Do. 28. März 2019 um 7:09

So wird ein Passwort gewählt

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Nicht erst seit dem gefühlt immer häufiger werdenden Doxing, also dem veröffentlichen privater Daten und Dokumente aus gehackten Accounts, und auch nicht erst, seit bekannt wurde, dass Facebook über Jahre hinweg Millionen von Passwörtern seiner Nutzerinnen und Nutzer als Klartext in seinem System speicherte, ist die Passwort-Thematik in aller Munde.

Wir brauchen sie ständig und überall in unserem digitalen Leben. Beim Login am Rechner, auf dem Smartphone, für das Online-Banking, für Foren und Blogs, für Emails und Social Media. Es geht nahezu nichts mehr ohne Passwort.

Ein sicheres Passwort auszuwählen, am allerbesten für jeden Dienst und jede Anwendung ein separates, ist dabei aber gar nicht so einfach. Der E-Mail-Anbieter Web.de hat darum gefragt, wie die Leute ihre Passwörter erstellen.


Internetnutzer, die folgende Methode zum Erstellen von Passwörtern nutzen | Statista
Internetnutzer, die folgende Methode zum Erstellen von Passwörtern nutzen | Statista

Auch hier zeigt sich, dass Bequemlichkeit vermutlich Trumpf ist. Zum einen gaben 59 Prozent der 1045 befragten Personen an, dass sie ein Passwort für mehrere Dienste nutzen. Was, wie wir vermutlich alle mittlerweile wissen, nicht klug ist.

Aber auch das Erstellen der Passwörter ist relativ einfach gestrickt. Mit 32 Prozent knapp ein Drittel gibt an, ein Fantasiewort für ein Passwort zu nutzen. Das waren letztes Jahr noch nur 26 Prozent der Antworten. Unglaubliche 21 Prozent, im vergangenen Jahr noch 17 Prozent, gaben an, persönliche Informationen als Bestandteil eines Passwort zu verwenden. Also Geburtsdaten, Telefonnummern oder Namen, Spitzname oder diejenigen von Haustieren. Dabei wissen wir doch, wie einfach diese Informationen zum Teil für Dritte herauszufinden sind.

Lediglich zehn Prozent, immerhin ein Prozentpunkt mehr als 2018, setzt beim Erstellen von Passwörtern auf einen Passwortgenerator. Einfache Buchstaben- und Zahlenfolgen benutzen aber gleichzeitig auch immer noch insgesamt 10 Prozent der Befragten.

 

 

Da verwundert es kaum, dass so viele Accounts immer wieder gehackt werden.

Andererseits ist es vermutlich einfach zu einfach, die Schuld auf die User abzuwälzen. Denn egal wie sicher und Komplex ein Passwort gewählt wurde, wenn der Dienst gehackt wird und die Daten für unbefugte Zugänglich wurden, ein so genannter Data Breach, hilft das alles nichts mehr. Dann bleibt zu hoffen, dass das Passwort nur einmalig verwendet wurde und so der Schaden kleiner bleibt.

 

 

Quelle: Statista

 

 

Wie sieht das bei euch aus: Was nutzt ihr, um ein Passwort zu erstellen?

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