Mo. 25. Januar 2021 um 8:39

Zoombombing: Home Schooling wird zur Gefahr für Kinder im Distanzunterricht

von Marcel Laser 1 Kommentare

Kinder bleiben zu Hause und müssen im Moment immer mehr auf Distanzunterricht zurückgreifen. Lehrer und Schulen greifen dafür, sofern möglich, auf Videokonferenzen zurück. Besonders beliebt ist hier die Videokonferenz-Software Zoom. Allerdings zeichnet sich hier ein gefährlicher Trend ab: Zoombombing macht vor allem Kinder in Konferenz zu schaffen.

Zoombombing im Unterricht: Problem sind oft nicht geschützte Konferenzen

Unter Zoombombing versteht man das Eindringen einer unbekannten Person in eine Videokonferenz. Der Angreifer oder die Angreiferin übernimmt die Konferenz kurzzeitig und zeigt Inhalte, die nicht zum Thema gehören. Das kann natürlich etwas Lustiges sein, ist aber in den meisten Fällen eher verstörend oder sogar beängstigend. Mittlerweile werden immer mehr Videokonferenzen von Schulen für den Distanzunterricht “unterwandert”, wie die Mannheimer Polizei in Deutschland mitteilt.

 

Die Angreifer zeigen dann für Kinder eher verstörendes Material wie Pornos oder gar erschreckende Szenen mit Gewalt- oder Horror-Akten. Mittlerweile wird in einigen Fällen des sexuellen Missbrauchs ermittelt, wo Unbekannte in Videokonferenzen von Grundschülern eindrangen und entsprechende Bilder verbreiteten. Zoombombing war bereits ein Thema zu Beginn der Pandemie, doch scheint sich aktuell ein immer grösserer Trend abzuzeichnen.


Videokonferenz Symbolbild
Videokonferenzen sind aktuell sehr beliebt, vor allem auch für Distanzunterricht. Für Kinder hat das durch Zoombombing aber auch Folgen. Bild: Pixabay / Alexandra Koch

Problematisch ist allerdings auch der digitale Bildungsstand. Viele Zoom-Videokonferenzen werden ungesichert gestartet und sind öffentlich einsehbar. Alle, die die Konferenz finden, können diese dann betreten. Oft fehlt es daher auch an Wissen bei Lehrkräften und Unternehmen, die solche Videokonferenzen völlig ungesichert im Netz schalten. Schlussendlich braucht es an dieser Stelle auch mehr Aufklärung und vor allem auch in der Software selbst trainierte Personen. Doch auch die Anbieter von Videokonferenz-Software wie etwa Zoom, müssen reagieren. So war es vergangenes Jahr, mitten in der Pandemie, noch lange zeit möglich, die Meeting-Codes von Zoom-Konferenzen zu “erraten” und so zufällig in eine fremde Konversation zu platzen, um diese zu stören.

 

 

Quelle: Polizei Mannheim

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Eine Antwort zu “Zoombombing: Home Schooling wird zur Gefahr für Kinder im Distanzunterricht”

  1. Schnapsbrenner sagt:

    Hauptsache man rennt jeder neuen Trendsoftware hinterher. Vorteile keine, ungewohnte Bedienung und Sicherheitslücken massig.

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