Do. 14. März 2019 um 7:45

Was fehlt heutigen Sprachassistenzsystemen?

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Wir kennen Sie alle: Die virtuellen Sprachassistentinnen Siri für Apple iOS, Cortana für Microsoft Windows und Ok Google sowie Alexa von Amazon. Mit zumeist weiblichen Stimmen versehen versuchen diese, uns den Alltag zu erleichtern. Eine aktuelle Umfrage von reichelt elektronik zeigt, dass Sprachassistenzsysteme noch ausbaufähig sind.

 

reichelt fragte tausend Personen in Deutschland, ob und wie sie Sprachassistenten schon heute nutzen und wie diese in der Zukunft überzeugen können.


Wer nutzt was?

Zu 65 Prozent werden die Assistenz-Apps mit Spracheingabe auf Smartphones genutzt. Nur 22 Prozent nutzen Alexa und OK Google über Smart Home Appliances wie Speaker und Amazon Echo. 14 Prozent nutzen beides. Dabei sind auch gleich 21 Prozent Fan von Amazon Alexa, Google Assistant liegt mit 18 Prozent gleich dahiner und hängt Siri deutlich ab, die nur auf 16 Prozent kommt. Jedoch ist Siri auffällig beliebt bei 18- bis 24-Jährigen, die mit 32 Prozent den Sprachassistenten von Apple favorisieren.

Wozu werden Sprachassistentinnen überhaupt benutzt?

Alexa, Siri & Co. bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Vorwiegend zur Internetrecherche mit 59 Prozent und zum Musikabspielen zu 53 Prozent werden die Sprachassistentinnen genutzt.  Ganze 42 Prozent nutzen Sprachassistenzsysteme, um sich Nachrichten vorlesen oder vorsprechen zu lassen und 30 Prozent lassen sich von Cortana und Google Assistant beim organisieren Dingen wie der Terminplanung helfen. Ebenfalls ein knappes Drittel (27 Prozent) setzt auf Sprachsteuerung, um Smart-Home-Installationen zu steuern. Einkaufen von Waren oder Lebensmitteln per Sprachsteuerung ist etwas, was je knapp 17 Prozent nutzen.

Sicherheitsbedenken

Dennoch gibt es auch Bedenken, was die Nutzung  der Sprachassistentinnen an geht. So können sich 55 Prozent der Umfrageteilnehmenden nicht vorstellen, ein solches System anzuschaffen oder zu nutzen. Auch, weil 60 Prozent keinen Bedarf für eine derartige Anwendung erkennen können und weitere 20 Prozent Sicherheitsbedenken und weitere Vorbehalte äussert:

  • 64 Prozent Angst, dass ihre Daten missbraucht werden und sind sich unsicher, wo die Daten gespeichert werden.
  • 53 Prozent haben Bedenken, dass die Kommunikation abgehört wird.
  • 48 Prozent fürchten das Risiko eines Hackerangriffs und 29 Prozent denken, dass Werbetreibende Sprachassistentinneen zu Werbezwecken ausnutzen.
  • 27 Prozent befürchten, dass das Gerät die Sprachbefehle nicht oder fehlerhaft versteht.
  • 24 Prozent sehen eine ungewollte Aktivierung des Programms durch fehlerhaft verstandene Befehle als Problem an.

Nutzung trotz Bedenken

Selbst unter den Befragten, die bereits Sprachassistenzsysteme nutzen, geben ganze 40 Prozent an, dass auch sie Bedenken haben. Der Hauptgrund liegt auch hier wieder beim Thema Sicherheit: 77 Prozent von ihnen sagen, dass der Missbrauch der Daten und das Nichtwissen, wo diese gespeichert werden, sie beunruhigt. Für 46 Prozent spielt sowohl das Risiko vor Hackerangriffen als auch die Gefahr, dass die Kommunikation abgehört wird, eine entscheidende Rolle bei der Angabe ihrer Bedenken.

Auch hier steht das Thema Sicherheit weit vorne.

Gewünschte Verbesserungen

Der Entwicklungsaufwand einzelner Lösungen ebenso wie die oft amüsanten und belächelten Sprachfehler von Sprachassistentinnen deuten an, wie kompliziert die Technologie im Hintergrund wirklich ist. Dennoch sehen die Befragten noch mehr Potential:

  • 75 Prozent sagen, dass die Spracherkennung verbessert werden muss.
  • 72 Prozent geben an, dass die Ausführung fehlerhafter Befehle vermieden werden muss.
  • 61 Prozent wünschen sich eine Optimierung fehlerhafter Aktivierungen des Sprachassistenzsystems.
  • 55 Prozent sehen eine Funktionserweiterung als nötig an – insbesondere in Hinsicht auf die Kompatibilität mit anderen Geräten.

 

Quelle: Pressemitteilung

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