Fr. 16. Juli 2021 um 7:26

Spotify sperrt Konten: Nutzung geheimer Funktion führt zum Ausschluss

von Marcel Laser 0 Kommentare

Der Musik-Streamingdienst Spotify geht seit einiger Zeit gegen Nutzer:innen vor, die eine bestimmte Funktion im Messenger nutzen. Diese ist allerdings etwas versteckt zugänglich. Bekam der Dienst das allerdings spitz, könnte es zu einer Sperrung kommen, sogar erst viele Monate später.

Spotify sperrt Konten: Musikaufnahme über „versteckte“ Funktion nicht gestattet

Wer in Spotify Musik aufnimmt, könnte von einer Kontensperrung bedroht sein. Problem ist eine interne Funktion in der App, die über Drittanbieter-Programmen genutzt werden kann. Eine dieser Apps ist „Audials“, die es euch ermöglicht Kopien des Spotify-Katalogs eurer gehörten Songs anzulegen. Allerdings ist das wohl nicht gestattet, denn einige Nutzer:innen, die davon Gebrauch machten, sind nun von Kontensperrungen betroffen. Das geht auch aus einem Artikel von Audials hervor.

 

Audials fertigt Kopien der auf eurem PC zwischengespeicherten Lieder an. Spotify speichert diese bei euch während des Hörvorgangs ab, als eine Art Puffer, wenn ihr die Songs abspielt. Die von Spotify entwickelte High-Speed-Technik im PC-Programm, lässt sowohl die App als auch die Spotify-Server deutlich schneller arbeiten, als diese es in Echtzeit tatsächlich könnten. Diese wird dann aktiviert, wenn Nutzer:innen in Windows eine Funktion zum schnelleren Abspielen nutzen und erlaubt das schnellere Zwischenspeichern, wenn ihr Songs einfach nur speichern wollt.

 

Spotify selbst sieht allerdings nicht, wann ihr Audials benutzt, um Kopien von Songs anzulegen, die auf eurem PC zwischengespeichert werden. Allerdings sieht der Streaming-Dienst die Nutzung der High-Speed-Technik zum schnellen Abspielen durchaus auf seinen Servern, da diese ja das Lied deutlich schneller streamen müssen. Daher geht Spotify bei einer exzessiven Nutzung der Funktion von einem „Kopierer“ aus und sperrt das Konto, da die Richtlinien das vervielfältigen der Lieder nicht billigt.


Spotify auf Smartphone
Spotify geht gegen Konten vor, die von einer geheimen Funktion Gebrauch machen.

Privatkopie in Deutschland allerdings erlaubt –  Sogar für YouTube-Videos

Dabei sagt die Rechtslage – zumindest in Deutschland – etwas anderes. Das Anlegen von Kopien für den reinen Privatgebrauch sind allerdings nach §53 UrhG somit in Deutschland erlaubt. Auch von YouTube-Videos dürfen Privatanwender eine Kopie erstellen.

 

Lange Zeit war es wohl Spotify egal, wenn Konten die High-Speed-Funktion genutzt haben. Allerdings scheint der Dienst nun mitbekommen zu haben, dass diese auch für das Anlegen von Kopien genutzt wird, was bei Spotify zu einem Umdenken geführt haben könnte, wie Audials im eigenen Blog angibt.

 

Da die Funktion aber offiziell gar nicht existiert, ist die Kommunikation von Spotify nach Außen hin aber eher schwammig. Es scheint aber aktuell so zu sein, dass der Streaming-Dienst aktuell gegen alle Konten vorgeht, die von der eingebauten inoffiziellen High-Speed-Funktion Gebrauch machen.

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