Di. 17. April 2018 um 12:43

WhatsApp könnte das Mindestalter bald auf 16 Jahre anheben

von Marcel Laser0 Kommentare

Der für gewöhnlich immer sehr gut Informierte WhatsApp-Leaker WABetaInfo hat auf Twitter bekannt gegeben, dass spätestens ab Ende Mai das Mindestalter von WhatsApp stark herauf gestuft werden soll. Im Zusammenhang mit dieser Aktion steht vor allem die neue EU-Datenschutgrundverordnung, die ein Heraufsetzen des Alters bei bestimmten Voraussetzungen vorsieht.

WhatsApp ab 16 Jahren? Probleme mit der Alterskontrolle und mit bestehenden Accounts

Das liegt vor allem daran, dass mit der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung die Erhebung personalisierter Daten von Personen unter 16 Jahren nicht mehr ohne Weiteres gestattet ist. Bisher lag das Mindestalter in solchen Szenarien bei 13 Jahren. In Kraft treten soll die neue Grundverordnung dann ab dem 25. Mai und bis dahin will WhatsApp auch seine allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert haben.

 

Bisher ist aber noch nicht ganz klar, wie WhatsApp generell mit dem Mindestalter umgehen möchte. Interessant wäre hier zu wissen, ob es sich letztendlich auch um eine weltweite Anhebung des Mindestalters handeln könnte oder nur die in Europa zur EU gehörenden Länder betroffen sind. Generell dürfen trotz der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung die beteiligten Länder durch entsprechende Rechtsvorschriften das Alter weiterhin deutlich niedriger ansetzen, allerdings nicht unter 13 Jahre. Letzteres entspricht allerdings dem bisherigen Stand, was letztendlich keine Änderung zur Folge haben würde. Es bleibt aber abzuwarten, ob WhatsApp tatsächlich Ausnahmen für einzelne Länder machen würde.

 

Auch ist fraglich, wie WhatsApp die Altersprüfung durchführen will, denn diese liegt nicht in der Macht des Chatdienstes. Hier muss diese bereits im Google Play Store oder Apple App Store erfolgen, doch könnte sich so etwas als schwierig herausstellen. Nicht jeder Account im Netz ist mit wahrheitsgemässen Angaben zur Person bestückt, was eine Überprüfung eher schwierig macht.

 

In Bezug auf die oben fragliche Situation zur Altersprüfung bleibt letztendlich noch die Frage nach den bestehenden Accounts. Viele Schulklassen organisieren sich bereits jetzt in WhatsApp-Gruppen, um Informationen auszutauschen und das nicht erst seit der 9. oder 10. Klasse.


 

 

Quelle: Heise via WABetaInfo

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