Mi. 06. März 2019 um 7:38

Skills statt Schaufeln – Fairphone gegen Kinderarbeit

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Fairphone ist sicherlich vielen von euch ein Begriff. Der Hersteller hat zwei gleichnamigen Smartphones auf dem Markt. Diese stammen so weit möglich aus fairen Produktionsverhältnissen und sind seit dem Fairphone 2 ebenfalls modular, um möglichst langlebig und somit ressourcen-schonend zu sein.


Fairphone 2 Kosten

Fairphone hat schon lange versucht, einen Teil seiner Einnahmen in Community- und andere Projekte zu stecken, die das Leben der Menschen vor Ort direkt verbessern. Nun hat die niederländische Firma bekannt gegeben, im Oktober und November 2018 sich mit Hivos, dem Koordinator der Initiative Stop Child Labour, zusammengetan zu haben, um Kinderarbeit in Uganda zu bekämpfen. Jedes Cora Red-Gerät trägt direkt dazu bei. So konnten 15’890 Euro gesammelt und das Hauptziel der Finanzierung erreicht werden.

Skills statt Schaufeln

Mit dem Finanzierungsziel im Rücken können un Hivos und der lokale Partner EWAD die Berufsausbildung von 23 Teenagern in Uganda fördern, die früher in den örtlichen Goldminen geschuftet haben. Damit sollen bessere Chancen für künftige Erwerbsarbeit und Unternehmertum geschaffen werden.

Gold als integraler Bestandteil all unserer Smartphones wird zu grossen Teilen immer noch aus intransparenten und undurchsichtigen Geschäften gewonnen sowie unter schlechten Bedingungen was Umweltschutz als auch soziale Aspekte an geht. Gefährliche Arbeitsbedingungen, unterirdische Bezahlung, Kinderarbeit – all das steckt in unseren täglichen Begleit-Geräten.

 

Fairphone will hier nun weiter machen und nicht nur die eigenen Geräte so transparent wie möglich zu fairen Bedingungen mit den nötigen Seltenen Erden und Edelmetallen versorgt wissen, sondern eben auch darüber hinaus Iniativen wie Hivos und EWAD unterstützen, damit Alternativen zu den problematischen Bedingungen und Umständen entstehen können. Das bedeutet auch, dass die Smartphones ein wenig teurer werden, doch eben immer noch nicht an die Flagschiff-Preise und deren Gewinnmargen heran reichen müssen.

 

 

Quelle: Fairphone Pressemitteilung

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