einen Unterschied zwischen Berichterstattung und Meinungsäusserung.
    Aber zum Thema, solange in der Schweiz der Bund die Monopolstellung der Swisscom aufrecht hält wird sich an unsere Tarifen nie was ändern. Das es daran liegt dass viele der Politiker auf dessen Gehaltliste stehen ist wieder ein anderes Thema, denn offiziell gibt es hier ja keine Korruption 😉

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